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	<description>Gottscheer Blog: Blog über das kulturelle Erbe von Gottschee (Kočevska)</description>
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		<title>Die Kirche der Heiligen Drei Könige in Črni Potok</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Moric]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Dec 2025 22:03:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Kirche der Heiligen Drei Könige in Črni Potok ist eine der wenigen Kirchen in der Region Kočevje (Gottschee), die den Zweiten Weltkrieg und die darauffolgenden Zerstörungen überstanden haben. Ihre Ursprünge reichen bis in das frühe 16. Jahrhundert zurück, womit sie zu den ältesten Sakralbauten der Region zählt. In ihrem Inneren bewahrt sie einen wertvollen Schatz: das Fresko Der Besuch und die Anbetung der Heiligen Drei Könige, das im Zuge restauratorischer Arbeiten im Jahr 1992 entdeckt wurde. Besonderheit: Der durstige Mann Die Heilige Drei Könige werden von einem Gottscheer Mann begleitet, der, vom Durst geplagt, aus einem kleinen Fässchen – einer sogenannten Putscherle – trinkt. Dieses kleine, aber bemerkenswerte Detail eröffnet den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in den Alltag im Kočevje-Gebiet vor Jahrhunderten. Putscherle wurden von den Gottscheern hergestellt und in benachbarte Regionen und Länder verkauft. Ihre Bedeutung wird zusätzlich dadurch unterstrichen, dass der renommierte Polyhistor Johann Weikhard von Valvasor die Gottscheer mit Putscherle in seinem umfangreichen Werk Die Ehre des Herzogtums Krain (1689) dargestellt hat. Weitere kirchliche Ausstattung Die Kirche der Heiligen Drei Könige steht im Zentrum des Dorfes Črni Potok (Schwarzenbach), das aufgrund seines gut erhaltenen dörflichen Ortskerns als Siedlungsdenkmal im Register des kulturellen Erbes geführt wird. [&#8230;]</p>
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<p>Die Kirche der Heiligen Drei Könige in Črni Potok ist eine der wenigen Kirchen in der Region Kočevje (Gottschee), die den Zweiten Weltkrieg und die darauffolgenden Zerstörungen überstanden haben.  Ihre Ursprünge reichen bis in das frühe 16. Jahrhundert zurück, womit sie zu den ältesten Sakralbauten der Region zählt. In ihrem Inneren bewahrt sie einen wertvollen Schatz: das Fresko Der Besuch und die Anbetung der Heiligen Drei Könige, das im Zuge restauratorischer Arbeiten im Jahr 1992 entdeckt wurde.  </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-1024x768.jpg" alt="Das Fresko Der Besuch und die Anbetung der Heiligen Drei K&#xF6;nige. Foto: Anja Moric.  " class="wp-image-2887" style="width:635px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full.jpg 1600w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-750x563.jpg 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Fresko Der Besuch und die Anbetung der Heiligen Drei Könige. Foto: Anja Moric. Foto: Anja Moric.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Besonderheit: Der durstige Mann</strong></h2>

<p>Die Heilige Drei Könige werden von einem Gottscheer Mann begleitet, der, vom Durst geplagt, aus einem kleinen Fässchen – einer sogenannten <em>Putscherle</em> – trinkt. Dieses kleine, aber bemerkenswerte Detail eröffnet den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in den Alltag im Kočevje-Gebiet vor Jahrhunderten. Putscherle wurden von den Gottscheern hergestellt und in benachbarte Regionen und Länder verkauft. Ihre Bedeutung wird zusätzlich dadurch unterstrichen, dass der renommierte Polyhistor Johann Weikhard von Valvasor die Gottscheer mit Putscherle in seinem umfangreichen Werk Die Ehre des Herzogtums Krain (1689) dargestellt hat.    </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="1017" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/kocevarji-valvasor.jpg" alt="Valvasors Darstellung der Gottscheer mit Putscherle." class="wp-image-2889" style="width:598px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/kocevarji-valvasor.jpg 1017w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/kocevarji-valvasor-300x227.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/kocevarji-valvasor-768x580.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/kocevarji-valvasor-750x566.jpg 750w" sizes="(max-width: 1017px) 100vw, 1017px" /><figcaption class="wp-element-caption">Valvasors Darstellung der Gottscheer mit Putscherle.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Weitere kirchliche Ausstattung</strong></h2>

<p>Die Kirche der Heiligen Drei Könige steht im Zentrum des Dorfes Črni Potok (Schwarzenbach), das aufgrund seines gut erhaltenen dörflichen Ortskerns als Siedlungsdenkmal im Register des kulturellen Erbes geführt wird. Die Kirche erhebt sich auf einer kleinen Anhöhe in der Dorfmitte. An den ehemaligen Dorffriedhof, der 1836 in das nahegelegene Zajčje Polje (deutsch: Hasenfeld, gottscheerisch: Huəshnbold) verlegt wurde, erinnern heute Reste der Friedhofsmauer.   </p>

<p>Neben dem Hauptfresko besitzt die Kirche weitere außergewöhnlich gut erhaltene Ausstattungsstücke. Dazu zählen kleinere Wandmalereien des gekreuzigten Christus sowie des heiligen Michael, der die Seelen auf einer Waage wiegt, ebenso wie ein Altar aus dem späten 17. Jahrhundert, der ebenfalls die Anbetung der Heiligen Drei Könige darstellt.   </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="582" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/freska-sv-mihael-web-e1767563282274-582x1024.jpg" alt="Das Fresko des heiligen Michael. Die Kirche der Heiligen Drei K&#xF6;nige in &#x10C;rni Potok.   " class="wp-image-2888" style="width:455px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Das Fresko des heiligen Michael.  Foto: Anja Moric.</figcaption></figure>
</div>
<p>Über dem Uhrwerk im Glockenturm hängen zwei eiserne Glocken aus dem Jahr 1923; die kleinere ist eine Stiftung der Familie Eisenzopf aus Amerika.</p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gefährdung der Kirche durch Bauschäden</strong></h2>

<p>Heute befindet sich die Kirche leider in einem sehr schlechten Zustand. Bodensetzungen und Erdbebenschäden haben tiefe Risse im Bauwerk verursacht, die sowohl die Bausubstanz als auch die wertvollen Fresken gefährden. Ohne rechtzeitige und angemessene Maßnahmen besteht die ernsthafte Gefahr, einen bedeutenden Teil des historischen und kulturellen Erbes zu verlieren.  </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full-768x1024.jpg" alt="Risse gef&#xE4;hrden die statische Stabilit&#xE4;t des Kirchengeb&#xE4;udes. Die Kirche der Heiligen Drei K&#xF6;nige in &#x10C;rni Potok.  " class="wp-image-2891" style="width:415px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full-768x1024.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full-225x300.jpg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full-1152x1536.jpg 1152w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Risse gefährden die statische Stabilität des Kirchengebäudes. Foto: Anja Moric.</figcaption></figure>
</div>
<p>Seit 2023 setzt sich das Institut Putscherle für den Schutz und die Restaurierung dieses Kulturdenkmals ein. Ein wichtiger Schritt nach vorne wurde Anfang 2025 getan, als die Gemeinde Kočevje erste Mittel für fachliche Analysen bereitstellte. Diese werden die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen genau bestimmen – doch schon jetzt ist klar, dass die Restaurierung umfangreich und finanziell anspruchsvoll sein wird. Daher sind wir für jede <a href="https://putscherle.com/cerkev-v-crnem-potoku-dragocen-spomenik-potrebuje-naso-pomoc/">Spende </a>dankbar.  </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="769" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/cerkev-notranjost-web-full.jpg" alt="Begutachtung der Risse und des Gel&#xE4;ndes gemeinsam mit Fachleuten des Slowenischen Instituts f&#xFC;r Bauwesen. Die Kirche der Heiligen Drei K&#xF6;nige in &#x10C;rni Potok  " class="wp-image-2890" style="width:567px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/cerkev-notranjost-web-full.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/cerkev-notranjost-web-full-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/cerkev-notranjost-web-full-768x577.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/cerkev-notranjost-web-full-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Begutachtung der Risse und des Geländes gemeinsam mit Fachleuten des Slowenischen Instituts für Bauwesen. Foto: Anja Moric.</figcaption></figure>
</div>
<p>Die Kirche in Črni Potok ist nicht nur ein architektonisches Relikt. Sie ist Trägerin der lokalen Identität, eine stille Erzählerin der Regionalgeschichte und ein Symbol des kulturellen Zusammenlebens in der Region Kočevje. Die Bewahrung solcher Orte bedeutet die Bewahrung von Erinnerung – und eröffnet zugleich Chancen für die Entwicklung des Kulturtourismus in der Region.   </p>

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<iframe loading="lazy" title="Dediščina Kočevarjev - Na lepše  S0E7" width="1080" height="608" src="https://www.youtube.com/embed/i5Dxz0yYz6g?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Ein Beitrag über die Kirche in Črni Potok in der Fernsehsendung Na lepše; der Beitrag ist im letzten Teil der Folge zu sehen.</figcaption></figure>

<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong></p>

<p class="has-small-font-size">Resman, Blaž in Helena Seražin. 2010. Upravna enota Kočevje: umetnostna topografija Kočevske. Ljubljana: Založba ZRC.</p>

<p class="has-small-font-size">Zupan, Gojko, Ferenc, Mitja in France Dolinar. 1993. Cerkve na Kočevskem nekoč in danes. Kočevje: Župnija, Muzej.</p>

<p class="has-medium-font-size">Lesen Sie im vorherigen Beitrag: <a href="https://www.kocevskibrlog.com/turski-vpadi-odsev-v-kocevarskem-izrocilu/">Türkische Einfälle – ihr Spiegel im Gottscheerrischen Überlieferungsgut</a>.</p>
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		<title>Der Friedhof in Stari Log</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Moric]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jan 2024 08:48:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Friedhof in Stari Log (Altlag) bei Kočevje (Gottschee) ist einer der am besten erhaltenen gottscheerischen Friedhöfe. Er ist nicht nur die ewige Ruhestätte der Bewohner von Stari Log, sondern zeugt auch von den Ereignissen, die Stari Log und seine Umgebung sowie die weite Region Kočevsko geprägt haben. Als Zeuge der Vergangenheit und als Treffpunkt für unterschiedliche Erinnerungen ist der Friedhof ein wichtiger Ort für den Aufbau eines Dialogs und das Verständnis für ein gemeinsames kulturelles Erbe. Das Schicksal des Dorfes Stari Log in der Zwischenkriegszeit Das idyllische Dorf Stari Log, umgeben von einem Wald, war vor dem Zweiten Weltkrieg das größte Dorf in Kočevska Region. Dort befanden sich bis zum Zweiten Weltkrieg Sitz der Gemeinde, Sitz der Pfarrei, eine Schule, ein Friedhof, eine Gendarmenstation, Gasthäuser und Geschäfte. Stari Log wurde vom Krieg auch nicht verschont. Nach der Umsiedlung der Gottscheer 1941 blieben im Dorf nur noch zwei gottscheerische Familien. Um die Einrichtung eines italienischen Außenpostens zu verhindern, wurde das Dorf 1942 von Partisanen niedergebrannt und die italienische Armee schickte Frauen, Kinder und ältere Menschen aus Stari Log und Umgebung in Konzentrationslager, während 74 Männer erschossen wurden. Der Friedhof in Stari Log Ursprünglich befand sich der Friedhof in Stari Log [&#8230;]</p>
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<p>Der Friedhof in Stari Log (Altlag) bei Kočevje (Gottschee) ist einer der am besten erhaltenen gottscheerischen Friedhöfe. Er ist nicht nur die ewige Ruhestätte der Bewohner von Stari Log, sondern zeugt auch von den Ereignissen, die Stari Log und seine Umgebung sowie die weite Region Kočevsko geprägt haben. Als Zeuge der Vergangenheit und als Treffpunkt für unterschiedliche Erinnerungen ist der Friedhof ein wichtiger Ort für den Aufbau eines Dialogs und das Verständnis für ein gemeinsames kulturelles Erbe. </p>

<h2 class="wp-block-heading">Das Schicksal des Dorfes Stari Log in der Zwischenkriegszeit</h2>

<p>Das idyllische Dorf Stari Log, umgeben von einem Wald, war vor dem Zweiten Weltkrieg das größte Dorf in Kočevska Region. Dort befanden sich bis zum Zweiten Weltkrieg Sitz der Gemeinde, Sitz der Pfarrei, eine Schule, ein Friedhof, eine Gendarmenstation, Gasthäuser und Geschäfte. Stari Log wurde vom Krieg auch nicht verschont. Nach der Umsiedlung der Gottscheer 1941 blieben im Dorf nur noch zwei gottscheerische Familien. Um die Einrichtung eines italienischen Außenpostens zu verhindern, wurde das Dorf 1942 von Partisanen niedergebrannt und die italienische Armee schickte Frauen, Kinder und ältere Menschen aus Stari Log und Umgebung in Konzentrationslager, während 74 Männer erschossen wurden.    </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="647" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/stari-log01-1024x647.jpg" alt="Stari Log vor dem Zweiten Weltkrieg. Ansichtskarte. Autor: Vekoslav Kramari&#x10D;. Aufbewahrt von Slovenski etnografski muzej (dt.: Slowenisches ethnographisches Museum).    " class="wp-image-2242" style="width:589px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/stari-log01-1024x647.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/stari-log01-300x190.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/stari-log01-768x485.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/stari-log01-750x474.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/stari-log01.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Stari Log vor dem Zweiten Weltkrieg. Ansichtskarte. Autor: Vekoslav Kramarič. Aufbewahrt von Slovenski etnografski muzej (dt.: Slowenisches ethnographisches Museum).    </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading">Der Friedhof in Stari Log</h2>

<p>Ursprünglich befand sich der Friedhof in Stari Log neben der Kirche der Heiligen Margarete. 1853 wurde der Friedhof zu klein, deshalb begann man, Verstorbene südöstlich vom Dorf, an der Stelle des heutigen Friedhofs beizusetzen. Heute befinden sich in einem Teil des Friedhofs Gräber der Gottscheer, im zweiten Teil, wo noch heute beigesetzt wird, Gräber der Nachkriegsmigranten, und im dritten Teil sind Gräber der 74 Partisanen und Geiseln, die im August 1942 von der italienischen Armee erschossen wurden. Es gibt 11 Grabsteine aus dem 19. Jahrhundert, der Rest ist jünger. Neun von ihnen sind von dem Steinmetz A. Plesche signiert.      </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8941-1024x768.jpeg" alt="Vorkriegsgrabsteine im Friedhof in Stari Log. Foto: Anja Moric. " class="wp-image-2256" style="width:534px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8941-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8941-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8941-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8941-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8941-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8941-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vorkriegsgrabsteine im Friedhof in Stari Log. Foto: Anja Moric. </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading">Verschiedene Erinnerungen in Stari Log</h2>

<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Friedhof in Stari Log zu einer Gedenkstätte – ein Denkmal für die Ereignisse, die die turbulente gottscheerische Geschichte geprägt haben. In der Nähe des Friedhofseingangs sieht Besucher ein Denkmal, das 1997 für „allen Toten des Gottscheer Landes“ errichtet wurde – ein quadratischer Obelisk mit einer pyramidenförmigen Struktur an der Spitze und einer Widmung in slowenischer, deutscher, englischer und gottscheerischer Sprache. Er wurde von gottscheerischen Organisationen aus Slowenien und Ausland in Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen und der Ortsgemeinschaft errichtet.  </p>

<p>Im Jahr 1960 wurde ein Gruppengrab für die getöteten Geiseln errichtet. Neben dem Grabmal gibt es auf der etwa 1000 m<sup>2</sup> Fläche einen Obelisken und Grabsteine aus weißem Marmor. </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="757" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8230-1024x757.jpeg" alt="Grab der get&#xF6;teten Geiseln auf dem Friedhof von Stari Log. Foto: Anja Moric. " class="wp-image-2262" style="width:531px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8230-1024x757.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8230-300x222.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8230-768x568.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8230-1536x1135.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8230-2048x1513.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8230-750x554.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Grab der getöteten Geiseln auf dem Friedhof von Stari Log. Foto: Anja Moric. </figcaption></figure>
</div>
<p>Weniger als ein Jahrzehnt davor, im Jahr 1951, hatte der slowenische Literatenverein auch ein Denkmal oder ein symbolisches Grab für den Dichter, Schriftsteller und Puppenspieler Miran Jarc errichtet. Er wurde in der Nähe vom Dorf Pugled pri Starem Logu erschossen, aber die Lage seines Grabes ist unbekannt. 2002 wurde das Denkmal von dem Verein für die Pflege der Partisanengräber in Rog (dt.: Hornwald) modernisiert.   </p>

<p>Viele Jahre lang hatte der Friedhof in Stari Log kein Friedhofskreuz. Im August 2023 restaurierten Dorfbewohner von Stari Log symbolisch ein gusseisernes Kreuz von einem der gottscheerischen Gräber und stellten es als Friedhofskreuz am linken Rand des Friedhofs an der Friedhofsmauer. </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8924-1024x768.jpeg" alt="Feierliche Einweihung des neuen Friedhofskreuzes in Stari Log, August 2023. Foto: Anja Moric. " class="wp-image-2253" style="width:549px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8924-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8924-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8924-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8924-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8924-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8924-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Feierliche Einweihung des neuen Friedhofskreuzes in Stari Log, August 2023. Foto: Anja Moric. </figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading">Restaurierung von Grabsteinen im Friedhof Stari Log</h2>

<p>Der Friedhof in Stari Log wurde im Jahr 1997 von der Ortsgemeinschaft Stara Cerkev mit Hilfe der gottscheerischen Organisationen angelegt. 2002 wurden die 45 erhaltenen gottscheerischen Grabsteine aus Stein einer grundlegenden Restaurierung unterzogen, doch bis heute sind viele der Grabsteine aufgrund von Witterungseinflüssen, Terrainsenkungen und Materialverfall beschädigt. </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8915-768x1024.jpeg" alt="Gottscheer-Grabstein in Stari Log vor den Restaurierungsarbeiten, August 2023, Foto: Anja Moric. " class="wp-image-2259" style="width:380px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8915-768x1024.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8915-225x300.jpeg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8915-1152x1536.jpeg 1152w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8915-1536x2048.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8915-750x1000.jpeg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8915-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gottscheer-Grabstein in Stari Log vor den Restaurierungsarbeiten, August 2023, Foto: Anja Moric. </figcaption></figure>
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<p>Anstalt Putscherle, eine Nichtregierungsorganisation, die sich für Erhaltung des kulturellen Erbes in der Region Kočevsko einsetzt, begann daher im Jahr 2023 unter der Leitung von Dr. Anja Moric mit einer komplexeren Restaurierung der sechs am meisten beschädigten Grabsteine. Die Restaurierungsarbeiten werden vom Unternehmen Kamnoseštvo Erjavec aus Mahovnik gemäß den Anweisungen der Anstalt der Republik Slowenien für den Schutz des Kulturerbes durchgeführt und vom Kulturministerium der Republik Slowenien und der Gemeinde Kočevje finanziert.  Die Arbeiten an einzelnen Grabsteinen umfassen Stabilisierung der Fundamente (durch Betonierung), Entfernung von Moos und Schimmel, Restaurierung der Inschriften, Restaurierung der Fotografien in Keramikrahmen, wo dies möglich ist, und Bau fehlender Teile der Denkmäler, wie z. B. Kreuze, Ornamente usw. In Anstalt Putscherle plant in den kommenden Jahren schrittweise Restaurierung mehrerer weiterer gottscheerischer Grabsteine.  </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/image000000-768x1024.jpg" alt="Aufstellung des restaurierten Grabsteins in Stari Log, November 2023. Foto: Matej Erjavec. " class="wp-image-2246" style="width:400px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/image000000-768x1024.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/image000000-225x300.jpg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/image000000-750x1000.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/image000000.jpg 848w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Aufstellung des restaurierten Grabsteins in Stari Log, November 2023. Foto: Matej Erjavec. </figcaption></figure>
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<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong><br/>&#8211; Resman, Blaž in Seražin, Helena. 2010. <em>Upravna enota Kočevje: občine Kočevje, Kostel in Osilnica</em>. Ljubljana: Založba ZRC.  <br/>&#8211; Stari Log &#8211; spominsko obeležje Tomšičeve brigade. Dostopno na: <strong> </strong>http://www.zb-kocevje.si/starilog_britof.htm<br/>&#8211; Šmajdek, Primož. 2012. Stari Log pri Kočevju – Pokopališče. Dostopno na: http://spomeniki.blogspot.com/2012/12/stari-log-pri-kocevju-pokopalisce.html   <br/>&#8211; Šuštar, Branko. 2006. Zgodba z nagrobnika prvega učitelja na šoli Smuka/Langenthon na Kočevskem okoli leta 1888. <em>Kronika </em>(Ljubljana), letnik 55, številka 3, str.  405-428.<br/></p>
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		<title>Künstlerische Tätigkeit in Kočevska (Gottschee) Region</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Moric]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jan 2024 10:14:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Kočevska hat künstlerische Tätigkeit, sowohl von akademischen als auch von Amateurkünstlern, einen besonderen Charakter. Zum einen ist sie eng mit den natürlichen Gegebenheiten der Region verbunden, zum anderen sucht sie ihren Ausdruck in der Vergangenheit. Kočevska weckt nicht nur Phantasie der Künstler, sondern ist auch ein Ort, in dem sich künstlerische Ideen mit dem kulturellen Kontext verbinden und eine einzigartige Kunstlandschaft schaffen. Sie verbindet Werke der Künstler, die in Kočevska vor dem Weltkrieg arbeiteten, der Gottscheer, die in den USA, Kanada, Österreich und Deutschland tätig sind, wohin sie aufgrund der turbulenten Geschichte ausgewandert sind, und deren, denen Kočevska nach dem Zweiten Weltkrieg ein neues Zuhause bot. Unter den letzteren gibt es auch viele, die aus Hunger nach Brot (oder Inspiration) in andere Orte oder sogar ins Ausland gegangen sind. Ihnen allen ist gemeinsam, dass die Erfahrung von Kočevska ihre Arbeit auf eine oder eine andere Weise geprägt hat. Podobe trpljenja in težkega življenja Maler und Bildhauer, Stane Jarm, der mit seinen Werken die größten künstlerischen Spuren hinterlassen hat, verband oft beides – die Natur von Kočevska und Vergangenheit. Holz war das Grundmaterial für seine Werke. Seine Skulpturen, wie der Kreuzweg bei der Grabstätte Pod Krenom und die Bilder des [&#8230;]</p>
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<p>In Kočevska hat künstlerische Tätigkeit, sowohl von akademischen als auch von Amateurkünstlern, einen besonderen Charakter. Zum einen ist sie eng mit den natürlichen Gegebenheiten der Region verbunden, zum anderen sucht sie ihren Ausdruck in der Vergangenheit. Kočevska weckt nicht nur Phantasie der Künstler, sondern ist auch ein Ort, in dem sich künstlerische Ideen mit dem kulturellen Kontext verbinden und eine einzigartige Kunstlandschaft schaffen. Sie verbindet Werke der Künstler, die in Kočevska vor dem Weltkrieg arbeiteten, der Gottscheer, die in den USA, Kanada, Österreich und Deutschland tätig sind, wohin sie aufgrund der turbulenten Geschichte ausgewandert sind, und deren, denen Kočevska nach dem Zweiten Weltkrieg ein neues Zuhause bot. Unter den letzteren gibt es auch viele, die aus Hunger nach Brot (oder Inspiration) in andere Orte oder sogar ins Ausland gegangen sind. Ihnen allen ist gemeinsam, dass die Erfahrung von Kočevska ihre Arbeit auf eine oder eine andere Weise geprägt hat.     </p>

<h2 class="wp-block-heading">Podobe trpljenja in težkega življenja</h2>

<p>Maler und Bildhauer, Stane Jarm, der mit seinen Werken die größten künstlerischen Spuren hinterlassen hat, verband oft beides – die Natur von Kočevska und Vergangenheit. Holz war das Grundmaterial für seine Werke. Seine Skulpturen, wie der Kreuzweg bei der Grabstätte Pod Krenom und die Bilder des leidenden Jesus, stellen das Leiden dar, das Menschen von Kočevska Region geprägt hat.  </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0239-768x1024.jpeg" alt="Frau, Detail. Stane Jarm. Privatbesitz.  " class="wp-image-2278" style="width:372px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0239-768x1024.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0239-225x300.jpeg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0239-1152x1536.jpeg 1152w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0239-1536x2048.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0239-750x1000.jpeg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0239-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Frau, Detail. Stane Jarm. Privatbesitz.  </figcaption></figure>
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<p>Matija Glad (1912 – 1995), Jarms Schüler und Amateurbildhauer, stellte hauptsächlich Szenen aus dem Alltagsleben dar. Seine Skulpturen erwecken raue Gesichter von Köhlern, Hausierern, Bilchjägern, Schmieden und anderen Gestalten aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. </p>

<p>Bilder aus dem dörflichen Alltag spiegeln sich auch in den Zeichnungen von Martha Hutter aus New York wider. Eine Frau, die einen Kübel auf ihrem Kopf trägt, zwei Gottscheerinnen, die sich an einem Holzofen im gottscheerischen Dialekt unterhalten, oder eine Mutter, die in einem Butterfass Butter herstellt, während Kinder auf etwas Süßes warten, sind nur einige von ihnen. </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0240-768x1024.jpeg" alt="Gottscheerinnen, die sich im gottscheerischen Dialekt unterhalten. Martha Hutter. Privatbesitz.  " class="wp-image-2282" style="width:369px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0240-768x1024.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0240-225x300.jpeg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0240-1152x1536.jpeg 1152w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0240-1536x2048.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0240-750x1000.jpeg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0240-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gottscheerinnen, die sich im gottscheerischen Dialekt unterhalten. Martha Hutter. Privatbesitz.  </figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading">Podobe kočevskih vasi</h2>

<p>Michael Ruppe (1863 – 1951), in Ovčjak (Schaflein) bei Koprivnik (Nesselthal) geborener Maler und Bildhauer, ist in Österreich, wo er die meiste Zeit seines Lebens verbrachte und arbeitete, noch bekannter als in Kočevska. In Salzburg ist sogar eine Straße nach ihm benannt. Im August 1928, als er mit seiner Frau Kočevska besuchte, ließ er sich von der Landschaft und Dörfer inspirieren, die er mehrmals malte. Bilder von Kočevska Region dienten auch Roman Erich Petsche (1907 – 1993) als Inspiration, die er in „Lumigraphien“ darstellte, so nannte er seine Mischtechnik aus Collage und Pastellmalerei. Der Künstler, der dafür bekannt war, seine Werke nicht zu verkaufen, wurde 1982 vom Holocaust-Gedenkzentrum mit dem Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“ ausgezeichnet. Während des Zweiten Weltkriegs rettete er nämlich zwei jüdische Mädchen vor dem Tod in einem Konzentrationslager.    </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="879" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_2574-879x1024.jpg" alt="&#x10C;rmo&#x161;njice (Tschermoschnitz). Lumigraphie bei Roman Erich Petsche. Privatbesitz.  " class="wp-image-2274" style="width:405px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_2574-879x1024.jpg 879w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_2574-257x300.jpg 257w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_2574-768x895.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_2574-1318x1536.jpg 1318w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_2574-1757x2048.jpg 1757w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_2574-750x874.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 879px) 100vw, 879px" /><figcaption class="wp-element-caption">Črmošnjice (Tschermoschnitz). Lumigraphie bei Roman Erich Petsche. Privatbesitz.  </figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading">Fotografije Kočevske </h2>

<p>Auch Fotografen haben Bilder des Kočevska aus der Vorkriegszeit verewigt. Am weitesten verbreitet sind die Fotos von Kočevje vom Einheimischen Josef Dornig Jr. Das Fotomaterial aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg ist im Laufe der Zeit in Museen in Slowenien, Österreich und Deutschland „verloren“ gegangen. Dort werden unter anderem Fotografien von Hugo Groth (1869 – 1954) und Rudolf Hartmann (1903 – 2002), dem Forscher der s. g. „deutschen Minderheiten“, aufbewahrt.   </p>

<p>In den USA war im Bereich Fotografie insbesondere John B. Gladitsch tätig, der viele Bilder aus dem Leben der ausgewanderten Gottscheer und ihrer Vereine einfing. Auch die Fotografen Vito Oražem (Deutschland) und Klavdij Sluban (Frankreich), die sich beide von der Erfahrung des Aufwachsens in Kočevska inspirieren ließen, haben in Kočevska einige Anregungen für ihre Arbeiten gefunden. Insbesondere Oražem hat mit seinem scharfen Blick für Details scheinbar verborgene Fragmente der Realität von Kočevska in seinen Werken festgehalten.   </p>

<p>Ein besonders häufiges Motiv der zeitgenössischen Fotografen des Kočevska, z. B. von Petra und Stane Draškovič Pelc, Marjan Artnak und Mitgliedern des Fotografenvereins Grča, sind Wälder und ihre tierischen Bewohner. Unter der Schirmherrschaft des Vereins wird jedes Jahr eine Ausstellung der Naturfotografien veranstaltet.  </p>

<h2 class="wp-block-heading">Kočevska sodobna umetnost med lokalnostjo in identiteto</h2>

<p>Künstlerische Tätigkeit in Kočevska ist nicht nur ein ästhetischer Ausdruck, sondern auch ein Mittel, um die Identität zu bewahren, die Gemeinschaft zu hinterfragen und den Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu fördern. Dies spiegelt sich in der Arbeit der Schriftstellerin und der bildenden Künstlerin Lela B. Njatin, die unter anderem die Ausstellung <em>Kočevje</em> aus der Reihe <em>Ljubljana se klanja Sloveniji III</em> (dt.: Ljubljana verbeugt sich dem Slowenien III) in der Galerie Vžigalica in Ljubljana organisierte. Sie wählte einige Künstler, die zwischen den Jahren 2000 und 2019 mit ihrer Arbeit oder Aufenthalt mit Kočevska verbunden waren. Sie sind durch die Präsenz des Todes oder des Vergehens, die Kočevskos Vergangenheit und Gegenwart geprägt haben, zu einem thematischen Ganzen verbunden. Jedes der Werke spiegelt auch den Inhalt des lokalen in der Identität des Autors und/oder seines künstlerischen Ausdrucks wider, sei es in Form eines (Ur)Waldes oder einer städtischen Infrastruktur.     </p>

<h2 class="wp-block-heading">KočevArt – Ausstellung der Gottscheer(ischen) Künstler</h2>

<p>Im September 2019 eröffnete die Anstalt Putscherle im Rahmen der <em>5. Tage der gottscheerischen Kulturen</em>, die in Gottschee stattfanden, in der Bibliothek Gottschee eine Ausstellung der Werke von gottscheer(ischen) Künstlern <em>KočevArt</em>. Die Ausstellung ist die erste breitere Darbietung des künstlerischen Schaffens (akademisch oder für Kunstliebhaber) im Gottscheeland seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts bis heute. Besucher konnten sich Gemälde, Skulpturen und Fotografien der 20 akademischen und nicht akademischen Künstlern sehen, die uns Autoren oder ihre Familienangehörigen geliehen haben.    </p>

<p>Die Werke der Künstler, die auf dem Gebiet des breiteren Gottscheelandes oder in den gottscheerischen Ausländergemeinschaften (Österreich, USA und Kanada) schaffen oder geschafft haben, ermöglichen einen Einblick in die Tiefe der menschlichen Wahrnehmung und stellen das Leben und den Alltag im Gottscheeland in verschiedenen Zeitabschnitten dar, weswegen sie auch neben dem künstlerischen auch einen unbezahlbaren ethnologischen Wert haben. Gleichzeitig spiegelt die Ausstellung die soziale Realität in der Region Kočevska über einen langen Zeitraum wider, da die Werke neben der Darstellung des Alltags (z. B. Butterherstellung, Arbeit in einem Bergwerk usw.) auch einen Sinn zeigen von tragischen Zwischenkriegsereignissen (z. B. Internierung in italienischen Lagern), aber auch von der tiefsten und abstraktesten Erfahrung des Menschen mit seiner eigenen inneren Welt.  </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="807" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG-2702-scaled-1-1024x807.jpg" alt="Werke von Sa&#x161;o Koprivec, Andrej Trobentar, Elisabeth Pemberger und Marko Glava&#x10D;. Ausstellung Ko&#x10D;evArt in der Bibliothek von Ko&#x10D;evje, September 2019. Foto: Anja Moric.  " class="wp-image-2285" style="width:545px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG-2702-scaled-1-1024x807.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG-2702-scaled-1-300x236.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG-2702-scaled-1-768x605.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG-2702-scaled-1-1536x1210.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG-2702-scaled-1-2048x1614.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG-2702-scaled-1-750x591.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Werke von Sašo Koprivec, Andrej Trobentar, Elisabeth Pemberger und Marko Glavač. Ausstellung KočevArt in der Bibliothek von Kočevje, September 2019. Foto: Anja Moric.  </figcaption></figure>
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<p>Bei der Vorbereitung der Ausstellung wollte ich, wie auch schon davor bei der Ausstellung <a href="http://putscherle.com/razstave/showcases-of-memory/"><em>Vitrinen des Gedenkens</em></a> ((im Jahren 2016-2018) einem breiteren Kreis der Leute das gottscheerische Kulturerbe vorzustellen und für die Verbindung und Zusammenarbeit mit allen, die in der Vergangenheit und jetzt das Schicksal des breiteren Gottscheelandes geformt haben, also mit Gottscheer Altsiedlern, ausgewanderten Gottscheern (aus den USA, Kanada und Österreich) und Nachkriegszuwanderern, einen Raum zu schaffen. Dabei war der Zweck des Projekts auch Erkennbarkeit und positive Wertung der gottscheerischen Kultur bzw. der künstlerischen Produktion von Akademikern und Kunstliebhabern in Gottscheeland und in Slowenien zu steigern und dabei zur Überwindung der Stereotypen und zur Förderung des interkulturel- len Dialogs auf dem breiteren Gebiet des Gottscheelandes beizutragen.  </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="601" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_1976-scaled-1-1024x601.jpg" alt="Er&#xF6;ffnung der Ko&#x10D;evArt-Ausstellung in der Ko&#x10D;evje-Bibliothek, September 2019. Foto: &#x17D;arko Nanjara. " class="wp-image-2270" style="width:583px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_1976-scaled-1-1024x601.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_1976-scaled-1-300x176.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_1976-scaled-1-768x451.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_1976-scaled-1-1536x901.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_1976-scaled-1-2048x1202.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_1976-scaled-1-750x440.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eröffnung der KočevArt-Ausstellung in der Kočevje-Bibliothek, September 2019. Foto: Žarko Nanjara. </figcaption></figure>
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<p><strong>Ausgestellte Werke:</strong><br/><strong>Fotografien:</strong> Josef Dornig (1904 – 1983, in den USA geboren, bis 1941 war er in Gottschee tätig, gestorben ist er in Graz, Österreich), John B. Gladisch (er lebt in New York, in den USA, Familie stammt aus Dolnja Briga/Niedertiefenbach) und Vito Oražem (er wuchs in Gottschee auf, er lebt jetzt in Deutschland).<br/><strong>Skulpturen:</strong> Matija Glad (1912 – 1995, er wurde in Banja Loka geboren, er war in Gottschee tätig), Marko Glavač (1959, er ist in Gottschee tätig), Tomaž Hartman (1957, er ist in Gottsche tätig), Matija Kobole (er ist in Šalka vas/Schalkendorf tätig), Anton Križ (er wurde in Tršće in Kroatien gebo- ren, er ist in Dolga vas/Grafenfeld tätig) und Matjaž Matko (er wurde 1958 in Novo mesto geboren und ist in Koprivnik/Nesseltal tätig).<br/><strong>Bildschnitzerei:</strong> Heinrich Putre (1928 – 1994, er wurde in Kočevska Reka/Rieg geboren, er war in den USA tätig).<br/><strong>Zeichnung:</strong> Martha Hutter (wurde in Livold/Lienfeld geboren, sie lebt in New York, USA).<br/><strong>Gemälden:</strong> Stane Jarm (1931 – 2011, in Osilnica geboren, in Gottschee tätig), Irena Kapš (aus Občice/ Krapflern), Viktor Kobola (1923, Šalka vas/Schalkendorf), Sašo Koprivec (in Gottsche tätig), Anne Kroisenbrunner (Kitchener, Kanada, Familie stammt aus Polom/Ebental), Elisabeth Pemberger (1948, in Klagenfurt, Österreich tätig), Roman Erich Petsche (1907 – 1998, in Gottschee geboren, in Österreich tätig), Michael Ruppe (1863 – 1951, in Ovčjak/Schäflein geboren, in Österreich tätig) und Andrej Trobentar (1951, in den 70- und 80-er Jahren des 20. Jahrhun- derts war er in Gottschee tätig).</p>

<p>Lesen Sie im vorherigen Artikel <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/luchs-eine-geheimnisvolle-katze-der-slowenischen-waelder/">Luchs, die geheimnisvolle Katze der slowenischen Wälder</a>.</p>
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		<title>130 Jahre der Bahn nach Gottschee (Kočevska)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Moric]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Jan 2023 15:35:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eröffnung der Gottschee-Bahn »»Hei, wie es gestern in Dolenjsko (Deutsch: Unterkrain), dort hinunter dem Gottschee-Land geknallt hat! Und es war richtig so. Denn so einen volkswirtschaftlichen Feiertag wie es gestern gegeben hat, wird die dortige jetzige sowie zukünftige Generation nicht so bald feiern, als die Eisenbahn feierlich eröffnet wurde /&#8230;/ Es war ein fröhhliger Tag für das ganze Land Krain, jedoch besonders fröhlich für diejenigen Orte, die das stündliche Dampfross bringt — das hat der Gott gegeben und das slowenische Glück! — eine bessere Zukunft, die es in einem Jahr um diese Zeit auch einem anderen, noch weiteren Gebiet unserer Heimat bringen wird.« « So pathetisch hat am 28. September 1893 im Artikel mit dem Titel »Eröffnung der Dolenjska Eisenbahn« über die feierliche Eröffnung der Bahnstrecke Ljubljana–Kočevje die Zeitung Slovenski narod berichtet. Im September 2023 werden 130 Jahre seit der Errichtung der Bahnstrecke vergehen. Ingenieur Carl Ritter von Ghega, der u. A. die Planung der Südbahn aus Wien durch Ljubljana nach Triest geleitet hat (deren Bau hat im Jahre 1839 begonnen) und der in Slowenien vielleicht mehr wegen dem Bau der während des zweiten Weltkrieges zertrümmerten Talbrücke in Borovnica bekannt ist, hat einige Jahrzehnte davor geschrieben: »Mit der Eisenbahn verschwinden [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Eröffnung der Gottschee-Bahn</h2>

<p>»<em>»Hei, wie es gestern in Dolenjsko (Deutsch: Unterkrain), dort hinunter dem Gottschee-Land geknallt hat! Und es war richtig so. Denn so einen volkswirtschaftlichen Feiertag wie es gestern gegeben hat, wird die dortige jetzige sowie zukünftige Generation nicht so bald feiern, als die Eisenbahn feierlich eröffnet wurde /&#8230;/ Es war ein fröhhliger Tag für das ganze Land Krain, jedoch besonders fröhlich für diejenigen Orte, die das stündliche Dampfross bringt — das hat der Gott gegeben und das slowenische Glück! — eine bessere Zukunft, die es in einem Jahr um diese Zeit auch einem anderen, noch weiteren Gebiet unserer Heimat bringen wird.«   </em>« </p>

<p>So pathetisch hat am 28. September 1893 im Artikel mit dem Titel <em>»Eröffnung der Dolenjska Eisenbahn«</em> über die feierliche Eröffnung der Bahnstrecke Ljubljana–Kočevje die Zeitung <em><a href="http://www.dlib.si/stream/URN:NBN:SI:DOC-F6XO2AUX/d5ffe745-15ea-48d6-94e5-92b1749bd216/PDF">Slovenski narod</a></em> berichtet. </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/Kocevska-zeleznica-1893-Slovenski-narod-1024x760.jpg" alt="Ko&#x10D;evska-Eisenbahn. Zeitung Slovenski narod, Bericht &#xFC;ber die Er&#xF6;ffnung der Ko&#x10D;evska-Eisenbahn, 28. September 1893  " class="wp-image-1928" width="731" height="542" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/Kocevska-zeleznica-1893-Slovenski-narod-1024x760.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/Kocevska-zeleznica-1893-Slovenski-narod-300x223.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/Kocevska-zeleznica-1893-Slovenski-narod-768x570.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/Kocevska-zeleznica-1893-Slovenski-narod-1536x1141.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/Kocevska-zeleznica-1893-Slovenski-narod-750x557.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/Kocevska-zeleznica-1893-Slovenski-narod.jpg 1810w" sizes="auto, (max-width: 731px) 100vw, 731px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bericht der Slovenski narod über die Eröffnung der Kočevska-Eisenbahn, 28. September 1893 ist <a href="http://www.dlib.si/stream/URN:NBN:SI:DOC-F6XO2AUX/d5ffe745-15ea-48d6-94e5-92b1749bd216/PDF">hier</a> verfügbar.   </figcaption></figure>
</div>
<p>Im September 2023 werden 130 Jahre seit der Errichtung der Bahnstrecke vergehen. Ingenieur Carl Ritter von Ghega, der u. A. die Planung der Südbahn aus Wien durch Ljubljana nach Triest geleitet hat (deren Bau hat im Jahre 1839 begonnen) und der in Slowenien vielleicht mehr wegen dem Bau der während des zweiten Weltkrieges zertrümmerten Talbrücke in Borovnica bekannt ist, hat einige Jahrzehnte davor geschrieben: »Mit der Eisenbahn verschwinden die Entfernungen, die Eisenbahn fördert materielle Interessen, sie stärkt und verbreitet die Kultur.« </p>

<h2 class="wp-block-heading">»Das stündliche Dampfross« ist angekommen und abgefahren &#8230;</h2>

<p>Die Eisenbahn hat in Kočevska sicher Änderungen gebracht. Einerseits hat sie die Wirtschaftsentwicklung in Branchen wie Kohlenbergbau, Holzindustrie, ebenso die Handelstätigkeit gefördert und andererseits nach Kočevska verschiedene Intellektuelle, neue Kenntnisse und Ideen gebracht. Sie hat Leuten das Fenster zur Welt geöffnet, Informationstransfer gefördert und Entfernungen zwischen einzelnen Orten vermindert. Nur wurde die Eisenschlange nicht von allen mit Freude empfangen. Vor allem die an den Straßen gelegenen Fuhrmannsgasthäuser und Fuhrmänner (Transportführer mit Fuhrwerken) haben einen Gewinnrückgang erlebt.     </p>

<p>In der Zeit der Wirtschaftskrisen haben die Züge ihre Passagiere auch in europäische Hafenstädte gebracht, von wo aus sie insbesondere nach Amerika ausgewandert sind, um deren Broterwerb in der Fremde zu suchen. Das Umbruchsjahr der gottscheerischen Geschichte 1941 war ebenso mit dem Zug verbunden. Die Gottscheer Deutschen, die für die Umsiedlung optiert haben, haben vorläufig eine Rassenuntersuchung genau im Zug am Bahnhof in Kočevje gemacht. Sogar 135 Zugkompositionen haben sie im Winter 1941/42 in das deutsche Reich bzw. in das Umzugsgebiet in Posavje und Obsotelje gebracht.     </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/Trapp-1936-zelezniska-postaja-Kocevje-1024x773.png" alt="Bahnhof Ko&#x10D;evje. Aufgenommen von Josef Trapp, 1936, im Film Eine Reise durch Gottschee.  " class="wp-image-1952" width="700" height="528" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/Trapp-1936-zelezniska-postaja-Kocevje-1024x773.png 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/Trapp-1936-zelezniska-postaja-Kocevje-300x226.png 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/Trapp-1936-zelezniska-postaja-Kocevje-768x580.png 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/Trapp-1936-zelezniska-postaja-Kocevje-1536x1160.png 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/Trapp-1936-zelezniska-postaja-Kocevje-750x566.png 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/Trapp-1936-zelezniska-postaja-Kocevje.png 2012w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bahnhof Kočevje. Aufgenommen von Josef Trapp, 1936, im Film Eine Reise durch Gottschee.  </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading">Von der Idee bis zum Bau der Kočevska-Bahn </h2>

<p>Nach der Vollendung der Südbahn im Jahre 1857 sind Ideen zu Bahnverbindungen nach Dolenjska aufgetaucht. Im Jahre 1869 waren die ersten Baupläne der neuen Strecke Ljubljana–Novo mesto vorbereitet, die auch eine Verbindung mit Kočevje vorgesehen hatten. Der Weg bis zur Realisierung hat jedoch fast 30 Jahre gedauert. Die Kohlenbaugesellschaft aus Trbovlje hat im Jahre 1886 das Bergwerk der Braunkohle in Kočevje gekauft und sie ist die Hauptinitiatorin des Streckenbaus zwischen Ljubljana und Kočevje geworden. Dazu wurden auch der Abgeordnete des Nationalrates Fran Šuklje und Baron Josef Schwegel herangezogen, was die Angelegenheit in Bewegung gebracht hat und somit am 1. Juni 1892 die ersten Bauarbeiten begonnen haben.     </p>

<p>Der erste Zug ist über die 76,1 km lange Strecke am 27. Juli 1893 in Kočevje angekommen, worauf Komissionskontrollen der Strecke und nach zwei Monaten auch die offizielle Eröffnung folgten. </p>

<h2 class="wp-block-heading">Abschaffung und Erneuerung der Kočevsko-Bahn</h2>

<p>Nach 1971 wurden die Personenzüge auf der Strecke Ljubljana–Kočevje wegen dem Rückgang von Passagieren abgeschafft, dies ging vor allem auf das Konto des (damals) zeitlich sparsameren Straßenverkehrs durch Dolenjska-Straße Ljubljana–Kočevje. Die Erneuerung der Strecke hat im Jahr 2008 begonnen und fand ihren Abschluss im Jahre 2020. Unter der Woche fahren aus Ljubljana nach Kočevje 11 Züge und am Wochenende 3 (Sonntags) bzw. 4 (Samstags) Züge. In die Gegenrichtung fahren unter der Woche 13 und am Wochenende 4 Züge.   </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_3921-1024x768.jpeg" alt="Renovierte Bahngleise bei Stara Cerkev (Mitterdorf), 2019. " class="wp-image-1945" width="701" height="526"/><figcaption class="wp-element-caption">Renovierte Bahngleise bei Stara Cerkev (Mitterdorf), 2019. Foto: Anja Moric. </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading">Unterführung nach Trata bzw. »kleiner Tunnel« </h2>

<p>Zur Eisenbahnarchitektur gehören auch Über- sowie Unterführungen. BewohnerInnen von Kočevje ist die gewölbte Bahnunterführung nach Trata bekannt, die sie Tunnel nennen. Der Steinschönling noch aus der Zeit des Streckenbaus hat der dortigen Bevölkerung eine sichere Überquerung der Strecke sowie einen Zugang zu Wiesen und Äckern auf der anderen Streckenseite ermöglicht. Bei der Erneuerung der Bahnstrecke im Jahr 2016 haben Fachleute sowie die interessierte Öffentlichkeit nach einer längeren Diskussion doch die Erhaltung des »kleinen Tunnels« erreicht.   </p>

<h2 class="wp-block-heading">Dem Niedergang überlassen: originelle Eisenbahn-Feuerungsanlage und Drehscheibe</h2>

<p>Zur Zeit steht es aber auch schlecht um nicht weniger wichtige übriggebliebene Eisenbahnobjekte in Kočevje. Im Rahmen des Bahnhofs Kočevje sind die ursprüngliche Eisenbahn-Feueranlage und die Drehscheibe erhalten geblieben, die im Jahr 1893 gebaut wurden. Die Feueranlage, in der es Platz für zwei Lokomotiven gibt, ist ein Kassettenbau, deren Fassade mit Holzbrettern verkleidet ist. Vor der Feueranlage gibt es eine Drehscheibe für Lokomotiven mit einem Durchmesser von 14,65 m und einer Tragfähigkeit von 80 Tonnen. Obwohl es im Falle der Eisenbahn-Feueranlage und der Drehscheibe aus Kočevje um das technische Erbe geht, welches in Slowenien heute schwer zu finden ist und seine Erhaltung von großer Bedeutung wäre, hat das Institut für Kulturerbschutz der Republik Slowenien im Jahr 2022 die Notwendigkeitsstufe dessen Erhaltung bloß auf »empfohlen« vermindert.     </p>

<p>Beim Erkennungsmangel der Bedeutung solchen Erbes seitens des Besitzers – Slowenischer Eisenbahnen und lokaler Gemeinschaft in Kočevje – wird das Objekt, obwohl für seine Grundwartung bloß Basisfinanzmittel nötig wären, früher oder später verfallen sein. Kočevsko und die Republik Slowenien werden dadurch noch ein Denkmal des technischen und Eisenbahnerbes verlieren und die Gemeinde Kočevje ebenso eine Gelegenheit für ein interessantes touristisches Produkt. Es könnte nämlich in Kočevsko »auf alte Weise« noch der Museumzug umdrehen, einer derjenigen, den im Jahr 1893 BewohnerInnen der Ortschaften entlang der Strecke Ljubljana–Kočevje so feierlich empfangen haben.  </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/image000000.jpg" alt="Eisenbahnkessel aus dem Jahr 1893 am Bahnhof in Ko&#x10D;evje. 130 Jahre Ko&#x10D;evska-Eisenbahn. " class="wp-image-1931" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/image000000.jpg 640w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/image000000-300x169.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eisenbahnkessel aus dem Jahr 1893 am Bahnhof in Kočevje. Foto: Valentin Slaček. </figcaption></figure>
</div>
<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong><br/>&#8211; Register kulturne dediščine RS: <a href="https://geohub.gov.si/portal/apps/webappviewer/index.html?id=d6641ae60c0c47e9b027319f4f0f73">https://geohub.gov.si/portal/apps/webappviewer/index.html?id=d6641ae60c0c47e9b027319f4f0f73</a><br/>&#8211; Brate, Tadej in Ivan Kordiš. 1993. 100 let kočevske železnice: 1893–1993.  Kočevje: Muzej.<br/>&#8211; Fajfar, Simona. 2016. Kamnita dragotina je v nemilosti pri kočevski občini. Delo: <a href="https://old.delo.si/kultura/razno/kamnita-dragotina-je-v-nemilosti-pri-kocevski-obcini.html">https://old.delo.si/kultura/razno/kamnita-dragotina-je-v-nemilosti-pri-kocevski-obcini.html</a><br/>&#8211; Kočevska proga. 2020. Ljubljana: Direkcija RS za infrastrukturo.<br/>&#8211; Rustja, Karel. 2015. 120 let kočevske železnice. Kočevje: Pokrajinski muzej.</p>

<p>Wo leben Gottscheergemeinschaften heute? Den Artikel über Gottscheers in Cleveland finden Sie <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/wo-leben-die-gottscheerinnen-1-teil-gottscheerinnen-in-cleveland/">hier</a> und über Gottscheers in New York <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/?p=1976">hier.</a> </p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/130-jahre-der-bahn-nach-gottschee-kocevska/">130 Jahre der Bahn nach Gottschee (Kočevska)</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
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		<item>
		<title>Wo leben die GottscheerInnen? – 2. Teil: GottscheerInnen in New York</title>
		<link>https://www.kocevskibrlog.com/de/wo-leben-die-gottscheerinnen-2-teil-gottscheerinnen-in-new-york/</link>
					<comments>https://www.kocevskibrlog.com/de/wo-leben-die-gottscheerinnen-2-teil-gottscheerinnen-in-new-york/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anja Moric]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jan 2023 17:25:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gottscheergemeinschaften]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>GottscheerInnen in New York: der erste Stützpunkt &#8211; Brooklyn Das kirchliche Leben war sehr wichtig für die Verbindung der ersten gottscheerischen EinwandererInnen in die USA und ihre leichtere Anpassung an die neue Umgebung. Der erste Treffpunkt von GottscheerInnen aus New York war die Kirche Allerheiligen in Brooklyn. Seit 1886, als das erste gottscheerische Brautpaar in dieser Kirche geheiratet hat, ist die Zahl von gottscheerischen Trauungen ständig gestiegen. Der Höhepunkt wurde im Jahre 1907 mit 46 Trauungen erreicht, was mehr als die Hälfte aller Trauungen in der Pfarrei in diesem Jahr dargestellt hat. Paare haben am häufigsten zwei oder drei Jahre nach der Einwanderung in die USA geheiratet, auch wenn sie an Hochzeitstag noch keine eigene Unterkunft hatten. Bis Ende des Jahres 1908 wurden in der Kirche Allerheiligen 817 gottscheerische Ehen geschlossen. Indem gottscheerische Männer ausschließlich Gottscheerinnen geheiratet haben, haben gottscheerische Frauen manchmal auch einen nicht gottscheerischen Mann geheiratet. Nach dem Jahr 1930 hat die Kirche Allerheiligen für die gottscheerische Gesellschaft die Bedeutung verloren, weil Brooklyn für viele nur ein Stützpunkt war, von dem aus sie sich in der USA abgesiedelt haben. Die meistenen GottscheerInnen aus Brooklyn sind bis zu den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts nach Ridgewood (Queens) umgesiedelt. Gottscheer [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">GottscheerInnen in New York: der erste Stützpunkt &#8211; Brooklyn</h2>

<p>Das kirchliche Leben war sehr wichtig für die Verbindung der ersten gottscheerischen EinwandererInnen in die USA und ihre leichtere Anpassung an die neue Umgebung. Der erste Treffpunkt von GottscheerInnen aus New York war die Kirche Allerheiligen in Brooklyn. Seit 1886, als das erste gottscheerische Brautpaar in dieser Kirche geheiratet hat, ist die Zahl von gottscheerischen Trauungen ständig gestiegen. Der Höhepunkt wurde im Jahre 1907 mit 46 Trauungen erreicht, was mehr als die Hälfte aller Trauungen in der Pfarrei in diesem Jahr dargestellt hat.    </p>

<p>Paare haben am häufigsten zwei oder drei Jahre nach der Einwanderung in die USA geheiratet, auch wenn sie an Hochzeitstag noch keine eigene Unterkunft hatten. Bis Ende des Jahres 1908 wurden in der Kirche Allerheiligen 817 gottscheerische Ehen geschlossen. Indem gottscheerische Männer ausschließlich Gottscheerinnen geheiratet haben, haben gottscheerische Frauen manchmal auch einen nicht gottscheerischen Mann geheiratet.   </p>

<p>Nach dem Jahr 1930 hat die Kirche Allerheiligen für die gottscheerische Gesellschaft die Bedeutung verloren, weil Brooklyn für viele nur ein Stützpunkt war, von dem aus sie sich in der USA abgesiedelt haben. Die meistenen GottscheerInnen aus Brooklyn sind bis zu den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts nach Ridgewood (Queens) umgesiedelt.   </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_1614-1024x768.jpeg" alt="Die Kirche St. Matthias, Ridgewood, New York. " class="wp-image-1968" width="619" height="464" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_1614-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_1614-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_1614-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_1614-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_1614-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_1614-750x562.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 619px) 100vw, 619px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ridgewood-GottscheerInnen besuchen meistens die Kirche St. Matthias, wo gelegentlich Messen auf Deutsch abgehalten werden. Foto: Anja Moric.  </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading">Gottscheer Klub »Gottscheer Hall« &#8211; Zentrum der Gesellschaft: Ridgewood, Queens</h2>

<p>Die gottscheerische Gesellschaft in Ridgewood ist zahlenmäßig insbesondere nach dem zweiten Weltkrieg gewachsen, als sich gottscheerische Flüchtlinge aus der alten Heimat ihren amerikanischen Landsleuten angeschlossen haben. In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts, als Amerika ihnen die Tür geöffnet hat, sind GottscheerInnen, die ihre ersten Nachkriegsjahre meistens in österreichischen Flüchtlingslagern verbracht haben, wieder maßenhaft in das versprochene Land ausgewandert. Das Herz der Gesellschaft ist der sog. Gottscheer Klub »<a href="https://gottscheerhall.com">Gottscheer Hall</a>« geworden, wo sich noch heute Mitglieder verschiedener gottscheerischer Vereine und Interessengruppen treffen wie Jägerverband, Gesangschor, Fußballklub, Tanzgruppe und Andere.       </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_4387-696x1024.jpg" alt="Familie Gladitsch vor dem Gottscheer Hall nach ihrer Ankunft in den USA, 1957. Foto: Josef Gladitsch. GottscheerInnen in New York. " class="wp-image-1959" width="456" height="671" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_4387-696x1024.jpg 696w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_4387-204x300.jpg 204w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_4387-768x1130.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_4387-1044x1536.jpg 1044w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_4387-750x1103.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_4387.jpg 1374w" sizes="auto, (max-width: 456px) 100vw, 456px" /><figcaption class="wp-element-caption">Familie Gladitsch vor dem Gottscheer Hall nach ihrer Ankunft in den USA, 1957. Foto: Josef Gladitsch. </figcaption></figure>
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<p>Im Klubgebäude befinden sich Räumlichkeiten für unterschiedliche Aktivitäten, ein großer Saal für Veranstaltungen und Tanz sowie eine Bar. Der Gottscheer Klub ist voll mit Erinnerungen an die »alte Heimat«. Die Hauptwand des großen Saals schmückt das Bild von der Stadt Kočevje, in der Bar hängt eine große Landeskarte von Kočevsko, es sind auch Bilder gottscheerischer Dörfer zu finden. An die Straßenlaterne neben dem Eingang in die Räumlichkeiten des Vereins ist die Überschrift »Gottscheer Avenue« befestigt, obwohl es kein offizieller Straßenname ist. </p>

<p>Heute wird Gottscheer Hall nicht nur von GottscheerInnen besucht. Die Bar im Erdgeschoß ist auch unter anderen AmerikanerInnen beliebt, die sich Entspannung mit einem Bierkrug »Gottschee 1330« oder einer Krainerwurst wünschen. Der große Saal, wo mehrmals jährlich verschiedene Veranstaltungen (Tänze, Weihnachtsfeier usw.) organisiert werden, wird auch für Trauungen und andere Anläße vermietet. Damit werden Wartungskosten für das Klubsgebäude gedeckt. In vergangenen Jahrzehnten ist nämlich die Gottscheer Gesellschaft in New York wegen Assimilation und Abwanderung junger Generationen zahlmäßig ziemlich gesunken.    </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_1624-768x1024.jpeg" alt="Gottscheer Hall, Juni 2022. Ko&#x10D;evarji v New Yorku. " class="wp-image-1962" width="454" height="605" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_1624-768x1024.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_1624-225x300.jpeg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_1624-1152x1536.jpeg 1152w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_1624-1536x2048.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_1624-750x1000.jpeg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_1624-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 454px) 100vw, 454px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gottscheer Hall, Juni 2022. Foto: Anja Moric. </figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading">Gottscheer Volksfest</h2>

<p>Im Juni 1947 hat die Organisation Gottscheer Relief Association mit dem Zweck, Hilfe für Gottscheer Flüchtlinge in Österreich zu sammeln, das erste Gottscheer Volksfest auf dem Platz Franklyn Square organisiert. Seitdem findet die Veranstaltung mit Musik und Tanz jedes Jahr am ersten Samstag im Juni statt. Heutzutage ist die Veranstaltung vor allem ein wichtiges Element des Gottscheer Soziallebens, da es die Gelegenheit bietet, dass sich die Gesellschaftsangehörigen in einer großen Zahl treffen. Es kennzeichnen der Fahnen- und Bannerzug Gottscheer Organisationen, Auftritte der Tanzgruppen und des Gesangschors und unter den Ereignissen, die die meistene Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ist sicher die Krönung von »Miss Gottscheer«. Nach einem Tanz mit Harmonika stärken sich die BesucherInnen gern auch bei den Ständen mit Würsten, Süßigkeiten oder sogar mit amerikanischen Sandwiches.    </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_1633-1024x768.jpeg" alt="Bilder von Miss Gottschee in der Gottscheer Halle. GottscheerInnen in New York. " class="wp-image-1965" width="648" height="486" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_1633-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_1633-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_1633-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_1633-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_1633-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/02/IMG_1633-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 648px) 100vw, 648px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bilder von Miss Gottschee in der Gottscheer Halle. Foto: Anja Moric. </figcaption></figure>
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<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong><br/>&#8211; Hutter, Martha. 1999. Die ersten Amerika-Gottscheer. <em>Festschrift: 80 Jahre Gottscheer Landsmannschaft in Graz. </em>Gradec: Gottscheer Landsmannschaft in Graz.<br/>&#8211; Moric, Anja. 2014. Domovina globoko v srcu: Kočevski Nemci v diaspori. <em>Etnolog</em>: https://www.dlib.si/stream/URN:NBN:SI:doc-CQV11TNM/6aa9d7f7-e8dc-4f26-acd6-f072cf26c4bd/PDF<br/>&#8211; Moric, Anja. 2016. <em>Slovenski Nemci v diaspori : doktorska disertacija</em>. Doktorska disertacija. Ljubljana: Univerza v Ljubljani. </p>

<p class="has-medium-font-size">Wenn Sie sich für die GottscheerInnen in New York interessieren, finden Sie die Geschichte der Familie Gladitsch unter diesem <a href="https://www.kocevskibrlog.com/zgodba-ameriskega-kocevarja/">Link</a>, und Sie können <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/wo-leben-die-gottscheerinnen-1-teil-gottscheerinnen-in-cleveland/">hier</a> mehr über die GottscheerInnen in Cleveland lesen.</p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/wo-leben-die-gottscheerinnen-2-teil-gottscheerinnen-in-new-york/">Wo leben die GottscheerInnen? – 2. Teil: GottscheerInnen in New York</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
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		<title>Wo leben die GottscheerInnen? – 1. Teil: GottscheerInnen in Cleveland</title>
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					<comments>https://www.kocevskibrlog.com/de/wo-leben-die-gottscheerinnen-1-teil-gottscheerinnen-in-cleveland/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anja Moric]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jan 2023 16:21:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gottscheergemeinschaften]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Insbesondere in den Sommermonaten kann man auf den Straßen in Kočevska (Gottschee) immer mehr Autos, manchmal sogar einen Bus, mit ausländischen Kennzeichen bemerken. Außer BesucherInnen, die nach Kočevska von der unversehrten Natur angelockt werden, gibt es auch jene, die dort nach ihren Wurzeln suchen. GottscheerInnen und deren Nachkommen besuchen die Dörfer, wo ihre Eltern oder Großeltern gelebt haben. Sie besuchen auch Archive, um Daten über ihre Vorfahren zu finden. Auswanderung aus Kočevska Obwohl die Geschichte von Kočevska vor allem durch die Auswanderung von GottscheerInnen wärend des zweiten Weltkrieges in den Jahren 1941/42 tragisch geprägt wird, war die Auswanderung, so wie anderswo in Krain, insbesondere in der Zeit der Weltwirtschaftskrisen sehr stark. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts sind GottscheerInnen ausgewandert, um deren Broterwerb in der Fremde zu suchen. Bescheidene Naturgegebenheiten (Karstgebiet, Mangel an Wasser und urbaren Flächen usw.) sowie ungünstige wirtschaftliche Verhältnisse in Kočevska haben vor allem eine massenhafte Auswanderung in USA verursacht, wo vor dem zweiten Weltkrieg schon mehr GottscheerInnen als in Kočevska gelebt haben sollen. Bis zum zweiten Weltkrieg sind GottscheerInnen in europäische Länder bis nach Tschechien, insbesondere als Hausierer, gegangen. In größeren Städten der Österreich-Ungarischen Monarchie haben einige sogar eigene [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/wo-leben-die-gottscheerinnen-1-teil-gottscheerinnen-in-cleveland/">Wo leben die GottscheerInnen? – 1. Teil: GottscheerInnen in Cleveland</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
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<p>Insbesondere in den Sommermonaten kann man auf den Straßen in Kočevska (Gottschee) immer mehr Autos, manchmal sogar einen Bus, mit ausländischen Kennzeichen bemerken. Außer BesucherInnen, die nach Kočevska von der unversehrten Natur angelockt werden, gibt es auch jene, die dort nach ihren Wurzeln suchen. GottscheerInnen und deren Nachkommen besuchen die Dörfer, wo ihre Eltern oder Großeltern gelebt haben. Sie besuchen auch Archive, um Daten über ihre Vorfahren zu finden.   </p>

<h2 class="wp-block-heading">Auswanderung aus Kočevska</h2>

<p>Obwohl die Geschichte von Kočevska vor allem durch die Auswanderung von GottscheerInnen wärend des zweiten Weltkrieges in den Jahren 1941/42 tragisch geprägt wird, war die Auswanderung, so wie anderswo in Krain, insbesondere in der Zeit der Weltwirtschaftskrisen sehr stark. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts sind GottscheerInnen ausgewandert, um deren Broterwerb in der Fremde zu suchen. Bescheidene Naturgegebenheiten (Karstgebiet, Mangel an Wasser und urbaren Flächen usw.) sowie ungünstige wirtschaftliche Verhältnisse in Kočevska haben vor allem eine massenhafte Auswanderung in USA verursacht, wo vor dem zweiten Weltkrieg schon mehr GottscheerInnen als in Kočevska gelebt haben sollen. Bis zum zweiten Weltkrieg sind GottscheerInnen in europäische Länder bis nach Tschechien, insbesondere als Hausierer, gegangen. In größeren Städten der Österreich-Ungarischen Monarchie haben einige sogar eigene Geschäfte eröffnet, während andere folgten, um dort eine Ausbildung machen zu können.     </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2040-1024x768.jpeg" alt="Fahnen- und Bannerumzug, Gottscheer Treffen, Cleveland 2022. Foto: Anja Moric. " class="wp-image-1806" width="690" height="518" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2040-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2040-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2040-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2040-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2040-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2040-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 690px) 100vw, 690px" /><figcaption class="wp-element-caption">Fahnen- und Bannerumzug, Gottscheer Treffen, Cleveland 2022. Foto: Anja Moric. </figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading">GottscheerInnen in Cleveland</h2>

<p>Der <em>Gottscheer Kalender</em> aus dem Jahre 1926 berichtet, dass die ersten vier Gottscheer in die USA im Jahre 1853 ausgewandert sind. Um das Jahr 1880, also keine 30 Jahre später, soll es in Cleveland schon eine größere Zahl von GottscheerInnen gegeben haben, die in den dortigen Industrieunternehmen angestellt wurden.  In Cleveland, wo die soziale Unterstützung für ArbeiterInnen seitens des Staates unzureichend geordnet wurde bzw. nicht vorhanden war, haben gottscheerische IndustriearbeiterInnen schon im Jahre 1889 den <em>Ersten österreichischen Unterstützungsverein</em> <em>g</em>egründet. Nach dem zweiten Weltkrieg hat der Verein im März 1946 zusammen mit dem zweiten gottscheerischen Verein <em>Deutscher österreichischer Unterstützungs Verein</em>, der ebenso in Cleveland tätig war, <em>Gottscheer Relief Committee</em> gegründet. Der Zweck dieser neuen Organisation war die Unterstützung für GottscheerInnen in Europa, die nach dem Krieg ohne ihre Heimat geblieben sind. Im Jahre 1955 wurden die Vereine in den <em>Ersten österreichischen Unterstützungs Verein</em> mit der Abkürzung <a href="https://www.eouv.com">EOUV</a> zusammengelegt, der noch heute tätig ist.     </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2260-1024x768.jpeg" alt="Verein E.O.U.V. hat ein kleines Museum auf dem Vereinsgel&#xE4;nde eingerichtet. Im Bild: Joe Valen&#x10D;i&#x10D;, Anja Moric und Sonia Juran Kuleszca. Foto: Kelly Kinkopf, 2022.  " class="wp-image-1798" width="700" height="525" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2260-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2260-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2260-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2260-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2260-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2260-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption class="wp-element-caption">Verein E.O.U.V. hat ein kleines Museum auf dem Vereinsgelände eingerichtet. Im Bild: Joe Valenčič, Anja Moric und Sonia Juran Kuleszca. Foto: Kelly Kinkopf, 2022.  </figcaption></figure>
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<p>Der Verein hat im Jahre 1983 mit der freiwilligen Arbeit dessen Mitglieder und Spenden ein neues Kulturheim bzw. Klub mit einem Fußballspielplatz, Pavillon und dem Wirtschafterhaus gebaut. Auf dem Besitztum, das Gottscheer Park genannt wird, können die BesucherInnen in einem kleinen Wald spazieren, wodurch der Gottscheer Weg führt. Im Rahmen des Klubs gibt es die Blaskapelle, eine Tanzgruppe und einen Gesangschor.    </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2168-1024x768.jpeg" alt="Auftritt der Gottscheer Blaskapelle in Cleveland, 2022. Foto: Anja Moric. " class="wp-image-1792" width="702" height="527" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2168-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2168-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2168-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2168-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2168-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2168-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 702px) 100vw, 702px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auftritt der Gottscheer Blaskapelle in Cleveland, 2022. Foto: Anja Moric. </figcaption></figure>
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<p>Die Gottscheerinnen sind besonders stolz auf die Frauengruppe des Vereins Ladies Auxiliary, die sich heutzutage um die Küche und kulinarische Spezialitäten bei verschiedenen Anlässen kümmert. Am Anfang des 20. Jahrhunderts waren Frauen auch politisch aktiv, weil Gottscheerinnen in Cleveland genauso wie Männer organisiert nach mehr Arbeitsrechten gestrebt haben.   </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2172-1024x768.jpeg" alt="Catering im Rahmen des Gottscheer Treffens, Cleveland, 2022. Foto: Anja Moric. " class="wp-image-1795" width="665" height="499" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2172-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2172-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2172-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2172-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2172-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/IMG_2172-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 665px) 100vw, 665px" /><figcaption class="wp-element-caption">Catering im Rahmen des Gottscheer Treffens, Cleveland, 2022. Foto: Anja Moric. </figcaption></figure>
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<p>Aktivitäten des Klubs haben einst noch andere Tätigkeiten wie eine Theatergruppe und eine Gruppe für Wintersport umfasst. Der im Jahre 1953 gegründete Fußballklub war noch in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts tätig, und zwar unter dem Namen Blau-Weiss Kickers bzw. unter der weiß-blauen gottscheerischen Farbe.     </p>

<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong><br/>&#8211; Sieder, Joseph at al. 1989. 1889-1989 E.O.U.V. <br/>&#8211; Ferenc, Mitja. 2005. Kočevska &#8211; pusta in prazna. Ljubljana: Modrijan.   </p>

<p>Wo Gottscheer-Gemeinschaften noch zu finden sind, lesen Sie im nächsten Beitrag. Über die Beschäftigung von Gottscheer-Fußballspielern <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/?p=1775">hier</a>. </p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/wo-leben-die-gottscheerinnen-1-teil-gottscheerinnen-in-cleveland/">Wo leben die GottscheerInnen? – 1. Teil: GottscheerInnen in Cleveland</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
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		<title>Das Siebenschläfermännchen (Pilichmandle) – Hüter der Siebenschläfer</title>
		<link>https://www.kocevskibrlog.com/de/pilichmandle-beschuetzer-des-siebenschlaefers/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Moric]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 2021 09:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Gottscheerischen Wälder haben mit ihrer Schönheit und Rätselhaftigkeit häufig die menschliche Phantasie aufgewühlt. Leute haben basierend auf Naturphänomenen und ungewöhnlichen Ereignissen, die sie sich nicht erklären konnten, Geschichten ersinnt. Bei Eulenrufen, dem Knallen von Ästern im Wald und bei Änderungen der Siebenschläferpopulation ist eine Erzählung über das Siebenschläfermännchen (Gottscheerisch: Pilihmandle) entstanden, ein zwergwüchsigen Lebewesen, das in der Zeit der Siebenschläferjagd die gottscheerischen Siebenschläferjäger geneckt hat. Das Pilichmandle als Hüter der Siebenschläfer Das Pilichmandle hat in der Nacht Siebenschläferjäger erschreckt, sich über sie lustig gemacht und ausgelegte Fallen ausgelöst. Er ist auch dann erschienen, als Siebenschläfer zu stark gejagt wurden und mit Peitschenknallen hat er sie in Verstecke in Baumhöhlen und unter der Erde oder sogar in einen anderen Wald geführt. Siebenschläfer sind ihm gefolgt, wenn er mit seiner Axt dreimal auf jede Buche geklopft hat. Üblicherweise wurden in Krain ähnliche Taten dem Teufel zugeschrieben – wir können uns nur an z. B. bekannte Bilder des Teufels von Valvasor erinnern, der Siebenschläfer auf die Weide treibt – zum Repertoire dieser Erzählung gehört auch das Gottscheerische Pilichmandle. Auf die Verbindung zwischen dem Pilichmandle und dem Teufel lassen seine Erscheinung in Form eines kleinen Lebewesens bzw. Zwerges, seine Aufmachung (rote Mütze und [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/pilichmandle-beschuetzer-des-siebenschlaefers/">Das Siebenschläfermännchen (Pilichmandle) – Hüter der Siebenschläfer</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Gottscheerischen Wälder haben mit ihrer Schönheit und Rätselhaftigkeit häufig die menschliche Phantasie aufgewühlt. Leute haben basierend auf Naturphänomenen und ungewöhnlichen Ereignissen, die sie sich nicht erklären konnten, Geschichten ersinnt. Bei Eulenrufen, dem Knallen von Ästern im Wald und bei Änderungen der Siebenschläferpopulation ist eine Erzählung über das Siebenschläfermännchen (Gottscheerisch: Pilihmandle) entstanden, ein zwergwüchsigen Lebewesen, das in der Zeit der Siebenschläferjagd die gottscheerischen Siebenschläferjäger geneckt hat.   </p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-22-at-16.27.42-1024x863.png" alt="Bild vom Siebenschl&#xE4;ferm&#xE4;nnchen (Pilichmandle) aus dem Kinderbuch Pol&#x161;ji mo&#x17E;ic: zgodba iz ko&#x10D;evskih gozdov (Das Pilichmandle: Die Geschichte aus Gottscheerischen W&#xE4;ldern). Anja Moric" class="wp-image-1677" width="537" height="452" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-22-at-16.27.42-1024x863.png 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-22-at-16.27.42-300x253.png 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-22-at-16.27.42-768x647.png 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-22-at-16.27.42-1536x1294.png 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-22-at-16.27.42-750x632.png 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-22-at-16.27.42-855x720.png 855w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-22-at-16.27.42-285x240.png 285w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-22-at-16.27.42.png 1663w" sizes="auto, (max-width: 537px) 100vw, 537px" /><figcaption>Bild vom Siebenschläfermännchen (Pilichmandle) aus dem Kinderbuch Polšji možic: zgodba iz kočevskih gozdov (Das Pilichmandle: Die Geschichte aus Gottscheerischen Wäldern).</figcaption></figure></div>

<h2 class="wp-block-heading">Das Pilichmandle als Hüter der Siebenschläfer</h2>

<p>Das Pilichmandle hat in der Nacht Siebenschläferjäger erschreckt, sich über sie lustig gemacht und ausgelegte Fallen ausgelöst. Er ist auch dann erschienen, als Siebenschläfer zu stark gejagt wurden und mit Peitschenknallen hat er sie in Verstecke in Baumhöhlen und unter der Erde oder sogar in einen anderen Wald geführt. Siebenschläfer sind ihm gefolgt, wenn er mit seiner Axt dreimal auf jede Buche geklopft hat.   Üblicherweise wurden in Krain ähnliche Taten dem Teufel zugeschrieben – wir können uns nur an z. B. bekannte Bilder des Teufels von Valvasor erinnern, der Siebenschläfer auf die Weide treibt – zum Repertoire dieser Erzählung gehört auch das Gottscheerische Pilichmandle. Auf die Verbindung zwischen dem Pilichmandle und dem Teufel lassen seine Erscheinung in Form eines kleinen Lebewesens bzw. Zwerges, seine Aufmachung (rote Mütze und grüner Mantel) sowie die Geräusche, die seine Ankunft begleiten, (Peitschenknall) schließen.     </p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-22-at-16.14.33-1024x781.png" alt="Abbildung vom Teufel aus Valvasors &#x201E;Die Ehre des Herzogthums Crain&#x201C;, der Siebenschl&#xE4;fer auf die Weide treibt. " class="wp-image-1668" width="603" height="459" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-22-at-16.14.33-1024x781.png 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-22-at-16.14.33-300x229.png 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-22-at-16.14.33-768x586.png 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-22-at-16.14.33-1536x1172.png 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-22-at-16.14.33-750x572.png 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-22-at-16.14.33.png 1829w" sizes="auto, (max-width: 603px) 100vw, 603px" /><figcaption>Abbildung vom Teufel aus Valvasors „Die Ehre des Herzogthums Crain“, der Siebenschläfer auf die Weide treibt. </figcaption></figure></div>

<p>Mit Geschichten über Pilichmandle wurden vor allem Rückgänge der Siebenschläferpopulation erklärt, von denen es WissenschaftlerInnen bis heute nicht gelungen, diese zu erklären. Sie haben festgestellt, dass der Siebenschläfer seinen Fortpflanzungszyklus an die Buchenfruchtbarkeit anpasst, da wenn Buchen tragen auch die Siebenschläferpopulation zahlreicher wird. Andererseits haben sich Siebenschläferjäger mit Pilichmandle Stimmen im Wald erklärt. Knallen, Schnalzen und Pfeifen nachts im Wald sollten die Menge von Siebenschläfern wegtreiben, die die Jäger einfach mit ihren Mänteln und Stiefeln fangen konnten. Die Geräusche, vor denen Siebenschläfer Angst hatten und worüber die Geschichten ersinnt wurden, haben eigentlich Eulen verursacht, die Fackelfeuer von Siebenschläfern verblendet haben und auf diese Art Eindringlinge wegtrieben. Nur haben die Eulenrufe keine Jäger, sondern die Siebenschläfer zur Flucht bewegt. Eulen sind nämlich deren natürliche Feinde.       </p>

<h2 class="wp-block-heading">Siebenschläferjagdd in Kočevska (Gottschee) Region</h2>

<p>Seit dem Mittelalter bis zum zweiten Weltkrieg war die Siebenschläferjagd für die Landbevölkerung in Krain sowie für Gottscheer sehr wichtig. Das Siebenschläferfleisch war eine wichtige Eiweißquelle, sein Schmalz wurde als hausgemachte Arznei gegen Frostbeulen, für die Wundenheilung, gegen Ohrentzündungen und sogar für die Heilung der Haustiere gebraucht, und aus Siebenschläferpelz wurden Kopfbedeckungen – Bilchfellmützen – Kragen und Mäntel gemacht und damit die Winterbekleidung gefüttert. Schmalz und Pelze wurden auch verkauft.    </p>

<figure class="wp-block-embed aligncenter is-type-video is-provider-vimeo wp-block-embed-vimeo wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Vitrine spomina: polhovka" src="https://player.vimeo.com/video/247869839?dnt=1&amp;app_id=122963" width="1080" height="608" frameborder="0" allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture; clipboard-write"></iframe>
</div><figcaption>Bilchfellmütze. Aufbewahrt vom Putscherle Institut.</figcaption></figure>

<p><br/>Siebenschläfer wurden auf mehrere Weisen gejagt. Üblicherweise wurden sie mit einem Stab aus der Baumhöhle gestochert oder es wurde zur Siebenschläfergrube eine Kiste mit einer Öffnung gestellt, wobei rundherum Nägel eingeschlagen wurden. Siebenschläfer sind in die Falle gelaufen und konnten nicht mehr fliehen. Heutzutage ist so eine Jagdweise aus ethischer Sicht nicht akzeptabel, die Jagd mit Fallen ist aber immer noch verbreitet, bei der die Fallen auf Ruten aufgesteckt und auf Bäume in die Nähe der Siebenschläferhöhlen oder vor Siebenschläfergruben gestellt werden. Weil Siebenschläfer allerdings nachtaktiv sind, haben die Siebenschläferjäger oft die ganze Nacht mit der Jagd verbracht. Normalerweise haben sie sich am Feuer gewärmt und in der Glut Kartoffeln gebraten. Sie haben dazu sehr gern Schnaps oder Most getrunken. Die Siebenschläferjagd lebt bis heute, aber hat vor allem gesellschaftliche Bedeutung.       </p>

<h2 class="wp-block-heading">Bedeutung vom Pilichmandle heute: Natur- und Waldhüter</h2>

<p>In Slowenien leben vier Siebenschläferarten, die sich untereinander hauptsächlich nach der Größe unterscheiden: Siebenschläfer, Baumschläfer, Gartenschläfer und die Haselmaus. Mit der Ausnahme vom Siebenschläfer sind die anderen drei Siebenschläferarten den gefährdeten Tierarten zugeordnet. Grund dafür sind Änderungen in deren Lebensumwelt, insbesondere das Aushauen von Wäldern, weil Siebenschläfer für ihr Überleben geschlossene Baumkronen brauchen. Heute warnt uns das Pilichmandle nicht mehr nur vor der unangebrachten (übermäßigten) Siebenschläferjagd, sondern macht uns vor allem die Bedeutung der Bewahrung von Wald und Natur bewusst.   </p>

<h2 class="wp-block-heading">Das Kinderbuch <em>Das Pilichmandle: Geschichte aus Gottscheerischen Wäldern</em></h2>

<p>Das Putscherle Institut hat Ende 2021 das Kinderbuch <em>Das Pilichmandle: Geschichte aus Gottscheerischen Wäldern</em> herausgegeben, in dem Kinder und Eltern diesen typisch Gottscheerischen Erzählungshelden kennenlernen. Ideell folgt die Geschichte den alten Erzählungen und bringt auch einen Einblick in die geheimnisvolle Welt der Gottscheerischen Wälder sowie deren Einwohner, da im Buch einige gefährdete Tierarten vorgestellt werden. Neugierigeren ist das Vorwort gewidmet, das auch als didaktisches Mittel für Volksschulen genutzt werden kann. Das Bilderbuch trägt die Bezeichnung “<a href="https://dinalpbear.eu/oznaka-medvedu-prijazno/">medvedu prijazno” (bärenfreundlich)</a>.   </p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2022/01/165FEE7B-BAEA-4403-8D01-FB911B9E561D-1024x822.jpg" alt="Autorin des Bilderbuches &#xFC;ber Siebenschl&#xE4;ferm&#xE4;nnchen Dr. Anja Moric (rechts) und Illustratorin Barbara Koblar (links) mit B&#xFC;chern &#xFC;ber Erz&#xE4;hlungshelden aus Ko&#x10D;evska/Gottschee-Land, Kostel und Osilnica." class="wp-image-1663" width="587" height="471" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2022/01/165FEE7B-BAEA-4403-8D01-FB911B9E561D-1024x822.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2022/01/165FEE7B-BAEA-4403-8D01-FB911B9E561D-300x241.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2022/01/165FEE7B-BAEA-4403-8D01-FB911B9E561D-768x616.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2022/01/165FEE7B-BAEA-4403-8D01-FB911B9E561D-1536x1233.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2022/01/165FEE7B-BAEA-4403-8D01-FB911B9E561D-2048x1643.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2022/01/165FEE7B-BAEA-4403-8D01-FB911B9E561D-750x602.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2022/01/165FEE7B-BAEA-4403-8D01-FB911B9E561D-80x65.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 587px) 100vw, 587px" /><figcaption>Autorin des Bilderbuches über Siebenschläfermännchen Dr. Anja Moric (rechts) und Illustratorin Barbara Koblar (links) mit Büchern über Erzählungshelden aus Kočevska/Gottschee-Land, Kostel und Osilnica.</figcaption></figure></div>

<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong> <br/>&#8211; Moric, Anja. 2021. <em>Polšji možic: Zgodba iz kočevskih gozdov</em>. Stara Cerkev: Zavod Putscherle.<br/>&#8211; Moric, Anja. 2018. <em>Vitrine spomina</em>. Stara Cerkev: Zavod Putscherle.<br/>&#8211; Tschinkel, Wilhelm. 2004. <em>Kočevarska folklora: v šegah, navadah, pravljicah, povedkah, legendah in drugih folklornih izročilih = Gottscheer Volkstum: in Sitte, Brauch, Märchen, Sagen, Legenden und anderen volkstümlichen Überlieferungen</em>. Ljubljana: Založba ZRC, ZRC SAZU.<br/>– Hauffen, Adolf. 1895. <em>Die deutsche Sprachinsel Gottschee: Geschichte und Mundart, Lebensverhältnisse, Sitten und Gebräuche, Sagen, Märchen und Lieder</em>. Graz: Styria.<br/>&#8211; Valvasor, Janez Vajkard. 1689. Slava Vojvodine Kranjske.</p>

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		<title>Berg der Riesen – urhistorische „Gruft“ in Gorenje (Obrern)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Moric]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jan 2021 15:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vorgeschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Über die ersten Spuren menschlicher Ansiedlung in Kočevska (Gottschee-Land) zeugen immer zahlreichere archäologische Funde. Dazu zählt auch ein urhistorischer Grabhügel mit der Asche eines Toten in Gorenje (Deu. Obrern) bei Stara Cerkev, der auch Grabhügel der Riesen oder auf Deutsch Hünenbüchel genannt wird. Er entstand Ende der Hallstattzeit bzw. älteren Eisenzeit, d. h. zwischen den Jahren 1000 und 400 v. Chr. Von der ersten archäologischen Nachforschung bis zur Anregung für die Ausgrabung Wegen dem Mangel an archäologischen Forschungen in Kočevska hat Dr. Josip Mantuani, Direktor des damaligen Landesmuseums für Krain (heute Volksmuseum Sloweniens) im Jahr 1910 seinen Arbeitskollegen Jernej Pečnik auf die erste archäologische Nachforschung dorthin geschickt. Pečnik hat über einen Erdhaufen unter dem Waldrand in Gorenje berichtet, den die Einheimischen für einen Grabhügel gehalten haben. Danach war die Erforschung für 14 Jahre still gestanden. Bis zum Jahr 1924, als Mantuani von Josef Eppich, dem Pfarrer in Stara Cerkev, eine Nachricht erhalten hat, dass er vorhat, mithilfe von freiwilligen Arbeitern, vor allem Lehrern und Gymnasiasten, den Grabhügel umzugraben. Mantuani hat sich entschieden die Arbeiten selbst zu leiten, um eventuelle Fehler bei der Ausgrabung zu vermeiden, es war aber auch Professor Dr. Deuetling aus München anwesend. Über die Benennungsherkunft: von »Hühnerbühel« [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Über die ersten Spuren menschlicher Ansiedlung in Kočevska (Gottschee-Land) zeugen immer zahlreichere archäologische Funde. Dazu zählt auch ein urhistorischer Grabhügel mit der Asche eines Toten in Gorenje (Deu. Obrern) bei Stara Cerkev, der auch Grabhügel der Riesen oder auf Deutsch Hünenbüchel genannt wird. Er entstand Ende der Hallstattzeit bzw. älteren Eisenzeit, d. h. zwischen den Jahren 1000 und 400 v. Chr.    </p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7438-1024x768.jpeg" alt="Hallstattgrabh&#xFC;gel in Gorenje bei Stara Cerkev. Foto: Anja Moric." class="wp-image-1603" width="510" height="383" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7438-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7438-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7438-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7438-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7438-2048x1537.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7438-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px" /><figcaption>Hallstattgrabhügel in Gorenje bei Stara Cerkev. Foto: Anja Moric.</figcaption></figure></div>

<h2 class="wp-block-heading">Von der ersten archäologischen Nachforschung bis zur Anregung für die Ausgrabung</h2>

<p>Wegen dem Mangel an archäologischen Forschungen in Kočevska hat Dr. Josip Mantuani, Direktor des damaligen Landesmuseums für Krain (heute Volksmuseum Sloweniens) im Jahr 1910 seinen Arbeitskollegen Jernej Pečnik auf die erste archäologische Nachforschung dorthin geschickt. Pečnik hat über einen Erdhaufen unter dem Waldrand in Gorenje berichtet, den die Einheimischen für einen Grabhügel gehalten haben. Danach war die Erforschung für 14 Jahre still gestanden. Bis zum Jahr 1924, als Mantuani von Josef Eppich, dem Pfarrer in Stara Cerkev, eine Nachricht erhalten hat, dass er vorhat, mithilfe von freiwilligen Arbeitern, vor allem Lehrern und Gymnasiasten, den Grabhügel umzugraben. Mantuani hat sich entschieden die Arbeiten selbst zu leiten, um eventuelle Fehler bei der Ausgrabung zu vermeiden, es war aber auch Professor Dr. Deuetling aus München anwesend.     </p>

<h2 class="wp-block-heading">Über die Benennungsherkunft: von »Hühnerbühel« bis »Berg der Riesen«</h2>

<p>In der Zeit der Ausgrabung hat der Grabhügel sogar zwei Besitzern gehört, und zwar haben ihn Grundbesitzer Josef Kren und Josef Kresse in der Hälfte geteilt. Leute haben ihn »Hühnerbühel« genannt. Im Bericht, der in der Zeitschrift Glasnik Muzejskega društva za Slovenijo veröffentlicht wurde, hat Mantuani über die Benennung des Grabhügels geschrieben: »Zweifellos ist der Ausdruck sehr alt, sodass unserem Stamm sowie noch einigen davor nicht mehr klar war, was es bedeutet und sie haben den Begriff so zurechtgebogen, dass er einen kleinen Fernling für Hühnertouristik bedeuten musste. Zuerst hatte er zweifellos die Benennung als „Hünenbühel“, d. h. »Berg der Riesen«. Wie Mantuani feststellt, war nämlich der Glaube, dass in der Urwelt lebende Leute ausschließlich Riesen waren, in 20er Jahren des 20. Jahrhunderts allgemein noch sehr verbreitet. Es kann der Größe des urhistorischen Grabhügels zugeschrieben werden, dass die Bewohner daraus geschlossen haben, dass im Inneren die Riesen begraben sind.         </p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/Gomila-Gorenje_izkopavanje_Mantuani-781x1024.png" alt="Ausgrabung vom Grabh&#xFC;gel in Gorenje, Juli 1924. Josip Mantuani mit seinen Helfern. Foto: Josef Dornig. Quelle: Glasnik etnolo&#x161;kega dru&#x161;tva za Slovenijo 1924-25.   " class="wp-image-1606" width="465" height="609"/><figcaption>Ausgrabung vom Grabhügel in Gorenje, Juli 1924. Josip Mantuani mit seinen Helfern. Foto: Josef Dornig. Quelle: Glasnik etnološkega društva za Slovenijo 1924-25.   </figcaption></figure></div>

<h2 class="wp-block-heading">Ausgrabung und Feststellungen</h2>

<p>Das Team von Mantuani hat mit den Ausgrabungen, die vier Tage gedauert haben, am 23. Juli 1924 angefangen. Am dritten Tag der Ausgrabungen haben Archäologen ein Grab bzw. ein Sandlager mit verbrannten Resten eines Toten gefunden, der von einem Steinkranz umgeben war. Insgesamt mit dem Steinkranz war das Sandlager 2 m lang und 90 cm breit. Die Asche war nicht bloß an einer Stelle angebracht, sondern über das ganze Sandlager verstreut. Im Grab gab es kein Beiwerk wie z. B. Tongeschirr, Werkzeuge, Waffen oder Schmuck, das Auskunft über das Geschlecht des Toten geben könnte, sowie aufgrund dessen man das Alter des Grabhügels genauer bestimmten hätte können. Der Steinrand hat die Orientierung vom Grab bestimmt, und zwar wurde der Tote so gedreht, dass der Kopf nach Osten, seine Beine aber nach Westen zeigen würden. Häufig wurden in urhistorischen Grabhügeln mehrere Tote in Stockwerken begraben, aber der Grabhügel in Gorenje enthält nur ein einzelnes Grab.         </p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/Gorenje-grob_Dornig.png" alt="Urhistorischer Grabh&#xFC;gel in Gorenje. Das Grab wurde vom Steinkranz umgegeben. Foto: Josef Dornig, 1924. Quelle: Gottscheer Kalender 1926.   " class="wp-image-1609" width="500" height="552" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/Gorenje-grob_Dornig.png 630w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/Gorenje-grob_Dornig-271x300.png 271w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption>Das Grab wurde vom Steinkranz umgegeben. Foto: Josef Dornig, 1924. Quelle: Gottscheer Kalender 1926. </figcaption></figure></div>

<p>Unmittelbar vor Beginn der Ausgrabungen hat der Grabhügel 21,5 Meter in der Länge und 5,9 m in die Höhe gemessen, der Neigungswinkel betrug 25°. Mantuani hat festgestellt, dass der Grabhügel bei seiner Entstehung höher und steiler war, sein ursprünglicher Umfang war aber etwa drei Meter kleiner. </p>

<h2 class="wp-block-heading">Der Grabhügel heute</h2>

<p>Der Grabhügel ist heute, fast 100 Jahre nach den Ausgrabungen, noch niedriger und breiter. Das Grabhügelgebiet wurde vor Jahren seitens der BewohnerInnen aus Gorenje umgeordnet. Neben einer Bank zur Erholung und Gesellschaft ist dort auch eine Informationstafel zu finden, die das Zavod za gozdove RS (Forstinstitut der Republik Slowenien), Gemeindeposten Kočevje vorbereitet hat.  </p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7441-1024x768.jpeg" alt="Die Infotafel beim Hallstattgrabh&#xFC;gel in Gorenje. Foto: Anja Moric. " class="wp-image-1612" width="501" height="376" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7441-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7441-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7441-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7441-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7441-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7441-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 501px) 100vw, 501px" /><figcaption>Die Infotafel beim Hallstattgrabhügel in Gorenje. Foto: Anja Moric. </figcaption></figure></div>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://i1.wp.com/www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/Screenshot-2021-01-19-at-17.45.05.png?fit=1024%2C527&amp;ssl=1" alt="Luftaufnahme vom Dorf Gorenje. Quelle: Register des Kulturerbes. " class="wp-image-1142" width="539" height="277" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/Screenshot-2021-01-19-at-17.45.05.png 2451w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/Screenshot-2021-01-19-at-17.45.05-300x154.png 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/Screenshot-2021-01-19-at-17.45.05-1024x527.png 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/Screenshot-2021-01-19-at-17.45.05-768x395.png 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/Screenshot-2021-01-19-at-17.45.05-1536x791.png 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/Screenshot-2021-01-19-at-17.45.05-2048x1054.png 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/Screenshot-2021-01-19-at-17.45.05-750x386.png 750w" sizes="auto, (max-width: 539px) 100vw, 539px" /><figcaption>Luftaufnahme vom Dorf Gorenje. Quelle: <a href="https://gisportal.gov.si/portal/apps/webappviewer/index.html?id=df5b0c8a300145fda417eda6b0c2b52b">Register des Kulturerbes.</a> </figcaption></figure></div>

<p class="has-small-font-size">Quellen:<br/>&#8211; Gottscheer Kalender<br/>&#8211; Gottscheer Zeitung<br/>&#8211; Register kulturne dediščine. Ministrstvo za kulturo RS. <a href="https://gisportal.gov.si/portal/apps/webappviewer/index.html?id=df5b0c8a300145fda417eda6b0c2b52b">https://gisportal.gov.si/</a><br/>&#8211; Simonič, Ivan. 1971. Zgodovina mesta Kočevja in Kočevske. V 500 let mesta Kočevje.<br/>&#8211;  <a href="https://iza2.zrc-sazu.si/sites/default/files/9789612542900.pdf">Velušček, Anton. 2011. Spaha. Založba ZRC.</a></p>

<p>Kennen Sie die Legende über den Ursprung der ältesten Kirche in der Region Kočevje? Wissen Sie, dass es eine Glocke mit einer mysteriösen Inschrift gibt? Mehr dazu im Artikel über die <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/die-kirche-mariae-himmelfahrt-in-stara-cerkev-mitterdorf/">Kirche Mariä Himmelfahrt in Stara Cerkev (Mitterdorf)</a>.  </p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/berg-der-riesen-urhistorische-gruft-in-gorenje-obrern/">Berg der Riesen – urhistorische „Gruft“ in Gorenje (Obrern)</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
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		<title>Die Kirche Mariä Himmelfahrt in Stara Cerkev (Mitterdorf)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Moric]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jan 2021 21:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Kirche Mariä Himmelfahrt in Stara Cerkev (Mitterdorf). Foto: Anja Moric. </p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/die-kirche-mariae-himmelfahrt-in-stara-cerkev-mitterdorf/">Die Kirche Mariä Himmelfahrt in Stara Cerkev (Mitterdorf)</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Stara Cerkev (Deutsch Mitterdorf) ist eine der ältesten Siedlungen und das erste katholische Zentrum im Gottschee-Land. Es wurde schon vor der Ankunft deutschsprachiger Kolonisten in den 30er Jahren des 14. Jahrhunderts besiedelt. Das Dorf hat seinen Namen nach der ältesten Kirche im Gottschee-Land bekommen, die vor dem Jahr 1339 gebaut wurde.     </p>

<p>Die Legende, die der Sammler gottscheerischer Erzählüberlieferungen Wilhelm Tschinkel niedergeschrieben hat, erzählt, dass die BewohnerInnen von Stara Cerkev und Slovenska vas vor hatten, die Kirche zunächst auf dem Hügel zwischen den beiden Dörfern zu erbauen, aber das Gestein, das sie dorthin brachten, jeden Morgen auf wundersame Weise an der Stelle der heutigen Kirche vorgefanden. Sie waren davon überzeugt, dass die Engel das Gestein umplatziert hatten, deswegen ergaben sie sich und die Kirche wurde auf der heutigen Stelle erbaut.  </p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7455-1-783x1024.jpeg" alt="Die Kirche Mari&#xE4; Himmelfahrt in Stara Cerkev, Januar 2021. Foto: Anja Moric. " class="wp-image-1624" width="424" height="554" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7455-1-783x1024.jpeg 783w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7455-1-229x300.jpeg 229w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7455-1-768x1005.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7455-1-1174x1536.jpeg 1174w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7455-1-1565x2048.jpeg 1565w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7455-1-750x981.jpeg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7455-1-scaled.jpeg 1957w" sizes="auto, (max-width: 424px) 100vw, 424px" /><figcaption>Die Kirche Mariä Himmelfahrt in Stara Cerkev, Januar 2021. Foto: Anja Moric. </figcaption></figure></div>

<h2 class="wp-block-heading">Die erste Kirche</h2>

<p>Die urtümliche Kirche war ein niedriges gotisches Gebäude mit sechs Altären. Sie war weit und breit als Wallfahrtskirche bekannt, da sie jedes Jahr von vielen Pilgern besucht wurde, insbesondere an Mariä Himmelfahrt am 15. August. Valvasor hat sie im Jahr 1689 in seinem Buch Die Ehre des Herzogthums Krain »Unserer Lieben Frau zu Altkirchen« genannt, das Urbarium aus dem Jahr 1574 aber »Liebfrauenkirche zu Mitterdorf«. Die Kirche hat bis Jahr 1788 zur Pfarrei in Ribnica/Reifnitz gehört und ist danach eine selbstständige Pfarrei geworden.     </p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7265-768x1024.jpeg" alt="Das Innere des Kirchturms. Die Kirche Mari&#xE4; Himmelfahrt in Stara Cerkev. Foto: Anja Moric.  " class="wp-image-1625" width="457" height="609" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7265-768x1024.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7265-225x300.jpeg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7265-1152x1536.jpeg 1152w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7265-1536x2048.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7265-750x1000.jpeg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7265-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 457px) 100vw, 457px" /><figcaption>Das Innere des Kirchturms. Foto: Anja Moric. </figcaption></figure></div>

<h2 class="wp-block-heading">Die zweite Kirche</h2>

<p>Das alte Kirchengebäude ist im Laufe der Zeit aufgrund des Bevölkerungszuwachses zu klein geworden, deswegen wurde sie, wie es im Jahr 1822 Pfarrer Martin Rankel berichtet hat, mit zwei Seitenräumen vergrößert, wodurch man nicht zum Altar sehen konnte, deswegen haben die Leute während der Messe meistens geplaudert. Die Kirche wurde im Jahr 1818 abgebaut und in nur fünf Monaten ohne entsprechende Planung und Fachleitung neu erbaut. Von der urtümlichen Kirche ist nur der Kirchturm geblieben. Ein so erbautes Gebäude konnte man nicht lange gebrauchen. Im Jahr 1848 wurde es bereits so schwer beschädigt, dass man während jeden Gewitters Angst hatte, dass der Kirchturm abreißen wird und manchmal während der Messe sind Stücke des Verputzes auf die Gläubigen gefallen.     </p>

<h2 class="wp-block-heading">Die dritte – heutige Kirche</h2>

<p>Im Jahr 1853 wurde die Kirche abgerissen und nach Plänen des friaulischen Architekten Silvester Venchiarutti angefangen, die dritte, d. h. jetzige Kirche Mariä Himmelfahrt zu bauen. Sie wurde am 12. Oktober 1855 gesegnet und am 21. Juni 1857 von Fürstbischof Anton Alojzij Wolf eingeweiht.    </p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_6426-1024x768.jpeg" alt="Der Hahn, der die Kreuzspitze des Kirchturms der Kirche Mari&#xE4; Himmelfahrt ziert. W&#xE4;hrend der Renovierung im Jahr 2021 wurde er durch eine Replik ersetzt. Foto: Anja Moric.  " class="wp-image-1628" width="498" height="374" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_6426-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_6426-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_6426-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_6426-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_6426-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_6426-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 498px) 100vw, 498px" /><figcaption>Der Hahn, der die Kreuzspitze des Kirchturms der Kirche Mariä Himmelfahrt ziert. Während der Renovierung im Jahr 2021 wurde er durch eine Replik ersetzt. Foto: Anja Moric.  </figcaption></figure></div>

<h3 class="wp-block-heading">Die Freske Mariä Himmelfahrt</h3>

<p>Beim Betreten der Kirche zieht es den Blick vor allem auf die Freske Mariä Himmelfahrt an der Hinterwand des Presbyteriums über dem Hauptaltar. Im Jahr 1854 wurde sie von Domenico Fabris aus Osoppo in Friaul gemalt. Die Freske zeigt Maria, die sich von Engeln begleitet in den Himmel zum Gott Vater aufragt. Bei ihm sind zwei Engel, die eine Krone und ein Zepter halten. An der Gruft versammelte Aposteln richten ihren Blick in den Himmel. Auf dem Bogen über der Freske steht auf Deutsch: »Gegrüsset seist du Königin Mutter der Barmherzigkeit«. Die Freske wurde im Jahr 2020 vom Restaurierungszentrum unter der Leitung vom Institut für Schutz des Kulturerbes der Republik Slowenien renoviert.      </p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_4394-768x1024.jpeg" alt="Die Freske Mari&#xE4; Himmelfahrt nach dem Restaurierungseingriff im Jahr 2020. Foto: Anja Moric. " class="wp-image-1631" width="430" height="573" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_4394-768x1024.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_4394-225x300.jpeg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_4394-1152x1536.jpeg 1152w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_4394-1536x2048.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_4394-750x1000.jpeg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_4394-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px" /><figcaption>Die Freske Mariä Himmelfahrt nach dem Restaurierungseingriff im Jahr 2020. Foto: Anja Moric. </figcaption></figure></div>

<h3 class="wp-block-heading">Deutsche Inschriften erinnern an ehemalige BewohnerInnen</h3>

<p>Im Inneren der Kirche Mariä Himmelfahrt in Stara Cerkev sind noch mehrere deutsche Inschriften zu finden, die von der ehemaligen Mehrsprachigkeit im Gottschee-Land zeugen, z. B. auf dem Siegesbogen (Inschrift: »Gelobt sei Jesus und Maria«) sowie unter färbigen Buntglasfenstern und Bildern des Kreuzweges aus dem Jahr 1938. Auf Deutsch steht auch eine Widmung für die <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/denkmaeler-der-im-ersten-weltkrieg-gefallenen-in-kocevska-region-gottschee/">Opfer des ersten Weltkrieges auf der Gedenktafel</a>, die auf der nördliche Außenwand des Kirchturms befestigt ist.   Die Kirche Mariä Himmelfahrt in Stara Cerkev ist eine der seltenen Kirchen in Gottschee-Land, die in Nachkriegswirren der Ideologie nicht abgerissen wurden. Im Inneren haben sogar einige Statuen und Bilder aus umliegenden abgerissenen Kirchen ihr Zuhause gefunden.  </p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7289-900x1024.jpeg" alt="Zwei deutsche Inschriften auf den inneren Bogeng&#xE4;ngen der Kirche Mari&#xE4; Himmelfahrt in Stara Cerkev. Blick vom Kirchenchor. Foto: Anja Moric.  " class="wp-image-1634" width="447" height="508" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7289-900x1024.jpeg 900w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7289-264x300.jpeg 264w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7289-768x874.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7289-1350x1536.jpeg 1350w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7289-1800x2048.jpeg 1800w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7289-750x853.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 447px) 100vw, 447px" /><figcaption>Zwei deutsche Inschriften auf den inneren Bogengängen der Kirche Mariä Himmelfahrt in Stara Cerkev. Blick vom Kirchenchor. Foto: Anja Moric.  </figcaption></figure></div>

<h2 class="wp-block-heading">Die geheimnisvolle kleine Glocke</h2>

<p>Der Kirchturm der Kirche Mariä Himmelfahrt hält ein bis heute nicht gelöstes Rätsel geheim. Es geht dabei um eine geheimnisvolle lateinische Inschrift auf der kleinen Bronzeglocke, womit sich schon mehrere Fachleute umsonst beschäftigt haben und die wahrscheinlich sagt: »Iuve Maria Consolatrix, Regina sanctorum« (Maria Trost, Königin aller Heiligen, hilf). Die Glocke wiegt bloß 33 kg und sie soll die Älteste im Gottschee-Land sein. Einige sind der Meinung, dass sie im 14. Jahrhundert deutsche Kolonisten mitgebracht haben, aber wahrscheinlicher ist, dass sie im 16. Jahrhundert eingegossen wurde. Das traurige Lied der kleinen Glocke – Totenglocke – war schon im Kirchengebäude im Jahr 1818 jedes Mal zu hören, wenn in der Pfarrei ein Kind verstorben ist.       </p>

<p>Heute gibt es im Kirchturm außer der Totenglocke, die inzwischen stumm ist, noch drei Eisenglocken. Sie wurden im Jahr 1922 in Jesenice eingegossen. Ton C wiegt 1990 kg, Ton E 980 kg und Ton G 712 kg.  </p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7270-721x1024.jpeg" alt="Die kleine Glocke &#x2013; Totenglocke &#x2013; hat einst bei Kindstod gel&#xE4;utet, heute aber l&#xE4;utet sie nicht mehr. Foto: Anja Moric. " class="wp-image-1637" width="421" height="597" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7270-721x1024.jpeg 721w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7270-211x300.jpeg 211w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7270-768x1091.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7270-1081x1536.jpeg 1081w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7270-1441x2048.jpeg 1441w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7270-750x1066.jpeg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/01/IMG_7270-scaled.jpeg 1802w" sizes="auto, (max-width: 421px) 100vw, 421px" /><figcaption>Die kleine Glocke – Totenglocke – hat einst bei Kindstod geläutet, heute aber läutet sie nicht mehr. Foto: Anja Moric. </figcaption></figure></div>

<p class="has-small-font-size">Quellen:<br/>&#8211; Gottscheer Zeitung<br/>&#8211; Gottscheer Kalender<br/>&#8211; Eppich, Josef. 1930. Kirchen- und Pfarrgründungen im Gottscheer Gebiete; Josef Erker, ur. <em>Jubiläums-Festbuch der Gottscheer 600-Jahresfeier: aus Anlaß des 600-jährigen Bestandes des Gottscheer Landes</em>, str. 47–67. Gottschee: Festausschuss der Gottscheer 600-Jahrfeier.<br/>&#8211; Resman, Blaž in Seražin, Helena. 2010. Umetnostna topografija Slovenije: Upravna enota Kočevje: Občine Kočevje, Kostel in Osilnica. Ljubljana: Založba ZRC.<br/>&#8211; Rus, Jože. 1939. Jedro kočevskega vprašanja; Janko Mačkovšek, ur. <em>Kočevski zbornik: razprave o Kočevski in njenih ljudeh</em>. str. 131–173, Ljubljana: Vodstvo Družbe sv. Cirila in Metoda.<br/>&#8211; Simonič, Ivan. 1939. Zgodovina kočevskega ozemlja; ur. Janko Mačkovšek, ur. <em>Kočevski zbornik: razprave o Kočevski in njenih ljudeh</em>, str. 45–130, Ljubljana: Vodstvo Družbe sv. Cirila in Metoda.<br/>&#8211; Zupan, Gojko, Ferenc, Mitja in M. Dolinar, France. 1993. Cerkve na Kočevskem nekoč in danes. Kočevje: Župnija in Muzej.</p>

<p>Interessieren Sie sich für die kulturellen Aktivitäten der Gottscheer &#8211; Altsiedler? Lesen Sie unseren vorherigen Beitrag, in dem Urška Kop über die Anfänge der <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/die-volkstanzgruppe-des-gottscheer-altsiedler-vereins/">Folkloregruppe des Vereins Gottscheer- Altsiedler</a>schreibt. </p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/die-kirche-mariae-himmelfahrt-in-stara-cerkev-mitterdorf/">Die Kirche Mariä Himmelfahrt in Stara Cerkev (Mitterdorf)</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
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		<title>Weihnachtsbräuche und Gläubigkeiten in Kočevska Region</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Moric]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Dec 2019 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Küche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der fröhliche Dezember ist schon in vollem Gange. In den Städten brennt die Weihnachtsbeleuchtung, es werden Geschenke für unsere Liebsten verpackt und süße Leckereien gebacken, um Weihnachts- und Neujahr-Feiertage meist schön zu verbringen. Die Art, wie es heute gefeiert wird, unterscheidet sich in Vielem vom Feiern in Kočevska (und anderswo in Slowenien) vor dem zweiten Weltkrieg. Die Zeit »der heiligen zwölf Nächte« – von Weihnachten bis zum Vorabend des Heiligedreikönigstags – wurde durch verschiedene Sitten und Bräuche begleitet, die mit dem Glauben an übersinnliche Kräfte verbunden waren und bei denen sich einzelne Personen bemüht haben, deren böswillige Wirkung mit unterschiedlichen Verfahren zu vereiteln. Um sich vor Hexen und anderen bösen Lebewesen zu schützen, wurden z. B. Häuser, Nutzbauten, Äcker und Wiesen mit Weihwasser besprengt. Am Neujahrsmorgen wurde beim Tränken auch das Vieh besprengt und der Zweig, womit es besprengt wurde, wurde aufbewahrt und im Frühling in der ersten Furche auf dem Acker vergraben. Sie haben geglaubt, dass dieses Ritual dem Bauer Glück und eine gute Ernte bringen wird. Am Weihnachtsvorabend wurden auch das Haus, der Hof und die Scheune gründlich geputzt, da sonst Unkraut das Getreide auf den Ackern überwachsen würde. Zukunftsvorhersage An den drei heiligen Abenden – Weihnachts-, Silversterabend [&#8230;]</p>
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<p>Der fröhliche Dezember ist schon in vollem Gange. In den Städten brennt die Weihnachtsbeleuchtung, es werden Geschenke für unsere Liebsten verpackt und süße Leckereien gebacken, um Weihnachts- und Neujahr-Feiertage meist schön zu verbringen. Die Art, wie es heute gefeiert wird, unterscheidet sich in Vielem vom Feiern in Kočevska (und anderswo in Slowenien) vor dem zweiten Weltkrieg.   </p>

<p>Die Zeit »der heiligen zwölf Nächte« – von Weihnachten bis zum Vorabend des Heiligedreikönigstags – wurde durch verschiedene Sitten und Bräuche begleitet, die mit dem Glauben an übersinnliche Kräfte verbunden waren und bei denen sich einzelne Personen bemüht haben, deren böswillige Wirkung mit unterschiedlichen Verfahren zu vereiteln. Um sich vor Hexen und anderen bösen Lebewesen zu schützen, wurden z. B. Häuser, Nutzbauten, Äcker und Wiesen mit Weihwasser besprengt. Am Neujahrsmorgen wurde beim Tränken auch das Vieh besprengt und der Zweig, womit es besprengt wurde, wurde aufbewahrt und im Frühling in der ersten Furche auf dem Acker vergraben. Sie haben geglaubt, dass dieses Ritual dem Bauer Glück und eine gute Ernte bringen wird. Am Weihnachtsvorabend wurden auch das Haus, der Hof und die Scheune gründlich geputzt, da sonst Unkraut das Getreide auf den Ackern überwachsen würde.     </p>

<h2 class="wp-block-heading">Zukunftsvorhersage</h2>

<p>An den drei heiligen Abenden – Weihnachts-, Silversterabend und Vorabend des Heiligedreikönigstags –hat man versucht, auf verschiedene Weise vorherzusagen, was in der Zukunft passieren wird. Hier und da wurde dies so gemacht, dass an Zäunen und auf den Kreuzwegen gelauscht wurde. Falls man Musik oder Gesang gehört hat, bedeutete das, dass jemand aus dem Haus heiraten wird. Weinen hat Traurigkeit und Unglück bedeutet und das Geräusch von Schlägen den Tod angedeutet.  </p>

<h2 class="wp-block-heading">Weihnachtstafel und Weihnachtsbrot – Schipplink </h2>

<p>Um die Weihnachtszeit wurde der Tisch, der unter dem Herrgottswinkel mit der Krippe gestanden hat, mit einem weißen Tischtuch bedeckt. Zu Weihnachten haben Hausfrauen aus dem feinen Weißmehl ein großes Weihnachtsbrot gebacken, sog. šipling, und kleine Laibchen, die Wächter (Gottscheerisch: bohtarǝ) und Nachbarn (Gottscheerisch: nohparn) genannt wurden. Schipplink wurde mit Teigfiguren verziert und musste bis zum Heiligedreikönigstag auf dem Tisch stehen. Dann wurde es geschnitten und unter den Familienmitgliedern sowie Besuchern verteilt. Ein kleines Stück haben auch die Haustiere bekommen, um vor Hexen geschützt zu werden. Hier und da wurde der Kranz vom Schipplinks Rand aufbewahrt und bei der ersten Saat auf den Boden des Korbs gelegt, um eine reiche Ernte zu sichern.    </p>

<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/12/IMG_3185-2-681x1024.jpg" alt="Schipplink, Autor: Anja Jerin, 2014. Das Foto wird vom Slowenischen Ethnografischen Museum aufbewahrt. " class="wp-image-769" width="379" height="570" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/12/IMG_3185-2-681x1024.jpg 681w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/12/IMG_3185-2-200x300.jpg 200w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/12/IMG_3185-2-768x1154.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/12/IMG_3185-2-1022x1536.jpg 1022w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/12/IMG_3185-2-1363x2048.jpg 1363w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/12/IMG_3185-2-750x1127.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/12/IMG_3185-2-scaled.jpg 1703w" sizes="auto, (max-width: 379px) 100vw, 379px" /><figcaption>Schipplink, Autor: Anja Jerin, 2014. Das Foto wird vom Slowenischen Ethnografischen Museum aufbewahrt. </figcaption></figure></div>

<p>An den heiligen Abenden wurden neben Weihnachtsbrote auf die Weihnachtstafel auch verschiedene persönliche sowie Hausgegenstände gelegt: Kleidung, Schmuck, Gebetsbücher, Küchenwerkzeug, Weihkerzen, unter den Tisch aber Gegenstände, die bei der Feldarbeit gebraucht wurden (Pflug, Hacken, Ochsenjoche usw). Wenn jemand solch geweihte Gegenstände getragen bzw. gebraucht hat, konnten ihm Hexen nichts Böses antun.  </p>

<h2 class="wp-block-heading">Johanniswein </h2>

<p>Zum Feiertag von St. Johannes Evangelist wurde am 27. Dezember am Abend mit dem Johanniswein angestoßen. Der Rest des Weins wurde aufbewahrt und nach einem Jahr als Arzneimittel verwendet. Reisende tranken ihn vor ihrer Abreise, die Jungvermählten nach ihrer Hochzeit, die Kranken vor ihrem Tod und auch Bekannte und Freunde vor dem Abschied.     </p>

<h2 class="wp-block-heading">Gottscheerischer Weihnachtsmann – der alte Mann</h2>

<p>Zu Silvester hat die Kinder »der alte Mann« (Gottscheerisch: dar autǝ mon) besucht. Die Mutter oder die älteste Magd hat die Zimmertür aufgemacht, wo die Kinder versammelt wurden, und beim Glückwunsch für ein fröhliches neues Jahr Äpfel und Walnüsse in den Raum geworfen. In Svetli Potok (Lichtenbach) und Nemška Loka (Unterdeutschau) haben die Mütter bei diesem Ritual gesprochen: »Kinderlein, Kühlein, Zicklein, Lämmchen, Kälbchen, gebe Gott, dass es genug von allem gäbe, um zu gedeihen.« (Tschinkel 2004). Danach haben Kinder um die Geschenke gebalgt und nächstes Jahr sollte dem Haus eine reiche Ernte sicher sein. Gewöhnlich wurden anschließend Weihnachtslieder gesungen. </p>

<h2 class="wp-block-heading">Der 1. Januar</h2>

<p class="has-text-align-left">Am Neujahrsmorgen sind auch junge Gottscheer anklopfen gegangen. Die Jungen aus Borovec sind schon vor dem Morgengrauen von Haus zum Haus gegangen und haben rezitiert: <br/>»Wir wünschen ein glückliches neues Jahr,<br/>gesund und kornreich,<br/>wir wünschen Glück, Segen und ein langes Leben,<br/>dass sie heute in einem Jahr<br/>um tausend Gulden reicher werden.« <br/>(Tschinkel 2004)</p>

<p>Am 1. Januar wurde »der besegnete Ričet« (Gottscheerisch: ritschoch) bzw. Graupen gekocht, der aufbewahrt und im Frühling für bessere Fruchtbarkeit auf den Ackern verstreut wurde. </p>

<p>Heutzutage sind manch alte feierliche Sitten verloren gegangen. Nun vielleicht kann denjenigen, die Probleme mit ihrer Wirbelsäule haben, eine alte gottscheerische Weißheit behilflich sein. Wenn sie nach dem Neujahr das erste Mal Donnern hören, machen Sie unverzüglich eine Rolle und Sie werden das ganze Jahr keine Kreuzschmerzen haben.  </p>

<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong><br/>&#8211; Tschinkel, Wilhelm. 2004. <em>Kočevarska folklora: v šegah, navadah, pravljicah, povedkah, legendah in drugih folklornih izročilih = Gottscheer Volkstum: in Sitte, Brauch, Märchen, Sagen, Legenden und anderen volkstümlichen Überlieferungen</em>. Ljubljana: Založba ZRC, ZRC SAZU.<br/>&#8211; Hauffen, Adolf. 1895. <em>Die deutsche Sprachinsel Gottschee: Geschichte und Mundart, Lebensverhältnisse, Sitten und Gebräuche, Sagen, Märchen und Lieder</em>. Graz: Styria.<br/>&#8211; Županič, Niko. 1937. Okrog novega leta na Kočevskem:<em> </em>Tudi med Kočevarji žal izginjajo originalni zimski običaji. <em>Jutro</em>.</p>

<p>Wie sie das duftende Weihnachtsbrot Schipplink zubereiten, lesen Sie <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/schiplink-gottscheerisches-weihnachtsbrot-poprtnik/">hier.</a></p>
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