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	<title>Gottscheer Blog</title>
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	<description>Gottscheer Blog: Blog über das kulturelle Erbe von Gottschee (Kočevska)</description>
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		<title>Die Kirche der Heiligen Drei Könige in Črni Potok</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Moric]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Dec 2025 22:03:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Črni Potok]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Kirche der Heiligen Drei Könige in Črni Potok ist eine der wenigen Kirchen in der Region Kočevje (Gottschee), die den Zweiten Weltkrieg und die darauffolgenden Zerstörungen überstanden haben. Ihre Ursprünge reichen bis in das frühe 16. Jahrhundert zurück, womit sie zu den ältesten Sakralbauten der Region zählt. In ihrem Inneren bewahrt sie einen wertvollen Schatz: das Fresko Der Besuch und die Anbetung der Heiligen Drei Könige, das im Zuge restauratorischer Arbeiten im Jahr 1992 entdeckt wurde. Besonderheit: Der durstige Mann Die Heilige Drei Könige werden von einem Gottscheer Mann begleitet, der, vom Durst geplagt, aus einem kleinen Fässchen – einer sogenannten Putscherle – trinkt. Dieses kleine, aber bemerkenswerte Detail eröffnet den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in den Alltag im Kočevje-Gebiet vor Jahrhunderten. Putscherle wurden von den Gottscheern hergestellt und in benachbarte Regionen und Länder verkauft. Ihre Bedeutung wird zusätzlich dadurch unterstrichen, dass der renommierte Polyhistor Johann Weikhard von Valvasor die Gottscheer mit Putscherle in seinem umfangreichen Werk Die Ehre des Herzogtums Krain (1689) dargestellt hat. Weitere kirchliche Ausstattung Die Kirche der Heiligen Drei Könige steht im Zentrum des Dorfes Črni Potok (Schwarzenbach), das aufgrund seines gut erhaltenen dörflichen Ortskerns als Siedlungsdenkmal im Register des kulturellen Erbes geführt wird. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Kirche der Heiligen Drei Könige in Črni Potok ist eine der wenigen Kirchen in der Region Kočevje (Gottschee), die den Zweiten Weltkrieg und die darauffolgenden Zerstörungen überstanden haben.  Ihre Ursprünge reichen bis in das frühe 16. Jahrhundert zurück, womit sie zu den ältesten Sakralbauten der Region zählt. In ihrem Inneren bewahrt sie einen wertvollen Schatz: das Fresko Der Besuch und die Anbetung der Heiligen Drei Könige, das im Zuge restauratorischer Arbeiten im Jahr 1992 entdeckt wurde.  </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-1024x768.jpg" alt="Das Fresko Der Besuch und die Anbetung der Heiligen Drei K&#xF6;nige. Foto: Anja Moric.  " class="wp-image-2887" style="width:635px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full.jpg 1600w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-750x563.jpg 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Fresko Der Besuch und die Anbetung der Heiligen Drei Könige. Foto: Anja Moric. Foto: Anja Moric.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Besonderheit: Der durstige Mann</strong></h2>

<p>Die Heilige Drei Könige werden von einem Gottscheer Mann begleitet, der, vom Durst geplagt, aus einem kleinen Fässchen – einer sogenannten <em>Putscherle</em> – trinkt. Dieses kleine, aber bemerkenswerte Detail eröffnet den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in den Alltag im Kočevje-Gebiet vor Jahrhunderten. Putscherle wurden von den Gottscheern hergestellt und in benachbarte Regionen und Länder verkauft. Ihre Bedeutung wird zusätzlich dadurch unterstrichen, dass der renommierte Polyhistor Johann Weikhard von Valvasor die Gottscheer mit Putscherle in seinem umfangreichen Werk Die Ehre des Herzogtums Krain (1689) dargestellt hat.    </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="1017" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/kocevarji-valvasor.jpg" alt="Valvasors Darstellung der Gottscheer mit Putscherle." class="wp-image-2889" style="width:598px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/kocevarji-valvasor.jpg 1017w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/kocevarji-valvasor-300x227.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/kocevarji-valvasor-768x580.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/kocevarji-valvasor-750x566.jpg 750w" sizes="(max-width: 1017px) 100vw, 1017px" /><figcaption class="wp-element-caption">Valvasors Darstellung der Gottscheer mit Putscherle.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Weitere kirchliche Ausstattung</strong></h2>

<p>Die Kirche der Heiligen Drei Könige steht im Zentrum des Dorfes Črni Potok (Schwarzenbach), das aufgrund seines gut erhaltenen dörflichen Ortskerns als Siedlungsdenkmal im Register des kulturellen Erbes geführt wird. Die Kirche erhebt sich auf einer kleinen Anhöhe in der Dorfmitte. An den ehemaligen Dorffriedhof, der 1836 in das nahegelegene Zajčje Polje (deutsch: Hasenfeld, gottscheerisch: Huəshnbold) verlegt wurde, erinnern heute Reste der Friedhofsmauer.   </p>

<p>Neben dem Hauptfresko besitzt die Kirche weitere außergewöhnlich gut erhaltene Ausstattungsstücke. Dazu zählen kleinere Wandmalereien des gekreuzigten Christus sowie des heiligen Michael, der die Seelen auf einer Waage wiegt, ebenso wie ein Altar aus dem späten 17. Jahrhundert, der ebenfalls die Anbetung der Heiligen Drei Könige darstellt.   </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="582" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/freska-sv-mihael-web-e1767563282274-582x1024.jpg" alt="Das Fresko des heiligen Michael. Die Kirche der Heiligen Drei K&#xF6;nige in &#x10C;rni Potok.   " class="wp-image-2888" style="width:455px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Das Fresko des heiligen Michael.  Foto: Anja Moric.</figcaption></figure>
</div>
<p>Über dem Uhrwerk im Glockenturm hängen zwei eiserne Glocken aus dem Jahr 1923; die kleinere ist eine Stiftung der Familie Eisenzopf aus Amerika.</p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gefährdung der Kirche durch Bauschäden</strong></h2>

<p>Heute befindet sich die Kirche leider in einem sehr schlechten Zustand. Bodensetzungen und Erdbebenschäden haben tiefe Risse im Bauwerk verursacht, die sowohl die Bausubstanz als auch die wertvollen Fresken gefährden. Ohne rechtzeitige und angemessene Maßnahmen besteht die ernsthafte Gefahr, einen bedeutenden Teil des historischen und kulturellen Erbes zu verlieren.  </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full-768x1024.jpg" alt="Risse gef&#xE4;hrden die statische Stabilit&#xE4;t des Kirchengeb&#xE4;udes. Die Kirche der Heiligen Drei K&#xF6;nige in &#x10C;rni Potok.  " class="wp-image-2891" style="width:415px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full-768x1024.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full-225x300.jpg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full-1152x1536.jpg 1152w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Risse gefährden die statische Stabilität des Kirchengebäudes. Foto: Anja Moric.</figcaption></figure>
</div>
<p>Seit 2023 setzt sich das Institut Putscherle für den Schutz und die Restaurierung dieses Kulturdenkmals ein. Ein wichtiger Schritt nach vorne wurde Anfang 2025 getan, als die Gemeinde Kočevje erste Mittel für fachliche Analysen bereitstellte. Diese werden die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen genau bestimmen – doch schon jetzt ist klar, dass die Restaurierung umfangreich und finanziell anspruchsvoll sein wird. Daher sind wir für jede <a href="https://putscherle.com/cerkev-v-crnem-potoku-dragocen-spomenik-potrebuje-naso-pomoc/">Spende </a>dankbar.  </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="769" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/cerkev-notranjost-web-full.jpg" alt="Begutachtung der Risse und des Gel&#xE4;ndes gemeinsam mit Fachleuten des Slowenischen Instituts f&#xFC;r Bauwesen. Die Kirche der Heiligen Drei K&#xF6;nige in &#x10C;rni Potok  " class="wp-image-2890" style="width:567px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/cerkev-notranjost-web-full.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/cerkev-notranjost-web-full-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/cerkev-notranjost-web-full-768x577.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/cerkev-notranjost-web-full-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Begutachtung der Risse und des Geländes gemeinsam mit Fachleuten des Slowenischen Instituts für Bauwesen. Foto: Anja Moric.</figcaption></figure>
</div>
<p>Die Kirche in Črni Potok ist nicht nur ein architektonisches Relikt. Sie ist Trägerin der lokalen Identität, eine stille Erzählerin der Regionalgeschichte und ein Symbol des kulturellen Zusammenlebens in der Region Kočevje. Die Bewahrung solcher Orte bedeutet die Bewahrung von Erinnerung – und eröffnet zugleich Chancen für die Entwicklung des Kulturtourismus in der Region.   </p>

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<iframe loading="lazy" title="Dediščina Kočevarjev - Na lepše  S0E7" width="1080" height="608" src="https://www.youtube.com/embed/i5Dxz0yYz6g?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Ein Beitrag über die Kirche in Črni Potok in der Fernsehsendung Na lepše; der Beitrag ist im letzten Teil der Folge zu sehen.</figcaption></figure>

<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong></p>

<p class="has-small-font-size">Resman, Blaž in Helena Seražin. 2010. Upravna enota Kočevje: umetnostna topografija Kočevske. Ljubljana: Založba ZRC.</p>

<p class="has-small-font-size">Zupan, Gojko, Ferenc, Mitja in France Dolinar. 1993. Cerkve na Kočevskem nekoč in danes. Kočevje: Župnija, Muzej.</p>

<p class="has-medium-font-size">Lesen Sie im vorherigen Beitrag: <a href="https://www.kocevskibrlog.com/turski-vpadi-odsev-v-kocevarskem-izrocilu/">Türkische Einfälle – ihr Spiegel im Gottscheerrischen Überlieferungsgut</a>.</p>
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		<item>
		<title>Topli Vrh (Untertaplwerch) – das ehemalige gottscheerische Dorf unter dem Patronat von heiligen Petrus und Paulus</title>
		<link>https://www.kocevskibrlog.com/de/topli-vrh-untertaplwerch-das-ehemalige-gottscheerische-dorf-unter-dem-patronat-von-heiligen-petrus-und-paulus/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Blaž Štangelj]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Nov 2024 18:45:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dörfer]]></category>
		<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Dorf Topli Vrh Wenn wir heute die Asphaltstraße von Črmošnjice in Richtung des Skigebiets Gače oder weiter in den ausgedehnten Wald hinauffahren, können wir nur vermuten, dass wir durch eines der größten ehemaligen gottscheerischen Dörfer in dem Teil des Kočevski rog fahren. Es handelt sich um Topli Vrh, das auf der sonnigen Lage des Hügels Topli vrh liegt. Auf diesem Gipfel befand sich bereits in prähistorischer Zeit eine Bergfestung bzw. Hochgebirgssiedlung, die die Straßenverbindung in das Tal kontrollierte. Das Dorf geht auf das 13. Jahrhundert zurück. Im Urbarium von 1574 wird der Name als Tablwerch angegeben. Zu dieser Zeit gab es 6 Halbhöfe mit zwischen 30 und 35 Einwohnern. Im Jahr 1770 hatte das Dorf 15 Häuser, genauso wie im Jahr 1824. Damals verzeichneten die Ersteller des Franziszeischen Katasters, dass das Dorf 114 Einwohner gehabt habe, und zwar 56 Männer und 58 Frauen. Aus dem Kataster geht man auch hervor, dass die Häuser entlang der Straße standen und von Wiesen, Obstgärten, Ackern und Wäldern umgeben waren. Im Jahr 1880 gab es im Dorf 21 Häuser und 123 Einwohner und im Jahr 1900 waren es 129 Einwohner. Im Jahr 1936 hatte das Dorf 24 bewohnte Häuser mit 125 Einwohnern und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Dorf Topli Vrh</strong></h2>

<p>Wenn wir heute die Asphaltstraße von Črmošnjice in Richtung des Skigebiets Gače oder weiter in den ausgedehnten Wald hinauffahren, können wir nur vermuten, dass wir durch eines der größten ehemaligen gottscheerischen Dörfer in dem Teil des Kočevski rog fahren. Es handelt sich um Topli Vrh, das auf der sonnigen Lage des Hügels Topli vrh liegt. Auf diesem Gipfel befand sich bereits in prähistorischer Zeit eine Bergfestung bzw. Hochgebirgssiedlung, die die Straßenverbindung in das Tal kontrollierte.  </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-1024x768.jpg" alt="Ein Blick auf Topli vrh von der Stra&#xDF;e zwischen &#x10C;rmo&#x161;njice und Srednja vas. " class="wp-image-2565" style="width:686px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Blick auf Topli vrh von der Straße zwischen Črmošnjice und Srednja vas. Foto: Blaž Štangelj, 27. 10. 2024.  </figcaption></figure>
</div>
<p>Das Dorf geht auf das 13. Jahrhundert zurück. Im Urbarium von 1574 wird der Name als Tablwerch angegeben. Zu dieser Zeit gab es 6 Halbhöfe mit zwischen 30 und 35 Einwohnern. Im Jahr 1770 hatte das Dorf 15 Häuser, genauso wie im Jahr 1824. Damals verzeichneten die Ersteller des Franziszeischen Katasters, dass das Dorf 114 Einwohner gehabt habe, und zwar 56 Männer und 58 Frauen. Aus dem Kataster geht man auch hervor, dass die Häuser entlang der Straße standen und von Wiesen, Obstgärten, Ackern und Wäldern umgeben waren.       </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="711" height="839" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-2.jpg" alt="Topli vrh in einem Ausschnitt aus dem Franziszeischen Kataster, 1824." class="wp-image-2568" style="width:467px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-2.jpg 711w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-2-254x300.jpg 254w" sizes="auto, (max-width: 711px) 100vw, 711px" /><figcaption class="wp-element-caption">Topli vrh in einem Ausschnitt aus dem Franziszeischen Kataster, 1824. Quelle: Kulturministerium, Register des Kulturerbes, eine Interaktivkarte des Kulturerbes, <a href="https://geohub.gov.si/ghapp/giskd/">https://geohub.gov.si/ghapp/giskd/</a>  </figcaption></figure>
</div>
<p>Im Jahr 1880 gab es im Dorf 21 Häuser und 123 Einwohner und im Jahr 1900 waren es 129 Einwohner. Im Jahr 1936 hatte das Dorf 24 bewohnte Häuser mit 125 Einwohnern und weitere 5 Häuser standen leer. Die Dorfbewohner waren mit der Abholzung des Waldes und dem Verkauf des Holzes beschäftigt und brannten wahrscheinlich auch Kohle. Sie betrieben auch Ackerbau und Viehzucht für den Eigenbedarf. Im Jahr 1834 wurden im Dorf 3 Pferde, 30 Ochsen, 11 Kühe, 10 Kälber und Lämmer, 45 Schafe und 15 Schweine gezählt. Einige Einwohner beschäftigten sich auch mit der Herstellung und dem Verkauf von Holzgeräten. Zwei Bauern bewirtschafteten auch einen Weinberg auf der Semiška gora.       </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-1024x768.jpg" alt="Die beiden Brunnen zum Sammeln von Tropfwasser im ehemaligen Dorf Topli Vrh." class="wp-image-2574" style="width:709px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Brunnen zum Sammeln von Tropfwasser im ehemaligen Dorf Topli Vrh führen immer noch Wasser. Foto: Blaž Štangelj, 27. 10. 2024.   </figcaption></figure>
</div><div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-4-1024x768.jpg" alt="Unter dem ehemaligen Dorf Topli Vrh befindet sich ein ummauertes Wasserreservoir." class="wp-image-2583" style="width:710px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Unter dem ehemaligen Dorf Topli Vrh befindet sich ein ummauertes Wasserreservoir. Foto: Blaž Štangelj, 27. 10. 2024.   </figcaption></figure>
</div>
<p>Die Kinder aus Topli Vrh besuchten die Schule in Črmošnjice, deren Ursprünge auf das Jahr 1822 zurückgehen. Im Jahr 1929 waren 24 von 108 Einwohnern in Topli Vrh Schulkinder. Hoher Schnee und Schneeverwehungen erschwerten den Schulbesuch im Winder.   </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kirche der heiligen Petrus und Paulus  </strong></h2>

<p>Die Kirche der heiligen Petrus und Paulus (gefeiert am 29. Juni) ist eine Filiale der Pfarre Črmošnjice. Ihre erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 1689, als sie von Valvasor in seinem Werk Die Ehre des Herzogtums Krain erwähnt wurde. Die Kirche ist höchstwahrscheinlich fast 200 Jahre älter. Auf dem geschnitzten Hauptaltar (der am Ende des 17. oder Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet wurde) waren Statuen der heiligen Petrus und Paulus und an den Seiten Statuen des heiligen Antonius und des heiligen Franziskus sowie einiger anderer nicht identifizierten Heiliger. Außerdem gab es zwei Seitenaltare mit Gemälden der heiligen Maria, der Mutter vom guten Rat und der heiligen Cosmas und Damian. Die Kirche hatte ein Holzgewölbe über dem Kirchenschiff, einen hölzernen Chor, eine Kanzel und 27 Kirchenbänke. Im Glockenturm befanden sich drei Glocken.              </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-700x1024.jpg" alt="Glockenturm der Kirche der heiligen Petrus und Paulus in Topli Vrh. " class="wp-image-2610" style="width:407px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-700x1024.jpg 700w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-205x300.jpg 205w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-768x1123.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-1050x1536.jpg 1050w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-1400x2048.jpg 1400w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-750x1097.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a.jpg 1750w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption class="wp-element-caption">Glockenturm der Kirche der heiligen Petrus und Paulus in Topli Vrh.  Foto: Blaž Štangelj, 20. 3. 2016.  </figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Dorf und die Kirche während des Zweiten Weltkrieges und unmittelbar danach </strong></h2>

<p>Topli Vrh teilte das Schicksal der meisten gottscheerischen Dörfer im Gebiet von Kočevski rog. Nach der Besetzung des Dorfes durch die faschistische italienische Armee verließen alle 118 Einwohner von Topli Vrh am 20. und 21. Dezember 1941 das Dorf und emigrierten über den Bahnhof Semič nach Posavje in Posotelje an der damaligen Grenze des Hitlers nazistischen Dritten Reiches. Am 22. Juli, während der Offensive, wurde das Dorf von der italienischen Armee niedergebrannt. Ein Haus und die Kirche entgingen dem Feuer. Während der Offensive hielten sich dort italienische Soldaten auf und zerstörten Kirchenbänke und Teile der Altäre, indem sie sie in den Brand setzten. An die vom Feuer verbrannte Wand ritzten sie in italienischer Sprache die Worte „zerstörte Partisanen“ (noch 1947 sichtbar). Auch Partisanen hielten sich mindestens einmal in der Kirche auf, im August 1942 wird ein Bataillon der Tomšič-Brigade erwähnt. Das Dorf wurde nie wieder aufgebaut. Zwischen 1943 und 1945 gab es in den nahe gelegenen Wäldern einige versteckte Partisanenlazaretten. Dafür wurden auch Fensterrahmen und ein Teil der Dachziegel von der zerstörten Kirche verwendet. Gemälde und Altarstatuen wurden zerstört oder beschädigt.              </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.muzej-nz.si"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-5-1024x768.jpg" alt="Das niedergebrannte Dorf Topli Vrh, am 6. 9. 1944. Reproduktion des Bildes von France Miheli&#x10D;.   " class="wp-image-2589" style="width:719px;height:auto"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Das niedergebrannte Dorf Topli Vrh, am 6. 9. 1944. Reproduktion des Bildes von France Mihelič.    Die Ansichtskarte wird von Blaž Štangelj aufbewahrt, und die Zeichnung vom Museum der neueren und zeitgenössischen Geschichte Sloweniens (<a href="https://www.muzej-nz.si">Muzej novejše in sodobne zgodovine Slovenije</a>). </figcaption></figure>
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<p>Unmittelbar nach dem Kriegsende wurden die Ruinen der Häuser zertrümmert und als Böschungsmaterial für den Straßenbau zum Dorf Komarna vas verwendet. Die Mauern der Kirche wurden 1964 weiter abgebaut. Der Glockenturm wurde stehen gelassen, da er aufgrund seiner strategischen Lage für die Militärbehörden einen wichtigen Orientierungspunkt darstellte. Das Dorf Topli Vrh wurde 1955 als Siedlung abgelöst, ebenso wie en Drittel der vernichteten ehemaligen Siedlungen im Gebiet Gottschee.   </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>&#8221;Wir gingen nach Topli Vrh&#8221; – eine Hochzeit im Jahr 1945</strong></h2>

<p>Die Maler Alenka Gerlovič und Vito Globočnik waren als Künstler in Partisanenbewegung tätig. In den Jahren 1944 und 1945 besuchten sie auch das verbrannte Dorf Topli Vrh und stellten es dar. Die Liebenden entschlossen zu heiraten. Ihre Vorgesetzten waren zuerst zurückhaltend. Sie wollten eine bescheidene Hochzeit, ohne Pomp, die sie eigenmächtig auf der Spitze des Glockenturms der Kirche in Topli Vrh vollzogen. Die Statuen zweier Heiligen, ohne Hände, die sie von dem beschädigten Altar nahmen, waren Zeugen dieser Zeremonie. Ihre Namen und das Datum wurden in den Balken des Glockenturms eingemeißelt und ihre informelle Ehe wurde vollzogen.       </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Topli Vrh im 21. Jahrhundert </strong></h2>

<p>Heute erinnern bescheidene steinerne Überreste der Grundrisse der Kirche und der Häuser, ihre Wasserreservoire und Obstbäume an das ehemalige Dorf. Das Modell der Kirche im Maßstab 1:50 wurde von Tone Troha angefertigt. Auf den Weiden rasen Rinder und Pferde des Hofes Mihelčič aus der Gemeinde Semič.   </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-6-c-1024x768.jpg" alt="&#xDC;berreste der H&#xE4;user im Dorf Topli Vrh" class="wp-image-2607" style="width:692px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Überreste der Häuser im Dorf Topli Vrh. Foto: Blaž Štangelj, am 27. 10. 2024.   </figcaption></figure>
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<p>Das sichtbarste Überbleibsel des ehemaligen Dorfes ist der Glockenturm der Kirche. Im Jahr 2004 wurden die bescheidenen Überreste der Kirche gereinigt und das Dach der Kirche wurde restauriert und mit Kupfer bedeckt. Im Innern wurde eine Holztreppe eingebaut. Die Restaurierung wurde vom Gottscheer Altsiedlerverein und Freiwilligen mit finanzieller Unterstützung aus Südtirol durchgeführt. Die Gier nach Kupferdächern und wiederholte Diebstahlversuche machten die Restaurierungsarbeiten schließlich zunichte. Beim versuchten Diebstahl der Kupferbedachung am 3. April 2023 verursachte vermutlich ein Funke beim Schneiden vom Metall einen Brand. Der Glockenturm ist also wieder ohne Dach, dem langsamen Verfall überlassen, und schreit lautlos nach einer Restaurierung oder zumindest einem Notschutz. Vielleicht findet sich in der Zukunft wieder der Wille und die Kraft, das Erbe zu erhalten und zu präsentieren.         </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b-819x1024.jpg" alt="Der Brand im Glockenturm der Kirche der heiligen Petrus und Paulus in Topli Vrh. " class="wp-image-2625" style="width:420px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b-819x1024.jpg 819w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b-240x300.jpg 240w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b-768x960.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b-1229x1536.jpg 1229w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b.jpg 1440w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b-750x938.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 819px) 100vw, 819px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Brand im Glockenturm der Kirche der heiligen Petrus und Paulus in Topli Vrh.  Foto: PGD Semič, 3. 4. 2023.   </figcaption></figure>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="710" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-a-710x1024.jpg" alt="Der Brand im Glockenturm der Kirche der heiligen Petrus und Paulus in Topli Vrh.  " class="wp-image-2622" style="width:398px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-a-710x1024.jpg 710w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-a-208x300.jpg 208w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-a-768x1107.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-a.jpg 960w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-a-750x1081.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Brand im Glockenturm der Kirche der heiligen Petrus und Paulus in Topli Vrh.  Foto: PGD Semič, 3. 4. 2023.   </figcaption></figure>
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<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong></p>

<p class="has-small-font-size"><strong>Arhiv Republike Slovenije</strong>, Franciscejski kataster za Kranjsko, k. o. Črmošnjice pri Kočevju, Katastrski cenilni elaborat, <a href="https://vac.sjas.gov.si/vac/search/details?id=375384">https://vac.sjas.gov.si/vac/search/details?id=375384</a> (dostop: november 2024).  <br/><strong>Krajevni leksikon Dravske banovine</strong> (1937), dLib, <a href="https://www.dlib.si/details/URN:NBN:SI:DOC-IHXHRWQE">https://www.dlib.si/details/URN:NBN:SI:DOC-IHXHRWQE</a>, (dostop: november 2024).<br/><strong>Slovenska historična topografija za Kranjsko do leta 1500</strong>, ZRC SAZU, DOI: https://doi.org/10.3986/9789612549749, <a href="https://topografija.zrc-sazu.si/">https://topografija.zrc-sazu.si/</a> (dostop: november 2024).<br/><strong>Slovenski šolski muzej</strong>, Šolski list (1929), Državna mešana šola v Črmošnjicah, Zgodovina Slovenije — SIstory, <a href="https://www.sistory.si/publication/24112">https://www.sistory.si/publication/24112</a> (dostop: november 2024).<br/><strong>Gottscheermatzelle</strong>, <a href="https://gottscheermatzelle.wordpress.com/gottscheer-history/">https://gottscheermatzelle.wordpress.com/gottscheer-history/</a>, (dostop: november 2024).<br/><strong>Ministrstvo za kulturo</strong>, Register kulturne dediščine, Interaktivna karta kulturne dediščine, <a href="https://geohub.gov.si/ghapp/giskd/">https://geohub.gov.si/ghapp/giskd/</a> (dostop: november 2024).<br/><strong>Obrazi slovenskih pokrajin</strong>, Alenka Gerlovič in Vito Globočnik, <a href="https://www.obrazislovenskihpokrajin.si/oseba/gerlovic-alenka/">https://www.obrazislovenskihpokrajin.si/oseba/gerlovic-alenka/</a>, <a href="https://www.obrazislovenskihpokrajin.si/oseba/globocnik-vito/">https://www.obrazislovenskihpokrajin.si/oseba/globocnik-vito/</a> (dostop: november 2024).<br/><strong>Perko Drago.</strong> Kradli baker, zažgali cerkev! Slovenske novice, 5. 4. 2023, <a href="https://www.slovenskenovice.si/novice/slovenija/kradli-baker-zazgali-cerkev-foto/">https://www.slovenskenovice.si/novice/slovenija/kradli-baker-zazgali-cerkev-foto/</a> (dostop: november 2024).   <br/><strong>PGD Semič, Požar na Toplem Vrhu</strong>, 3. 4. 2023, <a href="https://www.facebook.com/profile/100064566140803/search/?q=toplem%20&amp;locale=sl_SI">https://www.facebook.com/profile/100064566140803/search/?q=toplem%20&amp;locale=sl_SI</a> (dostop: november 2024). <br/><strong>Topli Vrh: Zagorel spomeniško zaščiten zvonik</strong>, 4. 4. 2023, <a href="https://moja-dolenjska.si/topli-vrh-zagorel-spomenisko-zasciten-zvonik/#goog_rewarded">https://moja-dolenjska.si/topli-vrh-zagorel-spomenisko-zasciten-zvonik/#goog_rewarded</a> (dostop: november 2024).  <br/><strong>Ferenc Mitja in Zupan Gojko</strong>. <em>Cerkve na Kočevskem nekoč in danes II</em>. Ljubljana: ZRC SAZU, 2006. <br/><strong>Ferenc Mitja in Zupan Gojko</strong>. <em>Izgubljene kočevske vasi: nekoč so z nami živeli kočevski Nemci</em>. 3. del. Ljubljana: Znanstvena založba Filozofske fakultete, 2013.   <br/><strong>Ferenc Mitja in Zupan Gojko</strong>. <em>Po sledeh Kočevarjev v Črmošnjiško-Poljanski dolini / Auf den Spuren der Gottscheer in der Moschnitze</em>. Dolenjske Toplice : Društvo Kočevarjev staroselcev = Gottscheer Altsiedler Verein, 2013. <br/><strong>Gerlovič Alenka</strong>. <em>Okruški mojega življenja</em>. Ljubljana: Forma 7, 2006. <br/><strong>Janežič Zvonka</strong>. <em>Arheološka najdišča Kočevskega roga in Poljanske gore</em>. Diplomsko delo. Oddelek za arheologijo Filozofske fakultete univerze v Ljubljani, 2022.  <br/><strong>Mohar Rozi.</strong> <em>Tu so živeli …</em>Semič: Občina, 2008.<br/><strong>Prelesnik Anton</strong>. <em>Vodni viri na Kočevskem / Wasserquellen im Gottscheerland</em>. Dolenjske Toplice, Ljubljana: Društvo Kočevarjev staroselcev, ZRC SAZU, 2007. <br/><strong>Simonič Binca</strong>, ur. <em>Župnija Črmošnjice 500 let: 1509-2009</em>. Semič: Župnija, 2009. <br/><strong>Strle Franci</strong>. <em>Tomšičeva brigada 1942-1943</em>. Ljubljana: Borec in Partizanska knjiga, 1986. <br/><strong>Troha Anton in Anton Prelesnik</strong>. <em>Makete kočevarskih cerkva in krajev / Maquetten von Gottscheer Kirchen und Ortschaften</em>. Ljubljana: &#8220;Maks Viktor&#8221; in Dolenjske Toplice: Društvo Kočevarjev staroselcev, 2011. </p>

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		<title>Die Höhlen Mala Knežja Jama und Jama nad Dolgim vodnjakom: archäologische Fundstätten im zentralen Teil von Kočevski rog</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Zvonka Janežič]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Nov 2024 21:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anwesenheit der Menschen in Gottschee in der prähistorischen Zeit Es wird allgemein angenommen, dass Kočevski rog bis zum 14. Jahrhundert, als die Gottscheer Deutschen von den Ortenburgern angesiedelt wurden, nicht bewohnt war. Bescheidene archäologische Funde weisen jedoch auf die Anwesenheit von Menschen in prähistorischer Zeit hin. Wie zu erwarten, befinden sich die meisten prähistorischen Fundstellen an den Rändern der Hochebene, während sie im Landesinneren äußerst selten sind. Dies ist nicht unbedingt ein Zeichen dafür, dass die frühere Bevölkerung die wilde und schwer zu durchgehende Waldlandschaft gemieden hat, sondern ist weitgehend auf den Stand der Forschungen zurückzuführen. Die meisten archäologischen Studien haben sich oberflächlich mit den Randgebieten von Kočevski rog befasst, während der gesamte Gebirgszug, wie auch Region Gottschee, nur sehr unzureichend untersucht ist. Archäologische Fundstätte in Höhlen Die geringe Besiedlung und die Bewaldung der Landschaft erschweren die Erkennung von Siedlungen und Grabstätten, wenn sie auf Visualisierung des Laserscannings aus der Luft nicht zu erkennen sind. Etwas einfacher ist es, Stätten in Karsthöhlen zu entdecken. Kočevski rog ist von Karsttrichtern und Höhlen, die dem Menschen seit dem Paläolithikum als Unterschlüpf, Versteck, aber auch als Lagerplatz, Wasserquelle, Begräbnis- oder Ritualplatz und, vor allem in jüngster Zeit, als Müllabladeplatz dienten, durchzogen. Im zentralen [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Anwesenheit der Menschen in Gottschee in der prähistorischen Zeit</strong></h2>

<p>Es wird allgemein angenommen, dass Kočevski rog bis zum 14. Jahrhundert, als die Gottscheer Deutschen von den Ortenburgern angesiedelt wurden, nicht bewohnt war. Bescheidene archäologische Funde weisen jedoch auf die Anwesenheit von Menschen in prähistorischer Zeit hin. Wie zu erwarten, befinden sich die meisten prähistorischen Fundstellen an den Rändern der Hochebene, während sie im Landesinneren äußerst selten sind. Dies ist nicht unbedingt ein Zeichen dafür, dass die frühere Bevölkerung die wilde und schwer zu durchgehende Waldlandschaft gemieden hat, sondern ist weitgehend auf den Stand der Forschungen zurückzuführen. Die meisten archäologischen Studien haben sich oberflächlich mit den Randgebieten von Kočevski rog befasst, während der gesamte Gebirgszug, wie auch Region Gottschee, nur sehr unzureichend untersucht ist.     </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Archäologische Fundstätte in Höhlen</strong></h2>

<p>Die geringe Besiedlung und die Bewaldung der Landschaft erschweren die Erkennung von Siedlungen und Grabstätten, wenn sie auf Visualisierung des Laserscannings aus der Luft nicht zu erkennen sind. Etwas einfacher ist es, Stätten in Karsthöhlen zu entdecken. Kočevski rog ist von Karsttrichtern und Höhlen, die dem Menschen seit dem Paläolithikum als Unterschlüpf, Versteck, aber auch als Lagerplatz, Wasserquelle, Begräbnis- oder Ritualplatz und, vor allem in jüngster Zeit, als Müllabladeplatz dienten, durchzogen. Im zentralen Teil von Kočevski rog, zwischen Cink und Bradačeva frata, wurden zwei prähistorische Höhlen entdeckt, die nur etwas mehr als einen halben Kilometer voneinander entfernt sind, was auf eine mögliche dichtere Besiedlung von Kočevski rog zu dieser Zeit hindeutet.    </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Höhle Mala Knežja jama</strong></h2>

<p>Die Höhle Mala Knežja jama liegt im Norden, gleich oberhalb von Cinkarska cesta. Sie ist den Einheimischen aus Dolenjske Toplice und den umliegenden gottscheerischen Dörfern schon lange bekannt und wurde 1939 in das Höhlenkataster eingetragen. Bereits 1973 wiesen die Höhlenforscher auf ihr archäologisches Potenzial hin. Die horizontale Höhle ist 40 Meter lang und 15 Meter tief und hat einen großen Eingang mit einer mehrere Meter hohen überhängenden Wand.    </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-1-1024x768.jpg" alt="Mala kne&#x17E;ja jama, Ko&#x10D;evski Rog" class="wp-image-2650" style="width:710px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Eingang in die Höhle Mala Knežja jama ist dreieckig und öffnet sich unter einer Felswand. Foto: Zvonka Janežič, 2024. </figcaption></figure>
</div>
<p>Der Eingang ist ein steiler Erdsturz, der allmählich abflacht und sich in einen geräumigen Saal öffnet. Der Boden ist mit Erde und eingestürztem Gestein bedeckt, in dem der Höhlenforscher A. Špelič von DZRJ Ribnica drei Fragmente prähistorischer Keramik entdeckt hat.  </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-2-1-1024x768.jpg" alt="Gro&#xDF;er Saal im Innern der H&#xF6;hle Mala Kne&#x17E;ja jama. " class="wp-image-2656" style="width:716px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Großer Saal im Innern der Höhle Mala Knežja jama. Foto: Zvonka Janežič, 2024. </figcaption></figure>
</div>
<p>Bis vor Kurzem war die Höhle verschmutzt; 40 Jahre lang waren dort LKW-Reifen gelagert, die von den Höhlenforschern von JKNM in Zusammenarbeit mit den Förstern des Forstamtes, Zweigstelle Novo mesto, und der Gesellschaft Slowenische Staatswälder entfernt wurden. </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-2-1024x768.jpg" alt="Ein Keramikfragmet, das in pr&#xE4;historische Zeit datiert werden kann. Es sind Reste der Oberfl&#xE4;chenbehandlung des Gef&#xE4;&#xDF;es mit der Technik des Besenstrichs sichtbar. " class="wp-image-2659" style="width:619px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-2-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-2-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-2-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-2-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-2-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-2-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Keramikfragmet, das in prähistorische Zeit datiert werden kann. Es sind Reste der Oberflächenbehandlung des Gefäßes mit der Technik des Besenstrichs sichtbar.  Foto von Zvonka Janežič. 2024.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Höhle Jama nad Dolgim vodnjakom</strong></h2>

<p>Südöstlich der Höhle Mala Knežja jama öffnet sich die mächtige Höhle Jama nad Dolgim vodnjakom. Sie befindet sich an einem steilen und felsigen Hang über einem tiefen Tal, das von miteinander verbundenen Karsttrichtern gebildet wird. In der Talsohle befindet sich die Quelle Dolgi studenec, eine der wichtigen und sehr seltenen Wasserquellen der Gegend.   </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-4-2-1024x768.jpg" alt="Quelle Dolgi studenec. " class="wp-image-2662" style="width:654px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Quelle Dolgi studenec. Foto: Zvonka Janežič, 2024. </figcaption></figure>
</div>
<p>Die Höhle ist 30 Meter lang und 25 Meter tief mit einem riesigen Eingang von 20 x 10 Metern, wodurch das ganze Innere gut beleuchtet ist und im Winter den Außentemperaturen ausgesetzt ist, was zu einer starken mechanischen Verwitterung des Gesteins führt. Der Abri entstand durch den Sturz der Decke, was eine schräge Plattform aus ausgestürztem Gestein bildete, die zum ebenen Boden der Höhle hinunterführt.  </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-5-2-1024x768.jpg" alt="Die H&#xF6;hle Jama nad Dolgim vodnjakom hat eine Form des riesigen Abris." class="wp-image-2668" style="width:734px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Die Höhle Jama nad Dolgim vodnjakom hat eine Form des riesigen Abris. Foto: Zvonka Janežič, 2024. </figcaption></figure>
</div>
<p>Bei einer Feldbegehung 2021 fand ich ein kleines Fragment prähistorischer Keramik, einen Tierknochen mit Schnitzspuren und Überreste einer Verbrennung in der Höhle.</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="651" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-6-1024x651.png" alt="Ein Fragment der pr&#xE4;historischen Keramik und ein Knochen mit Schnitzspuren aus der H&#xF6;hle Jama nad Dolgim vodnjakom. " class="wp-image-2671" style="width:711px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Ein Fragment der prähistorischen Keramik und ein Knochen mit Schnitzspuren aus der Höhle Jama nad Dolgim vodnjakom. Foto: Zvonka Janežič, 2024. </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading">Wovon zeugen die archäologischen Stätten in den Höhlen?</h2>

<p>Die Funde aus beiden Stätten sind zu spärlich, um sie genauer zu datieren, aber sie lassen sich wahrscheinlich in die Bronze- oder Eisenzeit einordnen. Die Höhlen Mala Knežja jama und Jama nad Dolgim vodnjakom sind fast 7 Kilometer von der nächsten bekannten prähistorischen Siedlung in Topli vrh entfernt. Die beiden Höhlen dienten wahrscheinlich als Unterschlüpf, Versteck und Lagerraum und dürften von so weit entfernten Orten aus kaum besucht worden sein. Dies legt die Möglichkeit nahe, dass es irgendwo in der Nähe eine prähistorische Siedlung gab, die bisher noch nicht entdeckt worden ist.    </p>

<p>Da Kočevski rog noch nicht Gegenstand umfassender archäologischer Untersuchungen war, bleiben viele Fragen offen. Die Möglichkeit der dichteren Besiedlung bereits vor dem 14. Jahrhundert bietet daher ein vielversprechendes Forschungspotenzial für das Verständnis der Vergangenheit und der Bedeutung des Gebiets.  </p>

<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong><br/>Arkas: Arheološki kataster Slovenije. Dostopno na: <a href="https://arkas.caspio.com/dp/5b04c00098d89ffc1f54405b9812?cbResetParam=1">https://arkas.caspio.com/dp/5b04c00098d89ffc1f54405b9812?cbResetParam=1</a> (2. 11. 2024).<br/>Ferenc, M. 2005,  <em>Kočevska &#8211; pusta in prazna. Nemško jezikovno območje na Kočevskem po odselitvi Nemcev. </em> – Ljubljana, Modrijan.<br/>Hudoklin, A. 1984, <em>Jama nad Dolgim vodnjakom</em> (Neobjavljen zapisnik terenskih ogledov, Kataster jam JZS).<br/>Jamnik, P. 2011, Arheološka in paleontološka jamska najdišča s širšega območja Ribniške in Struške doline ter Kočevske. – V: Velušček, A. (ur.), <em>Spaha.</em> – Ljubljana, Založba ZRC, str. 48.<br/>Kataster jam JZS: Kataster jam Jamarske zveze Slovenije. Dostopno na: <a href="https://www.katasterjam.si/">https://www.katasterjam.si/</a> (citirano: 3. 11. 2024).<br/>Lajovic, A. 1973, <em>Jama pod cesto v oddelku 26</em> (Neobjavljen zapisnik terenskih ogledov, Kataster jam JZS). – Ljubljana.<br/>RKD: Register kulturne dediščine. Dostopno na: <a href="https://geohub.gov.si/ghapp/giskd/">https://geohub.gov.si/ghapp/giskd/</a> (citirano: 2. 11. 2024).<br/>Splet 1: <a href="https://www.jknm.si/si/?id=595&amp;l=2021">https://www.jknm.si/si/?id=595&amp;l=2021</a>(citirano: 2. 11. 2024).<br/>Splet 1: <a href="https://www.rtvslo.si/lokalne-novice/dolenjska/iz-jame-v-kocevskem-rogu-odstranili-odpadne-pnevmatike-za-tovornjake/599792">https://www.rtvslo.si/lokalne-novice/dolenjska/iz-jame-v-kocevskem-rogu-odstranili-odpadne-pnevmatike-za-tovornjake/599792</a> (citirano: 2. 11. 2024).     </p>

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		<title>Eisenhütte in Dvor: Eine Erfolgsgeschichte (und Scheitern) der Auersperger Eisenhütte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Izidor Volf]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Oct 2024 20:05:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsthandwerk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die erste Idee, in Dvor eine Eisenhütte zu errichten, geht auf das Jahr 1763 zurück, als Fürst Heinrich Auersperg erstmals eine Konzession beantragte. Die Baugenehmigung wurde ihm jedoch nicht erteilt, da die Besitzer anderer Eisenhütten in Krain eine Konkurrenz fürchteten. Erst seinem Sohn, Fürsten Wilhelm Auersperg von Gottschee, gelang es nach langen 31 Jahren, eine Eisenhütte in Dvor zu errichten. Die Gründe dafür waren der Unternehmergeist der Familie Auersperg, die in diesem Gebiet umfangreiche Ländereien besaß, Wasserkraft des Flusses Krka, ausgedehnte Wälder in einer unmittelbaren Nähe von Dvor, Eisenerzvorkommen in Unterkrain und die Verfügbarkeiten von Arbeitskräften. Am 6. Februar 1795 erhielt Fürst Wilhelm Auersperg (endlich) eine genehmigte Konzession aus Wien und die Bauarbeiten begannen. Da die Arbeiten nur langsam vorankamen, floss das erste Roheisen erst ein Jahr später, am 17. April 1796, aus dem Hochofen. Die Produktion übertraf sofort alle Erwartungen. Die Gebäude der Eisenhütte wurden am Ufer des Flusses Krka gebaut, und das Wasser wurde zum Antrieb von Blasebälgen genutzt, um Luft in den Hochofen und die Öfen zu blasen, die Schmiedehämmer anzutreiben, das Erz zu waschen und zu zerkleinern und die Maschinen in den mechanischen Werkstätten, Holzdrehbänke, Schleifmaschinen, Sägen und Pumpen anzutreiben. Die Eisenerzproduktion wurde mit der Einführung [&#8230;]</p>
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<p>Die erste Idee, in Dvor eine Eisenhütte zu errichten, geht auf das Jahr 1763 zurück, als Fürst Heinrich Auersperg erstmals eine Konzession beantragte. Die Baugenehmigung wurde ihm jedoch nicht erteilt, da die Besitzer anderer Eisenhütten in Krain eine Konkurrenz fürchteten. Erst seinem Sohn, Fürsten Wilhelm Auersperg von Gottschee, gelang es nach langen 31 Jahren, eine Eisenhütte in Dvor zu errichten. Die Gründe dafür waren der Unternehmergeist der Familie Auersperg, die in diesem Gebiet umfangreiche Ländereien besaß, Wasserkraft des Flusses Krka, ausgedehnte Wälder in einer unmittelbaren Nähe von Dvor, Eisenerzvorkommen in Unterkrain und die Verfügbarkeiten von Arbeitskräften.    </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-3-1024x768.jpg" alt="Signatur der Auersperger Eisenh&#xFC;tte HOF IN KRAIN" class="wp-image-2525" style="width:717px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Berühmte Signatur der Auersperger Eisenhütte HOF IN KRAIN auf einem der erhaltenen Öfen im Eisenhüttenmuseum in Dvor. Foto: Izidor Volf.</figcaption></figure>
</div>
<p>Am 6. Februar 1795 erhielt Fürst Wilhelm Auersperg (endlich) eine genehmigte Konzession aus Wien und die Bauarbeiten begannen. Da die Arbeiten nur langsam vorankamen, floss das erste Roheisen erst ein Jahr später, am 17. April 1796, aus dem Hochofen. Die Produktion übertraf sofort alle Erwartungen. Die Gebäude der Eisenhütte wurden am Ufer des Flusses Krka gebaut, und das Wasser wurde zum Antrieb von Blasebälgen genutzt, um Luft in den Hochofen und die Öfen zu blasen, die Schmiedehämmer anzutreiben, das Erz zu waschen und zu zerkleinern und die Maschinen in den mechanischen Werkstätten, Holzdrehbänke, Schleifmaschinen, Sägen und Pumpen anzutreiben.     </p>

<p>Die Eisenerzproduktion wurde mit der Einführung des wassergetriebenen Doppeltrommelgebläses, das in Dvor gebaut wurde, noch schneller. Auch die Qualität und Quantität des produzierten Roheisens nahmen deutlich zu. Dies ermöglichte den Ausbau und die Modernisierung des Eisenhütte. Im Jahr 1804 war die Eisenhütte in Dvor das erste Eisenwerk auf dem gesamten damaligen slowenischen Gebiet, das Gusseisen direkt am Hochofen erschmolz.    </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="821" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1-1024x821.jpg" alt="Eisenh&#xFC;tte in Dvor" class="wp-image-2537" style="width:718px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1-1024x821.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1-300x240.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1-768x616.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1.jpg 1280w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1-750x601.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1-80x65.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das einzige heutige Überbleibsel der Auersperger Eisenhütte in Dvor. Foto: Izidor Volf.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Eisenhütte in Dvor: ohne Konkurrenz im ganzen Krain</strong></h2>

<p>Nach der Aufhebung der illyrischen Provinzen geriet die Eisenindustrie in Krain in eine schwere Krise. Im März 1817 reduzierte die Verwaltung der Hofeisenhütte die Zahl der Beschäftigten von 216 auf 92 und die gesamte Eisenproduktion sank drastisch von 493 auf 143 Tonnen. Die drastischen Einschnitte waren auf die Konkurrenz des englischen und schwedischen Eisens in Italien und im Nahen Osten, das 20 % billiger war, zurückzuführen. Dennoch hatte die Eisenhütte in Dvor von 1820 bis Mitte des 19. Jahrhunderts keine wirkliche Konkurrenz in Krain, da sie als einziges Eisenwerk den heimischen Markt sowie die Märkte in Italien und Kroatien beherrschte.     </p>

<p>Im Jahr 1822 wurde der baufällige Hochofen umgebaut und um 2,5 Meter erhöht, und zwei Jahre später wurden zwei weitere, über drei Meter hohe Kuppelöfen gebaut. Mit diesen Öfen konnte das Roheisen aus dem Hochofen direkt zu Gusseisen geschmolzen werden. Die beiden Kupolöfen ermöglichten eine wesentlich höhere Produktion von hochwertigem Gusseisen, und die Umwandlung der Eisenhütte in Dvor von einem klassischen Eisenwerk in ein großes Eisenwerk war abgeschlossen. In dieser Zeit wurden auch ein Kalkstein- und Schlackenbrecher, ein Schmiedehammer, ein Kran für den Transport schwerer Produkte und ein neues Gebäude für die Materiallagerung errichtet. In den 1830-er Jahren beschäftigte die Eisenhütte wieder zwischen 220 und 250 Arbeiter und produzierte jährlich zwischen 392 und 448 Tonnen Roheisen, Guss- und andere Produkte. Damit wurde sie die größte und sogar die einzige Gießerei in der gesamten Region südlich der Alpen.        </p>

<p>Daher hatte das Unternehmen Schwierigkeiten, die zahlreichen Aufträge aus dem In- und Ausland zu erfüllen. Im Ausland verkaufte sie ihre Produkte vor allem in Italien und Kroatien. Im Jahr 1835 verfügte das Unternehmen über drei Lager: in Ljubljana (im Auersperger Fürstenhof), in Triest und in Venedig. Für die Qualität der Produkte in Dvor sorgte das gut ausgebildete Personal, das vor allem aus steirischen Ländern stammte. Die Eisenhütte in Dvor beschäftigte auch eine große Anzahl von Bergleuten, Förstern, Köhlern und Fuhrleuten, die ausschließlich aus der Region stammten. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in Krain keine Eisenhütte, die mit der Eisenhütte hinsichtlich der Technologie, der Qualität und Quantität der hergestellten Produkte und der Zahl der Beschäftigten vergleichbar war, weshalb ihr am 13. März 1836 der Status einer landesprivilegierten Hütte verliehen wurde.        </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-1024x768.jpg" alt="Grabkreuze der Auersperger Eisenh&#xFC;tte" class="wp-image-2522" style="width:758px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Grabkreuze der Auersperger Eisenhütte, ausgestellt im Eisenhüttenmuseum in Dvor. Foto: Izidor Volf.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Schlechtes Management und die aufkommende Konkurrenz führten zu einem bitteren Ende</strong></h2>

<p>Am 9. August 1836 wurde die Eisenhütte in Dvor durch den Tod ihres erfolgreichsten Direktors, Ignatz Vitus Engelbert Pantz, schwer betroffen. Der Besitzer Auersperg hatte bei der Wahl des Nachfolgers kein Glück. Die mangelnde Führungserfahrung und die schlechten unternehmerischen Entscheidungen der Nachfolger von Pantz führten in den folgenden Jahren zum Verfall vieler Fabrikgebäude und Anlagen. Da selbst grundlegende Wartungsarbeiten nicht durchgeführt wurden, nahm die Qualität des Roheisens und der Eisenerzeugnisse drastisch ab. Auch der Arbeitseifer und die Produktivität der Arbeiter ließen aufgrund der unregelmäßigen Bezahlung nach.      </p>

<p>In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bekam die Eisenhütte in Dvor außerdem Konkurrenz von Rosthorner Eisenhütte in Prevalje in Kärnten, die hauptsächlich Schienen, Achsen und Eisenbahnräder herstellte. Weitere Gießereien entstanden in Bohinjska Bistrica (Herstellung von Zahnrädern, Wasserturbinen, Ringen und Kolben für Dampfmaschinen, Kanalausrüstungen und Eisenzäunen) und in Gradac in Weißkrain (Herstellung von vor allem eisernen Halbfabrikaten und Munition). Die Eisenhütte in Dvor erlebte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch keine größere technologische Entwicklung mehr.     </p>

<p>Im Jahr 1870, vor der großen Bankenkrise in der Habsburgermonarchie, war sie noch voll funktionsfähig. Sie produzierte noch immer landwirtschaftliche Maschinen und Werkzeuge, Bergbau- und Gießereimaschinen, Mühlengeräte usw. Damals gab es jedoch bereits 27 konkurrierende Eisenhütten im österreichischen Teil der österreichisch-ungarischen Monarchie. Viele andere Eisenhütten in der Monarchie verfügten bereits über Eisenbahnverbindungen zu ihren Märkten, aber in Dvor mussten die Rohstoffe und Produkte noch mit Pferdefuhrwerken transportiert werden. Nach der Gründung der Österreichisch-Alpine Montangesellschaft in Wien im Jahr 1881 verschlechterte sich der Status der Eisenhütte in Dvor jedoch drastisch. In kürzester Zeit übernahm das Unternehmen die Kontrolle über die Eisenindustrie in ganz Innerösterreich und diktierte mit seiner Stärke und der Diversifizierung von Eisenarbeiten die Entwicklungsrichtung dieses Industriezweiges und damit auch das Schicksal der Existenz anderer Eisenhütten.      </p>

<p>Die Eisenhütte in Dvor konnte nur etwa sechs Jahre lang mit der Konkurrenz mithalten, bevor sie endgültig an Kraft verlor. Die modernere Konkurrenz und die veralteten Verkehrsverbindungen verteuerten stark die Produktion, was der Hauptgrund für den endgültigen Niedergang der einst führenden Eisenhütte in Krain war. Am 1. Oktober 1891 stellte das Eisenwerk in Dvor offiziell seinen ganzen Betrieb ein. Für Dvor und die Umgebung war die Schließung ein schwerer wirtschaftlicher Schlag, da viele Menschen ohne Arbeit blieben. In der Folge kam es zu einer Reihe von Auswanderungen aus der Region. Zehn Jahre lang nach der Schließung der Gießerei hofften die Einwohner von Dvor im Stillen, dass die Produktion zumindest in begrenztem Umfang wieder aufgenommen werden würde, doch dazu kam es letztendlich nicht.      </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-1024x768.jpg" alt="Produkte des Auersperger Eisenwerks" class="wp-image-2531" style="width:742px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Besteck, Arbeitsgeräte und andere erhaltene Produkte des Auersperger Eisenwerks, ausgestellt im <a href="http://zelezolivarna.com">Eisenhüttenmuseum in Dvor</a>. Foto: Izidor Volf.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Es überwogen künstlerische und Gebrauchsprodukte</strong></h2>

<p>Im Laufe ihrer ganzen Geschichte hat die Eisenhütte in Dvor eine große Vielfalt an Produkten hergestellt, vor allem Kunst- und Gebrauchsprodukte. So wurden 94 verschiedene Arten von Maschinen, Maschinenteilen, Werkzeugen, Küchengeräten, Bügeleisen, Öfen, Dachziegeln, Grabkreuzen, Zäunen und Gewichten sowie 89 verschiedene Arten vom Kunstguss für den persönlichen, häuslichen und kirchlichen Gebrauch (kaiserlich-königliche Wappen, religiöse und antike Reliefs, Schreibgeräte, Uhren- und Bügeleisenständer, Kerzenständer, Schmuck usw.) hergestellt, aber auch eine breite Palette von Produkten für das Kunsthandwerk. Eine Besonderheit der Eisenhütte in Dvor war die Herstellung von kunstvollen Gusserzeugnissen wie Grabsteinen, verzierten Öfen, Zäunen, Fensternetzen, Brunnen usw.   </p>

<p>Ihre Produkte unterschieden sich im Design nicht wesentlich von denen anderer renommierter Gießereien in Europa. 1820 wurden bereits Schiffskanonen nach englischen Vorbildern gegossen. Die Produkte wurden in Dvor auch gekennzeichnet, ihre bekannteste Signatur war HOF IN KRAIN. Die Produkte der Eisengießerei in Dvor wurden auf drei Industrie- und Handwerksausstellungen in den innerösterreichischen Ländern ausgezeichnet und waren unter den Produkten aus Eisen in Slowenien unübertroffen. Im Jahr 1833 wurde in Dvor auch das ein Meter hohe Wappen der Auersperg-Fürsten für die Fassade des Kurhauses in Dolenjske Toplice gegossen.    </p>

<p>Runde und quadratische kohle- und holzbefeuerte Öfen bildeten einen wichtigen Teil der Produktion der Eisenhütte in Dvor. Sie hatten 14 verschiedene Modelle auf Lager. Darüber hinaus wurden auch Kanonen verschiedener Kaliber, Munition, Kessel, Kochtöpfe, Küchen- und andere Schüsseln, Ofenplatten, Gewichte, Küchenmörser, Rahmen, Wasserrohre und Kanaldeckel gegossen. Zwei Drittel der Gesamtproduktion entfielen auf Gusserzeugnisse.   </p>

<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong></p>

<ul class="wp-block-list">
<li class="has-small-font-size">Pungerčar, Majda. 2021. Na Dvoru ulita umetnost. Novo mesto: Dolenjski muzej.   </li>



<li class="has-small-font-size">Šorn, Jože. 1980. Železarna na Dvoru pri Žužemberku: zgodovina, tehnologija, izdelki. Novo mesto: Dolenjski muzej.   </li>



<li class="has-small-font-size">Žargi, Matija. 2000. Železarna na Dvoru ob Krki. Novo mesto: Dolenjska založba.   </li>
</ul>

<p>Prejšnja objava: Ljudska balada o detomorilki: slovenske in kočevarske različice.</p>
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		<title>Spiegelung der adeligen Welt in der Tradition der gottscheerischen Volkslieder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marija Klobčar]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Oct 2024 19:50:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
		<category><![CDATA[Volkslied]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Gottscheer Ehepaar (Balthasar Hacquet 1778)</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-left">In der gottscheerischen Gedichtstradition, veröffentlicht 1895 in der Sammlung <em>des Autors Adolf Hauffen, Die deutsche Sprachinsel Gottschee. Geschichte und Mundart, Lebensverhältnisse, Sitten und Gebräuche, Sagen, Märchen und Lieder, </em>  (<em>werden erzählende Gedichte, d.h. Gedichte mit einer Geschichte, </em>besonders hervorgehoben. </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="833" height="627" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/hauffen.png" alt="Die deutsche Sprachinsel Gottschee. Adolf Hauffen " class="wp-image-2498" style="width:624px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/hauffen.png 833w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/hauffen-300x226.png 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/hauffen-768x578.png 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/hauffen-750x565.png 750w" sizes="auto, (max-width: 833px) 100vw, 833px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eine Sammlung von Volksliedern aus Gottschee wurde 1895 von Dr. Adolf Hauffen veröffentlicht.</figcaption></figure>
</div>
<p>Sie bringen oft das Geschehen im adligen Umfeld zum Ausdruck, was sich in der sozialen Stellung der Hauptfiguren, ihrem Verhalten, gesellschaftlichen Normen, die bei dem Adel galten, oder aus dem Umfeld, in dem Geschichten spielen, zeigt. So gibt es zum Beispiel Geschichten über Männer, die in den Krieg gehen oder zurückkehren, wobei die Rolle eines Ritters, des Verteidigers des Landes, hervorgehoben wird. Das Gedicht <em>Mogreatizle</em> (dt.: Margarethe), das in der Hauffen-Sammlung unter Nummer 71 veröffentlicht wurde, zeigt dies durch Erwähnung der spitzen bzw. Schnabelschuhen, denn spitze Schuhe waren ein ausgeprägtes mittelalterliches Zeichen für Prestige. Die Erwähnung von spitzen bzw. Schnabelschuhen deutet gleichzeitig auch darauf hin, dass das Gedicht geschrieben wurde, bevor die Siedler nach Gottschee umsiedelten.     </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Spiegelung der adligen Welt im Volkslied Das Mädchen und der Edelmannssohn</strong></h2>

<p>Das Leben der Oberschicht spiegelt sich auch in den Gedichten mit Beschreibungen des Alltagslebens der gesellschaftlichen Gruppen wider, die dem Adel dieses Leben ermöglichten. Im Volkslied <em>Das Mädchen und der Edelmannssohn,</em> das in der Hauffens Sammlung unter Nr. 78 veröffentlicht wurde, sind einige Merkmale direkt herausgearbeitet, die sich stark vom Alltagsleben der Gottscheer in ihrer neuen Umgebung unterscheiden. Der Reichtum der Umgebung, aus der der Junge und das Mädchen stammen, wird in dem Gedicht deutlich: Der Junge ist der Sohn eines Adligen, aber auch der Vater des Mädchens ist reich und er spielt mit dem jungen Adligen. Er hat eine Reihe von Wald- und Feldarbeitern unter sich; die Arbeit wird unter ihnen aufgeteilt, was die Macht des Adels zeigt, aus dem das Mädchen stammt. Das Gedicht drückt nicht nur die Zugehörigkeit der Hauptfiguren zu der oberen Gesellschaftsschicht aus, sondern führt auch eine Aufgabe an, die im slowenischen Raum anders ausgeführt wurde als in einem gottscheerischen Gedicht: In dem Gedicht wird Heu von Männern geharkt, nicht von Frauen, wie es im slowenischen Raum allgemein üblich war. Die slowenische Sprache kennt daher keinen Begriff für einen Mann, der Heu zusammenharkt; sie kennt nur den Begriff für Frauen „grabljice“.       </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Bunte Schuhe</strong></h2>

<p>Güter des ausgeprägten Prestiges enthalten neben den erzählenden auch einige rituelle Gedichte, wie z. B. das Lied <em>Der schöne Andreas</em> (Hauffen, Nr. 119), in dem der Jahrmarkt aus der ursprünglichen Umgebung, die mit einem prestigeträchtigen Angebot verbunden war, durch den Jahrmarkt von Ljubljana ersetzt wurde. Noch expliziter kommt die Zugehörigkeit zur höchsten Gesellschaftsschicht in dem rituellen Lied <em>Abschied der Braut</em> (Hauffen, Nr. 106) zum Ausdruck, in dem sich die Braut von ihren Angehörigen verabschiedet: Das Gedicht enthält u. a. Zweizeiler mit einem Verweis auf ein Teil der der Brautkleidung, die bunten Schuhe. Bunte Schuhe konnten nämlich nur Brokatschuhe sein, was den höchsten gesellschaftlichen Status ausdrückt.   </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Woher kommt das Spiegelbild der adligen Welt?</strong></h2>

<p>Das Thema des Lebens in den höheren Gesellschaftskreisen wäre nicht aufgefallen, wenn es mit den Lebensbedingungen der Gottscheer übereinstimmen würde: Sie lebten in der neuen Umgebung unter bescheidenen Verhältnissen und außer der Burg Friedrichstein und dem Stadtschloss gab es in der Gegend kein einziges adeliges Landgut. Die Burgen Poljanski (Polandl) und Kostelski grad (Grafenwart) lagen außerhalb der gottscheerischen Dörfer. Die Umgebung, in der die gottscheerischen Siedler lebten, bot also keine direkte Möglichkeit, das Leben der Burgherren zu betrachten. Auch die Geschichte der verbotenen Liebe zwischen Veronika von Deschenitz und Friedrich II, die mit der Burg Friedrichstein in Verbindung gebracht wird, hat nicht in das Gottscheer Erbe geschafft.    </p>

<p>Die gottscheerischen Siedler lebten in einer sehr abgeschlossenen Gemeinschaft. Die Frauen verließen in den vergangenen Jahrhunderten ihre armen Bergdörfer nicht und bewahrten ihr Volksvermögen, das ihnen in der Zeit der Trennung von ihren Männern wichtige Trost spendete. Vor allem aber bewahrten sie das Erbe, das die Gottscheer mitgebracht hatten. Auch die Wallfahrten, an denen Gottscheer teilnahmen, wurden von religiösen und Legendenliedern, aber nicht von anderen erzählenden oder rituellen Liedern begleitet.    </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="710" height="458" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/kocevarski-par.jpg" alt="" class="wp-image-2481" style="width:662px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/kocevarski-par.jpg 710w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/kocevarski-par-300x194.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Gottscheer-Paar, abgebildet auf der Flusskarte in Oryctographia Carniolica: Mappa Hydrographica Nationis Slavica (Balthasar Hacquet 1778).</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gedichtserbe als Zeugnis der Einwanderung aus Franken und Thüringen?</strong></h2>

<p>Die Volkslieder der Gottscheer sind somit der Ausdruck des Wohlstandes in der Erinnerung an die vergangene Zeit, die ihnen half, in der neuen Umgebung zu überleben. Diese Erkenntnis eröffnete einen wichtigen Aspekt der Betrachtung des gottscheerischen Erbes, und die Suche nach einer Erklärung dafür führte zu einem erneuten Nachdenken über die ursprüngliche Umgebung der Gottscheer und die Gründe für ihre Einwanderung nach Gottschee. Diese Überlegungen brachten neue historische Verbindungen zu den wirtschaftlich und sozial bedeutenden Regionen Franken und Thüringen ans Licht. Eine erneute Überprüfung der Gültigkeit der Aufzeichnungen von Bischof Hren beleuchtete auch Gründe für die Einwanderung der Gottscheer in ihre neue Umgebung. Diese Gründe betonen die Bedeutung von Ehre und Loyalität und werden zusammen mit einer ausführlichen Analyse und neuen Erkenntnissen in eine der Studien aufgenommen, die in der slowenischen Übersetzung von Hauffens Werk erscheinen werden. Das Buch Pesemsko izročilo Kočevske (dt.: Gedichtstradition von Gottschee) wird im November 2024 im Verlag ZRC, ZRC SAZU erscheinen.    </p>

<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong></p>

<ul class="wp-block-list">
<li class="has-small-font-size">Hauffen, Adolf. 1895.  <em>werden erzählende Gedichte, d.h. Gedichte mit einer Geschichte, </em>. Graz: K. k. Universitäts-Buchdrückerei und Verlags-Buchhandlung &#8216;Styria&#8217;.  </li>



<li class="has-small-font-size">Knific, Bojan. 2020. <em>Obutvena dediščina na Slovenskem</em>:<em> O škornjih, čevljih, coklah, opankah, copatah in drugih obuvalih</em>. Tržič: Tržiški muzej.  </li>



<li class="has-small-font-size">Lackner-Kundegraber, Marija. 1995. Etnografske posebnosti v nekdanjem Kočevskem nemškem jezikovnem otoku. <em>Kronika</em> 43/3: 76–84.  </li>



<li class="has-small-font-size">Marolt, France. 1939. Slovenske prvine v kočevski ljudski pesmi. V: <em>Kočevski zbornik</em>. <em>Razprave o Kočevski in njenih ljudeh</em>. Ljubljana: Vodstvo družbe sv. Cirila in Metoda v Ljubljani, 179–320.     </li>



<li class="has-small-font-size">Stopar, Ivan. 1986. <em>Gradovi na Slovenskem</em>. Ljubljana: Cankarjeva založba.  </li>
</ul>

<p>Der Artikel <em>Spiegelung der adeligen Welt in der Tradition der gottscheerischen Volkslieder </em>wurde im Rahmen des Projekts <em><a href="https://gni.zrc-sazu.si/sl/programi-in-projekti/teza-preteklosti-dediscina-veckulturnega-obmocja-primer-kocevske">Teža preteklosti.
Dediščina večkulturnega območja: primer Kočevske </a></em>wurde von der slowenischen Forschungsagentur finanziell unterstützt.</p>

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		<title>Was macht &#8220;Micika v püngradi&#8221; (Maria im Garten) in Gottschee? &#8211; Lieder aus dem Übermurgebiet in Gottschee</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Serec Hodžar]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2024 20:21:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
		<category><![CDATA[Volkslied]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Multikulturalität des Gebiets der breiteren Region Gottschee könnte als eine einzige miteinander verflochtene &#8220;Kultur&#8221; oder Gemeinschaft betrachtet werden. Denn dort leben Menschen, die aus allen Himmelsrichtungen zugewandert sind, und die kulturelle Vielfalt ist ein fester Bestandteil ihres täglichen Lebens. Ankünfte und Abreisen gehören seit Jahrhunderten zu dieser Region. Das ist zwar in jedem Gebiet der Fall, aber in Gottschee ist es jedoch besonders ausgeprägt. Umso erstaunlicher erscheint es, dass uns ein Fragment der mündlichen Überlieferung, das in diesen Orten aufgezeichnet wurde, immer noch überrascht. Volksliedmaterial im Archiv des Instituts für Ethnomusikologie ZRC SAZU Im Rahmen des Forschungsprojekts Teža preteklosti. Dediščina večkulturnega območja: primer Kočevske (Die Last der Vergangenheit: Das Erbe der multikulturellen Region &#8211; Beispiel aus der Region Gottschee) haben wir uns auch intensiver mit dem Material befasst, das von den Kollegen des Instituts für Ethnomusikologie im Forschungszentrum der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste (abk. ZRC SAZU) während der 90-jährigen Geschichte des Instituts (das in diesem Jahr sein Jubiläum feiert) gesammelt wurde, sowie mit dem noch älteren Material, das das Institut als zentrale Einrichtung für Volksmusik, Gesang und Tanz im slowenischen Raum aufbewahrt. Anfangs schien es, als gäbe es fast kein Material aus der Zeit vor dem Zweiten [&#8230;]</p>
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<p>Die Multikulturalität des Gebiets der breiteren Region Gottschee könnte als eine einzige miteinander verflochtene &#8220;Kultur&#8221; oder Gemeinschaft betrachtet werden. Denn dort leben Menschen, die aus allen Himmelsrichtungen zugewandert sind, und die kulturelle Vielfalt ist ein fester Bestandteil ihres täglichen Lebens. Ankünfte und Abreisen gehören seit Jahrhunderten zu dieser Region. Das ist zwar in jedem Gebiet der Fall, aber in Gottschee ist es jedoch besonders ausgeprägt. Umso erstaunlicher erscheint es, dass uns ein Fragment der mündlichen Überlieferung, das in diesen Orten aufgezeichnet wurde, immer noch überrascht.     </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/09/dscn0665-1024x768.jpg" alt="Das Foto des Gartens in Trava bei Draga" class="wp-image-2439" style="width:745px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Das Foto des Gartens in Trava bei Draga, 2023. Foto: Anja Serec Hodžar. Institut für Ethnomusikologie im Forschungszentrum der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste.  </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Volksliedmaterial im Archiv des Instituts für Ethnomusikologie ZRC SAZU</strong></h2>

<p>Im Rahmen des Forschungsprojekts <em><a href="https://gni.zrc-sazu.si/sl/programi-in-projekti/teza-preteklosti-dediscina-veckulturnega-obmocja-primer-kocevske">Teža preteklosti. Dediščina večkulturnega območja: primer Kočevske (Die Last der Vergangenheit: Das Erbe der multikulturellen Region &#8211; Beispiel aus der Region Gottschee) </a></em> haben wir uns auch intensiver mit dem Material befasst, das von den Kollegen des <a href="https://gni.zrc-sazu.si/sl">Instituts für Ethnomusikologie </a>im Forschungszentrum der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste (abk. ZRC SAZU) während der 90-jährigen Geschichte des Instituts (das in diesem Jahr sein Jubiläum feiert) gesammelt wurde, sowie mit dem noch älteren Material, das das Institut als zentrale Einrichtung für Volksmusik, Gesang und Tanz im slowenischen Raum aufbewahrt. Anfangs schien es, als gäbe es fast kein Material aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, aber eine genauere Durchsicht des Archivs zeigte, dass dies nicht der Fall war. Es gibt zwar kein Material, das konkret von den Mitarbeitern des Instituts gesammelt wurde, aber aufgrund der Zusammenarbeit mit verwandten Institutionen in Österreich und Deutschland verfügt das Institut über Kopien des Materials, das sonst in anderen Ländern aufbewahrt wird. Die Volkslieder in Gottschee wurden zu der Zeit aufgenommen, als Slowenien noch ein Teil der österreichisch-ungarischen Monarchie war.   </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="412" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/09/msma-98-19-01-1024x412.jpg" alt="Gottscheer Volkslied, Scanogramm von France Marolt" class="wp-image-2465"/><figcaption class="wp-element-caption">Scanogramm einer Tonaufnahme von France Marolt aus dem Jahr 1937 in Stari Log. Institut für Ethnomusikologie ZRC SAZU. </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Tonaufnahmen in Gottschee</strong></h2>

<p>Aber kehren wir zu den Überraschungen zurück. Nach dem Zweiten Weltkrieg, genauer gesagt nach dem Jahr 1953, begann das Institut mit den Tonaufnahmen. Das heißt, man ging zu den Menschen und nahm ihren Gesang auf. Mehrere solcher Aufnahmen wurden auch in Gottschee gemacht. Mag Igor Cvetko nahm 1992 in Kočevska Reka eine Gruppe der Sänger auf, die für ihn folgende slowenische Volkslieder sangen: <em>Tam dol na ravnem polju, Preozke so stezice, Ko psi zalajajo po celi vas na glas, Fantič pride pod okence stat, Sijaj mi sončece, Duša le pojdi zmanoj, Ênglaš valcer</em> (Akkordeon), <em>Ta stara polka </em>(Akkordeon), <em>Se spominjaš davnih časov </em>(Akkordeon), <em>Moje dekle je še mlado, ja, ja, Sinoči je pela, En hribček bom kupil, Grêmo na Štajersko, Ko so fantje proti vasi šli, Moj očka ima konjička dva,</em> <em>Moj fantič je na t(i)rolsko vandral, Al me boš kaj rada imela, Ko so Adáma pokopal, Soča voda je šumela, Micika v püngradi, Rozamunda</em> (Akkordeon), <em>Ena starinska</em>(Akkordeon).       </p>

<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Micika v püngradi" width="1080" height="608" src="https://www.youtube.com/embed/cnMiadGvPqE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Aufnahme des Liedes Micika v püngradi, Kočevska Reka, 1992, Mag. Igor Cvetko, Archiv des Instituts für Ethnomusikologie ZRC SAZU. </figcaption></figure>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Lied &#8220;Micika v püngradi&#8221; (dt.: Micika in einem Garten)</strong></h2>

<p>Püngrad ist das Wort für Garten im Prekmurje-Dialekt. Im Volkslied pflückt Micika Blumen und spricht mit ihrem Geliebten. </p>

<p>Das Lied <em>Micika v püngradi</em> wird von einer Frau und einem Mann in einem schönen (authentischen) Dialekt aus dem Übermurgebiet (sl. Prekmurje) gesungen. Nach Gottschee zogen sie 1954 aus Prekmurje, aus zwei verschiedenen Orten, um. Die Umsiedlung von Leuten aus dem Gebiet Prekmurje in die während des Zweiten Weltkriegs verlassenen Dörfer in Gottschee ist zwar bekannt und dokumentiert. Es scheint jedoch, dass wir uns ihrer Anwesenheit erst dann bewusstwerden, wenn wir ein Lied im Dialekt vom anderen Ende Sloweniens hören. Ich stellte die Tonaufnahme dieses Liedes auf einer Podiumsdiskussion vor, die im Rahmen des Projekts &#8220;Die Last der Vergangenheit: Das Erbe der multikulturellen Region &#8211; Beispiel aus der Region Gottschee&#8221; im März 2024 in Ljubljana organisiert wurde. Auch zwei einheimische Frauen aus Gottschee, Nachkommen der Gottscheer, nahmen daran teil. Ihre Reaktion, als sie die ersten Strophen des Liedes hörten, war interessant, denn es war ihnen völlig fremd und es war offensichtlich, dass sie den Text nicht verstanden. Obwohl ihnen die Geschichte des Gebiets gut bekannt ist, sie in das lokale Leben eingebunden sind und aktiv an kulturellen Vereinen teilnehmen, dennoch wurden sie vom Lied überrascht. Das Lied ist ein schönes Beispiel dafür, wie fließend die Tradition ist und wie sich ein Volkslied von einem Gebiet in ein anderes überträgt. Ein Beispiel, das auch für Forscher der Erbtheorie, ihrer Entstehung und Wandlung interessant ist.         </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/09/1718943533586-1024x768.jpg" alt="Ein Tonband, aufbewahrt im Archiv des Instituts f&#xFC;r Ethnomusikologie ZRC SAZU" class="wp-image-2453" style="width:696px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Ein Tonband mit Aufnahmen aus Kočevska Reka, aufbewahrt im Archiv des Instituts für Ethnomusikologie ZRC SAZU. Foto: Anja Serec Hodžar. </figcaption></figure>
</div>
<p class="has-small-font-size">Artikel <em>Was macht &#8220;Micika v püngradi&#8221; (Maria im Garten) in Gottschee? &#8211; Lieder aus dem Übermurgebiet in Gottschee </em> ist Teil des Projekts <em><a href="https://gni.zrc-sazu.si/sl/programi-in-projekti/teza-preteklosti-dediscina-veckulturnega-obmocja-primer-kocevske">Teža preteklosti. Dediščina večkulturnega območja: primer Kočevske </a></em>wurde von der slowenischen Forschungsagentur finanziell unterstützt.</p>

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		<title>Der Friedhof in Stari Log</title>
		<link>https://www.kocevskibrlog.com/de/der-friedhof-in-stari-log-altlag/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Moric]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jan 2024 08:48:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Friedhof in Stari Log (Altlag) bei Kočevje (Gottschee) ist einer der am besten erhaltenen gottscheerischen Friedhöfe. Er ist nicht nur die ewige Ruhestätte der Bewohner von Stari Log, sondern zeugt auch von den Ereignissen, die Stari Log und seine Umgebung sowie die weite Region Kočevsko geprägt haben. Als Zeuge der Vergangenheit und als Treffpunkt für unterschiedliche Erinnerungen ist der Friedhof ein wichtiger Ort für den Aufbau eines Dialogs und das Verständnis für ein gemeinsames kulturelles Erbe. Das Schicksal des Dorfes Stari Log in der Zwischenkriegszeit Das idyllische Dorf Stari Log, umgeben von einem Wald, war vor dem Zweiten Weltkrieg das größte Dorf in Kočevska Region. Dort befanden sich bis zum Zweiten Weltkrieg Sitz der Gemeinde, Sitz der Pfarrei, eine Schule, ein Friedhof, eine Gendarmenstation, Gasthäuser und Geschäfte. Stari Log wurde vom Krieg auch nicht verschont. Nach der Umsiedlung der Gottscheer 1941 blieben im Dorf nur noch zwei gottscheerische Familien. Um die Einrichtung eines italienischen Außenpostens zu verhindern, wurde das Dorf 1942 von Partisanen niedergebrannt und die italienische Armee schickte Frauen, Kinder und ältere Menschen aus Stari Log und Umgebung in Konzentrationslager, während 74 Männer erschossen wurden. Der Friedhof in Stari Log Ursprünglich befand sich der Friedhof in Stari Log [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der Friedhof in Stari Log (Altlag) bei Kočevje (Gottschee) ist einer der am besten erhaltenen gottscheerischen Friedhöfe. Er ist nicht nur die ewige Ruhestätte der Bewohner von Stari Log, sondern zeugt auch von den Ereignissen, die Stari Log und seine Umgebung sowie die weite Region Kočevsko geprägt haben. Als Zeuge der Vergangenheit und als Treffpunkt für unterschiedliche Erinnerungen ist der Friedhof ein wichtiger Ort für den Aufbau eines Dialogs und das Verständnis für ein gemeinsames kulturelles Erbe. </p>

<h2 class="wp-block-heading">Das Schicksal des Dorfes Stari Log in der Zwischenkriegszeit</h2>

<p>Das idyllische Dorf Stari Log, umgeben von einem Wald, war vor dem Zweiten Weltkrieg das größte Dorf in Kočevska Region. Dort befanden sich bis zum Zweiten Weltkrieg Sitz der Gemeinde, Sitz der Pfarrei, eine Schule, ein Friedhof, eine Gendarmenstation, Gasthäuser und Geschäfte. Stari Log wurde vom Krieg auch nicht verschont. Nach der Umsiedlung der Gottscheer 1941 blieben im Dorf nur noch zwei gottscheerische Familien. Um die Einrichtung eines italienischen Außenpostens zu verhindern, wurde das Dorf 1942 von Partisanen niedergebrannt und die italienische Armee schickte Frauen, Kinder und ältere Menschen aus Stari Log und Umgebung in Konzentrationslager, während 74 Männer erschossen wurden.    </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="647" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/stari-log01-1024x647.jpg" alt="Stari Log vor dem Zweiten Weltkrieg. Ansichtskarte. Autor: Vekoslav Kramari&#x10D;. Aufbewahrt von Slovenski etnografski muzej (dt.: Slowenisches ethnographisches Museum).    " class="wp-image-2242" style="width:589px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/stari-log01-1024x647.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/stari-log01-300x190.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/stari-log01-768x485.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/stari-log01-750x474.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/stari-log01.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Stari Log vor dem Zweiten Weltkrieg. Ansichtskarte. Autor: Vekoslav Kramarič. Aufbewahrt von Slovenski etnografski muzej (dt.: Slowenisches ethnographisches Museum).    </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading">Der Friedhof in Stari Log</h2>

<p>Ursprünglich befand sich der Friedhof in Stari Log neben der Kirche der Heiligen Margarete. 1853 wurde der Friedhof zu klein, deshalb begann man, Verstorbene südöstlich vom Dorf, an der Stelle des heutigen Friedhofs beizusetzen. Heute befinden sich in einem Teil des Friedhofs Gräber der Gottscheer, im zweiten Teil, wo noch heute beigesetzt wird, Gräber der Nachkriegsmigranten, und im dritten Teil sind Gräber der 74 Partisanen und Geiseln, die im August 1942 von der italienischen Armee erschossen wurden. Es gibt 11 Grabsteine aus dem 19. Jahrhundert, der Rest ist jünger. Neun von ihnen sind von dem Steinmetz A. Plesche signiert.      </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8941-1024x768.jpeg" alt="Vorkriegsgrabsteine im Friedhof in Stari Log. Foto: Anja Moric. " class="wp-image-2256" style="width:534px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8941-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8941-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8941-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8941-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8941-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8941-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vorkriegsgrabsteine im Friedhof in Stari Log. Foto: Anja Moric. </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading">Verschiedene Erinnerungen in Stari Log</h2>

<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Friedhof in Stari Log zu einer Gedenkstätte – ein Denkmal für die Ereignisse, die die turbulente gottscheerische Geschichte geprägt haben. In der Nähe des Friedhofseingangs sieht Besucher ein Denkmal, das 1997 für „allen Toten des Gottscheer Landes“ errichtet wurde – ein quadratischer Obelisk mit einer pyramidenförmigen Struktur an der Spitze und einer Widmung in slowenischer, deutscher, englischer und gottscheerischer Sprache. Er wurde von gottscheerischen Organisationen aus Slowenien und Ausland in Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen und der Ortsgemeinschaft errichtet.  </p>

<p>Im Jahr 1960 wurde ein Gruppengrab für die getöteten Geiseln errichtet. Neben dem Grabmal gibt es auf der etwa 1000 m<sup>2</sup> Fläche einen Obelisken und Grabsteine aus weißem Marmor. </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="757" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8230-1024x757.jpeg" alt="Grab der get&#xF6;teten Geiseln auf dem Friedhof von Stari Log. Foto: Anja Moric. " class="wp-image-2262" style="width:531px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8230-1024x757.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8230-300x222.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8230-768x568.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8230-1536x1135.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8230-2048x1513.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8230-750x554.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Grab der getöteten Geiseln auf dem Friedhof von Stari Log. Foto: Anja Moric. </figcaption></figure>
</div>
<p>Weniger als ein Jahrzehnt davor, im Jahr 1951, hatte der slowenische Literatenverein auch ein Denkmal oder ein symbolisches Grab für den Dichter, Schriftsteller und Puppenspieler Miran Jarc errichtet. Er wurde in der Nähe vom Dorf Pugled pri Starem Logu erschossen, aber die Lage seines Grabes ist unbekannt. 2002 wurde das Denkmal von dem Verein für die Pflege der Partisanengräber in Rog (dt.: Hornwald) modernisiert.   </p>

<p>Viele Jahre lang hatte der Friedhof in Stari Log kein Friedhofskreuz. Im August 2023 restaurierten Dorfbewohner von Stari Log symbolisch ein gusseisernes Kreuz von einem der gottscheerischen Gräber und stellten es als Friedhofskreuz am linken Rand des Friedhofs an der Friedhofsmauer. </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8924-1024x768.jpeg" alt="Feierliche Einweihung des neuen Friedhofskreuzes in Stari Log, August 2023. Foto: Anja Moric. " class="wp-image-2253" style="width:549px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8924-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8924-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8924-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8924-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8924-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8924-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Feierliche Einweihung des neuen Friedhofskreuzes in Stari Log, August 2023. Foto: Anja Moric. </figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading">Restaurierung von Grabsteinen im Friedhof Stari Log</h2>

<p>Der Friedhof in Stari Log wurde im Jahr 1997 von der Ortsgemeinschaft Stara Cerkev mit Hilfe der gottscheerischen Organisationen angelegt. 2002 wurden die 45 erhaltenen gottscheerischen Grabsteine aus Stein einer grundlegenden Restaurierung unterzogen, doch bis heute sind viele der Grabsteine aufgrund von Witterungseinflüssen, Terrainsenkungen und Materialverfall beschädigt. </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8915-768x1024.jpeg" alt="Gottscheer-Grabstein in Stari Log vor den Restaurierungsarbeiten, August 2023, Foto: Anja Moric. " class="wp-image-2259" style="width:380px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8915-768x1024.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8915-225x300.jpeg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8915-1152x1536.jpeg 1152w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8915-1536x2048.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8915-750x1000.jpeg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8915-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gottscheer-Grabstein in Stari Log vor den Restaurierungsarbeiten, August 2023, Foto: Anja Moric. </figcaption></figure>
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<p>Anstalt Putscherle, eine Nichtregierungsorganisation, die sich für Erhaltung des kulturellen Erbes in der Region Kočevsko einsetzt, begann daher im Jahr 2023 unter der Leitung von Dr. Anja Moric mit einer komplexeren Restaurierung der sechs am meisten beschädigten Grabsteine. Die Restaurierungsarbeiten werden vom Unternehmen Kamnoseštvo Erjavec aus Mahovnik gemäß den Anweisungen der Anstalt der Republik Slowenien für den Schutz des Kulturerbes durchgeführt und vom Kulturministerium der Republik Slowenien und der Gemeinde Kočevje finanziert.  Die Arbeiten an einzelnen Grabsteinen umfassen Stabilisierung der Fundamente (durch Betonierung), Entfernung von Moos und Schimmel, Restaurierung der Inschriften, Restaurierung der Fotografien in Keramikrahmen, wo dies möglich ist, und Bau fehlender Teile der Denkmäler, wie z. B. Kreuze, Ornamente usw. In Anstalt Putscherle plant in den kommenden Jahren schrittweise Restaurierung mehrerer weiterer gottscheerischer Grabsteine.  </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/image000000-768x1024.jpg" alt="Aufstellung des restaurierten Grabsteins in Stari Log, November 2023. Foto: Matej Erjavec. " class="wp-image-2246" style="width:400px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/image000000-768x1024.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/image000000-225x300.jpg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/image000000-750x1000.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/image000000.jpg 848w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Aufstellung des restaurierten Grabsteins in Stari Log, November 2023. Foto: Matej Erjavec. </figcaption></figure>
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<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong><br/>&#8211; Resman, Blaž in Seražin, Helena. 2010. <em>Upravna enota Kočevje: občine Kočevje, Kostel in Osilnica</em>. Ljubljana: Založba ZRC.  <br/>&#8211; Stari Log &#8211; spominsko obeležje Tomšičeve brigade. Dostopno na: <strong> </strong>http://www.zb-kocevje.si/starilog_britof.htm<br/>&#8211; Šmajdek, Primož. 2012. Stari Log pri Kočevju – Pokopališče. Dostopno na: http://spomeniki.blogspot.com/2012/12/stari-log-pri-kocevju-pokopalisce.html   <br/>&#8211; Šuštar, Branko. 2006. Zgodba z nagrobnika prvega učitelja na šoli Smuka/Langenthon na Kočevskem okoli leta 1888. <em>Kronika </em>(Ljubljana), letnik 55, številka 3, str.  405-428.<br/></p>
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		<title>Deutschsprachige Gemeinschaft: Nachdenken über Unterschiedlichkeiten in der Alpe-Adria-Region</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Danijel Grafenauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jan 2024 15:36:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gottscheergemeinschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Alpen-Adria-Friedensregion]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschsprachige Gemeinschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Alpe-Adria-Region, zu der auch österreichisches Kärnten und die Steiermark, Julisch Venetien, Slowenien und Istrien gehören, ist ein Labor zahlreicher Merkmale, die die Völker auf diesem Gebiet sowohl trennen als auch vereinen. Auch wenn das „schwierige“ 20. Jahrhundert mit seinen Nationalismen, Kriegen und Konflikten vorbei ist, beeinflusst es immer noch den Alltag der Region. Die ethnische Zugehörigkeit ist nach wie vor ein wichtiger Teil der menschlichen Identität und ihre Erforschung ist eine der wichtigsten Dimensionen des wissenschaftlichen Denkens zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Beziehungen zwischen Österreich und Slowenien Die Ereignisse des 20. Jahrhunderts und ihre Folgen hatten fatale Auswirkungen auf den sozialen Kontext, die grenzüberschreitenden Beziehungen und den geographischen Raum zwischen Österreich und Slowenien. Sie betrafen insbesondere die slowenische Nationalgemeinschaft im österreichischen Kärnten und in der Steiermark und deutschsprachige Gemeinschaft in Slowenien. Historische Ereignisse, die tiefe Traumata in dieser Region hinterlassen haben und auf denen eine gegensätzliche und oft widersprüchliche Erinnerungskultur beruht, sind: die Grenzstreitigkeiten nach dem Ersten Weltkrieg, der so genannte „Abwehrkampf“ auf der österreichischen oder „Kampf um die nördliche Grenze“ auf der slowenischen Seite, Nazismus und Besetzung Jugoslawiens durch die Nazis, Aufstand der Partisanen, jugoslawische Besetzung Kärntens und neue Grenzstreitigkeiten nach dem Zweiten Weltkrieg, die Massaker nach dem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Alpe-Adria-Region, zu der auch österreichisches Kärnten und die Steiermark, Julisch Venetien, Slowenien und Istrien gehören, ist ein Labor zahlreicher Merkmale, die die Völker auf diesem Gebiet sowohl trennen als auch vereinen. Auch wenn das „schwierige“ 20. Jahrhundert mit seinen Nationalismen, Kriegen und Konflikten vorbei ist, beeinflusst es immer noch den Alltag der Region. Die ethnische Zugehörigkeit ist nach wie vor ein wichtiger Teil der menschlichen Identität und ihre Erforschung ist eine der wichtigsten Dimensionen des wissenschaftlichen Denkens zu Beginn des 21. Jahrhunderts.     </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Beziehungen zwischen Österreich und Slowenien</strong></h2>

<p>Die Ereignisse des 20. Jahrhunderts und ihre Folgen hatten fatale Auswirkungen auf den sozialen Kontext, die grenzüberschreitenden Beziehungen und den geographischen Raum zwischen Österreich und Slowenien. Sie betrafen insbesondere die slowenische Nationalgemeinschaft im österreichischen Kärnten und in der Steiermark und deutschsprachige Gemeinschaft in Slowenien.   </p>

<p>Historische Ereignisse, die tiefe Traumata in dieser Region hinterlassen haben und auf denen eine gegensätzliche und oft widersprüchliche Erinnerungskultur beruht, sind: die Grenzstreitigkeiten nach dem Ersten Weltkrieg, der so genannte „Abwehrkampf“ auf der österreichischen oder „Kampf um die nördliche Grenze“ auf der slowenischen Seite, Nazismus und Besetzung Jugoslawiens durch die Nazis, Aufstand der Partisanen, jugoslawische Besetzung Kärntens und neue Grenzstreitigkeiten nach dem Zweiten Weltkrieg, die Massaker nach dem Zweiten Weltkrieg und das kommunistische System in Slowenien, Frage der Minderheitenrechte der Kärntner Slowenen, österreichisch-jugoslawische (slowenische) Beziehungen während des Kalten Krieges, aber auch die Frage der „deutschsprachigen Minderheit“ in Slowenien nach 1991.  </p>
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<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="592" height="811" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/dani_knjiga.jpg" alt="Slowenische und &#xF6;sterreichische Wissenschaftler arbeiten auch daran, dr&#xE4;ngende Fragen der slowenisch-&#xF6;sterreichischen Vergangenheit durch gemeinsame Publikationen zu beleuchten, wie z. B. das Buch Slovenija / &#xD6;sterreich, befreiendes Erinnern." class="wp-image-2168" style="width:424px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/dani_knjiga.jpg 592w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/dani_knjiga-219x300.jpg 219w" sizes="auto, (max-width: 592px) 100vw, 592px" /><figcaption class="wp-element-caption">Slowenische und österreichische Wissenschaftler arbeiten auch daran, drängende Fragen der slowenisch-österreichischen Vergangenheit durch gemeinsame Publikationen zu beleuchten, wie z. B. das Buch Slovenija / Österreich, befreiendes Erinnern.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Stereotype prägen die Beziehungen zwischen Nachbarn und die Politik gegenüber Minderheiten</strong></h2>

<p>Das negative oder sogar feindselige Bild der Deutschen/Österreicher in Slowenien und Slowenen/Jugoslawen in Österreich ist das Ergebnis eines Geschichtsverständnisses durch ein nationales und/oder nationalistisches Prisma. In Europa herrschen immer noch die Vorstellungen vor, die sich in Mitte des 19. Jahrhunderts, zu Beginn der modernen Nationalstaaten herausgebildet haben. Dabei spielen nationale Stereotypen zwischen den benachbarten Nationen eine große Rolle. Der „nationale“ Blick auf die gesellschaftlichen Entwicklungen im geographischen Alpe-Adria-Raum wurde im 20. Jahrhundert durch die beiden Weltkriege noch verstärkt und tritt nur langsam und mühsam in den Hintergrund. Bei bestimmten “Störungen” in Beziehung zwischen den Nachbarstaaten kommen diese Gefühle an die Oberfläche, vor allem in Form von Misstrauen gegenüber der Nachbarnation. Politische Meinungsverschiedenheiten ergeben sich insbesondere in der Frage der Haltung der Republik Österreich gegenüber der slowenischen Volksgruppe in Kärnten und in der Steiermark und der Haltung der Republik Slowenien gegenüber der deutschsprachigen Nationalgemeinschaft in Slowenien.     </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="498" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/Ljubljana-meeting_2.2.2019_1-1024x498.jpg" alt="Seit zehn Jahren versucht das Projekt Alpen-Adria-Friedensregion, durch einen offenen &#xF6;ffentlichen Dialog eine Region des Friedens, der Koexistenz und der Zusammenarbeit zwischen Slowenien und &#xD6;sterreich zu schaffen. Foto: Danijel Grafenauer." class="wp-image-2188" style="width:634px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/Ljubljana-meeting_2.2.2019_1-1024x498.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/Ljubljana-meeting_2.2.2019_1-300x146.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/Ljubljana-meeting_2.2.2019_1-768x373.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/Ljubljana-meeting_2.2.2019_1-1536x747.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/Ljubljana-meeting_2.2.2019_1-2048x996.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/Ljubljana-meeting_2.2.2019_1-750x365.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Seit zehn Jahren versucht das Projekt <a href="https://novice.svet24.si/clanek/zanimivosti/648c23a39f325/deset-let-sobivanja-deset-let-mirovne-regije-alpe-jadran" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Alpen</a>&#8211;<a href="https://novice.svet24.si/clanek/zanimivosti/648c23a39f325/deset-let-sobivanja-deset-let-mirovne-regije-alpe-jadran">Adria-</a><a href="https://novice.svet24.si/clanek/zanimivosti/648c23a39f325/deset-let-sobivanja-deset-let-mirovne-regije-alpe-jadran">Friedensregion</a>, durch einen offenen öffentlichen Dialog eine Region des Friedens, der Koexistenz und der Zusammenarbeit zwischen Slowenien und Österreich zu schaffen. Foto: Danijel Grafenauer.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Deutschsprachige Gemeinschaft in Slowenien</strong></h2>

<p>Es ist bekannt, dass der Dachverband der deutschsprachigen Volksgruppe in Slowenien mit der Regelung im Kulturabkommen zwischen Slowenien und Österreich nicht zufrieden ist, die sich im Artikel 15 auf die Einbeziehung kultureller, bildungspolitischer, wissenschaftlicher und anderer Vorhaben der deutschsprachigen Bevölkerung in Slowenien in die zwischenstaatlichen Beziehungen beruft. Auch das österreichische Parlament hat wiederholt die Anerkennung und Regelung der Minderheitenrechte der deutschsprachigen Gemeinschaft in Slowenien in gleicher Weise wie die der italienischen und ungarischen Nationalgemeinschaft gefordert.   </p>

<p>Derzeit gibt es im Kulturministerium eine Arbeitsgruppe für den ständigen Dialog mit den Vortretern der deutschsprachigen Nationalgemeinschaft in der Republik Slowenien, was wichtig ist, weil sie damit einen Gesprächspartner auf nationaler Ebene hat. Ich sehe es als eine historische Niederlage an, dass die österreichische und slowenische Bevölkerung nach der Tragödie der beiden Weltkriege keine gemeinsame Sprache finden konnten. Die historischen und kulturellen Verbindungen zwischen den beiden Staaten machen es zwingend notwendig, dass die deutschsprachige Gemeinschaft in Slowenien erhalten und gepflegt wird. Zu diesem Zweck müssen rasche Schritte nach vorne unternommen werden.    </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_9840-1024x768.jpeg" alt="In Zusammenarbeit mit dem Institut f&#xFC;r nationale Fragen und dem Verband der Kulturvereine der deutschsprachigen Volksgruppen in Slowenien fand am 8. Dezember 2021 Runder Tisch zum Thema: &#x201E;Deutschsprachige ethnische Gruppe der B&#xFC;rger in der Republik Slowenien&#x201C; statt. Der Zweck der Veranstaltung war es, &#xFC;ber die Gegenwart und die Zukunft der deutschsprachigen Gemeinschaft nachzudenken.  " class="wp-image-2293" style="width:540px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_9840-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_9840-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_9840-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_9840-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_9840-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_9840-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">In Zusammenarbeit mit dem Institut für nationale Fragen und dem Verband der Kulturvereine der deutschsprachigen Volksgruppen in Slowenien fand am 8. Dezember 2021 Runder Tisch zum Thema: „Deutschsprachige ethnische Gruppe der Bürger in der Republik Slowenien“ statt. Der Zweck der Veranstaltung war es, über die Gegenwart und die Zukunft der deutschsprachigen Gemeinschaft nachzudenken.  </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Beinahe-Verschwinden der deutschen Minderheit in Slowenien</strong></h2>

<p>Die deutsche Minderheit in Slowenien erlebte nach dem Zweiten Weltkrieg das Schicksal vieler deutschen Gemeinschaften in Europa. Aufgrund der Nazifizierung vor und während des Zweiten Weltkrieges und der Kollaboration mit den Nazis wurden die Deutschen in Slowenien kollektiv für die Hitler-Verbrechen verantwortlich gemacht und oft auch dafür bestraft. Nach der Vertreibung der meisten Deutschen in den Jahren 1945 und 1946 (die meisten von ihnen flohen aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen der neuen Behörden, aber es gab auch zahlreiche außergerichtliche Tötungen, Justifikationen, harte Behandlung in Lagern und erzwungene Emigration) blieben nur noch wenige Angehörige der deutschen Nationalminderheit aus der Vorkriegszeit in Slowenien.   </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/DSC_0922-1024x683.jpg" alt="Der runde Tisch zum Thema &quot;Europ&#xE4;ische Identit&#xE4;ten und Kulturen&quot;, der am 15. November 2019 in Ljubljana stattfand, ist eine der Veranstaltungen, die vom Institut f&#xFC;r ethnische Fragen organisiert werden, um &#xFC;ber das Zusammenleben zwischen verschiedenen ethnischen Gemeinschaften in Europa nachzudenken. Foto: Danijel Grafenauer.  " class="wp-image-2172" style="width:585px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/DSC_0922-1024x683.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/DSC_0922-300x200.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/DSC_0922-768x512.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/DSC_0922-1536x1024.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/DSC_0922-2048x1365.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/DSC_0922-750x500.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/DSC_0922-1080x720.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der runde Tisch zum Thema &#8220;Europäische Identitäten und Kulturen&#8221;, der am 15. November 2019 in Ljubljana stattfand, ist eine der Veranstaltungen, die vom <a href="">Institut für ethnische Fragen</a> organisiert werden, um über das Zusammenleben zwischen verschiedenen ethnischen Gemeinschaften in Europa nachzudenken. Foto: Danijel Grafenauer. </figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Deutsche Gemeinschaft in Slowenien nach dem Zweiten Weltkrieg</strong></h2>

<p>Die deutsche Gemeinschaft in Slowenien (d. h. Personen mit österreichischer und deutscher Staatsangehörigkeit und Personen mit deutscher Muttersprache) in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war durch ihre geringe Zahl, ihre Streuung und in hohem Maße durch ihre „Nicht-Nativität“ gekennzeichnet,<sup> </sup>da etwa 70 % der Personen, die sich bei der Volkszählung 2002 als deutschsprachig, österreichisch oder deutsch bezeichneten, nicht in Slowenien geboren waren. In Bezug auf ethnische Vitalität, d. h. die Anzahl, das Gruppenleben und die Aufrechterhaltung einer ethnischen Gemeinschaft, scheinen die Deutschsprachigen nicht die besten Chancen, die Voraussetzungen für erfolgreiches langfristiges Überleben zu schaffen.     </p>

<p>Die verstreute Ansiedlung der Deutschen, Österreicher und Personen mit deutscher Muttersprache hat zwar „einige praktische Möglichkeiten, ihre eigenen ethnischen und kulturellen Identitäten zu bewahren“. Dazu gehört die Möglichkeit, die Muttersprache von der Grundschule an zu lernen, wo Deutsch die erste, zweite Pflicht- oder Wahlsprache ist. Die Möglichkeit, Deutsch zu lernen, besteht mehr oder weniger auf dem gesamten Gebiet der Republik Slowenien. In den weiterführenden Schulen und einigen Fakultäten wird diese Praxis auch fortgesetzt.    </p>

<p>Gottscheerische Gemeinschaft in Občice (Krapflern) ist seit der Unabhängigkeit der Republik Slowenien aktiv, insbesondere im Bereich der kulturellen Aktivitäten.</p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Vielfalt soll Europa vereinen</strong></h2>

<p>Die etwa 10 Vereine, die die deutschsprachige Gemeinschaft in Slowenien zusammenführen oder sich für den Erhalt der deutschen Kultur einsetzen, sind sich nicht einig, welchen Schutz die Gemeinschaft braucht. Dennoch bin ich der Meinung, dass die staatlichen Institutionen die Voraussetzungen dafür schaffen müssen, dass die kulturelle Vielfalt und die Vielfalt der ethnischen Zusammensetzung (z. B. die Überreste der Gottscheer oder Deutschen) in Slowenien erhalten und gepflegt werden müssen. In diese Richtung gehen auch die Empfehlungen und Stellungnahmen der Expertenkommission zur Umsetzung der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen in Slowenien.  </p>

<p>Auf dem geographischen Gebiet Europas leben heute über 300 verschiedene ethnische, religiöse und kulturell-sprachliche nationale Gruppen, die etwa 104 Millionen Menschen umfassen (die derzeitige europäische Bevölkerung beträgt heute etwa 900 Millionen). Aus diesem Grund widmet Europa den Minderheitenfragen eine besondere Aufmerksamkeit. Die demokratische Zukunft Europas liegt in der Anerkennung ihrer Minderheitengemeinschaften und verschiedensten Minderheiten und in „großzügiger“ Lösung der damit verbundenen Fragen. Lösungen müssen durch die Anerkennung unserer gemeinsamen Geschichte und der Qualitäten, die uns verbinden und das Vertrauen zwischen den Völkern stärken, gesucht werden. Das Engagement für die konsequente Umsetzung der verabschiedeten Rechtsvorschriften trägt letztendlich zu einem wohlhabenderen und attraktiveren Europa für alle seine Bürger bei.    </p>

<p class="has-small-font-size">Dieser Artikel ist Teil des Projekts <a href="https://gni.zrc-sazu.si/sl/programi-in-projekti/teza-preteklosti-dediscina-veckulturnega-obmocja-primer-kocevske">Das Gewicht der Vergangenheit. Das Erbe des multikulturellen Gebiets: Fallstudie der Gottschee. </a>.
Projekt (Teža preteklosti. Dediščina večkulturnega območja: primer Kočevske, J6-4612) je sofinancirala Javna agencija za raziskovalno dejavnost Republike Slovenije iz državnega proračuna. </p>

<p>Lesen Sie <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/die-volkstanzgruppe-des-gottscheer-altsiedler-vereins/">hier</a> mehr über die Aktivitäten des Gottscheer Altsiedlervereines.</p>
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		<title>Künstlerische Tätigkeit in Kočevska (Gottschee) Region</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Moric]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jan 2024 10:14:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Kočevska hat künstlerische Tätigkeit, sowohl von akademischen als auch von Amateurkünstlern, einen besonderen Charakter. Zum einen ist sie eng mit den natürlichen Gegebenheiten der Region verbunden, zum anderen sucht sie ihren Ausdruck in der Vergangenheit. Kočevska weckt nicht nur Phantasie der Künstler, sondern ist auch ein Ort, in dem sich künstlerische Ideen mit dem kulturellen Kontext verbinden und eine einzigartige Kunstlandschaft schaffen. Sie verbindet Werke der Künstler, die in Kočevska vor dem Weltkrieg arbeiteten, der Gottscheer, die in den USA, Kanada, Österreich und Deutschland tätig sind, wohin sie aufgrund der turbulenten Geschichte ausgewandert sind, und deren, denen Kočevska nach dem Zweiten Weltkrieg ein neues Zuhause bot. Unter den letzteren gibt es auch viele, die aus Hunger nach Brot (oder Inspiration) in andere Orte oder sogar ins Ausland gegangen sind. Ihnen allen ist gemeinsam, dass die Erfahrung von Kočevska ihre Arbeit auf eine oder eine andere Weise geprägt hat. Podobe trpljenja in težkega življenja Maler und Bildhauer, Stane Jarm, der mit seinen Werken die größten künstlerischen Spuren hinterlassen hat, verband oft beides – die Natur von Kočevska und Vergangenheit. Holz war das Grundmaterial für seine Werke. Seine Skulpturen, wie der Kreuzweg bei der Grabstätte Pod Krenom und die Bilder des [&#8230;]</p>
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<p>In Kočevska hat künstlerische Tätigkeit, sowohl von akademischen als auch von Amateurkünstlern, einen besonderen Charakter. Zum einen ist sie eng mit den natürlichen Gegebenheiten der Region verbunden, zum anderen sucht sie ihren Ausdruck in der Vergangenheit. Kočevska weckt nicht nur Phantasie der Künstler, sondern ist auch ein Ort, in dem sich künstlerische Ideen mit dem kulturellen Kontext verbinden und eine einzigartige Kunstlandschaft schaffen. Sie verbindet Werke der Künstler, die in Kočevska vor dem Weltkrieg arbeiteten, der Gottscheer, die in den USA, Kanada, Österreich und Deutschland tätig sind, wohin sie aufgrund der turbulenten Geschichte ausgewandert sind, und deren, denen Kočevska nach dem Zweiten Weltkrieg ein neues Zuhause bot. Unter den letzteren gibt es auch viele, die aus Hunger nach Brot (oder Inspiration) in andere Orte oder sogar ins Ausland gegangen sind. Ihnen allen ist gemeinsam, dass die Erfahrung von Kočevska ihre Arbeit auf eine oder eine andere Weise geprägt hat.     </p>

<h2 class="wp-block-heading">Podobe trpljenja in težkega življenja</h2>

<p>Maler und Bildhauer, Stane Jarm, der mit seinen Werken die größten künstlerischen Spuren hinterlassen hat, verband oft beides – die Natur von Kočevska und Vergangenheit. Holz war das Grundmaterial für seine Werke. Seine Skulpturen, wie der Kreuzweg bei der Grabstätte Pod Krenom und die Bilder des leidenden Jesus, stellen das Leiden dar, das Menschen von Kočevska Region geprägt hat.  </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0239-768x1024.jpeg" alt="Frau, Detail. Stane Jarm. Privatbesitz.  " class="wp-image-2278" style="width:372px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0239-768x1024.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0239-225x300.jpeg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0239-1152x1536.jpeg 1152w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0239-1536x2048.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0239-750x1000.jpeg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0239-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Frau, Detail. Stane Jarm. Privatbesitz.  </figcaption></figure>
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<p>Matija Glad (1912 – 1995), Jarms Schüler und Amateurbildhauer, stellte hauptsächlich Szenen aus dem Alltagsleben dar. Seine Skulpturen erwecken raue Gesichter von Köhlern, Hausierern, Bilchjägern, Schmieden und anderen Gestalten aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. </p>

<p>Bilder aus dem dörflichen Alltag spiegeln sich auch in den Zeichnungen von Martha Hutter aus New York wider. Eine Frau, die einen Kübel auf ihrem Kopf trägt, zwei Gottscheerinnen, die sich an einem Holzofen im gottscheerischen Dialekt unterhalten, oder eine Mutter, die in einem Butterfass Butter herstellt, während Kinder auf etwas Süßes warten, sind nur einige von ihnen. </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0240-768x1024.jpeg" alt="Gottscheerinnen, die sich im gottscheerischen Dialekt unterhalten. Martha Hutter. Privatbesitz.  " class="wp-image-2282" style="width:369px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0240-768x1024.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0240-225x300.jpeg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0240-1152x1536.jpeg 1152w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0240-1536x2048.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0240-750x1000.jpeg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0240-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gottscheerinnen, die sich im gottscheerischen Dialekt unterhalten. Martha Hutter. Privatbesitz.  </figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading">Podobe kočevskih vasi</h2>

<p>Michael Ruppe (1863 – 1951), in Ovčjak (Schaflein) bei Koprivnik (Nesselthal) geborener Maler und Bildhauer, ist in Österreich, wo er die meiste Zeit seines Lebens verbrachte und arbeitete, noch bekannter als in Kočevska. In Salzburg ist sogar eine Straße nach ihm benannt. Im August 1928, als er mit seiner Frau Kočevska besuchte, ließ er sich von der Landschaft und Dörfer inspirieren, die er mehrmals malte. Bilder von Kočevska Region dienten auch Roman Erich Petsche (1907 – 1993) als Inspiration, die er in „Lumigraphien“ darstellte, so nannte er seine Mischtechnik aus Collage und Pastellmalerei. Der Künstler, der dafür bekannt war, seine Werke nicht zu verkaufen, wurde 1982 vom Holocaust-Gedenkzentrum mit dem Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“ ausgezeichnet. Während des Zweiten Weltkriegs rettete er nämlich zwei jüdische Mädchen vor dem Tod in einem Konzentrationslager.    </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="879" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_2574-879x1024.jpg" alt="&#x10C;rmo&#x161;njice (Tschermoschnitz). Lumigraphie bei Roman Erich Petsche. Privatbesitz.  " class="wp-image-2274" style="width:405px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_2574-879x1024.jpg 879w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_2574-257x300.jpg 257w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_2574-768x895.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_2574-1318x1536.jpg 1318w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_2574-1757x2048.jpg 1757w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_2574-750x874.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 879px) 100vw, 879px" /><figcaption class="wp-element-caption">Črmošnjice (Tschermoschnitz). Lumigraphie bei Roman Erich Petsche. Privatbesitz.  </figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading">Fotografije Kočevske </h2>

<p>Auch Fotografen haben Bilder des Kočevska aus der Vorkriegszeit verewigt. Am weitesten verbreitet sind die Fotos von Kočevje vom Einheimischen Josef Dornig Jr. Das Fotomaterial aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg ist im Laufe der Zeit in Museen in Slowenien, Österreich und Deutschland „verloren“ gegangen. Dort werden unter anderem Fotografien von Hugo Groth (1869 – 1954) und Rudolf Hartmann (1903 – 2002), dem Forscher der s. g. „deutschen Minderheiten“, aufbewahrt.   </p>

<p>In den USA war im Bereich Fotografie insbesondere John B. Gladitsch tätig, der viele Bilder aus dem Leben der ausgewanderten Gottscheer und ihrer Vereine einfing. Auch die Fotografen Vito Oražem (Deutschland) und Klavdij Sluban (Frankreich), die sich beide von der Erfahrung des Aufwachsens in Kočevska inspirieren ließen, haben in Kočevska einige Anregungen für ihre Arbeiten gefunden. Insbesondere Oražem hat mit seinem scharfen Blick für Details scheinbar verborgene Fragmente der Realität von Kočevska in seinen Werken festgehalten.   </p>

<p>Ein besonders häufiges Motiv der zeitgenössischen Fotografen des Kočevska, z. B. von Petra und Stane Draškovič Pelc, Marjan Artnak und Mitgliedern des Fotografenvereins Grča, sind Wälder und ihre tierischen Bewohner. Unter der Schirmherrschaft des Vereins wird jedes Jahr eine Ausstellung der Naturfotografien veranstaltet.  </p>

<h2 class="wp-block-heading">Kočevska sodobna umetnost med lokalnostjo in identiteto</h2>

<p>Künstlerische Tätigkeit in Kočevska ist nicht nur ein ästhetischer Ausdruck, sondern auch ein Mittel, um die Identität zu bewahren, die Gemeinschaft zu hinterfragen und den Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu fördern. Dies spiegelt sich in der Arbeit der Schriftstellerin und der bildenden Künstlerin Lela B. Njatin, die unter anderem die Ausstellung <em>Kočevje</em> aus der Reihe <em>Ljubljana se klanja Sloveniji III</em> (dt.: Ljubljana verbeugt sich dem Slowenien III) in der Galerie Vžigalica in Ljubljana organisierte. Sie wählte einige Künstler, die zwischen den Jahren 2000 und 2019 mit ihrer Arbeit oder Aufenthalt mit Kočevska verbunden waren. Sie sind durch die Präsenz des Todes oder des Vergehens, die Kočevskos Vergangenheit und Gegenwart geprägt haben, zu einem thematischen Ganzen verbunden. Jedes der Werke spiegelt auch den Inhalt des lokalen in der Identität des Autors und/oder seines künstlerischen Ausdrucks wider, sei es in Form eines (Ur)Waldes oder einer städtischen Infrastruktur.     </p>

<h2 class="wp-block-heading">KočevArt – Ausstellung der Gottscheer(ischen) Künstler</h2>

<p>Im September 2019 eröffnete die Anstalt Putscherle im Rahmen der <em>5. Tage der gottscheerischen Kulturen</em>, die in Gottschee stattfanden, in der Bibliothek Gottschee eine Ausstellung der Werke von gottscheer(ischen) Künstlern <em>KočevArt</em>. Die Ausstellung ist die erste breitere Darbietung des künstlerischen Schaffens (akademisch oder für Kunstliebhaber) im Gottscheeland seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts bis heute. Besucher konnten sich Gemälde, Skulpturen und Fotografien der 20 akademischen und nicht akademischen Künstlern sehen, die uns Autoren oder ihre Familienangehörigen geliehen haben.    </p>

<p>Die Werke der Künstler, die auf dem Gebiet des breiteren Gottscheelandes oder in den gottscheerischen Ausländergemeinschaften (Österreich, USA und Kanada) schaffen oder geschafft haben, ermöglichen einen Einblick in die Tiefe der menschlichen Wahrnehmung und stellen das Leben und den Alltag im Gottscheeland in verschiedenen Zeitabschnitten dar, weswegen sie auch neben dem künstlerischen auch einen unbezahlbaren ethnologischen Wert haben. Gleichzeitig spiegelt die Ausstellung die soziale Realität in der Region Kočevska über einen langen Zeitraum wider, da die Werke neben der Darstellung des Alltags (z. B. Butterherstellung, Arbeit in einem Bergwerk usw.) auch einen Sinn zeigen von tragischen Zwischenkriegsereignissen (z. B. Internierung in italienischen Lagern), aber auch von der tiefsten und abstraktesten Erfahrung des Menschen mit seiner eigenen inneren Welt.  </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="807" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG-2702-scaled-1-1024x807.jpg" alt="Werke von Sa&#x161;o Koprivec, Andrej Trobentar, Elisabeth Pemberger und Marko Glava&#x10D;. Ausstellung Ko&#x10D;evArt in der Bibliothek von Ko&#x10D;evje, September 2019. Foto: Anja Moric.  " class="wp-image-2285" style="width:545px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG-2702-scaled-1-1024x807.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG-2702-scaled-1-300x236.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG-2702-scaled-1-768x605.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG-2702-scaled-1-1536x1210.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG-2702-scaled-1-2048x1614.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG-2702-scaled-1-750x591.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Werke von Sašo Koprivec, Andrej Trobentar, Elisabeth Pemberger und Marko Glavač. Ausstellung KočevArt in der Bibliothek von Kočevje, September 2019. Foto: Anja Moric.  </figcaption></figure>
</div>
<p>Bei der Vorbereitung der Ausstellung wollte ich, wie auch schon davor bei der Ausstellung <a href="http://putscherle.com/razstave/showcases-of-memory/"><em>Vitrinen des Gedenkens</em></a> ((im Jahren 2016-2018) einem breiteren Kreis der Leute das gottscheerische Kulturerbe vorzustellen und für die Verbindung und Zusammenarbeit mit allen, die in der Vergangenheit und jetzt das Schicksal des breiteren Gottscheelandes geformt haben, also mit Gottscheer Altsiedlern, ausgewanderten Gottscheern (aus den USA, Kanada und Österreich) und Nachkriegszuwanderern, einen Raum zu schaffen. Dabei war der Zweck des Projekts auch Erkennbarkeit und positive Wertung der gottscheerischen Kultur bzw. der künstlerischen Produktion von Akademikern und Kunstliebhabern in Gottscheeland und in Slowenien zu steigern und dabei zur Überwindung der Stereotypen und zur Förderung des interkulturel- len Dialogs auf dem breiteren Gebiet des Gottscheelandes beizutragen.  </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="601" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_1976-scaled-1-1024x601.jpg" alt="Er&#xF6;ffnung der Ko&#x10D;evArt-Ausstellung in der Ko&#x10D;evje-Bibliothek, September 2019. Foto: &#x17D;arko Nanjara. " class="wp-image-2270" style="width:583px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_1976-scaled-1-1024x601.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_1976-scaled-1-300x176.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_1976-scaled-1-768x451.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_1976-scaled-1-1536x901.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_1976-scaled-1-2048x1202.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_1976-scaled-1-750x440.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eröffnung der KočevArt-Ausstellung in der Kočevje-Bibliothek, September 2019. Foto: Žarko Nanjara. </figcaption></figure>
</div>
<p><strong>Ausgestellte Werke:</strong><br/><strong>Fotografien:</strong> Josef Dornig (1904 – 1983, in den USA geboren, bis 1941 war er in Gottschee tätig, gestorben ist er in Graz, Österreich), John B. Gladisch (er lebt in New York, in den USA, Familie stammt aus Dolnja Briga/Niedertiefenbach) und Vito Oražem (er wuchs in Gottschee auf, er lebt jetzt in Deutschland).<br/><strong>Skulpturen:</strong> Matija Glad (1912 – 1995, er wurde in Banja Loka geboren, er war in Gottschee tätig), Marko Glavač (1959, er ist in Gottschee tätig), Tomaž Hartman (1957, er ist in Gottsche tätig), Matija Kobole (er ist in Šalka vas/Schalkendorf tätig), Anton Križ (er wurde in Tršće in Kroatien gebo- ren, er ist in Dolga vas/Grafenfeld tätig) und Matjaž Matko (er wurde 1958 in Novo mesto geboren und ist in Koprivnik/Nesseltal tätig).<br/><strong>Bildschnitzerei:</strong> Heinrich Putre (1928 – 1994, er wurde in Kočevska Reka/Rieg geboren, er war in den USA tätig).<br/><strong>Zeichnung:</strong> Martha Hutter (wurde in Livold/Lienfeld geboren, sie lebt in New York, USA).<br/><strong>Gemälden:</strong> Stane Jarm (1931 – 2011, in Osilnica geboren, in Gottschee tätig), Irena Kapš (aus Občice/ Krapflern), Viktor Kobola (1923, Šalka vas/Schalkendorf), Sašo Koprivec (in Gottsche tätig), Anne Kroisenbrunner (Kitchener, Kanada, Familie stammt aus Polom/Ebental), Elisabeth Pemberger (1948, in Klagenfurt, Österreich tätig), Roman Erich Petsche (1907 – 1998, in Gottschee geboren, in Österreich tätig), Michael Ruppe (1863 – 1951, in Ovčjak/Schäflein geboren, in Österreich tätig) und Andrej Trobentar (1951, in den 70- und 80-er Jahren des 20. Jahrhun- derts war er in Gottschee tätig).</p>

<p>Lesen Sie im vorherigen Artikel <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/luchs-eine-geheimnisvolle-katze-der-slowenischen-waelder/">Luchs, die geheimnisvolle Katze der slowenischen Wälder</a>.</p>
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		<title>Kohlebergwerk Gottschee: Eine turbulente Bergbaugeschichte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Izidor Volf]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Dec 2023 13:52:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Bergbau]]></category>
		<category><![CDATA[Kočevje]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Region Gottschee ist nach ihren natürlichen Ressourcen bekannt, insbesondere für ihre ausgedehnten, unberührten Wälder. In der (gar nicht so weiten) Vergangenheit war das Gebiet jedoch auch reich an einer natürlichen Ressource, die einen bedeutenden Einfluss auf das Leben der Menschen hier hatte – Braunkohle. Gottschee ist eine von den slowenischen Städten, die auf eine reiche Bergbautradition zurückblicken können. Obwohl das Bergwerk Gottschee 1978 seine Pforten schloss, ist die Erinnerung an die Geschichte von Gottschee noch nicht verblasst. Die Zahl der pensionierten Bergleute nimmt von Jahr zu Jahr ab, aber es sind viele Geschichten erhalten geblieben, die von der großen Bedeutung des Bergwerks für die Stadt und die Region im Allgemeinen zeugen. Die Anfänge des Bergbaus in Gottschee Die Anfänge des Bergbaus in Gottschee reichen in die ersten Jahre des 19. Jahrhunderts zurück. Im September 1803 erwarb Fürst Karl Wilhelm von Auersperg als Erster eine Bergbaulizenz für Braunkohle im Gebiet des heutigen Trata und eröffnete den „Wilhelms Bau“ Fürst hielt sich nicht lange mit dem Abbau auf, denn die Förderung war bescheiden und das Mineral erwies sich nicht als nützlich für die Eisenindustrie, die er als Besitzer der Eisenhütte in Dvor bei Žužemberk pflegte. Nach einer langen Zeit ohne Bergbautätigkeit in [&#8230;]</p>
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<p>Region Gottschee ist nach ihren natürlichen Ressourcen bekannt, insbesondere für ihre ausgedehnten, unberührten Wälder. In der (gar nicht so weiten) Vergangenheit war das Gebiet jedoch auch reich an einer natürlichen Ressource, die einen bedeutenden Einfluss auf das Leben der Menschen hier hatte – Braunkohle. Gottschee ist eine von den slowenischen Städten, die auf eine reiche Bergbautradition zurückblicken können. Obwohl das Bergwerk Gottschee 1978 seine Pforten schloss, ist die Erinnerung an die Geschichte von Gottschee noch nicht verblasst. Die Zahl der pensionierten Bergleute nimmt von Jahr zu Jahr ab, aber es sind viele Geschichten erhalten geblieben, die von der großen Bedeutung des Bergwerks für die Stadt und die Region im Allgemeinen zeugen.     </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Anfänge des Bergbaus in Gottschee</strong></h2>

<p>Die Anfänge des Bergbaus in Gottschee reichen in die ersten Jahre des 19. Jahrhunderts zurück. Im September 1803 erwarb Fürst Karl Wilhelm von Auersperg als Erster eine Bergbaulizenz für Braunkohle im Gebiet des heutigen Trata und eröffnete den „Wilhelms Bau“ Fürst hielt sich nicht lange mit dem Abbau auf, denn die Förderung war bescheiden und das Mineral erwies sich nicht als nützlich für die Eisenindustrie, die er als Besitzer der Eisenhütte in Dvor bei Žužemberk pflegte. Nach einer langen Zeit ohne Bergbautätigkeit in diesem Gebiet wurden die Schürfrechte 1820 an Ivan Röthel, Bürger aus Gottschee, vergeben, der die Grube „St. Johann“ eröffnete. Obwohl die Kohle nicht reichlich vorhanden war, nutzte er sie für industrielle Zwecke, für seine Ziegelei. Dies war das erste Werk in Gottschee, das Braunkohle in den Produktionsprozess einführte.      </p>

<p>Später wurde Kohle in Gottschee auch von einigen wohlhabenden Bürgern abgebaut, allen voran von der Wiener Familie Razinger, die in der Glasherstellung tätig war. Brüder Anton, Nikolai und Franz zogen nach Gottschee 1849 um und erhielten zwei Jahre später die Schürfrechte. Die Glashütte war erfolgreich und es wurde immer mehr Kohle für die Produktion abgebaut. 1859 erhielten sie zusätzliche sieben damalige Höhlenmaß und beschäftigten 150 Arbeiter in der Mine. Da der intensive Bergbau immer höhere Investitionen erforderte, waren die Razinger überschuldet und gingen nach und nach in Konkurs.    </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Bergwerk Gottschee: Der Aufschwung unter der Herrschaft aus Trbovlje</strong></h2>

<p>Ende des 19. Jahrhunderts ging das Bergwerk in den Besitz der Kohlebergbaugesellschaft aus Trbovlje über, die begann, in das Bergwerk zu investieren. Sie errichtete eine Ziegelei, einen Kalkofen, eine Separationsanlage, einen Heizraum, einen Maschinenraum, eine Zentralwerkstatt, ein Sägewerk und eine Dampfmaschine mit einem elektrischen Generator. Im September 1893 wurde Gottschee offiziell für den Transport von Braunkohle mit der Eisenbahn nach Ljubljana eröffnet und bereits zwei Monate zuvor hatte der erste Zug die Strecke befahren. Eine „Eisenstraße“ ermöglichte dem Bergwerk von Gottschee den Durchbruch auf den internationalen Markt und der Stadt Gottschee eine industrielle Entwicklung. Das Bergwerk wurde der größte Industriebetrieb in der Region Gottschee und sein Betrieb brachte auch die erste Elektrifizierung der Stadt mit sich. Im Jahr 1919 wurde eine Wasserleitung vom Fluss Rinža zum Bergwerk gebaut, die mit einer elektrisch betriebenen Pumpe ausgestattet war.      </p>

<p>Während des Ersten Weltkrieges wurde der Bergbau ununterbrochen fortgesetzt, nach dem Zusammenbruch der Österreichisch-ungarischen Monarchie ging der Betrieb im Bergwerk Gottschee zurück. Die Eisenbahn wurde verstaatlicht, was die Kohlenlieferungen erheblich reduzierte. Die Bergbaugesellschaft von Trbovlje reduzierte ihre Investitionen und es folgten Massenentlassungen. Im Jahr 1919 arbeiteten sogar rund 1200 Bergleute, im Jahr 1930 waren es nur noch etwa 100.    </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_124449-1024x768.jpg" alt="Ein Gem&#xE4;lde der Fassade des k&#xFC;rzlich abgerissenen Bergbauhauses Gottschee, das den Aufstand der Bergleute in Gottschee darstellt, Kunstler: Stane Jarm. Foto: Izidor Volf. Foto: Izidor Volf. " class="wp-image-2142" style="width:593px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_124449-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_124449-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_124449-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_124449-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_124449-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_124449-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Gemälde der Fassade des kürzlich abgerissenen Bergbauhauses Gottschee, das den Aufstand der Bergleute in Gottschee darstellt, Kunstler: <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/stane-jarm/">Stane Jarm</a>. Foto: Izidor Volf.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Aufstand der Bergleute aus Gottschee</strong></h2>

<p>Während des Zweiten Weltkrieges wurde im Bergwerk Gottschee ein Feldkomitee der Osvobodilna fronta (Befreiungsfront) organisiert. Die Bergleute von Gottschee gingen in großer Zahl zu Partisanen und führten auch verschiedene Sabotageakte durch, indem sie über das Bergwerk Material und Lebensmittel an die Partisanen lieferten. Der Weggang der Bergleute in die Armee führte zu einem Rückgang der Bergbautätigkeit. Italiener verhafteten eine Reihe von Bergleuten von Gottschee, einige von ihnen wurden in ein Lager in Padua transportiert. Die Verwaltung der Bergleute schickte den Internierten Lebensmittelpakete. Während der italienischen Besatzung war das Bergwerk mit einem Drahtzaun umgeben. Im Dezember 1943 vernichteten Partisanen den größten Teil der Bergwerksanlagen. Da es keinen Strom für Pumpen gab, wurde die Grube mit Wasser geflutet, was es den Besatzern unmöglich machte, die Kohle abzubauen.        </p>

<p>Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegen wurde die Kohlenbergbaugesellschaft aus Trbovlje in Staatbesitz überführt. Das Bergwerk wurde zunächst in Premogovnik Kočevje (Bergwerk Gottschee) und dann später in Rudnik rjavega premoga Kočevje (Das Braunkohlebergwerk Gottschee) umbenannt. Die Renovierungsarbeiten begannen, aber zerstörte Anlagen und ungelernte Bergleute behinderten die Wiederaufnahme der Produktion. Der Betrieb des Bergwerks war für die Wirtschaft von Gottschee von wesentlicher Bedeutung, und die Bergleute waren von der Wehrpflicht befreit. Wegen des Mangels an einheimischen Arbeitskräften wurden Leute aus den Regionen Suha krajina, Zasavje, Primorska und Prekmurje angeworben. Im August 1950 wurde die Leitung des Bergwerks vom Betriebsrat übernommen, der die Produktion auf dem Steinbruch einstellte und nur noch den Grubenbetrieb aufrechterhielt. Im Jahr 1961 wurde eine neue Trennanlage in Betrieb genommen, die die Qualität der Kohle verbesserte, so dass die Produktion in den folgenden Jahren begann, stark anzusteigen.       </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/knapi-7-1024x768.jpg" alt="Boris Finc, der ehemalige Bergmann aus Gottschee, in der Bergmannsuniform. Foto: Milan Glavonji&#x10D;, pers&#xF6;nliches Archiv. " class="wp-image-2139" style="width:594px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/knapi-7-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/knapi-7-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/knapi-7-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/knapi-7-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/knapi-7-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/knapi-7-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Boris Finc, der ehemalige Bergmann aus Gottschee, in der Bergmannsuniform. Foto: Milan Glavonjič, persönliches Archiv. </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zusammenschluss mit ITAS und Schließung des Bergwerks</strong></h2>

<p>Im Jahr 1970 überstieg die Braunkohleproduktion 200 Tausend Tonnen. Bergleute waren für ihre erfolgreiche Arbeit gut bezahlt, ihr Einkommen war eines der höchsten in der Gemeinde. Obwohl das Bergwerk Gottschee in dieser Zeit an die Spitze der jugoslawischen Kohlbergwerke aufstieg, gingen Kohlevorräte allmählich zur Neige. Die Unternehmensleitung beschloss, die Produktion umzustellen, um die Bergleute umzuschulen. Das Produktionsprogramm des rasch entwickelnden Unternehmens ITAS ermöglichte eine relativ einfache und schnelle Umschulung und im Mai 1971 wurde ein Referendum über die Fusion vom Unternehmen und Bergwerk durchgeführt. Nach der Zustimmung beider Betriebsräte wurde das Bergwerk im März 1972 offiziell in ITAS eingegliedert. Obwohl das Bergwerk bereits vier Jahre zuvor kurz vor der Schließung stand, wurde die Produktion aufgrund der Energiekrise bis zum 28. Februar 1978 fortgesetzt. Dies war schließlich der letzte Tag der turbulenten Geschichte des Kohlebergwerks Gottschee.         </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Bergwerk Gottschee heute</strong></h2>

<p>An die Bergbauvergangenheit von Gottschee erinnert heute vor allem die Infrastruktur aus dieser Zeit. Das bekannteste Überbleibsel ist sicherlich der immer beliebtere <a href="https://vnaravi.si/ribnisko-kocevska/kocevsko-jezero">See Rudniško jezero.</a>  Aber auch die verlassenen Gebäude der Grubentrennungsanlage und die ehemalige Bergarbeiterkolonie erinnern an die Geschichte der Bergleute. Einige der Namen der örtlichen Siedlungen, wie Rudarsko naselje (Bergmannssiedlung) und Rudnik (Bergwerk), sind ebenfalls markante Erinnerungszeichen. Die Bereiche der Trate sind mit römischen Ziffern von I an gekennzeichnet, entsprechend den 1849 vermessenen und abgesteckten Höhlen. Erwähnenswert ist auch die Eisenbahnlinie in die Hauptstadt, die im Januar 2021 nach vielen Jahrzehnten wieder als reguläre Strecke in Betrieb genommen worden ist.    </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_121638-1024x768.jpg" alt="Das ber&#xFC;hmteste Relikt der Bergbaugeschichte von Gottschee &#x2013; der See Rudni&#x161;ko jezero. Foto: Izidor Volf. " class="wp-image-2136" style="width:620px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_121638-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_121638-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_121638-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_121638-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_121638-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_121638-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das berühmteste Relikt der Bergbaugeschichte von Gottschee – der See Rudniško jezero. Foto: Izidor Volf. </figcaption></figure>
</div>
<p class="has-small-font-size">Quellen:<br/>Jerbič Perko, Vesna. 2005. Rudnik rjavega premoga Kočevje. Kočevje: <a href="https://www.youtube.com/watch?app=desktop&amp;v=XHkw8Mp-vTc">Pokrajinski muzej</a>. (Das Braunkohlebergwerk Gottschee, Gottschee, Museum Pokrajinski muzej).   <br/>Rustja, Karel. 2015. 120 let kočevske železnice. Kočevje: Pokrajinski muzej. (120 Jahre der Gottscheer Eisenbahn, Gottschee, Museum Pokrajinski muzej).    <br/>Zupan, Janko. 1963. Rudarji ob 20-letnici kočevskega zbora. Kočevje: Kočevski tisk. (Bergleute zum 20. Jahrestag der Gottscheer Versammlung. Gottschee: Kočevski tisk).    </p>

<p>Lesen Sie <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/franc-volf-bergmann-aus-gottschee-erinnerungen-an-das-bergmannsleben-in-gottschee/">hier,</a> wie sich der pensionierte Bergmann Franc Volf an das Leben im Bergbau in Kočevje erinnert.</p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/kohlebergwerk-gottschee-eine-turbulente-bergbaugeschichte/">Kohlebergwerk Gottschee: Eine turbulente Bergbaugeschichte</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
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