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	<title>Erbe Archives &#8226; Gottscheer Blog</title>
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	<description>Gottscheer Blog: Blog über das kulturelle Erbe von Gottschee (Kočevska)</description>
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	<title>Erbe Archives &#8226; Gottscheer Blog</title>
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		<title>Die Kirche der Heiligen Drei Könige in Črni Potok</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Moric]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Dec 2025 22:03:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Črni Potok]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Kirche der Heiligen Drei Könige in Črni Potok ist eine der wenigen Kirchen in der Region Kočevje (Gottschee), die den Zweiten Weltkrieg und die darauffolgenden Zerstörungen überstanden haben. Ihre Ursprünge reichen bis in das frühe 16. Jahrhundert zurück, womit sie zu den ältesten Sakralbauten der Region zählt. In ihrem Inneren bewahrt sie einen wertvollen Schatz: das Fresko Der Besuch und die Anbetung der Heiligen Drei Könige, das im Zuge restauratorischer Arbeiten im Jahr 1992 entdeckt wurde. Besonderheit: Der durstige Mann Die Heilige Drei Könige werden von einem Gottscheer Mann begleitet, der, vom Durst geplagt, aus einem kleinen Fässchen – einer sogenannten Putscherle – trinkt. Dieses kleine, aber bemerkenswerte Detail eröffnet den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in den Alltag im Kočevje-Gebiet vor Jahrhunderten. Putscherle wurden von den Gottscheern hergestellt und in benachbarte Regionen und Länder verkauft. Ihre Bedeutung wird zusätzlich dadurch unterstrichen, dass der renommierte Polyhistor Johann Weikhard von Valvasor die Gottscheer mit Putscherle in seinem umfangreichen Werk Die Ehre des Herzogtums Krain (1689) dargestellt hat. Weitere kirchliche Ausstattung Die Kirche der Heiligen Drei Könige steht im Zentrum des Dorfes Črni Potok (Schwarzenbach), das aufgrund seines gut erhaltenen dörflichen Ortskerns als Siedlungsdenkmal im Register des kulturellen Erbes geführt wird. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Kirche der Heiligen Drei Könige in Črni Potok ist eine der wenigen Kirchen in der Region Kočevje (Gottschee), die den Zweiten Weltkrieg und die darauffolgenden Zerstörungen überstanden haben.  Ihre Ursprünge reichen bis in das frühe 16. Jahrhundert zurück, womit sie zu den ältesten Sakralbauten der Region zählt. In ihrem Inneren bewahrt sie einen wertvollen Schatz: das Fresko Der Besuch und die Anbetung der Heiligen Drei Könige, das im Zuge restauratorischer Arbeiten im Jahr 1992 entdeckt wurde.  </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-1024x768.jpg" alt="Das Fresko Der Besuch und die Anbetung der Heiligen Drei K&#xF6;nige. Foto: Anja Moric.  " class="wp-image-2887" style="width:635px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full.jpg 1600w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-750x563.jpg 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Fresko Der Besuch und die Anbetung der Heiligen Drei Könige. Foto: Anja Moric. Foto: Anja Moric.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Besonderheit: Der durstige Mann</strong></h2>

<p>Die Heilige Drei Könige werden von einem Gottscheer Mann begleitet, der, vom Durst geplagt, aus einem kleinen Fässchen – einer sogenannten <em>Putscherle</em> – trinkt. Dieses kleine, aber bemerkenswerte Detail eröffnet den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in den Alltag im Kočevje-Gebiet vor Jahrhunderten. Putscherle wurden von den Gottscheern hergestellt und in benachbarte Regionen und Länder verkauft. Ihre Bedeutung wird zusätzlich dadurch unterstrichen, dass der renommierte Polyhistor Johann Weikhard von Valvasor die Gottscheer mit Putscherle in seinem umfangreichen Werk Die Ehre des Herzogtums Krain (1689) dargestellt hat.    </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="1017" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/kocevarji-valvasor.jpg" alt="Valvasors Darstellung der Gottscheer mit Putscherle." class="wp-image-2889" style="width:598px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/kocevarji-valvasor.jpg 1017w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/kocevarji-valvasor-300x227.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/kocevarji-valvasor-768x580.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/kocevarji-valvasor-750x566.jpg 750w" sizes="(max-width: 1017px) 100vw, 1017px" /><figcaption class="wp-element-caption">Valvasors Darstellung der Gottscheer mit Putscherle.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Weitere kirchliche Ausstattung</strong></h2>

<p>Die Kirche der Heiligen Drei Könige steht im Zentrum des Dorfes Črni Potok (Schwarzenbach), das aufgrund seines gut erhaltenen dörflichen Ortskerns als Siedlungsdenkmal im Register des kulturellen Erbes geführt wird. Die Kirche erhebt sich auf einer kleinen Anhöhe in der Dorfmitte. An den ehemaligen Dorffriedhof, der 1836 in das nahegelegene Zajčje Polje (deutsch: Hasenfeld, gottscheerisch: Huəshnbold) verlegt wurde, erinnern heute Reste der Friedhofsmauer.   </p>

<p>Neben dem Hauptfresko besitzt die Kirche weitere außergewöhnlich gut erhaltene Ausstattungsstücke. Dazu zählen kleinere Wandmalereien des gekreuzigten Christus sowie des heiligen Michael, der die Seelen auf einer Waage wiegt, ebenso wie ein Altar aus dem späten 17. Jahrhundert, der ebenfalls die Anbetung der Heiligen Drei Könige darstellt.   </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="582" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/freska-sv-mihael-web-e1767563282274-582x1024.jpg" alt="Das Fresko des heiligen Michael. Die Kirche der Heiligen Drei K&#xF6;nige in &#x10C;rni Potok.   " class="wp-image-2888" style="width:455px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Das Fresko des heiligen Michael.  Foto: Anja Moric.</figcaption></figure>
</div>
<p>Über dem Uhrwerk im Glockenturm hängen zwei eiserne Glocken aus dem Jahr 1923; die kleinere ist eine Stiftung der Familie Eisenzopf aus Amerika.</p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gefährdung der Kirche durch Bauschäden</strong></h2>

<p>Heute befindet sich die Kirche leider in einem sehr schlechten Zustand. Bodensetzungen und Erdbebenschäden haben tiefe Risse im Bauwerk verursacht, die sowohl die Bausubstanz als auch die wertvollen Fresken gefährden. Ohne rechtzeitige und angemessene Maßnahmen besteht die ernsthafte Gefahr, einen bedeutenden Teil des historischen und kulturellen Erbes zu verlieren.  </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full-768x1024.jpg" alt="Risse gef&#xE4;hrden die statische Stabilit&#xE4;t des Kirchengeb&#xE4;udes. Die Kirche der Heiligen Drei K&#xF6;nige in &#x10C;rni Potok.  " class="wp-image-2891" style="width:415px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full-768x1024.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full-225x300.jpg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full-1152x1536.jpg 1152w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Risse gefährden die statische Stabilität des Kirchengebäudes. Foto: Anja Moric.</figcaption></figure>
</div>
<p>Seit 2023 setzt sich das Institut Putscherle für den Schutz und die Restaurierung dieses Kulturdenkmals ein. Ein wichtiger Schritt nach vorne wurde Anfang 2025 getan, als die Gemeinde Kočevje erste Mittel für fachliche Analysen bereitstellte. Diese werden die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen genau bestimmen – doch schon jetzt ist klar, dass die Restaurierung umfangreich und finanziell anspruchsvoll sein wird. Daher sind wir für jede <a href="https://putscherle.com/cerkev-v-crnem-potoku-dragocen-spomenik-potrebuje-naso-pomoc/">Spende </a>dankbar.  </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="769" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/cerkev-notranjost-web-full.jpg" alt="Begutachtung der Risse und des Gel&#xE4;ndes gemeinsam mit Fachleuten des Slowenischen Instituts f&#xFC;r Bauwesen. Die Kirche der Heiligen Drei K&#xF6;nige in &#x10C;rni Potok  " class="wp-image-2890" style="width:567px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/cerkev-notranjost-web-full.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/cerkev-notranjost-web-full-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/cerkev-notranjost-web-full-768x577.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/cerkev-notranjost-web-full-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Begutachtung der Risse und des Geländes gemeinsam mit Fachleuten des Slowenischen Instituts für Bauwesen. Foto: Anja Moric.</figcaption></figure>
</div>
<p>Die Kirche in Črni Potok ist nicht nur ein architektonisches Relikt. Sie ist Trägerin der lokalen Identität, eine stille Erzählerin der Regionalgeschichte und ein Symbol des kulturellen Zusammenlebens in der Region Kočevje. Die Bewahrung solcher Orte bedeutet die Bewahrung von Erinnerung – und eröffnet zugleich Chancen für die Entwicklung des Kulturtourismus in der Region.   </p>

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<iframe loading="lazy" title="Dediščina Kočevarjev - Na lepše  S0E7" width="1080" height="608" src="https://www.youtube.com/embed/i5Dxz0yYz6g?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Ein Beitrag über die Kirche in Črni Potok in der Fernsehsendung Na lepše; der Beitrag ist im letzten Teil der Folge zu sehen.</figcaption></figure>

<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong></p>

<p class="has-small-font-size">Resman, Blaž in Helena Seražin. 2010. Upravna enota Kočevje: umetnostna topografija Kočevske. Ljubljana: Založba ZRC.</p>

<p class="has-small-font-size">Zupan, Gojko, Ferenc, Mitja in France Dolinar. 1993. Cerkve na Kočevskem nekoč in danes. Kočevje: Župnija, Muzej.</p>

<p class="has-medium-font-size">Lesen Sie im vorherigen Beitrag: <a href="https://www.kocevskibrlog.com/turski-vpadi-odsev-v-kocevarskem-izrocilu/">Türkische Einfälle – ihr Spiegel im Gottscheerrischen Überlieferungsgut</a>.</p>
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		<item>
		<title>Topli Vrh (Untertaplwerch) – das ehemalige gottscheerische Dorf unter dem Patronat von heiligen Petrus und Paulus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Blaž Štangelj]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Nov 2024 18:45:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dörfer]]></category>
		<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Dorf Topli Vrh Wenn wir heute die Asphaltstraße von Črmošnjice in Richtung des Skigebiets Gače oder weiter in den ausgedehnten Wald hinauffahren, können wir nur vermuten, dass wir durch eines der größten ehemaligen gottscheerischen Dörfer in dem Teil des Kočevski rog fahren. Es handelt sich um Topli Vrh, das auf der sonnigen Lage des Hügels Topli vrh liegt. Auf diesem Gipfel befand sich bereits in prähistorischer Zeit eine Bergfestung bzw. Hochgebirgssiedlung, die die Straßenverbindung in das Tal kontrollierte. Das Dorf geht auf das 13. Jahrhundert zurück. Im Urbarium von 1574 wird der Name als Tablwerch angegeben. Zu dieser Zeit gab es 6 Halbhöfe mit zwischen 30 und 35 Einwohnern. Im Jahr 1770 hatte das Dorf 15 Häuser, genauso wie im Jahr 1824. Damals verzeichneten die Ersteller des Franziszeischen Katasters, dass das Dorf 114 Einwohner gehabt habe, und zwar 56 Männer und 58 Frauen. Aus dem Kataster geht man auch hervor, dass die Häuser entlang der Straße standen und von Wiesen, Obstgärten, Ackern und Wäldern umgeben waren. Im Jahr 1880 gab es im Dorf 21 Häuser und 123 Einwohner und im Jahr 1900 waren es 129 Einwohner. Im Jahr 1936 hatte das Dorf 24 bewohnte Häuser mit 125 Einwohnern und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Dorf Topli Vrh</strong></h2>

<p>Wenn wir heute die Asphaltstraße von Črmošnjice in Richtung des Skigebiets Gače oder weiter in den ausgedehnten Wald hinauffahren, können wir nur vermuten, dass wir durch eines der größten ehemaligen gottscheerischen Dörfer in dem Teil des Kočevski rog fahren. Es handelt sich um Topli Vrh, das auf der sonnigen Lage des Hügels Topli vrh liegt. Auf diesem Gipfel befand sich bereits in prähistorischer Zeit eine Bergfestung bzw. Hochgebirgssiedlung, die die Straßenverbindung in das Tal kontrollierte.  </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-1024x768.jpg" alt="Ein Blick auf Topli vrh von der Stra&#xDF;e zwischen &#x10C;rmo&#x161;njice und Srednja vas. " class="wp-image-2565" style="width:686px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Blick auf Topli vrh von der Straße zwischen Črmošnjice und Srednja vas. Foto: Blaž Štangelj, 27. 10. 2024.  </figcaption></figure>
</div>
<p>Das Dorf geht auf das 13. Jahrhundert zurück. Im Urbarium von 1574 wird der Name als Tablwerch angegeben. Zu dieser Zeit gab es 6 Halbhöfe mit zwischen 30 und 35 Einwohnern. Im Jahr 1770 hatte das Dorf 15 Häuser, genauso wie im Jahr 1824. Damals verzeichneten die Ersteller des Franziszeischen Katasters, dass das Dorf 114 Einwohner gehabt habe, und zwar 56 Männer und 58 Frauen. Aus dem Kataster geht man auch hervor, dass die Häuser entlang der Straße standen und von Wiesen, Obstgärten, Ackern und Wäldern umgeben waren.       </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="711" height="839" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-2.jpg" alt="Topli vrh in einem Ausschnitt aus dem Franziszeischen Kataster, 1824." class="wp-image-2568" style="width:467px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-2.jpg 711w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-2-254x300.jpg 254w" sizes="auto, (max-width: 711px) 100vw, 711px" /><figcaption class="wp-element-caption">Topli vrh in einem Ausschnitt aus dem Franziszeischen Kataster, 1824. Quelle: Kulturministerium, Register des Kulturerbes, eine Interaktivkarte des Kulturerbes, <a href="https://geohub.gov.si/ghapp/giskd/">https://geohub.gov.si/ghapp/giskd/</a>  </figcaption></figure>
</div>
<p>Im Jahr 1880 gab es im Dorf 21 Häuser und 123 Einwohner und im Jahr 1900 waren es 129 Einwohner. Im Jahr 1936 hatte das Dorf 24 bewohnte Häuser mit 125 Einwohnern und weitere 5 Häuser standen leer. Die Dorfbewohner waren mit der Abholzung des Waldes und dem Verkauf des Holzes beschäftigt und brannten wahrscheinlich auch Kohle. Sie betrieben auch Ackerbau und Viehzucht für den Eigenbedarf. Im Jahr 1834 wurden im Dorf 3 Pferde, 30 Ochsen, 11 Kühe, 10 Kälber und Lämmer, 45 Schafe und 15 Schweine gezählt. Einige Einwohner beschäftigten sich auch mit der Herstellung und dem Verkauf von Holzgeräten. Zwei Bauern bewirtschafteten auch einen Weinberg auf der Semiška gora.       </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-1024x768.jpg" alt="Die beiden Brunnen zum Sammeln von Tropfwasser im ehemaligen Dorf Topli Vrh." class="wp-image-2574" style="width:709px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Brunnen zum Sammeln von Tropfwasser im ehemaligen Dorf Topli Vrh führen immer noch Wasser. Foto: Blaž Štangelj, 27. 10. 2024.   </figcaption></figure>
</div><div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-4-1024x768.jpg" alt="Unter dem ehemaligen Dorf Topli Vrh befindet sich ein ummauertes Wasserreservoir." class="wp-image-2583" style="width:710px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Unter dem ehemaligen Dorf Topli Vrh befindet sich ein ummauertes Wasserreservoir. Foto: Blaž Štangelj, 27. 10. 2024.   </figcaption></figure>
</div>
<p>Die Kinder aus Topli Vrh besuchten die Schule in Črmošnjice, deren Ursprünge auf das Jahr 1822 zurückgehen. Im Jahr 1929 waren 24 von 108 Einwohnern in Topli Vrh Schulkinder. Hoher Schnee und Schneeverwehungen erschwerten den Schulbesuch im Winder.   </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kirche der heiligen Petrus und Paulus  </strong></h2>

<p>Die Kirche der heiligen Petrus und Paulus (gefeiert am 29. Juni) ist eine Filiale der Pfarre Črmošnjice. Ihre erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 1689, als sie von Valvasor in seinem Werk Die Ehre des Herzogtums Krain erwähnt wurde. Die Kirche ist höchstwahrscheinlich fast 200 Jahre älter. Auf dem geschnitzten Hauptaltar (der am Ende des 17. oder Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet wurde) waren Statuen der heiligen Petrus und Paulus und an den Seiten Statuen des heiligen Antonius und des heiligen Franziskus sowie einiger anderer nicht identifizierten Heiliger. Außerdem gab es zwei Seitenaltare mit Gemälden der heiligen Maria, der Mutter vom guten Rat und der heiligen Cosmas und Damian. Die Kirche hatte ein Holzgewölbe über dem Kirchenschiff, einen hölzernen Chor, eine Kanzel und 27 Kirchenbänke. Im Glockenturm befanden sich drei Glocken.              </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-700x1024.jpg" alt="Glockenturm der Kirche der heiligen Petrus und Paulus in Topli Vrh. " class="wp-image-2610" style="width:407px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-700x1024.jpg 700w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-205x300.jpg 205w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-768x1123.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-1050x1536.jpg 1050w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-1400x2048.jpg 1400w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-750x1097.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a.jpg 1750w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption class="wp-element-caption">Glockenturm der Kirche der heiligen Petrus und Paulus in Topli Vrh.  Foto: Blaž Štangelj, 20. 3. 2016.  </figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Dorf und die Kirche während des Zweiten Weltkrieges und unmittelbar danach </strong></h2>

<p>Topli Vrh teilte das Schicksal der meisten gottscheerischen Dörfer im Gebiet von Kočevski rog. Nach der Besetzung des Dorfes durch die faschistische italienische Armee verließen alle 118 Einwohner von Topli Vrh am 20. und 21. Dezember 1941 das Dorf und emigrierten über den Bahnhof Semič nach Posavje in Posotelje an der damaligen Grenze des Hitlers nazistischen Dritten Reiches. Am 22. Juli, während der Offensive, wurde das Dorf von der italienischen Armee niedergebrannt. Ein Haus und die Kirche entgingen dem Feuer. Während der Offensive hielten sich dort italienische Soldaten auf und zerstörten Kirchenbänke und Teile der Altäre, indem sie sie in den Brand setzten. An die vom Feuer verbrannte Wand ritzten sie in italienischer Sprache die Worte „zerstörte Partisanen“ (noch 1947 sichtbar). Auch Partisanen hielten sich mindestens einmal in der Kirche auf, im August 1942 wird ein Bataillon der Tomšič-Brigade erwähnt. Das Dorf wurde nie wieder aufgebaut. Zwischen 1943 und 1945 gab es in den nahe gelegenen Wäldern einige versteckte Partisanenlazaretten. Dafür wurden auch Fensterrahmen und ein Teil der Dachziegel von der zerstörten Kirche verwendet. Gemälde und Altarstatuen wurden zerstört oder beschädigt.              </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.muzej-nz.si"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-5-1024x768.jpg" alt="Das niedergebrannte Dorf Topli Vrh, am 6. 9. 1944. Reproduktion des Bildes von France Miheli&#x10D;.   " class="wp-image-2589" style="width:719px;height:auto"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Das niedergebrannte Dorf Topli Vrh, am 6. 9. 1944. Reproduktion des Bildes von France Mihelič.    Die Ansichtskarte wird von Blaž Štangelj aufbewahrt, und die Zeichnung vom Museum der neueren und zeitgenössischen Geschichte Sloweniens (<a href="https://www.muzej-nz.si">Muzej novejše in sodobne zgodovine Slovenije</a>). </figcaption></figure>
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<p>Unmittelbar nach dem Kriegsende wurden die Ruinen der Häuser zertrümmert und als Böschungsmaterial für den Straßenbau zum Dorf Komarna vas verwendet. Die Mauern der Kirche wurden 1964 weiter abgebaut. Der Glockenturm wurde stehen gelassen, da er aufgrund seiner strategischen Lage für die Militärbehörden einen wichtigen Orientierungspunkt darstellte. Das Dorf Topli Vrh wurde 1955 als Siedlung abgelöst, ebenso wie en Drittel der vernichteten ehemaligen Siedlungen im Gebiet Gottschee.   </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>&#8221;Wir gingen nach Topli Vrh&#8221; – eine Hochzeit im Jahr 1945</strong></h2>

<p>Die Maler Alenka Gerlovič und Vito Globočnik waren als Künstler in Partisanenbewegung tätig. In den Jahren 1944 und 1945 besuchten sie auch das verbrannte Dorf Topli Vrh und stellten es dar. Die Liebenden entschlossen zu heiraten. Ihre Vorgesetzten waren zuerst zurückhaltend. Sie wollten eine bescheidene Hochzeit, ohne Pomp, die sie eigenmächtig auf der Spitze des Glockenturms der Kirche in Topli Vrh vollzogen. Die Statuen zweier Heiligen, ohne Hände, die sie von dem beschädigten Altar nahmen, waren Zeugen dieser Zeremonie. Ihre Namen und das Datum wurden in den Balken des Glockenturms eingemeißelt und ihre informelle Ehe wurde vollzogen.       </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Topli Vrh im 21. Jahrhundert </strong></h2>

<p>Heute erinnern bescheidene steinerne Überreste der Grundrisse der Kirche und der Häuser, ihre Wasserreservoire und Obstbäume an das ehemalige Dorf. Das Modell der Kirche im Maßstab 1:50 wurde von Tone Troha angefertigt. Auf den Weiden rasen Rinder und Pferde des Hofes Mihelčič aus der Gemeinde Semič.   </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-6-c-1024x768.jpg" alt="&#xDC;berreste der H&#xE4;user im Dorf Topli Vrh" class="wp-image-2607" style="width:692px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Überreste der Häuser im Dorf Topli Vrh. Foto: Blaž Štangelj, am 27. 10. 2024.   </figcaption></figure>
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<p>Das sichtbarste Überbleibsel des ehemaligen Dorfes ist der Glockenturm der Kirche. Im Jahr 2004 wurden die bescheidenen Überreste der Kirche gereinigt und das Dach der Kirche wurde restauriert und mit Kupfer bedeckt. Im Innern wurde eine Holztreppe eingebaut. Die Restaurierung wurde vom Gottscheer Altsiedlerverein und Freiwilligen mit finanzieller Unterstützung aus Südtirol durchgeführt. Die Gier nach Kupferdächern und wiederholte Diebstahlversuche machten die Restaurierungsarbeiten schließlich zunichte. Beim versuchten Diebstahl der Kupferbedachung am 3. April 2023 verursachte vermutlich ein Funke beim Schneiden vom Metall einen Brand. Der Glockenturm ist also wieder ohne Dach, dem langsamen Verfall überlassen, und schreit lautlos nach einer Restaurierung oder zumindest einem Notschutz. Vielleicht findet sich in der Zukunft wieder der Wille und die Kraft, das Erbe zu erhalten und zu präsentieren.         </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b-819x1024.jpg" alt="Der Brand im Glockenturm der Kirche der heiligen Petrus und Paulus in Topli Vrh. " class="wp-image-2625" style="width:420px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b-819x1024.jpg 819w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b-240x300.jpg 240w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b-768x960.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b-1229x1536.jpg 1229w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b.jpg 1440w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b-750x938.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 819px) 100vw, 819px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Brand im Glockenturm der Kirche der heiligen Petrus und Paulus in Topli Vrh.  Foto: PGD Semič, 3. 4. 2023.   </figcaption></figure>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="710" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-a-710x1024.jpg" alt="Der Brand im Glockenturm der Kirche der heiligen Petrus und Paulus in Topli Vrh.  " class="wp-image-2622" style="width:398px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-a-710x1024.jpg 710w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-a-208x300.jpg 208w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-a-768x1107.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-a.jpg 960w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-a-750x1081.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Brand im Glockenturm der Kirche der heiligen Petrus und Paulus in Topli Vrh.  Foto: PGD Semič, 3. 4. 2023.   </figcaption></figure>
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<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong></p>

<p class="has-small-font-size"><strong>Arhiv Republike Slovenije</strong>, Franciscejski kataster za Kranjsko, k. o. Črmošnjice pri Kočevju, Katastrski cenilni elaborat, <a href="https://vac.sjas.gov.si/vac/search/details?id=375384">https://vac.sjas.gov.si/vac/search/details?id=375384</a> (dostop: november 2024).  <br/><strong>Krajevni leksikon Dravske banovine</strong> (1937), dLib, <a href="https://www.dlib.si/details/URN:NBN:SI:DOC-IHXHRWQE">https://www.dlib.si/details/URN:NBN:SI:DOC-IHXHRWQE</a>, (dostop: november 2024).<br/><strong>Slovenska historična topografija za Kranjsko do leta 1500</strong>, ZRC SAZU, DOI: https://doi.org/10.3986/9789612549749, <a href="https://topografija.zrc-sazu.si/">https://topografija.zrc-sazu.si/</a> (dostop: november 2024).<br/><strong>Slovenski šolski muzej</strong>, Šolski list (1929), Državna mešana šola v Črmošnjicah, Zgodovina Slovenije — SIstory, <a href="https://www.sistory.si/publication/24112">https://www.sistory.si/publication/24112</a> (dostop: november 2024).<br/><strong>Gottscheermatzelle</strong>, <a href="https://gottscheermatzelle.wordpress.com/gottscheer-history/">https://gottscheermatzelle.wordpress.com/gottscheer-history/</a>, (dostop: november 2024).<br/><strong>Ministrstvo za kulturo</strong>, Register kulturne dediščine, Interaktivna karta kulturne dediščine, <a href="https://geohub.gov.si/ghapp/giskd/">https://geohub.gov.si/ghapp/giskd/</a> (dostop: november 2024).<br/><strong>Obrazi slovenskih pokrajin</strong>, Alenka Gerlovič in Vito Globočnik, <a href="https://www.obrazislovenskihpokrajin.si/oseba/gerlovic-alenka/">https://www.obrazislovenskihpokrajin.si/oseba/gerlovic-alenka/</a>, <a href="https://www.obrazislovenskihpokrajin.si/oseba/globocnik-vito/">https://www.obrazislovenskihpokrajin.si/oseba/globocnik-vito/</a> (dostop: november 2024).<br/><strong>Perko Drago.</strong> Kradli baker, zažgali cerkev! Slovenske novice, 5. 4. 2023, <a href="https://www.slovenskenovice.si/novice/slovenija/kradli-baker-zazgali-cerkev-foto/">https://www.slovenskenovice.si/novice/slovenija/kradli-baker-zazgali-cerkev-foto/</a> (dostop: november 2024).   <br/><strong>PGD Semič, Požar na Toplem Vrhu</strong>, 3. 4. 2023, <a href="https://www.facebook.com/profile/100064566140803/search/?q=toplem%20&amp;locale=sl_SI">https://www.facebook.com/profile/100064566140803/search/?q=toplem%20&amp;locale=sl_SI</a> (dostop: november 2024). <br/><strong>Topli Vrh: Zagorel spomeniško zaščiten zvonik</strong>, 4. 4. 2023, <a href="https://moja-dolenjska.si/topli-vrh-zagorel-spomenisko-zasciten-zvonik/#goog_rewarded">https://moja-dolenjska.si/topli-vrh-zagorel-spomenisko-zasciten-zvonik/#goog_rewarded</a> (dostop: november 2024).  <br/><strong>Ferenc Mitja in Zupan Gojko</strong>. <em>Cerkve na Kočevskem nekoč in danes II</em>. Ljubljana: ZRC SAZU, 2006. <br/><strong>Ferenc Mitja in Zupan Gojko</strong>. <em>Izgubljene kočevske vasi: nekoč so z nami živeli kočevski Nemci</em>. 3. del. Ljubljana: Znanstvena založba Filozofske fakultete, 2013.   <br/><strong>Ferenc Mitja in Zupan Gojko</strong>. <em>Po sledeh Kočevarjev v Črmošnjiško-Poljanski dolini / Auf den Spuren der Gottscheer in der Moschnitze</em>. Dolenjske Toplice : Društvo Kočevarjev staroselcev = Gottscheer Altsiedler Verein, 2013. <br/><strong>Gerlovič Alenka</strong>. <em>Okruški mojega življenja</em>. Ljubljana: Forma 7, 2006. <br/><strong>Janežič Zvonka</strong>. <em>Arheološka najdišča Kočevskega roga in Poljanske gore</em>. Diplomsko delo. Oddelek za arheologijo Filozofske fakultete univerze v Ljubljani, 2022.  <br/><strong>Mohar Rozi.</strong> <em>Tu so živeli …</em>Semič: Občina, 2008.<br/><strong>Prelesnik Anton</strong>. <em>Vodni viri na Kočevskem / Wasserquellen im Gottscheerland</em>. Dolenjske Toplice, Ljubljana: Društvo Kočevarjev staroselcev, ZRC SAZU, 2007. <br/><strong>Simonič Binca</strong>, ur. <em>Župnija Črmošnjice 500 let: 1509-2009</em>. Semič: Župnija, 2009. <br/><strong>Strle Franci</strong>. <em>Tomšičeva brigada 1942-1943</em>. Ljubljana: Borec in Partizanska knjiga, 1986. <br/><strong>Troha Anton in Anton Prelesnik</strong>. <em>Makete kočevarskih cerkva in krajev / Maquetten von Gottscheer Kirchen und Ortschaften</em>. Ljubljana: &#8220;Maks Viktor&#8221; in Dolenjske Toplice: Društvo Kočevarjev staroselcev, 2011. </p>

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		<title>Eisenhütte in Dvor: Eine Erfolgsgeschichte (und Scheitern) der Auersperger Eisenhütte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Izidor Volf]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Oct 2024 20:05:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsthandwerk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die erste Idee, in Dvor eine Eisenhütte zu errichten, geht auf das Jahr 1763 zurück, als Fürst Heinrich Auersperg erstmals eine Konzession beantragte. Die Baugenehmigung wurde ihm jedoch nicht erteilt, da die Besitzer anderer Eisenhütten in Krain eine Konkurrenz fürchteten. Erst seinem Sohn, Fürsten Wilhelm Auersperg von Gottschee, gelang es nach langen 31 Jahren, eine Eisenhütte in Dvor zu errichten. Die Gründe dafür waren der Unternehmergeist der Familie Auersperg, die in diesem Gebiet umfangreiche Ländereien besaß, Wasserkraft des Flusses Krka, ausgedehnte Wälder in einer unmittelbaren Nähe von Dvor, Eisenerzvorkommen in Unterkrain und die Verfügbarkeiten von Arbeitskräften. Am 6. Februar 1795 erhielt Fürst Wilhelm Auersperg (endlich) eine genehmigte Konzession aus Wien und die Bauarbeiten begannen. Da die Arbeiten nur langsam vorankamen, floss das erste Roheisen erst ein Jahr später, am 17. April 1796, aus dem Hochofen. Die Produktion übertraf sofort alle Erwartungen. Die Gebäude der Eisenhütte wurden am Ufer des Flusses Krka gebaut, und das Wasser wurde zum Antrieb von Blasebälgen genutzt, um Luft in den Hochofen und die Öfen zu blasen, die Schmiedehämmer anzutreiben, das Erz zu waschen und zu zerkleinern und die Maschinen in den mechanischen Werkstätten, Holzdrehbänke, Schleifmaschinen, Sägen und Pumpen anzutreiben. Die Eisenerzproduktion wurde mit der Einführung [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die erste Idee, in Dvor eine Eisenhütte zu errichten, geht auf das Jahr 1763 zurück, als Fürst Heinrich Auersperg erstmals eine Konzession beantragte. Die Baugenehmigung wurde ihm jedoch nicht erteilt, da die Besitzer anderer Eisenhütten in Krain eine Konkurrenz fürchteten. Erst seinem Sohn, Fürsten Wilhelm Auersperg von Gottschee, gelang es nach langen 31 Jahren, eine Eisenhütte in Dvor zu errichten. Die Gründe dafür waren der Unternehmergeist der Familie Auersperg, die in diesem Gebiet umfangreiche Ländereien besaß, Wasserkraft des Flusses Krka, ausgedehnte Wälder in einer unmittelbaren Nähe von Dvor, Eisenerzvorkommen in Unterkrain und die Verfügbarkeiten von Arbeitskräften.    </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-3-1024x768.jpg" alt="Signatur der Auersperger Eisenh&#xFC;tte HOF IN KRAIN" class="wp-image-2525" style="width:717px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Berühmte Signatur der Auersperger Eisenhütte HOF IN KRAIN auf einem der erhaltenen Öfen im Eisenhüttenmuseum in Dvor. Foto: Izidor Volf.</figcaption></figure>
</div>
<p>Am 6. Februar 1795 erhielt Fürst Wilhelm Auersperg (endlich) eine genehmigte Konzession aus Wien und die Bauarbeiten begannen. Da die Arbeiten nur langsam vorankamen, floss das erste Roheisen erst ein Jahr später, am 17. April 1796, aus dem Hochofen. Die Produktion übertraf sofort alle Erwartungen. Die Gebäude der Eisenhütte wurden am Ufer des Flusses Krka gebaut, und das Wasser wurde zum Antrieb von Blasebälgen genutzt, um Luft in den Hochofen und die Öfen zu blasen, die Schmiedehämmer anzutreiben, das Erz zu waschen und zu zerkleinern und die Maschinen in den mechanischen Werkstätten, Holzdrehbänke, Schleifmaschinen, Sägen und Pumpen anzutreiben.     </p>

<p>Die Eisenerzproduktion wurde mit der Einführung des wassergetriebenen Doppeltrommelgebläses, das in Dvor gebaut wurde, noch schneller. Auch die Qualität und Quantität des produzierten Roheisens nahmen deutlich zu. Dies ermöglichte den Ausbau und die Modernisierung des Eisenhütte. Im Jahr 1804 war die Eisenhütte in Dvor das erste Eisenwerk auf dem gesamten damaligen slowenischen Gebiet, das Gusseisen direkt am Hochofen erschmolz.    </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="821" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1-1024x821.jpg" alt="Eisenh&#xFC;tte in Dvor" class="wp-image-2537" style="width:718px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1-1024x821.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1-300x240.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1-768x616.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1.jpg 1280w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1-750x601.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1-80x65.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das einzige heutige Überbleibsel der Auersperger Eisenhütte in Dvor. Foto: Izidor Volf.</figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Eisenhütte in Dvor: ohne Konkurrenz im ganzen Krain</strong></h2>

<p>Nach der Aufhebung der illyrischen Provinzen geriet die Eisenindustrie in Krain in eine schwere Krise. Im März 1817 reduzierte die Verwaltung der Hofeisenhütte die Zahl der Beschäftigten von 216 auf 92 und die gesamte Eisenproduktion sank drastisch von 493 auf 143 Tonnen. Die drastischen Einschnitte waren auf die Konkurrenz des englischen und schwedischen Eisens in Italien und im Nahen Osten, das 20 % billiger war, zurückzuführen. Dennoch hatte die Eisenhütte in Dvor von 1820 bis Mitte des 19. Jahrhunderts keine wirkliche Konkurrenz in Krain, da sie als einziges Eisenwerk den heimischen Markt sowie die Märkte in Italien und Kroatien beherrschte.     </p>

<p>Im Jahr 1822 wurde der baufällige Hochofen umgebaut und um 2,5 Meter erhöht, und zwei Jahre später wurden zwei weitere, über drei Meter hohe Kuppelöfen gebaut. Mit diesen Öfen konnte das Roheisen aus dem Hochofen direkt zu Gusseisen geschmolzen werden. Die beiden Kupolöfen ermöglichten eine wesentlich höhere Produktion von hochwertigem Gusseisen, und die Umwandlung der Eisenhütte in Dvor von einem klassischen Eisenwerk in ein großes Eisenwerk war abgeschlossen. In dieser Zeit wurden auch ein Kalkstein- und Schlackenbrecher, ein Schmiedehammer, ein Kran für den Transport schwerer Produkte und ein neues Gebäude für die Materiallagerung errichtet. In den 1830-er Jahren beschäftigte die Eisenhütte wieder zwischen 220 und 250 Arbeiter und produzierte jährlich zwischen 392 und 448 Tonnen Roheisen, Guss- und andere Produkte. Damit wurde sie die größte und sogar die einzige Gießerei in der gesamten Region südlich der Alpen.        </p>

<p>Daher hatte das Unternehmen Schwierigkeiten, die zahlreichen Aufträge aus dem In- und Ausland zu erfüllen. Im Ausland verkaufte sie ihre Produkte vor allem in Italien und Kroatien. Im Jahr 1835 verfügte das Unternehmen über drei Lager: in Ljubljana (im Auersperger Fürstenhof), in Triest und in Venedig. Für die Qualität der Produkte in Dvor sorgte das gut ausgebildete Personal, das vor allem aus steirischen Ländern stammte. Die Eisenhütte in Dvor beschäftigte auch eine große Anzahl von Bergleuten, Förstern, Köhlern und Fuhrleuten, die ausschließlich aus der Region stammten. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in Krain keine Eisenhütte, die mit der Eisenhütte hinsichtlich der Technologie, der Qualität und Quantität der hergestellten Produkte und der Zahl der Beschäftigten vergleichbar war, weshalb ihr am 13. März 1836 der Status einer landesprivilegierten Hütte verliehen wurde.        </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-1024x768.jpg" alt="Grabkreuze der Auersperger Eisenh&#xFC;tte" class="wp-image-2522" style="width:758px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Grabkreuze der Auersperger Eisenhütte, ausgestellt im Eisenhüttenmuseum in Dvor. Foto: Izidor Volf.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Schlechtes Management und die aufkommende Konkurrenz führten zu einem bitteren Ende</strong></h2>

<p>Am 9. August 1836 wurde die Eisenhütte in Dvor durch den Tod ihres erfolgreichsten Direktors, Ignatz Vitus Engelbert Pantz, schwer betroffen. Der Besitzer Auersperg hatte bei der Wahl des Nachfolgers kein Glück. Die mangelnde Führungserfahrung und die schlechten unternehmerischen Entscheidungen der Nachfolger von Pantz führten in den folgenden Jahren zum Verfall vieler Fabrikgebäude und Anlagen. Da selbst grundlegende Wartungsarbeiten nicht durchgeführt wurden, nahm die Qualität des Roheisens und der Eisenerzeugnisse drastisch ab. Auch der Arbeitseifer und die Produktivität der Arbeiter ließen aufgrund der unregelmäßigen Bezahlung nach.      </p>

<p>In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bekam die Eisenhütte in Dvor außerdem Konkurrenz von Rosthorner Eisenhütte in Prevalje in Kärnten, die hauptsächlich Schienen, Achsen und Eisenbahnräder herstellte. Weitere Gießereien entstanden in Bohinjska Bistrica (Herstellung von Zahnrädern, Wasserturbinen, Ringen und Kolben für Dampfmaschinen, Kanalausrüstungen und Eisenzäunen) und in Gradac in Weißkrain (Herstellung von vor allem eisernen Halbfabrikaten und Munition). Die Eisenhütte in Dvor erlebte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch keine größere technologische Entwicklung mehr.     </p>

<p>Im Jahr 1870, vor der großen Bankenkrise in der Habsburgermonarchie, war sie noch voll funktionsfähig. Sie produzierte noch immer landwirtschaftliche Maschinen und Werkzeuge, Bergbau- und Gießereimaschinen, Mühlengeräte usw. Damals gab es jedoch bereits 27 konkurrierende Eisenhütten im österreichischen Teil der österreichisch-ungarischen Monarchie. Viele andere Eisenhütten in der Monarchie verfügten bereits über Eisenbahnverbindungen zu ihren Märkten, aber in Dvor mussten die Rohstoffe und Produkte noch mit Pferdefuhrwerken transportiert werden. Nach der Gründung der Österreichisch-Alpine Montangesellschaft in Wien im Jahr 1881 verschlechterte sich der Status der Eisenhütte in Dvor jedoch drastisch. In kürzester Zeit übernahm das Unternehmen die Kontrolle über die Eisenindustrie in ganz Innerösterreich und diktierte mit seiner Stärke und der Diversifizierung von Eisenarbeiten die Entwicklungsrichtung dieses Industriezweiges und damit auch das Schicksal der Existenz anderer Eisenhütten.      </p>

<p>Die Eisenhütte in Dvor konnte nur etwa sechs Jahre lang mit der Konkurrenz mithalten, bevor sie endgültig an Kraft verlor. Die modernere Konkurrenz und die veralteten Verkehrsverbindungen verteuerten stark die Produktion, was der Hauptgrund für den endgültigen Niedergang der einst führenden Eisenhütte in Krain war. Am 1. Oktober 1891 stellte das Eisenwerk in Dvor offiziell seinen ganzen Betrieb ein. Für Dvor und die Umgebung war die Schließung ein schwerer wirtschaftlicher Schlag, da viele Menschen ohne Arbeit blieben. In der Folge kam es zu einer Reihe von Auswanderungen aus der Region. Zehn Jahre lang nach der Schließung der Gießerei hofften die Einwohner von Dvor im Stillen, dass die Produktion zumindest in begrenztem Umfang wieder aufgenommen werden würde, doch dazu kam es letztendlich nicht.      </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-1024x768.jpg" alt="Produkte des Auersperger Eisenwerks" class="wp-image-2531" style="width:742px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Besteck, Arbeitsgeräte und andere erhaltene Produkte des Auersperger Eisenwerks, ausgestellt im <a href="http://zelezolivarna.com">Eisenhüttenmuseum in Dvor</a>. Foto: Izidor Volf.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Es überwogen künstlerische und Gebrauchsprodukte</strong></h2>

<p>Im Laufe ihrer ganzen Geschichte hat die Eisenhütte in Dvor eine große Vielfalt an Produkten hergestellt, vor allem Kunst- und Gebrauchsprodukte. So wurden 94 verschiedene Arten von Maschinen, Maschinenteilen, Werkzeugen, Küchengeräten, Bügeleisen, Öfen, Dachziegeln, Grabkreuzen, Zäunen und Gewichten sowie 89 verschiedene Arten vom Kunstguss für den persönlichen, häuslichen und kirchlichen Gebrauch (kaiserlich-königliche Wappen, religiöse und antike Reliefs, Schreibgeräte, Uhren- und Bügeleisenständer, Kerzenständer, Schmuck usw.) hergestellt, aber auch eine breite Palette von Produkten für das Kunsthandwerk. Eine Besonderheit der Eisenhütte in Dvor war die Herstellung von kunstvollen Gusserzeugnissen wie Grabsteinen, verzierten Öfen, Zäunen, Fensternetzen, Brunnen usw.   </p>

<p>Ihre Produkte unterschieden sich im Design nicht wesentlich von denen anderer renommierter Gießereien in Europa. 1820 wurden bereits Schiffskanonen nach englischen Vorbildern gegossen. Die Produkte wurden in Dvor auch gekennzeichnet, ihre bekannteste Signatur war HOF IN KRAIN. Die Produkte der Eisengießerei in Dvor wurden auf drei Industrie- und Handwerksausstellungen in den innerösterreichischen Ländern ausgezeichnet und waren unter den Produkten aus Eisen in Slowenien unübertroffen. Im Jahr 1833 wurde in Dvor auch das ein Meter hohe Wappen der Auersperg-Fürsten für die Fassade des Kurhauses in Dolenjske Toplice gegossen.    </p>

<p>Runde und quadratische kohle- und holzbefeuerte Öfen bildeten einen wichtigen Teil der Produktion der Eisenhütte in Dvor. Sie hatten 14 verschiedene Modelle auf Lager. Darüber hinaus wurden auch Kanonen verschiedener Kaliber, Munition, Kessel, Kochtöpfe, Küchen- und andere Schüsseln, Ofenplatten, Gewichte, Küchenmörser, Rahmen, Wasserrohre und Kanaldeckel gegossen. Zwei Drittel der Gesamtproduktion entfielen auf Gusserzeugnisse.   </p>

<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong></p>

<ul class="wp-block-list">
<li class="has-small-font-size">Pungerčar, Majda. 2021. Na Dvoru ulita umetnost. Novo mesto: Dolenjski muzej.   </li>



<li class="has-small-font-size">Šorn, Jože. 1980. Železarna na Dvoru pri Žužemberku: zgodovina, tehnologija, izdelki. Novo mesto: Dolenjski muzej.   </li>



<li class="has-small-font-size">Žargi, Matija. 2000. Železarna na Dvoru ob Krki. Novo mesto: Dolenjska založba.   </li>
</ul>

<p>Prejšnja objava: Ljudska balada o detomorilki: slovenske in kočevarske različice.</p>
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		<title>Spiegelung der adeligen Welt in der Tradition der gottscheerischen Volkslieder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marija Klobčar]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Oct 2024 19:50:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
		<category><![CDATA[Volkslied]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Gottscheer Ehepaar (Balthasar Hacquet 1778)</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-left">In der gottscheerischen Gedichtstradition, veröffentlicht 1895 in der Sammlung <em>des Autors Adolf Hauffen, Die deutsche Sprachinsel Gottschee. Geschichte und Mundart, Lebensverhältnisse, Sitten und Gebräuche, Sagen, Märchen und Lieder, </em>  (<em>werden erzählende Gedichte, d.h. Gedichte mit einer Geschichte, </em>besonders hervorgehoben. </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="833" height="627" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/hauffen.png" alt="Die deutsche Sprachinsel Gottschee. Adolf Hauffen " class="wp-image-2498" style="width:624px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/hauffen.png 833w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/hauffen-300x226.png 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/hauffen-768x578.png 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/hauffen-750x565.png 750w" sizes="auto, (max-width: 833px) 100vw, 833px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eine Sammlung von Volksliedern aus Gottschee wurde 1895 von Dr. Adolf Hauffen veröffentlicht.</figcaption></figure>
</div>
<p>Sie bringen oft das Geschehen im adligen Umfeld zum Ausdruck, was sich in der sozialen Stellung der Hauptfiguren, ihrem Verhalten, gesellschaftlichen Normen, die bei dem Adel galten, oder aus dem Umfeld, in dem Geschichten spielen, zeigt. So gibt es zum Beispiel Geschichten über Männer, die in den Krieg gehen oder zurückkehren, wobei die Rolle eines Ritters, des Verteidigers des Landes, hervorgehoben wird. Das Gedicht <em>Mogreatizle</em> (dt.: Margarethe), das in der Hauffen-Sammlung unter Nummer 71 veröffentlicht wurde, zeigt dies durch Erwähnung der spitzen bzw. Schnabelschuhen, denn spitze Schuhe waren ein ausgeprägtes mittelalterliches Zeichen für Prestige. Die Erwähnung von spitzen bzw. Schnabelschuhen deutet gleichzeitig auch darauf hin, dass das Gedicht geschrieben wurde, bevor die Siedler nach Gottschee umsiedelten.     </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Spiegelung der adligen Welt im Volkslied Das Mädchen und der Edelmannssohn</strong></h2>

<p>Das Leben der Oberschicht spiegelt sich auch in den Gedichten mit Beschreibungen des Alltagslebens der gesellschaftlichen Gruppen wider, die dem Adel dieses Leben ermöglichten. Im Volkslied <em>Das Mädchen und der Edelmannssohn,</em> das in der Hauffens Sammlung unter Nr. 78 veröffentlicht wurde, sind einige Merkmale direkt herausgearbeitet, die sich stark vom Alltagsleben der Gottscheer in ihrer neuen Umgebung unterscheiden. Der Reichtum der Umgebung, aus der der Junge und das Mädchen stammen, wird in dem Gedicht deutlich: Der Junge ist der Sohn eines Adligen, aber auch der Vater des Mädchens ist reich und er spielt mit dem jungen Adligen. Er hat eine Reihe von Wald- und Feldarbeitern unter sich; die Arbeit wird unter ihnen aufgeteilt, was die Macht des Adels zeigt, aus dem das Mädchen stammt. Das Gedicht drückt nicht nur die Zugehörigkeit der Hauptfiguren zu der oberen Gesellschaftsschicht aus, sondern führt auch eine Aufgabe an, die im slowenischen Raum anders ausgeführt wurde als in einem gottscheerischen Gedicht: In dem Gedicht wird Heu von Männern geharkt, nicht von Frauen, wie es im slowenischen Raum allgemein üblich war. Die slowenische Sprache kennt daher keinen Begriff für einen Mann, der Heu zusammenharkt; sie kennt nur den Begriff für Frauen „grabljice“.       </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Bunte Schuhe</strong></h2>

<p>Güter des ausgeprägten Prestiges enthalten neben den erzählenden auch einige rituelle Gedichte, wie z. B. das Lied <em>Der schöne Andreas</em> (Hauffen, Nr. 119), in dem der Jahrmarkt aus der ursprünglichen Umgebung, die mit einem prestigeträchtigen Angebot verbunden war, durch den Jahrmarkt von Ljubljana ersetzt wurde. Noch expliziter kommt die Zugehörigkeit zur höchsten Gesellschaftsschicht in dem rituellen Lied <em>Abschied der Braut</em> (Hauffen, Nr. 106) zum Ausdruck, in dem sich die Braut von ihren Angehörigen verabschiedet: Das Gedicht enthält u. a. Zweizeiler mit einem Verweis auf ein Teil der der Brautkleidung, die bunten Schuhe. Bunte Schuhe konnten nämlich nur Brokatschuhe sein, was den höchsten gesellschaftlichen Status ausdrückt.   </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Woher kommt das Spiegelbild der adligen Welt?</strong></h2>

<p>Das Thema des Lebens in den höheren Gesellschaftskreisen wäre nicht aufgefallen, wenn es mit den Lebensbedingungen der Gottscheer übereinstimmen würde: Sie lebten in der neuen Umgebung unter bescheidenen Verhältnissen und außer der Burg Friedrichstein und dem Stadtschloss gab es in der Gegend kein einziges adeliges Landgut. Die Burgen Poljanski (Polandl) und Kostelski grad (Grafenwart) lagen außerhalb der gottscheerischen Dörfer. Die Umgebung, in der die gottscheerischen Siedler lebten, bot also keine direkte Möglichkeit, das Leben der Burgherren zu betrachten. Auch die Geschichte der verbotenen Liebe zwischen Veronika von Deschenitz und Friedrich II, die mit der Burg Friedrichstein in Verbindung gebracht wird, hat nicht in das Gottscheer Erbe geschafft.    </p>

<p>Die gottscheerischen Siedler lebten in einer sehr abgeschlossenen Gemeinschaft. Die Frauen verließen in den vergangenen Jahrhunderten ihre armen Bergdörfer nicht und bewahrten ihr Volksvermögen, das ihnen in der Zeit der Trennung von ihren Männern wichtige Trost spendete. Vor allem aber bewahrten sie das Erbe, das die Gottscheer mitgebracht hatten. Auch die Wallfahrten, an denen Gottscheer teilnahmen, wurden von religiösen und Legendenliedern, aber nicht von anderen erzählenden oder rituellen Liedern begleitet.    </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="710" height="458" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/kocevarski-par.jpg" alt="" class="wp-image-2481" style="width:662px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/kocevarski-par.jpg 710w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/kocevarski-par-300x194.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Gottscheer-Paar, abgebildet auf der Flusskarte in Oryctographia Carniolica: Mappa Hydrographica Nationis Slavica (Balthasar Hacquet 1778).</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gedichtserbe als Zeugnis der Einwanderung aus Franken und Thüringen?</strong></h2>

<p>Die Volkslieder der Gottscheer sind somit der Ausdruck des Wohlstandes in der Erinnerung an die vergangene Zeit, die ihnen half, in der neuen Umgebung zu überleben. Diese Erkenntnis eröffnete einen wichtigen Aspekt der Betrachtung des gottscheerischen Erbes, und die Suche nach einer Erklärung dafür führte zu einem erneuten Nachdenken über die ursprüngliche Umgebung der Gottscheer und die Gründe für ihre Einwanderung nach Gottschee. Diese Überlegungen brachten neue historische Verbindungen zu den wirtschaftlich und sozial bedeutenden Regionen Franken und Thüringen ans Licht. Eine erneute Überprüfung der Gültigkeit der Aufzeichnungen von Bischof Hren beleuchtete auch Gründe für die Einwanderung der Gottscheer in ihre neue Umgebung. Diese Gründe betonen die Bedeutung von Ehre und Loyalität und werden zusammen mit einer ausführlichen Analyse und neuen Erkenntnissen in eine der Studien aufgenommen, die in der slowenischen Übersetzung von Hauffens Werk erscheinen werden. Das Buch Pesemsko izročilo Kočevske (dt.: Gedichtstradition von Gottschee) wird im November 2024 im Verlag ZRC, ZRC SAZU erscheinen.    </p>

<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong></p>

<ul class="wp-block-list">
<li class="has-small-font-size">Hauffen, Adolf. 1895.  <em>werden erzählende Gedichte, d.h. Gedichte mit einer Geschichte, </em>. Graz: K. k. Universitäts-Buchdrückerei und Verlags-Buchhandlung &#8216;Styria&#8217;.  </li>



<li class="has-small-font-size">Knific, Bojan. 2020. <em>Obutvena dediščina na Slovenskem</em>:<em> O škornjih, čevljih, coklah, opankah, copatah in drugih obuvalih</em>. Tržič: Tržiški muzej.  </li>



<li class="has-small-font-size">Lackner-Kundegraber, Marija. 1995. Etnografske posebnosti v nekdanjem Kočevskem nemškem jezikovnem otoku. <em>Kronika</em> 43/3: 76–84.  </li>



<li class="has-small-font-size">Marolt, France. 1939. Slovenske prvine v kočevski ljudski pesmi. V: <em>Kočevski zbornik</em>. <em>Razprave o Kočevski in njenih ljudeh</em>. Ljubljana: Vodstvo družbe sv. Cirila in Metoda v Ljubljani, 179–320.     </li>



<li class="has-small-font-size">Stopar, Ivan. 1986. <em>Gradovi na Slovenskem</em>. Ljubljana: Cankarjeva založba.  </li>
</ul>

<p>Der Artikel <em>Spiegelung der adeligen Welt in der Tradition der gottscheerischen Volkslieder </em>wurde im Rahmen des Projekts <em><a href="https://gni.zrc-sazu.si/sl/programi-in-projekti/teza-preteklosti-dediscina-veckulturnega-obmocja-primer-kocevske">Teža preteklosti.
Dediščina večkulturnega območja: primer Kočevske </a></em>wurde von der slowenischen Forschungsagentur finanziell unterstützt.</p>

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		<title>Was macht &#8220;Micika v püngradi&#8221; (Maria im Garten) in Gottschee? &#8211; Lieder aus dem Übermurgebiet in Gottschee</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Serec Hodžar]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2024 20:21:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
		<category><![CDATA[Volkslied]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Multikulturalität des Gebiets der breiteren Region Gottschee könnte als eine einzige miteinander verflochtene &#8220;Kultur&#8221; oder Gemeinschaft betrachtet werden. Denn dort leben Menschen, die aus allen Himmelsrichtungen zugewandert sind, und die kulturelle Vielfalt ist ein fester Bestandteil ihres täglichen Lebens. Ankünfte und Abreisen gehören seit Jahrhunderten zu dieser Region. Das ist zwar in jedem Gebiet der Fall, aber in Gottschee ist es jedoch besonders ausgeprägt. Umso erstaunlicher erscheint es, dass uns ein Fragment der mündlichen Überlieferung, das in diesen Orten aufgezeichnet wurde, immer noch überrascht. Volksliedmaterial im Archiv des Instituts für Ethnomusikologie ZRC SAZU Im Rahmen des Forschungsprojekts Teža preteklosti. Dediščina večkulturnega območja: primer Kočevske (Die Last der Vergangenheit: Das Erbe der multikulturellen Region &#8211; Beispiel aus der Region Gottschee) haben wir uns auch intensiver mit dem Material befasst, das von den Kollegen des Instituts für Ethnomusikologie im Forschungszentrum der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste (abk. ZRC SAZU) während der 90-jährigen Geschichte des Instituts (das in diesem Jahr sein Jubiläum feiert) gesammelt wurde, sowie mit dem noch älteren Material, das das Institut als zentrale Einrichtung für Volksmusik, Gesang und Tanz im slowenischen Raum aufbewahrt. Anfangs schien es, als gäbe es fast kein Material aus der Zeit vor dem Zweiten [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Multikulturalität des Gebiets der breiteren Region Gottschee könnte als eine einzige miteinander verflochtene &#8220;Kultur&#8221; oder Gemeinschaft betrachtet werden. Denn dort leben Menschen, die aus allen Himmelsrichtungen zugewandert sind, und die kulturelle Vielfalt ist ein fester Bestandteil ihres täglichen Lebens. Ankünfte und Abreisen gehören seit Jahrhunderten zu dieser Region. Das ist zwar in jedem Gebiet der Fall, aber in Gottschee ist es jedoch besonders ausgeprägt. Umso erstaunlicher erscheint es, dass uns ein Fragment der mündlichen Überlieferung, das in diesen Orten aufgezeichnet wurde, immer noch überrascht.     </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/09/dscn0665-1024x768.jpg" alt="Das Foto des Gartens in Trava bei Draga" class="wp-image-2439" style="width:745px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Das Foto des Gartens in Trava bei Draga, 2023. Foto: Anja Serec Hodžar. Institut für Ethnomusikologie im Forschungszentrum der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste.  </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Volksliedmaterial im Archiv des Instituts für Ethnomusikologie ZRC SAZU</strong></h2>

<p>Im Rahmen des Forschungsprojekts <em><a href="https://gni.zrc-sazu.si/sl/programi-in-projekti/teza-preteklosti-dediscina-veckulturnega-obmocja-primer-kocevske">Teža preteklosti. Dediščina večkulturnega območja: primer Kočevske (Die Last der Vergangenheit: Das Erbe der multikulturellen Region &#8211; Beispiel aus der Region Gottschee) </a></em> haben wir uns auch intensiver mit dem Material befasst, das von den Kollegen des <a href="https://gni.zrc-sazu.si/sl">Instituts für Ethnomusikologie </a>im Forschungszentrum der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste (abk. ZRC SAZU) während der 90-jährigen Geschichte des Instituts (das in diesem Jahr sein Jubiläum feiert) gesammelt wurde, sowie mit dem noch älteren Material, das das Institut als zentrale Einrichtung für Volksmusik, Gesang und Tanz im slowenischen Raum aufbewahrt. Anfangs schien es, als gäbe es fast kein Material aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, aber eine genauere Durchsicht des Archivs zeigte, dass dies nicht der Fall war. Es gibt zwar kein Material, das konkret von den Mitarbeitern des Instituts gesammelt wurde, aber aufgrund der Zusammenarbeit mit verwandten Institutionen in Österreich und Deutschland verfügt das Institut über Kopien des Materials, das sonst in anderen Ländern aufbewahrt wird. Die Volkslieder in Gottschee wurden zu der Zeit aufgenommen, als Slowenien noch ein Teil der österreichisch-ungarischen Monarchie war.   </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="412" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/09/msma-98-19-01-1024x412.jpg" alt="Gottscheer Volkslied, Scanogramm von France Marolt" class="wp-image-2465"/><figcaption class="wp-element-caption">Scanogramm einer Tonaufnahme von France Marolt aus dem Jahr 1937 in Stari Log. Institut für Ethnomusikologie ZRC SAZU. </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Tonaufnahmen in Gottschee</strong></h2>

<p>Aber kehren wir zu den Überraschungen zurück. Nach dem Zweiten Weltkrieg, genauer gesagt nach dem Jahr 1953, begann das Institut mit den Tonaufnahmen. Das heißt, man ging zu den Menschen und nahm ihren Gesang auf. Mehrere solcher Aufnahmen wurden auch in Gottschee gemacht. Mag Igor Cvetko nahm 1992 in Kočevska Reka eine Gruppe der Sänger auf, die für ihn folgende slowenische Volkslieder sangen: <em>Tam dol na ravnem polju, Preozke so stezice, Ko psi zalajajo po celi vas na glas, Fantič pride pod okence stat, Sijaj mi sončece, Duša le pojdi zmanoj, Ênglaš valcer</em> (Akkordeon), <em>Ta stara polka </em>(Akkordeon), <em>Se spominjaš davnih časov </em>(Akkordeon), <em>Moje dekle je še mlado, ja, ja, Sinoči je pela, En hribček bom kupil, Grêmo na Štajersko, Ko so fantje proti vasi šli, Moj očka ima konjička dva,</em> <em>Moj fantič je na t(i)rolsko vandral, Al me boš kaj rada imela, Ko so Adáma pokopal, Soča voda je šumela, Micika v püngradi, Rozamunda</em> (Akkordeon), <em>Ena starinska</em>(Akkordeon).       </p>

<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Micika v püngradi" width="1080" height="608" src="https://www.youtube.com/embed/cnMiadGvPqE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Aufnahme des Liedes Micika v püngradi, Kočevska Reka, 1992, Mag. Igor Cvetko, Archiv des Instituts für Ethnomusikologie ZRC SAZU. </figcaption></figure>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Lied &#8220;Micika v püngradi&#8221; (dt.: Micika in einem Garten)</strong></h2>

<p>Püngrad ist das Wort für Garten im Prekmurje-Dialekt. Im Volkslied pflückt Micika Blumen und spricht mit ihrem Geliebten. </p>

<p>Das Lied <em>Micika v püngradi</em> wird von einer Frau und einem Mann in einem schönen (authentischen) Dialekt aus dem Übermurgebiet (sl. Prekmurje) gesungen. Nach Gottschee zogen sie 1954 aus Prekmurje, aus zwei verschiedenen Orten, um. Die Umsiedlung von Leuten aus dem Gebiet Prekmurje in die während des Zweiten Weltkriegs verlassenen Dörfer in Gottschee ist zwar bekannt und dokumentiert. Es scheint jedoch, dass wir uns ihrer Anwesenheit erst dann bewusstwerden, wenn wir ein Lied im Dialekt vom anderen Ende Sloweniens hören. Ich stellte die Tonaufnahme dieses Liedes auf einer Podiumsdiskussion vor, die im Rahmen des Projekts &#8220;Die Last der Vergangenheit: Das Erbe der multikulturellen Region &#8211; Beispiel aus der Region Gottschee&#8221; im März 2024 in Ljubljana organisiert wurde. Auch zwei einheimische Frauen aus Gottschee, Nachkommen der Gottscheer, nahmen daran teil. Ihre Reaktion, als sie die ersten Strophen des Liedes hörten, war interessant, denn es war ihnen völlig fremd und es war offensichtlich, dass sie den Text nicht verstanden. Obwohl ihnen die Geschichte des Gebiets gut bekannt ist, sie in das lokale Leben eingebunden sind und aktiv an kulturellen Vereinen teilnehmen, dennoch wurden sie vom Lied überrascht. Das Lied ist ein schönes Beispiel dafür, wie fließend die Tradition ist und wie sich ein Volkslied von einem Gebiet in ein anderes überträgt. Ein Beispiel, das auch für Forscher der Erbtheorie, ihrer Entstehung und Wandlung interessant ist.         </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/09/1718943533586-1024x768.jpg" alt="Ein Tonband, aufbewahrt im Archiv des Instituts f&#xFC;r Ethnomusikologie ZRC SAZU" class="wp-image-2453" style="width:696px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Ein Tonband mit Aufnahmen aus Kočevska Reka, aufbewahrt im Archiv des Instituts für Ethnomusikologie ZRC SAZU. Foto: Anja Serec Hodžar. </figcaption></figure>
</div>
<p class="has-small-font-size">Artikel <em>Was macht &#8220;Micika v püngradi&#8221; (Maria im Garten) in Gottschee? &#8211; Lieder aus dem Übermurgebiet in Gottschee </em> ist Teil des Projekts <em><a href="https://gni.zrc-sazu.si/sl/programi-in-projekti/teza-preteklosti-dediscina-veckulturnega-obmocja-primer-kocevske">Teža preteklosti. Dediščina večkulturnega območja: primer Kočevske </a></em>wurde von der slowenischen Forschungsagentur finanziell unterstützt.</p>

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		<title>Der Friedhof in Stari Log</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Moric]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jan 2024 08:48:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Friedhof in Stari Log (Altlag) bei Kočevje (Gottschee) ist einer der am besten erhaltenen gottscheerischen Friedhöfe. Er ist nicht nur die ewige Ruhestätte der Bewohner von Stari Log, sondern zeugt auch von den Ereignissen, die Stari Log und seine Umgebung sowie die weite Region Kočevsko geprägt haben. Als Zeuge der Vergangenheit und als Treffpunkt für unterschiedliche Erinnerungen ist der Friedhof ein wichtiger Ort für den Aufbau eines Dialogs und das Verständnis für ein gemeinsames kulturelles Erbe. Das Schicksal des Dorfes Stari Log in der Zwischenkriegszeit Das idyllische Dorf Stari Log, umgeben von einem Wald, war vor dem Zweiten Weltkrieg das größte Dorf in Kočevska Region. Dort befanden sich bis zum Zweiten Weltkrieg Sitz der Gemeinde, Sitz der Pfarrei, eine Schule, ein Friedhof, eine Gendarmenstation, Gasthäuser und Geschäfte. Stari Log wurde vom Krieg auch nicht verschont. Nach der Umsiedlung der Gottscheer 1941 blieben im Dorf nur noch zwei gottscheerische Familien. Um die Einrichtung eines italienischen Außenpostens zu verhindern, wurde das Dorf 1942 von Partisanen niedergebrannt und die italienische Armee schickte Frauen, Kinder und ältere Menschen aus Stari Log und Umgebung in Konzentrationslager, während 74 Männer erschossen wurden. Der Friedhof in Stari Log Ursprünglich befand sich der Friedhof in Stari Log [&#8230;]</p>
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<p>Der Friedhof in Stari Log (Altlag) bei Kočevje (Gottschee) ist einer der am besten erhaltenen gottscheerischen Friedhöfe. Er ist nicht nur die ewige Ruhestätte der Bewohner von Stari Log, sondern zeugt auch von den Ereignissen, die Stari Log und seine Umgebung sowie die weite Region Kočevsko geprägt haben. Als Zeuge der Vergangenheit und als Treffpunkt für unterschiedliche Erinnerungen ist der Friedhof ein wichtiger Ort für den Aufbau eines Dialogs und das Verständnis für ein gemeinsames kulturelles Erbe. </p>

<h2 class="wp-block-heading">Das Schicksal des Dorfes Stari Log in der Zwischenkriegszeit</h2>

<p>Das idyllische Dorf Stari Log, umgeben von einem Wald, war vor dem Zweiten Weltkrieg das größte Dorf in Kočevska Region. Dort befanden sich bis zum Zweiten Weltkrieg Sitz der Gemeinde, Sitz der Pfarrei, eine Schule, ein Friedhof, eine Gendarmenstation, Gasthäuser und Geschäfte. Stari Log wurde vom Krieg auch nicht verschont. Nach der Umsiedlung der Gottscheer 1941 blieben im Dorf nur noch zwei gottscheerische Familien. Um die Einrichtung eines italienischen Außenpostens zu verhindern, wurde das Dorf 1942 von Partisanen niedergebrannt und die italienische Armee schickte Frauen, Kinder und ältere Menschen aus Stari Log und Umgebung in Konzentrationslager, während 74 Männer erschossen wurden.    </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="647" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/stari-log01-1024x647.jpg" alt="Stari Log vor dem Zweiten Weltkrieg. Ansichtskarte. Autor: Vekoslav Kramari&#x10D;. Aufbewahrt von Slovenski etnografski muzej (dt.: Slowenisches ethnographisches Museum).    " class="wp-image-2242" style="width:589px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/stari-log01-1024x647.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/stari-log01-300x190.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/stari-log01-768x485.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/stari-log01-750x474.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/stari-log01.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Stari Log vor dem Zweiten Weltkrieg. Ansichtskarte. Autor: Vekoslav Kramarič. Aufbewahrt von Slovenski etnografski muzej (dt.: Slowenisches ethnographisches Museum).    </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading">Der Friedhof in Stari Log</h2>

<p>Ursprünglich befand sich der Friedhof in Stari Log neben der Kirche der Heiligen Margarete. 1853 wurde der Friedhof zu klein, deshalb begann man, Verstorbene südöstlich vom Dorf, an der Stelle des heutigen Friedhofs beizusetzen. Heute befinden sich in einem Teil des Friedhofs Gräber der Gottscheer, im zweiten Teil, wo noch heute beigesetzt wird, Gräber der Nachkriegsmigranten, und im dritten Teil sind Gräber der 74 Partisanen und Geiseln, die im August 1942 von der italienischen Armee erschossen wurden. Es gibt 11 Grabsteine aus dem 19. Jahrhundert, der Rest ist jünger. Neun von ihnen sind von dem Steinmetz A. Plesche signiert.      </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8941-1024x768.jpeg" alt="Vorkriegsgrabsteine im Friedhof in Stari Log. Foto: Anja Moric. " class="wp-image-2256" style="width:534px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8941-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8941-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8941-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8941-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8941-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8941-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vorkriegsgrabsteine im Friedhof in Stari Log. Foto: Anja Moric. </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading">Verschiedene Erinnerungen in Stari Log</h2>

<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Friedhof in Stari Log zu einer Gedenkstätte – ein Denkmal für die Ereignisse, die die turbulente gottscheerische Geschichte geprägt haben. In der Nähe des Friedhofseingangs sieht Besucher ein Denkmal, das 1997 für „allen Toten des Gottscheer Landes“ errichtet wurde – ein quadratischer Obelisk mit einer pyramidenförmigen Struktur an der Spitze und einer Widmung in slowenischer, deutscher, englischer und gottscheerischer Sprache. Er wurde von gottscheerischen Organisationen aus Slowenien und Ausland in Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen und der Ortsgemeinschaft errichtet.  </p>

<p>Im Jahr 1960 wurde ein Gruppengrab für die getöteten Geiseln errichtet. Neben dem Grabmal gibt es auf der etwa 1000 m<sup>2</sup> Fläche einen Obelisken und Grabsteine aus weißem Marmor. </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="757" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8230-1024x757.jpeg" alt="Grab der get&#xF6;teten Geiseln auf dem Friedhof von Stari Log. Foto: Anja Moric. " class="wp-image-2262" style="width:531px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8230-1024x757.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8230-300x222.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8230-768x568.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8230-1536x1135.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8230-2048x1513.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8230-750x554.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Grab der getöteten Geiseln auf dem Friedhof von Stari Log. Foto: Anja Moric. </figcaption></figure>
</div>
<p>Weniger als ein Jahrzehnt davor, im Jahr 1951, hatte der slowenische Literatenverein auch ein Denkmal oder ein symbolisches Grab für den Dichter, Schriftsteller und Puppenspieler Miran Jarc errichtet. Er wurde in der Nähe vom Dorf Pugled pri Starem Logu erschossen, aber die Lage seines Grabes ist unbekannt. 2002 wurde das Denkmal von dem Verein für die Pflege der Partisanengräber in Rog (dt.: Hornwald) modernisiert.   </p>

<p>Viele Jahre lang hatte der Friedhof in Stari Log kein Friedhofskreuz. Im August 2023 restaurierten Dorfbewohner von Stari Log symbolisch ein gusseisernes Kreuz von einem der gottscheerischen Gräber und stellten es als Friedhofskreuz am linken Rand des Friedhofs an der Friedhofsmauer. </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8924-1024x768.jpeg" alt="Feierliche Einweihung des neuen Friedhofskreuzes in Stari Log, August 2023. Foto: Anja Moric. " class="wp-image-2253" style="width:549px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8924-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8924-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8924-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8924-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8924-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8924-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Feierliche Einweihung des neuen Friedhofskreuzes in Stari Log, August 2023. Foto: Anja Moric. </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading">Restaurierung von Grabsteinen im Friedhof Stari Log</h2>

<p>Der Friedhof in Stari Log wurde im Jahr 1997 von der Ortsgemeinschaft Stara Cerkev mit Hilfe der gottscheerischen Organisationen angelegt. 2002 wurden die 45 erhaltenen gottscheerischen Grabsteine aus Stein einer grundlegenden Restaurierung unterzogen, doch bis heute sind viele der Grabsteine aufgrund von Witterungseinflüssen, Terrainsenkungen und Materialverfall beschädigt. </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8915-768x1024.jpeg" alt="Gottscheer-Grabstein in Stari Log vor den Restaurierungsarbeiten, August 2023, Foto: Anja Moric. " class="wp-image-2259" style="width:380px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8915-768x1024.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8915-225x300.jpeg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8915-1152x1536.jpeg 1152w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8915-1536x2048.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8915-750x1000.jpeg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_8915-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gottscheer-Grabstein in Stari Log vor den Restaurierungsarbeiten, August 2023, Foto: Anja Moric. </figcaption></figure>
</div>
<p>Anstalt Putscherle, eine Nichtregierungsorganisation, die sich für Erhaltung des kulturellen Erbes in der Region Kočevsko einsetzt, begann daher im Jahr 2023 unter der Leitung von Dr. Anja Moric mit einer komplexeren Restaurierung der sechs am meisten beschädigten Grabsteine. Die Restaurierungsarbeiten werden vom Unternehmen Kamnoseštvo Erjavec aus Mahovnik gemäß den Anweisungen der Anstalt der Republik Slowenien für den Schutz des Kulturerbes durchgeführt und vom Kulturministerium der Republik Slowenien und der Gemeinde Kočevje finanziert.  Die Arbeiten an einzelnen Grabsteinen umfassen Stabilisierung der Fundamente (durch Betonierung), Entfernung von Moos und Schimmel, Restaurierung der Inschriften, Restaurierung der Fotografien in Keramikrahmen, wo dies möglich ist, und Bau fehlender Teile der Denkmäler, wie z. B. Kreuze, Ornamente usw. In Anstalt Putscherle plant in den kommenden Jahren schrittweise Restaurierung mehrerer weiterer gottscheerischer Grabsteine.  </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/image000000-768x1024.jpg" alt="Aufstellung des restaurierten Grabsteins in Stari Log, November 2023. Foto: Matej Erjavec. " class="wp-image-2246" style="width:400px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/image000000-768x1024.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/image000000-225x300.jpg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/image000000-750x1000.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/image000000.jpg 848w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Aufstellung des restaurierten Grabsteins in Stari Log, November 2023. Foto: Matej Erjavec. </figcaption></figure>
</div>
<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong><br/>&#8211; Resman, Blaž in Seražin, Helena. 2010. <em>Upravna enota Kočevje: občine Kočevje, Kostel in Osilnica</em>. Ljubljana: Založba ZRC.  <br/>&#8211; Stari Log &#8211; spominsko obeležje Tomšičeve brigade. Dostopno na: <strong> </strong>http://www.zb-kocevje.si/starilog_britof.htm<br/>&#8211; Šmajdek, Primož. 2012. Stari Log pri Kočevju – Pokopališče. Dostopno na: http://spomeniki.blogspot.com/2012/12/stari-log-pri-kocevju-pokopalisce.html   <br/>&#8211; Šuštar, Branko. 2006. Zgodba z nagrobnika prvega učitelja na šoli Smuka/Langenthon na Kočevskem okoli leta 1888. <em>Kronika </em>(Ljubljana), letnik 55, številka 3, str.  405-428.<br/></p>
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		<title>Kohlebergwerk Gottschee: Eine turbulente Bergbaugeschichte</title>
		<link>https://www.kocevskibrlog.com/de/kohlebergwerk-gottschee-eine-turbulente-bergbaugeschichte/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Izidor Volf]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Dec 2023 13:52:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Bergbau]]></category>
		<category><![CDATA[Kočevje]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Region Gottschee ist nach ihren natürlichen Ressourcen bekannt, insbesondere für ihre ausgedehnten, unberührten Wälder. In der (gar nicht so weiten) Vergangenheit war das Gebiet jedoch auch reich an einer natürlichen Ressource, die einen bedeutenden Einfluss auf das Leben der Menschen hier hatte – Braunkohle. Gottschee ist eine von den slowenischen Städten, die auf eine reiche Bergbautradition zurückblicken können. Obwohl das Bergwerk Gottschee 1978 seine Pforten schloss, ist die Erinnerung an die Geschichte von Gottschee noch nicht verblasst. Die Zahl der pensionierten Bergleute nimmt von Jahr zu Jahr ab, aber es sind viele Geschichten erhalten geblieben, die von der großen Bedeutung des Bergwerks für die Stadt und die Region im Allgemeinen zeugen. Die Anfänge des Bergbaus in Gottschee Die Anfänge des Bergbaus in Gottschee reichen in die ersten Jahre des 19. Jahrhunderts zurück. Im September 1803 erwarb Fürst Karl Wilhelm von Auersperg als Erster eine Bergbaulizenz für Braunkohle im Gebiet des heutigen Trata und eröffnete den „Wilhelms Bau“ Fürst hielt sich nicht lange mit dem Abbau auf, denn die Förderung war bescheiden und das Mineral erwies sich nicht als nützlich für die Eisenindustrie, die er als Besitzer der Eisenhütte in Dvor bei Žužemberk pflegte. Nach einer langen Zeit ohne Bergbautätigkeit in [&#8230;]</p>
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<p>Region Gottschee ist nach ihren natürlichen Ressourcen bekannt, insbesondere für ihre ausgedehnten, unberührten Wälder. In der (gar nicht so weiten) Vergangenheit war das Gebiet jedoch auch reich an einer natürlichen Ressource, die einen bedeutenden Einfluss auf das Leben der Menschen hier hatte – Braunkohle. Gottschee ist eine von den slowenischen Städten, die auf eine reiche Bergbautradition zurückblicken können. Obwohl das Bergwerk Gottschee 1978 seine Pforten schloss, ist die Erinnerung an die Geschichte von Gottschee noch nicht verblasst. Die Zahl der pensionierten Bergleute nimmt von Jahr zu Jahr ab, aber es sind viele Geschichten erhalten geblieben, die von der großen Bedeutung des Bergwerks für die Stadt und die Region im Allgemeinen zeugen.     </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Anfänge des Bergbaus in Gottschee</strong></h2>

<p>Die Anfänge des Bergbaus in Gottschee reichen in die ersten Jahre des 19. Jahrhunderts zurück. Im September 1803 erwarb Fürst Karl Wilhelm von Auersperg als Erster eine Bergbaulizenz für Braunkohle im Gebiet des heutigen Trata und eröffnete den „Wilhelms Bau“ Fürst hielt sich nicht lange mit dem Abbau auf, denn die Förderung war bescheiden und das Mineral erwies sich nicht als nützlich für die Eisenindustrie, die er als Besitzer der Eisenhütte in Dvor bei Žužemberk pflegte. Nach einer langen Zeit ohne Bergbautätigkeit in diesem Gebiet wurden die Schürfrechte 1820 an Ivan Röthel, Bürger aus Gottschee, vergeben, der die Grube „St. Johann“ eröffnete. Obwohl die Kohle nicht reichlich vorhanden war, nutzte er sie für industrielle Zwecke, für seine Ziegelei. Dies war das erste Werk in Gottschee, das Braunkohle in den Produktionsprozess einführte.      </p>

<p>Später wurde Kohle in Gottschee auch von einigen wohlhabenden Bürgern abgebaut, allen voran von der Wiener Familie Razinger, die in der Glasherstellung tätig war. Brüder Anton, Nikolai und Franz zogen nach Gottschee 1849 um und erhielten zwei Jahre später die Schürfrechte. Die Glashütte war erfolgreich und es wurde immer mehr Kohle für die Produktion abgebaut. 1859 erhielten sie zusätzliche sieben damalige Höhlenmaß und beschäftigten 150 Arbeiter in der Mine. Da der intensive Bergbau immer höhere Investitionen erforderte, waren die Razinger überschuldet und gingen nach und nach in Konkurs.    </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Bergwerk Gottschee: Der Aufschwung unter der Herrschaft aus Trbovlje</strong></h2>

<p>Ende des 19. Jahrhunderts ging das Bergwerk in den Besitz der Kohlebergbaugesellschaft aus Trbovlje über, die begann, in das Bergwerk zu investieren. Sie errichtete eine Ziegelei, einen Kalkofen, eine Separationsanlage, einen Heizraum, einen Maschinenraum, eine Zentralwerkstatt, ein Sägewerk und eine Dampfmaschine mit einem elektrischen Generator. Im September 1893 wurde Gottschee offiziell für den Transport von Braunkohle mit der Eisenbahn nach Ljubljana eröffnet und bereits zwei Monate zuvor hatte der erste Zug die Strecke befahren. Eine „Eisenstraße“ ermöglichte dem Bergwerk von Gottschee den Durchbruch auf den internationalen Markt und der Stadt Gottschee eine industrielle Entwicklung. Das Bergwerk wurde der größte Industriebetrieb in der Region Gottschee und sein Betrieb brachte auch die erste Elektrifizierung der Stadt mit sich. Im Jahr 1919 wurde eine Wasserleitung vom Fluss Rinža zum Bergwerk gebaut, die mit einer elektrisch betriebenen Pumpe ausgestattet war.      </p>

<p>Während des Ersten Weltkrieges wurde der Bergbau ununterbrochen fortgesetzt, nach dem Zusammenbruch der Österreichisch-ungarischen Monarchie ging der Betrieb im Bergwerk Gottschee zurück. Die Eisenbahn wurde verstaatlicht, was die Kohlenlieferungen erheblich reduzierte. Die Bergbaugesellschaft von Trbovlje reduzierte ihre Investitionen und es folgten Massenentlassungen. Im Jahr 1919 arbeiteten sogar rund 1200 Bergleute, im Jahr 1930 waren es nur noch etwa 100.    </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_124449-1024x768.jpg" alt="Ein Gem&#xE4;lde der Fassade des k&#xFC;rzlich abgerissenen Bergbauhauses Gottschee, das den Aufstand der Bergleute in Gottschee darstellt, Kunstler: Stane Jarm. Foto: Izidor Volf. Foto: Izidor Volf. " class="wp-image-2142" style="width:593px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_124449-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_124449-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_124449-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_124449-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_124449-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_124449-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Gemälde der Fassade des kürzlich abgerissenen Bergbauhauses Gottschee, das den Aufstand der Bergleute in Gottschee darstellt, Kunstler: <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/stane-jarm/">Stane Jarm</a>. Foto: Izidor Volf.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Aufstand der Bergleute aus Gottschee</strong></h2>

<p>Während des Zweiten Weltkrieges wurde im Bergwerk Gottschee ein Feldkomitee der Osvobodilna fronta (Befreiungsfront) organisiert. Die Bergleute von Gottschee gingen in großer Zahl zu Partisanen und führten auch verschiedene Sabotageakte durch, indem sie über das Bergwerk Material und Lebensmittel an die Partisanen lieferten. Der Weggang der Bergleute in die Armee führte zu einem Rückgang der Bergbautätigkeit. Italiener verhafteten eine Reihe von Bergleuten von Gottschee, einige von ihnen wurden in ein Lager in Padua transportiert. Die Verwaltung der Bergleute schickte den Internierten Lebensmittelpakete. Während der italienischen Besatzung war das Bergwerk mit einem Drahtzaun umgeben. Im Dezember 1943 vernichteten Partisanen den größten Teil der Bergwerksanlagen. Da es keinen Strom für Pumpen gab, wurde die Grube mit Wasser geflutet, was es den Besatzern unmöglich machte, die Kohle abzubauen.        </p>

<p>Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegen wurde die Kohlenbergbaugesellschaft aus Trbovlje in Staatbesitz überführt. Das Bergwerk wurde zunächst in Premogovnik Kočevje (Bergwerk Gottschee) und dann später in Rudnik rjavega premoga Kočevje (Das Braunkohlebergwerk Gottschee) umbenannt. Die Renovierungsarbeiten begannen, aber zerstörte Anlagen und ungelernte Bergleute behinderten die Wiederaufnahme der Produktion. Der Betrieb des Bergwerks war für die Wirtschaft von Gottschee von wesentlicher Bedeutung, und die Bergleute waren von der Wehrpflicht befreit. Wegen des Mangels an einheimischen Arbeitskräften wurden Leute aus den Regionen Suha krajina, Zasavje, Primorska und Prekmurje angeworben. Im August 1950 wurde die Leitung des Bergwerks vom Betriebsrat übernommen, der die Produktion auf dem Steinbruch einstellte und nur noch den Grubenbetrieb aufrechterhielt. Im Jahr 1961 wurde eine neue Trennanlage in Betrieb genommen, die die Qualität der Kohle verbesserte, so dass die Produktion in den folgenden Jahren begann, stark anzusteigen.       </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/knapi-7-1024x768.jpg" alt="Boris Finc, der ehemalige Bergmann aus Gottschee, in der Bergmannsuniform. Foto: Milan Glavonji&#x10D;, pers&#xF6;nliches Archiv. " class="wp-image-2139" style="width:594px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/knapi-7-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/knapi-7-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/knapi-7-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/knapi-7-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/knapi-7-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/knapi-7-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Boris Finc, der ehemalige Bergmann aus Gottschee, in der Bergmannsuniform. Foto: Milan Glavonjič, persönliches Archiv. </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zusammenschluss mit ITAS und Schließung des Bergwerks</strong></h2>

<p>Im Jahr 1970 überstieg die Braunkohleproduktion 200 Tausend Tonnen. Bergleute waren für ihre erfolgreiche Arbeit gut bezahlt, ihr Einkommen war eines der höchsten in der Gemeinde. Obwohl das Bergwerk Gottschee in dieser Zeit an die Spitze der jugoslawischen Kohlbergwerke aufstieg, gingen Kohlevorräte allmählich zur Neige. Die Unternehmensleitung beschloss, die Produktion umzustellen, um die Bergleute umzuschulen. Das Produktionsprogramm des rasch entwickelnden Unternehmens ITAS ermöglichte eine relativ einfache und schnelle Umschulung und im Mai 1971 wurde ein Referendum über die Fusion vom Unternehmen und Bergwerk durchgeführt. Nach der Zustimmung beider Betriebsräte wurde das Bergwerk im März 1972 offiziell in ITAS eingegliedert. Obwohl das Bergwerk bereits vier Jahre zuvor kurz vor der Schließung stand, wurde die Produktion aufgrund der Energiekrise bis zum 28. Februar 1978 fortgesetzt. Dies war schließlich der letzte Tag der turbulenten Geschichte des Kohlebergwerks Gottschee.         </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Bergwerk Gottschee heute</strong></h2>

<p>An die Bergbauvergangenheit von Gottschee erinnert heute vor allem die Infrastruktur aus dieser Zeit. Das bekannteste Überbleibsel ist sicherlich der immer beliebtere <a href="https://vnaravi.si/ribnisko-kocevska/kocevsko-jezero">See Rudniško jezero.</a>  Aber auch die verlassenen Gebäude der Grubentrennungsanlage und die ehemalige Bergarbeiterkolonie erinnern an die Geschichte der Bergleute. Einige der Namen der örtlichen Siedlungen, wie Rudarsko naselje (Bergmannssiedlung) und Rudnik (Bergwerk), sind ebenfalls markante Erinnerungszeichen. Die Bereiche der Trate sind mit römischen Ziffern von I an gekennzeichnet, entsprechend den 1849 vermessenen und abgesteckten Höhlen. Erwähnenswert ist auch die Eisenbahnlinie in die Hauptstadt, die im Januar 2021 nach vielen Jahrzehnten wieder als reguläre Strecke in Betrieb genommen worden ist.    </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_121638-1024x768.jpg" alt="Das ber&#xFC;hmteste Relikt der Bergbaugeschichte von Gottschee &#x2013; der See Rudni&#x161;ko jezero. Foto: Izidor Volf. " class="wp-image-2136" style="width:620px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_121638-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_121638-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_121638-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_121638-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_121638-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_121638-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das berühmteste Relikt der Bergbaugeschichte von Gottschee – der See Rudniško jezero. Foto: Izidor Volf. </figcaption></figure>
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<p class="has-small-font-size">Quellen:<br/>Jerbič Perko, Vesna. 2005. Rudnik rjavega premoga Kočevje. Kočevje: <a href="https://www.youtube.com/watch?app=desktop&amp;v=XHkw8Mp-vTc">Pokrajinski muzej</a>. (Das Braunkohlebergwerk Gottschee, Gottschee, Museum Pokrajinski muzej).   <br/>Rustja, Karel. 2015. 120 let kočevske železnice. Kočevje: Pokrajinski muzej. (120 Jahre der Gottscheer Eisenbahn, Gottschee, Museum Pokrajinski muzej).    <br/>Zupan, Janko. 1963. Rudarji ob 20-letnici kočevskega zbora. Kočevje: Kočevski tisk. (Bergleute zum 20. Jahrestag der Gottscheer Versammlung. Gottschee: Kočevski tisk).    </p>

<p>Lesen Sie <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/franc-volf-bergmann-aus-gottschee-erinnerungen-an-das-bergmannsleben-in-gottschee/">hier,</a> wie sich der pensionierte Bergmann Franc Volf an das Leben im Bergbau in Kočevje erinnert.</p>
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		<title>Ein Spaziergang durch das Dorf Občice (Gott.: Khrapflern)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jana Rajh Plohl]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Dec 2023 19:29:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Občice]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>»Ist nicht auch das bescheidenste Behausung schön, wenn man sie aus der Nähe betrachtet?« Mit ähnlichen Gedanken wie französischer Philosoph Gaston Bachelard (1884 – 1962), der sein Werk Poetik des Raumes der Einstellung zum Gefühl der Häuser und Räume gewidmet hat, machte ich einen Spaziergang durch das Dorf Krapflern. Diese Haufensiedlung an der s. g. Partisanenstraße, sieben Kilometer von Dolenjske Toplice entfernt, bietet dem Besucher trotz ihrer geringen Größe den Einblick in eine reiche „Sammlung“ selten erhaltener Baudenkmäler. Občice im Wandel der Zeit Der slowenische Name des Dorfes Krapflern, Občice, leitet sich vermutlich von der Bezeichnung des gemeinsamen Gemeindegrundstücks ab und verweist auf die ursprüngliche slawische Ansiedlung. Nach der Beschreibung von Mitja Ferenc und Gojko Zupan war das Dorf vor dem Zweiten Weltkrieg vom bescheidenen Ackerbau, Viehzucht und Obstbau (hauptsächlich Apfelplantagen) geprägt. Zu den Nebentätigkeiten gehörten Bienenzucht, Weinbau, Forstwirtschaft und Vorspannen. Krapflern wurde erstmals 1564 im s. g. urbarialen Steuerregister erwähnt. Die meisten Einwohner wohnten dort im Jahr 1869, und zwar 129 Personen in 24 Häusern. In Občice, gottscheerisch Khrapflern, wurde bis zum Zweiten Weltkrieg wie auch anderswo in Gottschee vorwiegend gottscheerischer Dialekt gesprochen. Nach dem Zeugnis der Dorfbewohnerin Justina Rezelj im Werk von Marija Makarovič Črmošnjiško-Poljanska dolina in njeni [&#8230;]</p>
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<p>»Ist nicht auch das bescheidenste Behausung schön, wenn man sie aus der Nähe betrachtet?« Mit ähnlichen Gedanken wie französischer Philosoph Gaston Bachelard (1884 – 1962), der sein Werk <em>Poetik des Raumes</em> der Einstellung zum Gefühl der Häuser und Räume gewidmet hat, machte ich einen Spaziergang durch das Dorf Krapflern. Diese Haufensiedlung an der s. g. Partisanenstraße, sieben Kilometer von Dolenjske Toplice entfernt, bietet dem Besucher trotz ihrer geringen Größe den Einblick in eine reiche „Sammlung“ selten erhaltener Baudenkmäler.    </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="256" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-16-1024x256.jpg" alt="Ein Blick auf Občice (Krapflern), August 2023. Foto: Jana Rajh Plohl.   " class="wp-image-2201" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-16-1024x256.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-16-300x75.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-16-768x192.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-16-1536x384.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-16-2048x512.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-16-750x187.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Blick auf Občice (Krapflern), August 2023. Foto: Jana Rajh Plohl.   </figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading">Občice im Wandel der Zeit</h2>



<p>Der slowenische Name des Dorfes Krapflern, Občice, leitet sich vermutlich von der Bezeichnung des gemeinsamen Gemeindegrundstücks ab und verweist auf die ursprüngliche slawische Ansiedlung. Nach der Beschreibung von Mitja Ferenc und Gojko Zupan war das Dorf vor dem Zweiten Weltkrieg vom bescheidenen Ackerbau, Viehzucht und Obstbau (hauptsächlich Apfelplantagen) geprägt. Zu den Nebentätigkeiten gehörten Bienenzucht, Weinbau, Forstwirtschaft und Vorspannen. Krapflern wurde erstmals 1564 im s. g. urbarialen Steuerregister erwähnt. Die meisten Einwohner wohnten dort im Jahr 1869, und zwar 129 Personen in 24 Häusern. In Občice, gottscheerisch <em>Khrapflern</em>, wurde bis zum Zweiten Weltkrieg wie auch anderswo in Gottschee vorwiegend gottscheerischer Dialekt gesprochen.       </p>



<p>Nach dem Zeugnis der Dorfbewohnerin Justina Rezelj im Werk von Marija Makarovič <em>Črmošnjiško-Poljanska dolina in njeni ljudje</em> (Die Moschnitze und ihre Leute) beschlossen viele Dorfbewohner aus Občice während des Zweiten Weltkrieges angesichts der starken deutschen Propaganda ins Reich zu ziehen. „Am Nikolausabend 1941 war Krapflern leer. Bis auf unsere sind alle anderen gottscheerischen Familien ausgezogen. Nur unsere Familie blieb in dem verlassenen Dorf zurück. /…/ Mein Vater sagte nur, dass die Dorfbewohner gekommen seien, um sich zu verabschieden, bevor sie gegangen seien.“ (Marija Makarovič: 2005, 484)  </p>



<p>In Občice, wo gottscheerische Sprache sechs Jahrhunderte lang ein Teil des Alltaglebens war, verschwand sie nach dem Krieg fast völlig. Frau Justina und andere Kinder, z. B. ihr Bruder Albin Samida, lernten in der Schule von da an Slowenisch statt Deutsch.  </p>



<h2 class="wp-block-heading">Geschütztes bauliches Erbe </h2>



<p>Justina und Albin Samida wurden auf dem Bauernhof Kulparš geboren, der dann von ihrer Schwester mit ihrem Neffen und dessen Familie übernommen wurde. Das Haus (gott. <em>hauš</em>), das ursprünglich Nummer 5 hatte, und jetzt hat es Nummer 1, sehen wir auf dem nächsten Foto (das erste von rechts).   </p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="256" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-11-1024x256.jpg" alt="Ein Teil von Krapflern, wo wir einige der Häuser sehen können, die ein Teil des geschützten baulichen Erbes sind. August 2023. Foto: Jana Rajh Plohl.  " class="wp-image-2195" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-11-1024x256.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-11-300x75.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-11-768x192.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-11-1536x384.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-11-2048x512.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-11-750x187.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Teil von Občice, wo wir einige der Häuser sehen können, die ein Teil des geschützten baulichen Erbes sind. August 2023. Foto: Jana Rajh Plohl.  </figcaption></figure>
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<p>Das Register des unbeweglichen Kulturerbes der Republik Slowenien enthält kurze Beschreibungen von drei Häusern in Krapflern, und zwar von den Häusern mit Nummern 4, 6 und 7. Das Haus mit Nummer 4 ist ein Haus aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Es ist teilweise in eine Böschung hineingebaut und hat eine umgebaute schwarze Küche. Das Haus Nummer 6 ist ein Typ des Hauses aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dort war zwischen 1944 und 1945 der Sitz des Kommandos der Relaisstation TV-15, von dem aus Partisanenkurierverbindungen in ganz Slowenien hergestellt wurden (am Haus befinden sich auch zwei Gedenktafeln). Das Haus Nummer 7 ist ebenfalls ein ebenerdiges Haus eines kleinen Bauers, gebaut am Beginn des 19. Jahrhunderts. Die Jahreszahl 1891 ist noch an der westlichen Giebelseite der Fassade zu sehen.           </p>


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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-8-683x1024.jpg" alt="Das Haus mit der Nummer 7 mit der Jahreszahl 1891, Občice. August 2023. Foto: Jana Rajh Plohl    " class="wp-image-2204" style="width:407px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-8-683x1024.jpg 683w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-8-200x300.jpg 200w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-8-768x1152.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-8-1024x1536.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-8-1365x2048.jpg 1365w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-8-750x1125.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-8-scaled.jpg 1707w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Haus mit der Nummer 7 mit der Jahreszahl 1891, Občice. August 2023. Foto: Jana Rajh Plohl    </figcaption></figure>
</div>


<p>Erwähnenswert ist auch das renovierte Gehöft an der Adresse Občice 9, in dem Gottscheer Altsiedlerverein seinen Sitz und einen Museumsraum hat. Der Verein wurde 1992 in Pöllandl gegründet und befasst sich in erster Linie mit der Förderung der gottscheerischen Kultur durch folkloristische Aktivitäten und vereinigt so die Gottscheer, die in der Heimat geblieben sind, wie auch ihre Sympathisanten.  </p>


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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-1-1024x683.jpg" alt="Der Sitz des Gottscheer Altsiedlervereins, wo sich seine Räume und eine Museumssammlung befinden. August 2023. Foto: Jana Rajh Plohl.  " class="wp-image-2198" style="width:591px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-1-1024x683.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-1-300x200.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-1-768x512.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-1-1536x1024.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-1-2048x1365.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-1-750x500.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-1-1080x720.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Sitz des Gottscheer Altsiedlervereins, wo sich seine Räume und eine Museumssammlung befinden. August 2023. Foto: Jana Rajh Plohl.  </figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading">Möglichkeiten für die Entwicklung des Tourismus im Dorf Občice</h2>



<p>Als ich zum ersten Mal durch Občice ging, konzentrierte ich mich auf meine Gefühle oder meinen ersten Eindruck. Die Holzfenster, die blaue Platte mit der Jahreszahl 1891 und mit gemalten Verzierungen, die romantisch mit der blauen duftenden Wiese übereinstimmen … Gezierte Fassade vom Haus mit der Nummer 2, die Gedenktafel am Haus mit der Nummer 6… Das Dorf, das – um noch einmal auf Bachelards Idee zu verweisen – von einer durch Bewährungsproben gestärkten Häusergruppe zeugt.      </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-13-1024x683.jpg" alt="Fensterläden an einem der Häuser in Občice. Foto: Jana Rajh Plohl.  " class="wp-image-2207" style="width:561px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Fensterläden an einem der Häuser in Občice. Foto: Jana Rajh Plohl.  </figcaption></figure>
</div>


<p>Das bauliche Erbe in der weiten Region Gottschee, das in einem so großen Teil erhalten ist, ist eine echte Seltenheit. Daher ist es besonders wichtig, es richtig zu bewerten und seine Vision mit angemessener fachlicher Anleitung zu definieren. Die Zusammenarbeit mit dem lokalen Umfeld und den Bewohnern ist bei der Renovierung von Häusern und ihrer Wiederwendung besonders wichtig. Die renovierten Häuser können die Bemühungen des Gottscheer Altsiedlervereins um die Wiederbelebung des gottscheerischen Erbes in der Moschnitze bereichern. Zum Beispiel durch das Angebot neuer touristischen Unterkünfte, die Besuchern, vor allem den Gottscheern aus Ausland, in der Atmosphäre des Lebens ihrer Vorfahren bieten können. Eine solche persönliche Erfahrung ist nur eine der Möglichkeiten für die Entwicklung der Gemeinde und ihrer Umgebung. In dieser Weise können sie zu neuem Leben erweckt werden und das Gefühl vermeiden, dass auch sie, wie die meisten Vorkriegsdörfer, dem letzten Zug der stillen Bewunderung entgegengehen.       </p>



<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen: </strong><br>-Bachelard, Gaston. 2001. Poetika prostora. / Die Poetik des Raumes / 2001. Ljubljana: Študentska založba.    <br>-Društvo Kočevarjev staroselcev / Gottscheer Altsiedlerverein /: https://www.dolenjske-toplice.si/objava/73894.<br>&#8211; Ferenc, Mitja in Gojko Zupan. 2013. Po sledeh Kočevarjev v Črmošnjiško-Poljanski dolini / Auf den Spuren der Gottscheer in der Moschnitze. Dolenjske Toplice: Društvo Kočevarjev staroselcev.    <br>&#8211; Makarovič, Marija. 2005. Črmošnjiško-Poljanska dolina in njeni ljudje. Ljubljana: Založba ZRC, ZRC SAZU.   <br>&#8211; Das Register des Kulturerbes der Republik Slowenien: <a href="https://geohub.gov.si/portal/apps/webappviewer/index.html?id=d6641ae60c0c47e9b027319f4f0f73">https://geohub.gov.si/portal/apps/webappviewer/index.html?id=d6641ae60c0c47e9b027319f4f0f73</a></p>



<p>Mehr über die neue ethnologische Sammlung des Gottscheer Altsiedlervereins in Krapflern können Sie <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/studentisches-projekt-die-neugestaltung-der-ethnologischen-sammlung-der-gottscheer-in-obcice/">hier</a> lesen:</p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/ein-spaziergang-durch-das-dorf-obcice-gott-khrapflern/">Ein Spaziergang durch das Dorf Občice (Gott.: Khrapflern)</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
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		<title>Franc Volf, Bergmann aus Gottschee: Erinnerungen an das Bergmannsleben in Gottschee</title>
		<link>https://www.kocevskibrlog.com/de/franc-volf-bergmann-aus-gottschee-erinnerungen-an-das-bergmannsleben-in-gottschee/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Izidor Volf]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Dec 2023 15:17:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Bergbau]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Leider nimmt die Zahl der ehemaligen lebenden Bergleute aus Gottschee von Jahr zu Jahr ab. Einer der wenigen Bergleute im Ruhestand, der sich noch mit großer Freude und Stolz an seine Bergbaujahre erinnert, ist Franc Volf aus Šalka vas. Er kam direkt nach seiner Wehrpflicht im Jahr 1968 zur Arbeit ins Bergwerk Gottschee. Er arbeitete im Bergwerk auch als Grubenretter und blieb dort bis zu seiner Schließung im Jahr 1978. Wie in vielen Familien in Gottschee in seiner Zeit wurde auch seine Liebe zum Bergbau von Generation zu Generation weitergegeben, denn auch sein Vater war Bergmann. Man könnte sagen, dass ihm der Bergbau einfach „im Blut“ lag. Der pensionierte Bergmann aus Gottschee erinnert sich, dass das Kohlebergwerk für die Stadt Gottschee und Region Gottschee in der Zeit, als er dort arbeitete, im Allgemeinen von einer großen Bedeutung gewesen sei. Das Bergwerk habe vielen Familien das tägliche Brot gesichert und der Beruf des Bergmanns sei hochgeschätzt gewesen. „Das Bergwerk war zweifelsohne von zentraler Bedeutung für das ganze Gottschee-Gebiet, nicht nur für die Stadt Gottschee. Um ganz ehrlich zu sein, Gottschee ist praktisch mit dem Bergwerk „gewachsen“. In industrieller und wirtschaftlicher Hinsicht drehte sich alles ums Bergwerk. Damals gab es auch noch [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Leider nimmt die Zahl der ehemaligen lebenden Bergleute aus Gottschee von Jahr zu Jahr ab. Einer der wenigen Bergleute im Ruhestand, der sich noch mit großer Freude und Stolz an seine Bergbaujahre erinnert, ist Franc Volf aus Šalka vas. Er kam direkt nach seiner Wehrpflicht im Jahr 1968 zur Arbeit ins Bergwerk Gottschee. Er arbeitete im Bergwerk auch als Grubenretter und blieb dort bis zu seiner Schließung im Jahr 1978. Wie in vielen Familien in Gottschee in seiner Zeit wurde auch seine Liebe zum Bergbau von Generation zu Generation weitergegeben, denn auch sein Vater war Bergmann. Man könnte sagen, dass ihm der Bergbau einfach „im Blut“ lag.      </p>

<p>Der pensionierte Bergmann aus Gottschee erinnert sich, dass das Kohlebergwerk für die Stadt Gottschee und Region Gottschee in der Zeit, als er dort arbeitete, im Allgemeinen von einer großen Bedeutung gewesen sei. Das Bergwerk habe vielen Familien das tägliche Brot gesichert und der Beruf des Bergmanns sei hochgeschätzt gewesen.  </p>

<p><em>„Das Bergwerk war zweifelsohne von zentraler Bedeutung für das ganze Gottschee-Gebiet, nicht nur für die Stadt Gottschee. Um ganz ehrlich zu sein, Gottschee ist praktisch mit dem Bergwerk „gewachsen“. In industrieller und wirtschaftlicher Hinsicht drehte sich alles ums Bergwerk. Damals gab es auch noch eine große Fabrik Tekstilarna, in der vorwiegend unsere Frauen arbeiteten, und das Unternehmen LIK war ebenfalls stark. Aber es besteht keine Zweifel, dass das Bergwerk in jeder Hinsicht der Hauptmotor für die Entwicklung der Stadt und ihrer weiteren Umgebung war.“    </em> </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160145-768x1024.jpg" alt="Der pensionierte Bergmann aus Gottschee, Franc Volf. Foto vom Interview, Izidor Volf)." class="wp-image-2102" style="width:447px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160145-768x1024.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160145-225x300.jpg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160145-1152x1536.jpg 1152w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160145-1536x2048.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160145-750x1000.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160145-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der pensionierte Bergmann aus Gottschee, Franc Volf. Foto vom Interview, Izidor Volf).</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Liebe zum Bergbau überwiegt die Anstrengung</strong></h2>

<p>Der pensionierte Bergmann aus Gottschee erinnert sich an seine anstrengende und auch gefährliche Arbeit im Bergwerk folgendermaßen: </p>

<p><em>„Ich stand um 5 Uhr auf, denn wir begannen mit der Arbeit um 6 Uhr. Ich hatte Glück, dass ich in der Nähe vom Bergwerk wohnte. Bevor wir das Bergwerk betreten konnten, mussten wir die Bergmannskleidung anziehen. Bergleute waren oft nass, denn die Grube war sehr wasserhaltig. Deshalb mussten wir unsere Kleidung bis zum nächsten Tag trocknen. Es gab wirklich viel Arbeit, aber sie wurde auch gut bezahlt. Weil wir so wenige in den Stollen waren, konnten wir uns nicht „verstecken“. Man musste sehr viel und hart arbeiten. Es war aber auch gefährlich. Es ist bekannt, dass das Bergwerk, das sich schließt, für Bergleute am gefährlichsten ist. Es gab Zeiten, in denen der Druck um uns herum auch so groß war, denn das Erz brach vor unseren Augen zusammen.“           </em></p>

<p>Obwohl die tägliche Arbeit im Bergwerk hart war, liebte er sie: <em>„Wir arbeiteten auch samstags und sonntags, wir kannten praktisch keinen freien Tag. Wir mussten immer hundert Prozent mit Leib und Seele präsent sein. Zum Glück war ich jung und in einer genug guten körperlichen Verfassung, um all den Belastungen standzuhalten. Es half auch, dass ich gesund lebte, keinen Alkohol trank und nicht rauchte, was bei vielen Bergbaukollegen nicht der Fall war. In gewisser Weise war die Arbeit in der Grube wie eine Hochzeit – wir Bergleute waren ein bisschen in unsere Höhle verliebt. Nach der Schließung des Bergwerks ging ich schweren Herzens zur Arbeit bei ITAS. Als das Bergwerk stillgelegt wurde, waren wir Bergleute wohl am meisten betroffen. Wir haben diesen Beruf wirklich ins Herz geschlossen und es fiel uns schwer, uns von dem Bergwerk zu trennen.“       </em></p>

<h2 class="wp-block-heading">Nicht nur Kollegen, sondern auch echte Freunde</h2>

<p>Wie Franc Volf betont, seien Bergleute aus Gottschee nicht nur Kollegen, sondern auch echte Freunde gewesen. Neben den vielen Stunden, die sie in der Grube gearbeitet haben, haben sie auch viele Nachmittage mit gemeinsamen Freizeitaktivitäten verbracht.  </p>

<p><em>„Wir waren gern zusammen. Wir Bergleute waren besondere Menschen, deshalb hielten wir viel zusammen. Damals machten wir noch s. g. Gewerkschaftsreisen oder Exkursionen. Wir Bergleute trafen wir uns mehrmals in ganz Slowenien. Wir aus Gottschee fuhren z. B. nach Trbovlje, Zagorje oder Hrastnik, sie kamen zu uns. Wir besuchten uns gegenseitig, lernten uns kennen und hatten eine gute Zeit. Wir waren miteinander befreundet. Ich weiß nicht, ob sich Leute in irgendeiner anderen Branche so nahestanden. Vor allem in Trbovlje hatten wir ziemlich viele Freunde, denn Trbovlje galt damals als eine Art slowenisches Bergbauzentrum.“           </em></p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160204-768x1024.jpg" alt="Bergbauausweis des Bergmanns Franc Volf aus Gottschee von 1971. Franc Volf, pers&#xF6;nliches Archiv. " class="wp-image-2106" style="width:436px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160204-768x1024.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160204-225x300.jpg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160204-1152x1536.jpg 1152w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160204-1536x2048.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160204-750x1000.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160204-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bergbauausweis des Bergmanns Franc Volf aus Gottschee von 1971. Franc Volf, persönliches Archiv. </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zahlreiche amüsante Anekdoten, aber auch schwere Tragödien</strong></h2>

<p>Trotz der harten Arbeitsbedingungen und der körperlich anstrengenden Arbeitszeiten sind viele interessante Anekdoten zwischen den Bergleuten überliefert. Franc Volf erinnert sich besonders gut an die Anekdote, die die älteren Bergleute gern den jüngeren Kollegen anstellten:  </p>

<p><em>„Wenn ein junger Bergmann in die Grube zu arbeiten kam, schickten ihn die älteren Bergleute zu Ventilatoren, die immer liefen, und sagten, dass es da Strom gäbe. Da die Neulinge das nicht wussten, gingen sie dorthin, und als sie ankamen, fielen sie sofort zurück, woher sie kamen, weil es oben keinen Sauerstoff gab. Wir haben auch über den berühmten Perkmandeljc (den kleinen Berbau-Zwerg) gesprochen und den jungen Bergleuten Angst gemacht, dass er auf uns herabschaue. Diese Scherze konnten mal auch grausam sein und einige meiner Kollegen waren ziemlich erschrocken. In den zehn Jahren, die ich im Bergwerk gearbeitet habe, gab es viele solcher und anderer Vorfälle.“    </em></p>

<p>Leider war die Zeit im Gottschee-Bergwerk auch von zwei Tragödien geprägt, an die er sich noch lebhaft erinnert. </p>

<p><em>„Wir hatten zwei tödliche Unfälle, als zwei unsere Bergleute verschüttet wurden. Vinko Kotar und Jože Lipovec verloren bei Arbeitsunfällen ihr Leben. Da ich auch als Grubenretter arbeitete, erlebte ich persönlich beide Tragödien. Die beiden Kollegen blieben ca. 14 bis 20 Tage im Stollen vom Wasser überflutet, weil wir nicht früher zu ihnen vordringen konnten. Sie wurden dort eingeschlossen, wo es jetzt den Bergwerk-See gibt. Damals befanden sich dort noch zwei andere Seen und es bestand die große Gefahr, dass Seeschlamm, also ein Gemisch aus Wasser, Schlamm und Lehm, eindringt. Wir mussten aus einer völlig anderen Seite zu ihnen gelangen. Wir Bergleute grüßten uns mit „viel Glück“ im wahrsten Sinne des Wortes, denn wir wussten nie, was uns im Bergwerk erwartete. Wir standen immer mit einem Bein im Jenseits“.        </em></p>

<h2 class="wp-block-heading">Bergmann aus Gottschee: Nur <strong>eine Handvoll</strong> Überlebender</h2>

<p>Einmal im Jahr treffen sich Bergleute aus Gottschee an ihrem Tag, dem Tag der Bergleute. Der Tag der Bergleute, am 3. Juli, wird jedes Jahr im <a href="https://www.pmk-kocevje.si">Museum Pokrajinski muzej Kočevje</a> begangen, wo eine Veranstaltung organisiert wird, um die Erinnerungen der Bergleute wachzurufen.   Abgesehen von diesem organisierten Treffen ehemaliger Bergwerkskameraden sehen sich die wenigen noch lebenden Bergleute laut Franc Volf aufgrund ihres Alters und ihrer Krankheit jedoch nur noch selten. </p>

<p><em>„Leider gibt es nur noch sehr sehr wenige von uns. Noch lebende Bergleute aus Gottschee, mit denen ich arbeitete, kann ich an den Fingern einer Hand abzählen. Und selbst diejenigen, die noch bei uns sind, sind in die Jahre gekommen und sind bei der schlechten Gesundheit. Ich selbst war damals einer der jüngsten Bergleute im Bergwerk, aber die meisten Kollegen meiner Generation sind ebenfalls verstorben. Alle Bergleute, die ein weniger gesundes Leben führten, die rauchten, Alkohol tranken usw., sind längst verstorben. Was mich zum Glück am Leben erhalten hat, ist neben der gesunden Lebensweise auch, dass ich als Jäger und Pilzsammler viel im Wald unterwegs bin.“</em></p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/knapi-3-1024x768.jpg" alt="Das Treffen der ehemaligen Bergleute aus Gottschee am Tag der Bergleute 2018 in Pokrajinski muzej Ko&#x10D;evje. Foto: Milan Glavonji&#x10D;, pers&#xF6;nliches Archiv." class="wp-image-2109" style="width:600px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/knapi-3-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/knapi-3-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/knapi-3-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/knapi-3-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/knapi-3-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/knapi-3-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Treffen der ehemaligen Bergleute aus Gottschee am Tag der Bergleute 2018 in Pokrajinski muzej Kočevje. Foto: Milan Glavonjič, persönliches Archiv. </figcaption></figure>
</div>
<p class="has-small-font-size">Quelle: Interview mit dem pensionierten Bergmann Franc Volf aus Kočevje, geführt am 14. 11. 2023.  </p>

<p>Lesen Sie im vorigen Beitrag: <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/studentisches-projekt-die-neugestaltung-der-ethnologischen-sammlung-der-gottscheer-in-obcice/">Studentisches Projekt: Die Neugestaltung der ethnologischen Sammlung der Gottscheer in Občice.</a></p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/franc-volf-bergmann-aus-gottschee-erinnerungen-an-das-bergmannsleben-in-gottschee/">Franc Volf, Bergmann aus Gottschee: Erinnerungen an das Bergmannsleben in Gottschee</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
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		<title>Studentisches Projekt: Die Neugestaltung der ethnologischen Sammlung der Gottscheer in Občice</title>
		<link>https://www.kocevskibrlog.com/de/studentisches-projekt-die-neugestaltung-der-ethnologischen-sammlung-der-gottscheer-in-obcice/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Kaja Večko Klara Vrabl]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Oct 2023 18:53:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Gottscheergemeinschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Gottscheer Altsiedler-Verein An der Hauptstraße durch Občice (dt. Krapflern, gott. Kropflarn) in der Gemeinde Dolenjske Toplice (Töplitz in Unterkrain) befindet sich ein renoviertes altes Bauernhaus mit blauer Fassade. Seit 1998 ist hier der Sitz des Gottscheer Altsiedler-Vereins. Zu den Hauptaktivitäten des 1992 gegründeten Vereins gehören die rege Aktivität der Folklore- und Gesangsgruppe, die Herausgabe der Zeitung »Bakh – Pot«, Sprachkurse in Deutsch und Gottscheerisch sowie Workshops für Kinder. Der Verein beteiligt sich aktiv an den Tagen der Gottscheer Kultur, die seit 2015 abwechselnd von den Gemeinden Kočevje (Gottschee), Dolenjske Toplice (Töplitz in Unterkrain) und Semič (Semitsch) organisiert werden. Im Obstgarten bzw. in der Genbank werden seit 2014 alte, für die Region Gottschee typische Obstbaumsorten angebaut und erhalten. Entwicklung Die Ethnologische Sammlung der Gottscheer in Občice Beitragende zur Gottscheer-Sammlung Im Rahmen des von der Universität Ljubljana finanzierten studentischen Projekts für nachhaltige Entwicklung Die Ethnologische Sammlung der Gottscheer und der Spazierweg zwischen alten Obstbaumsorten wurden die ethnologische Sammlung der Gottscheer neugeordnet und interpretiert sowie die Geschichte des Obstgartens mit alten Baumarten neu verfasst. Am Projekt haben die Studentinnen Jana Rajh Plohl, Pika Pipan, Gaja Slapnik, Klara Vrabl und Kaja Večko mitgewirkt, die Arbeit wurde von Dr. Anja Moric von der Abteilung [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Der Gottscheer Altsiedler-Verein</h2>

<p>An der Hauptstraße durch Občice (dt. Krapflern, gott. Kropflarn) in der Gemeinde Dolenjske Toplice (Töplitz in Unterkrain) befindet sich ein renoviertes altes Bauernhaus mit blauer Fassade. Seit 1998 ist hier der Sitz des Gottscheer Altsiedler-Vereins. Zu den Hauptaktivitäten des 1992 gegründeten Vereins gehören die rege Aktivität der Folklore- und Gesangsgruppe, die Herausgabe der Zeitung »<em>Bakh – Pot</em>«, Sprachkurse in Deutsch und Gottscheerisch sowie Workshops für Kinder. Der Verein beteiligt sich aktiv an den Tagen der Gottscheer Kultur, die seit 2015 abwechselnd von den Gemeinden Kočevje (Gottschee), Dolenjske Toplice (Töplitz in Unterkrain) und Semič (Semitsch) organisiert werden. Im Obstgarten bzw. in der Genbank werden seit 2014 alte, für die Region Gottschee typische Obstbaumsorten angebaut und erhalten.     </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-1024x682.jpeg" alt="Neue Informationstafel im Obstgarten mit alten Baumsorten, Foto: Alenka Peterlin &#10;" class="wp-image-2037" style="aspect-ratio:1.501466275659824;width:628px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-1024x682.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-300x200.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-768x512.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-1536x1023.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-2048x1364.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-750x500.jpeg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-1080x720.jpeg 1080w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Neue Informationstafel im Obstgarten mit alten Baumsorten, Foto: Alenka Peterlin </figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading">Entwicklung Die Ethnologische Sammlung der Gottscheer in Občice</h2>

<h3 class="wp-block-heading">Beitragende zur Gottscheer-Sammlung</h3>

<p>Im Rahmen des von der Universität Ljubljana finanzierten studentischen Projekts für nachhaltige <em><a href="https://www.ff.uni-lj.si/novice/studentski-projekt-etnoloska-zbirka-kocevarjev-pespot-med-starimi-sortami-sadnega-drevja">Entwicklung Die Ethnologische Sammlung der Gottscheer und der Spazierweg zwischen alten Obstbaumsorten</a></em> wurden die ethnologische Sammlung der Gottscheer neugeordnet und interpretiert sowie die Geschichte des Obstgartens mit alten Baumarten neu verfasst.<em> </em>Am Projekt haben die Studentinnen Jana Rajh Plohl, Pika Pipan, Gaja Slapnik, Klara Vrabl und Kaja Večko mitgewirkt, die Arbeit wurde von Dr. Anja Moric von der Abteilung für Ethnologie und Kulturanthropologie (Philosophische Fakultät, Universität Ljubljana), Dr. Tanja Žigon von der Abteilung für Übersetzen (Philosophische Fakultät, Universität Ljubljana), und Primož Primec, dem Präsidenten des Gottscheer Altsiedler-Vereins, geleitet. Für die Verwaltung und Koordination des Projekts war Urška Gruden von der Philosophischen Fakultät der Universität Ljubljana zuständig. </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-1024x768.jpeg" alt="Beitragende zur Ethnologische Sammlung der Gottscheer in Ob&#x10D;ice" class="wp-image-2016" style="aspect-ratio:1.3333333333333333;width:592px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Beitragende zur Ethnologische Sammlung der Gottscheer in Občice</figcaption></figure>
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<h3 class="wp-block-heading">Entwicklung die Ethnologische Sammlung der Gottscheer in Občice</h3>

<p>Auf dem Dachboden des Hauses und unter der Heuharfe neben dem Haus wurde eine Sammlung von Gegenständen angelegt, die von den Gottscheern von Mitte des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts bei ihrer Feldarbeit und im Alltag verwendet wurden. Es handelt sich zum Beispiel um Fallen, die man bei der Siebenschläferjagd benutzte, Waagen, verschiedene landwirtschaftliche Geräte, Bienenstöcke u. Ä, während im Nebengebäude außerdem zwei Maketten der Gottscheer-Dörfer ausgestellt sind, die vom Förster Anton Prelesnik angefertigt wurden. </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-1024x768.jpeg" alt="Der Hauptausstellungsraum der ethnologischen Sammlung der Gottscheer. " class="wp-image-2031" style="aspect-ratio:1.3333333333333333;width:574px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Hauptausstellungsraum der ethnologischen Sammlung der Gottscheer. Foto: Anja Moric </figcaption></figure>
</div><div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/image.jpeg" alt="Maketten der Gottscheer-D&#xF6;rfer. " class="wp-image-2028" style="aspect-ratio:1.3333333333333333;width:567px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/image.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/image-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/image-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/image-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Maketten der Gottscheer-Dörfer. Foto: Anja Moric </figcaption></figure>
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<p>Die Studentinnen führten mehrere Interviews mit den Gottscheern aus Občice und der Umgebung, um, soweit möglich, die gottscheerischen Ausdrücke für die ausgestellten Objekte festzuhalten. Das Gottscheerische wird nämlich heute nur noch von wenigen Leuten gesprochen. In Interviews wurden die Gesprächspartner zu den verschiedenen Gegenständen befragt, sie erzählten über die Bräuche in der Vergangenheit und von ihrem täglichen Leben, von der Bienenzucht, von den Obstbäumen usw. Somit konnte man aus erster Hand hören und erfahren, wie die Menschen in der Gottschee in der Vergangenheit lebten. Manchmal drehte sich das Gespräch auch um die Unterschiede zwischen den Generationen. In einem der Interviews mit Johanes Hans Jaklitsch sprachen wir über die Weide und darüber, dass die jungen Menschen von heute anders aufwachsen und die Spiele, die die Hirten früher auf den Weiden spielten, gar nicht mehr kennen.      </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-1024x768.jpeg" alt="Ein Gespr&#xE4;ch mit Johanes Hans Jaklitsch. " class="wp-image-2022" style="aspect-ratio:1.3333333333333333;width:578px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Gespräch mit Johanes Hans Jaklitsch. Foto: Anja Moric </figcaption></figure>
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<h3 class="wp-block-heading">Übersetzungsarbeit </h3>

<p>Im Rahmen des Projekts übersetzten die Studierenden der Abteilung für Übersetzen auch ein Segment aus dem Buch <em>Abbildung und Beschreibung der südwest- und östlichen Wenden, Illyrer und Slaven</em>, das von Balthasar Hacquet verfasst wurde, aus dem Deutschen ins Slowenische. Hacquet beschrieb darin Handel und Wandel der Gottscheer, deshalb wurden die Texte auch für die Ausstellungstafeln verwendet. Beim Übersetzen haben wir uns zum ersten Mal mit einem deutschen Text aus dem 19. Jahrhundert auseinandergesetzt. Obwohl der Text für den heutigen Leser aktualisiert wurde, haben wir uns bemüht, die Patina der vergangenen Zeiten zu erhalten, denn es ist von Bedeutung dem heutigen Leser auch den Schreibstil des Autors soweit wie möglich zu vermitteln. Schließlich mussten alle Texte für die Ausstellung auch noch ins Deutsche und Englische übersetzt werden. Im Rahmen des Projekts wurde auch eine – ebenfalls dreisprachige – Informationsbroschüre über die ethnologische Sammlung und den Obstgarten geschrieben, die den Besuchern zur Verfügung steht.       </p>

<p>Die Eröffnung der neuinterpretierten ethnologischen Sammlung des Gottscheer Altsiedler-Vereins und des Obstgartens mit alten Baumarten fand am 18. September 2023 statt. Der Besuch lohnt sich für alle, die sich für die historischen und ethnologischen Besonderheiten der Gottschee interessieren, wie z. B. für die Jagd, das Hausieren, die Fuhrmannschaft, den Obstbau und vieles mehr.  </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-1024x682.jpeg" alt="Einweihung der ethnologischen Sammlung des Volkes der Ko&#x10D;evar, 18. September 2023. Johanes Hans Jaklitsch, Anja Moric und Franci Volk  " class="wp-image-2034" style="aspect-ratio:1.5012;width:607px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-1024x682.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-300x200.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-768x512.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-1536x1023.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-2048x1364.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-750x500.jpeg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-1080x720.jpeg 1080w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Einweihung der ethnologischen Sammlung der Gottscheer, 18. September 2023. Johanes Hans Jaklitsch, Anja Moric und Franci Volk. Foto: Alenka Peterlin   </figcaption></figure>
</div>
<p class="has-small-font-size">Die Autorinnen des Artikels, Klara Vrabl und Kaja Večko, sind Studentinnen an der Abteilung für Übersetzen der Philosophischen Fakultät der Universität Ljubljana.</p>

<p>Im September 2023 werden 130 Jahre seit der Ankunft der Eisenbahn in Kočevje vergangen sein. Lesen Sie <a href="">hier</a> mehr. </p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/studentisches-projekt-die-neugestaltung-der-ethnologischen-sammlung-der-gottscheer-in-obcice/">Studentisches Projekt: Die Neugestaltung der ethnologischen Sammlung der Gottscheer in Občice</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
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