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	<title>Gottschee Archives &#8226; Gottscheer Blog</title>
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	<description>Gottscheer Blog: Blog über das kulturelle Erbe von Gottschee (Kočevska)</description>
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	<title>Gottschee Archives &#8226; Gottscheer Blog</title>
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		<title>Die Kirche der Heiligen Drei Könige in Črni Potok</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Moric]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Dec 2025 22:03:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Črni Potok]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Kirche der Heiligen Drei Könige in Črni Potok ist eine der wenigen Kirchen in der Region Kočevje (Gottschee), die den Zweiten Weltkrieg und die darauffolgenden Zerstörungen überstanden haben. Ihre Ursprünge reichen bis in das frühe 16. Jahrhundert zurück, womit sie zu den ältesten Sakralbauten der Region zählt. In ihrem Inneren bewahrt sie einen wertvollen Schatz: das Fresko Der Besuch und die Anbetung der Heiligen Drei Könige, das im Zuge restauratorischer Arbeiten im Jahr 1992 entdeckt wurde. Besonderheit: Der durstige Mann Die Heilige Drei Könige werden von einem Gottscheer Mann begleitet, der, vom Durst geplagt, aus einem kleinen Fässchen – einer sogenannten Putscherle – trinkt. Dieses kleine, aber bemerkenswerte Detail eröffnet den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in den Alltag im Kočevje-Gebiet vor Jahrhunderten. Putscherle wurden von den Gottscheern hergestellt und in benachbarte Regionen und Länder verkauft. Ihre Bedeutung wird zusätzlich dadurch unterstrichen, dass der renommierte Polyhistor Johann Weikhard von Valvasor die Gottscheer mit Putscherle in seinem umfangreichen Werk Die Ehre des Herzogtums Krain (1689) dargestellt hat. Weitere kirchliche Ausstattung Die Kirche der Heiligen Drei Könige steht im Zentrum des Dorfes Črni Potok (Schwarzenbach), das aufgrund seines gut erhaltenen dörflichen Ortskerns als Siedlungsdenkmal im Register des kulturellen Erbes geführt wird. [&#8230;]</p>
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<p>Die Kirche der Heiligen Drei Könige in Črni Potok ist eine der wenigen Kirchen in der Region Kočevje (Gottschee), die den Zweiten Weltkrieg und die darauffolgenden Zerstörungen überstanden haben.  Ihre Ursprünge reichen bis in das frühe 16. Jahrhundert zurück, womit sie zu den ältesten Sakralbauten der Region zählt. In ihrem Inneren bewahrt sie einen wertvollen Schatz: das Fresko Der Besuch und die Anbetung der Heiligen Drei Könige, das im Zuge restauratorischer Arbeiten im Jahr 1992 entdeckt wurde.  </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-1024x768.jpg" alt="Das Fresko Der Besuch und die Anbetung der Heiligen Drei K&#xF6;nige. Foto: Anja Moric.  " class="wp-image-2887" style="width:635px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full.jpg 1600w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-750x563.jpg 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Fresko Der Besuch und die Anbetung der Heiligen Drei Könige. Foto: Anja Moric. Foto: Anja Moric.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Besonderheit: Der durstige Mann</strong></h2>

<p>Die Heilige Drei Könige werden von einem Gottscheer Mann begleitet, der, vom Durst geplagt, aus einem kleinen Fässchen – einer sogenannten <em>Putscherle</em> – trinkt. Dieses kleine, aber bemerkenswerte Detail eröffnet den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in den Alltag im Kočevje-Gebiet vor Jahrhunderten. Putscherle wurden von den Gottscheern hergestellt und in benachbarte Regionen und Länder verkauft. Ihre Bedeutung wird zusätzlich dadurch unterstrichen, dass der renommierte Polyhistor Johann Weikhard von Valvasor die Gottscheer mit Putscherle in seinem umfangreichen Werk Die Ehre des Herzogtums Krain (1689) dargestellt hat.    </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="1017" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/kocevarji-valvasor.jpg" alt="Valvasors Darstellung der Gottscheer mit Putscherle." class="wp-image-2889" style="width:598px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/kocevarji-valvasor.jpg 1017w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/kocevarji-valvasor-300x227.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/kocevarji-valvasor-768x580.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/kocevarji-valvasor-750x566.jpg 750w" sizes="(max-width: 1017px) 100vw, 1017px" /><figcaption class="wp-element-caption">Valvasors Darstellung der Gottscheer mit Putscherle.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Weitere kirchliche Ausstattung</strong></h2>

<p>Die Kirche der Heiligen Drei Könige steht im Zentrum des Dorfes Črni Potok (Schwarzenbach), das aufgrund seines gut erhaltenen dörflichen Ortskerns als Siedlungsdenkmal im Register des kulturellen Erbes geführt wird. Die Kirche erhebt sich auf einer kleinen Anhöhe in der Dorfmitte. An den ehemaligen Dorffriedhof, der 1836 in das nahegelegene Zajčje Polje (deutsch: Hasenfeld, gottscheerisch: Huəshnbold) verlegt wurde, erinnern heute Reste der Friedhofsmauer.   </p>

<p>Neben dem Hauptfresko besitzt die Kirche weitere außergewöhnlich gut erhaltene Ausstattungsstücke. Dazu zählen kleinere Wandmalereien des gekreuzigten Christus sowie des heiligen Michael, der die Seelen auf einer Waage wiegt, ebenso wie ein Altar aus dem späten 17. Jahrhundert, der ebenfalls die Anbetung der Heiligen Drei Könige darstellt.   </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="582" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/freska-sv-mihael-web-e1767563282274-582x1024.jpg" alt="Das Fresko des heiligen Michael. Die Kirche der Heiligen Drei K&#xF6;nige in &#x10C;rni Potok.   " class="wp-image-2888" style="width:455px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Das Fresko des heiligen Michael.  Foto: Anja Moric.</figcaption></figure>
</div>
<p>Über dem Uhrwerk im Glockenturm hängen zwei eiserne Glocken aus dem Jahr 1923; die kleinere ist eine Stiftung der Familie Eisenzopf aus Amerika.</p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gefährdung der Kirche durch Bauschäden</strong></h2>

<p>Heute befindet sich die Kirche leider in einem sehr schlechten Zustand. Bodensetzungen und Erdbebenschäden haben tiefe Risse im Bauwerk verursacht, die sowohl die Bausubstanz als auch die wertvollen Fresken gefährden. Ohne rechtzeitige und angemessene Maßnahmen besteht die ernsthafte Gefahr, einen bedeutenden Teil des historischen und kulturellen Erbes zu verlieren.  </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full-768x1024.jpg" alt="Risse gef&#xE4;hrden die statische Stabilit&#xE4;t des Kirchengeb&#xE4;udes. Die Kirche der Heiligen Drei K&#xF6;nige in &#x10C;rni Potok.  " class="wp-image-2891" style="width:415px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full-768x1024.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full-225x300.jpg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full-1152x1536.jpg 1152w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Risse gefährden die statische Stabilität des Kirchengebäudes. Foto: Anja Moric.</figcaption></figure>
</div>
<p>Seit 2023 setzt sich das Institut Putscherle für den Schutz und die Restaurierung dieses Kulturdenkmals ein. Ein wichtiger Schritt nach vorne wurde Anfang 2025 getan, als die Gemeinde Kočevje erste Mittel für fachliche Analysen bereitstellte. Diese werden die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen genau bestimmen – doch schon jetzt ist klar, dass die Restaurierung umfangreich und finanziell anspruchsvoll sein wird. Daher sind wir für jede <a href="https://putscherle.com/cerkev-v-crnem-potoku-dragocen-spomenik-potrebuje-naso-pomoc/">Spende </a>dankbar.  </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="769" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/cerkev-notranjost-web-full.jpg" alt="Begutachtung der Risse und des Gel&#xE4;ndes gemeinsam mit Fachleuten des Slowenischen Instituts f&#xFC;r Bauwesen. Die Kirche der Heiligen Drei K&#xF6;nige in &#x10C;rni Potok  " class="wp-image-2890" style="width:567px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/cerkev-notranjost-web-full.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/cerkev-notranjost-web-full-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/cerkev-notranjost-web-full-768x577.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/cerkev-notranjost-web-full-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Begutachtung der Risse und des Geländes gemeinsam mit Fachleuten des Slowenischen Instituts für Bauwesen. Foto: Anja Moric.</figcaption></figure>
</div>
<p>Die Kirche in Črni Potok ist nicht nur ein architektonisches Relikt. Sie ist Trägerin der lokalen Identität, eine stille Erzählerin der Regionalgeschichte und ein Symbol des kulturellen Zusammenlebens in der Region Kočevje. Die Bewahrung solcher Orte bedeutet die Bewahrung von Erinnerung – und eröffnet zugleich Chancen für die Entwicklung des Kulturtourismus in der Region.   </p>

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<iframe loading="lazy" title="Dediščina Kočevarjev - Na lepše  S0E7" width="1080" height="608" src="https://www.youtube.com/embed/i5Dxz0yYz6g?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Ein Beitrag über die Kirche in Črni Potok in der Fernsehsendung Na lepše; der Beitrag ist im letzten Teil der Folge zu sehen.</figcaption></figure>

<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong></p>

<p class="has-small-font-size">Resman, Blaž in Helena Seražin. 2010. Upravna enota Kočevje: umetnostna topografija Kočevske. Ljubljana: Založba ZRC.</p>

<p class="has-small-font-size">Zupan, Gojko, Ferenc, Mitja in France Dolinar. 1993. Cerkve na Kočevskem nekoč in danes. Kočevje: Župnija, Muzej.</p>

<p class="has-medium-font-size">Lesen Sie im vorherigen Beitrag: <a href="https://www.kocevskibrlog.com/turski-vpadi-odsev-v-kocevarskem-izrocilu/">Türkische Einfälle – ihr Spiegel im Gottscheerrischen Überlieferungsgut</a>.</p>
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		<item>
		<title>Topli Vrh (Untertaplwerch) – das ehemalige gottscheerische Dorf unter dem Patronat von heiligen Petrus und Paulus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Blaž Štangelj]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Nov 2024 18:45:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dörfer]]></category>
		<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Dorf Topli Vrh Wenn wir heute die Asphaltstraße von Črmošnjice in Richtung des Skigebiets Gače oder weiter in den ausgedehnten Wald hinauffahren, können wir nur vermuten, dass wir durch eines der größten ehemaligen gottscheerischen Dörfer in dem Teil des Kočevski rog fahren. Es handelt sich um Topli Vrh, das auf der sonnigen Lage des Hügels Topli vrh liegt. Auf diesem Gipfel befand sich bereits in prähistorischer Zeit eine Bergfestung bzw. Hochgebirgssiedlung, die die Straßenverbindung in das Tal kontrollierte. Das Dorf geht auf das 13. Jahrhundert zurück. Im Urbarium von 1574 wird der Name als Tablwerch angegeben. Zu dieser Zeit gab es 6 Halbhöfe mit zwischen 30 und 35 Einwohnern. Im Jahr 1770 hatte das Dorf 15 Häuser, genauso wie im Jahr 1824. Damals verzeichneten die Ersteller des Franziszeischen Katasters, dass das Dorf 114 Einwohner gehabt habe, und zwar 56 Männer und 58 Frauen. Aus dem Kataster geht man auch hervor, dass die Häuser entlang der Straße standen und von Wiesen, Obstgärten, Ackern und Wäldern umgeben waren. Im Jahr 1880 gab es im Dorf 21 Häuser und 123 Einwohner und im Jahr 1900 waren es 129 Einwohner. Im Jahr 1936 hatte das Dorf 24 bewohnte Häuser mit 125 Einwohnern und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Dorf Topli Vrh</strong></h2>

<p>Wenn wir heute die Asphaltstraße von Črmošnjice in Richtung des Skigebiets Gače oder weiter in den ausgedehnten Wald hinauffahren, können wir nur vermuten, dass wir durch eines der größten ehemaligen gottscheerischen Dörfer in dem Teil des Kočevski rog fahren. Es handelt sich um Topli Vrh, das auf der sonnigen Lage des Hügels Topli vrh liegt. Auf diesem Gipfel befand sich bereits in prähistorischer Zeit eine Bergfestung bzw. Hochgebirgssiedlung, die die Straßenverbindung in das Tal kontrollierte.  </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-1024x768.jpg" alt="Ein Blick auf Topli vrh von der Stra&#xDF;e zwischen &#x10C;rmo&#x161;njice und Srednja vas. " class="wp-image-2565" style="width:686px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Blick auf Topli vrh von der Straße zwischen Črmošnjice und Srednja vas. Foto: Blaž Štangelj, 27. 10. 2024.  </figcaption></figure>
</div>
<p>Das Dorf geht auf das 13. Jahrhundert zurück. Im Urbarium von 1574 wird der Name als Tablwerch angegeben. Zu dieser Zeit gab es 6 Halbhöfe mit zwischen 30 und 35 Einwohnern. Im Jahr 1770 hatte das Dorf 15 Häuser, genauso wie im Jahr 1824. Damals verzeichneten die Ersteller des Franziszeischen Katasters, dass das Dorf 114 Einwohner gehabt habe, und zwar 56 Männer und 58 Frauen. Aus dem Kataster geht man auch hervor, dass die Häuser entlang der Straße standen und von Wiesen, Obstgärten, Ackern und Wäldern umgeben waren.       </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="711" height="839" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-2.jpg" alt="Topli vrh in einem Ausschnitt aus dem Franziszeischen Kataster, 1824." class="wp-image-2568" style="width:467px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-2.jpg 711w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-2-254x300.jpg 254w" sizes="auto, (max-width: 711px) 100vw, 711px" /><figcaption class="wp-element-caption">Topli vrh in einem Ausschnitt aus dem Franziszeischen Kataster, 1824. Quelle: Kulturministerium, Register des Kulturerbes, eine Interaktivkarte des Kulturerbes, <a href="https://geohub.gov.si/ghapp/giskd/">https://geohub.gov.si/ghapp/giskd/</a>  </figcaption></figure>
</div>
<p>Im Jahr 1880 gab es im Dorf 21 Häuser und 123 Einwohner und im Jahr 1900 waren es 129 Einwohner. Im Jahr 1936 hatte das Dorf 24 bewohnte Häuser mit 125 Einwohnern und weitere 5 Häuser standen leer. Die Dorfbewohner waren mit der Abholzung des Waldes und dem Verkauf des Holzes beschäftigt und brannten wahrscheinlich auch Kohle. Sie betrieben auch Ackerbau und Viehzucht für den Eigenbedarf. Im Jahr 1834 wurden im Dorf 3 Pferde, 30 Ochsen, 11 Kühe, 10 Kälber und Lämmer, 45 Schafe und 15 Schweine gezählt. Einige Einwohner beschäftigten sich auch mit der Herstellung und dem Verkauf von Holzgeräten. Zwei Bauern bewirtschafteten auch einen Weinberg auf der Semiška gora.       </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-1024x768.jpg" alt="Die beiden Brunnen zum Sammeln von Tropfwasser im ehemaligen Dorf Topli Vrh." class="wp-image-2574" style="width:709px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Brunnen zum Sammeln von Tropfwasser im ehemaligen Dorf Topli Vrh führen immer noch Wasser. Foto: Blaž Štangelj, 27. 10. 2024.   </figcaption></figure>
</div><div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-4-1024x768.jpg" alt="Unter dem ehemaligen Dorf Topli Vrh befindet sich ein ummauertes Wasserreservoir." class="wp-image-2583" style="width:710px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Unter dem ehemaligen Dorf Topli Vrh befindet sich ein ummauertes Wasserreservoir. Foto: Blaž Štangelj, 27. 10. 2024.   </figcaption></figure>
</div>
<p>Die Kinder aus Topli Vrh besuchten die Schule in Črmošnjice, deren Ursprünge auf das Jahr 1822 zurückgehen. Im Jahr 1929 waren 24 von 108 Einwohnern in Topli Vrh Schulkinder. Hoher Schnee und Schneeverwehungen erschwerten den Schulbesuch im Winder.   </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kirche der heiligen Petrus und Paulus  </strong></h2>

<p>Die Kirche der heiligen Petrus und Paulus (gefeiert am 29. Juni) ist eine Filiale der Pfarre Črmošnjice. Ihre erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 1689, als sie von Valvasor in seinem Werk Die Ehre des Herzogtums Krain erwähnt wurde. Die Kirche ist höchstwahrscheinlich fast 200 Jahre älter. Auf dem geschnitzten Hauptaltar (der am Ende des 17. oder Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet wurde) waren Statuen der heiligen Petrus und Paulus und an den Seiten Statuen des heiligen Antonius und des heiligen Franziskus sowie einiger anderer nicht identifizierten Heiliger. Außerdem gab es zwei Seitenaltare mit Gemälden der heiligen Maria, der Mutter vom guten Rat und der heiligen Cosmas und Damian. Die Kirche hatte ein Holzgewölbe über dem Kirchenschiff, einen hölzernen Chor, eine Kanzel und 27 Kirchenbänke. Im Glockenturm befanden sich drei Glocken.              </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-700x1024.jpg" alt="Glockenturm der Kirche der heiligen Petrus und Paulus in Topli Vrh. " class="wp-image-2610" style="width:407px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-700x1024.jpg 700w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-205x300.jpg 205w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-768x1123.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-1050x1536.jpg 1050w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-1400x2048.jpg 1400w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-750x1097.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a.jpg 1750w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption class="wp-element-caption">Glockenturm der Kirche der heiligen Petrus und Paulus in Topli Vrh.  Foto: Blaž Štangelj, 20. 3. 2016.  </figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Dorf und die Kirche während des Zweiten Weltkrieges und unmittelbar danach </strong></h2>

<p>Topli Vrh teilte das Schicksal der meisten gottscheerischen Dörfer im Gebiet von Kočevski rog. Nach der Besetzung des Dorfes durch die faschistische italienische Armee verließen alle 118 Einwohner von Topli Vrh am 20. und 21. Dezember 1941 das Dorf und emigrierten über den Bahnhof Semič nach Posavje in Posotelje an der damaligen Grenze des Hitlers nazistischen Dritten Reiches. Am 22. Juli, während der Offensive, wurde das Dorf von der italienischen Armee niedergebrannt. Ein Haus und die Kirche entgingen dem Feuer. Während der Offensive hielten sich dort italienische Soldaten auf und zerstörten Kirchenbänke und Teile der Altäre, indem sie sie in den Brand setzten. An die vom Feuer verbrannte Wand ritzten sie in italienischer Sprache die Worte „zerstörte Partisanen“ (noch 1947 sichtbar). Auch Partisanen hielten sich mindestens einmal in der Kirche auf, im August 1942 wird ein Bataillon der Tomšič-Brigade erwähnt. Das Dorf wurde nie wieder aufgebaut. Zwischen 1943 und 1945 gab es in den nahe gelegenen Wäldern einige versteckte Partisanenlazaretten. Dafür wurden auch Fensterrahmen und ein Teil der Dachziegel von der zerstörten Kirche verwendet. Gemälde und Altarstatuen wurden zerstört oder beschädigt.              </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.muzej-nz.si"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-5-1024x768.jpg" alt="Das niedergebrannte Dorf Topli Vrh, am 6. 9. 1944. Reproduktion des Bildes von France Miheli&#x10D;.   " class="wp-image-2589" style="width:719px;height:auto"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Das niedergebrannte Dorf Topli Vrh, am 6. 9. 1944. Reproduktion des Bildes von France Mihelič.    Die Ansichtskarte wird von Blaž Štangelj aufbewahrt, und die Zeichnung vom Museum der neueren und zeitgenössischen Geschichte Sloweniens (<a href="https://www.muzej-nz.si">Muzej novejše in sodobne zgodovine Slovenije</a>). </figcaption></figure>
</div>
<p>Unmittelbar nach dem Kriegsende wurden die Ruinen der Häuser zertrümmert und als Böschungsmaterial für den Straßenbau zum Dorf Komarna vas verwendet. Die Mauern der Kirche wurden 1964 weiter abgebaut. Der Glockenturm wurde stehen gelassen, da er aufgrund seiner strategischen Lage für die Militärbehörden einen wichtigen Orientierungspunkt darstellte. Das Dorf Topli Vrh wurde 1955 als Siedlung abgelöst, ebenso wie en Drittel der vernichteten ehemaligen Siedlungen im Gebiet Gottschee.   </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>&#8221;Wir gingen nach Topli Vrh&#8221; – eine Hochzeit im Jahr 1945</strong></h2>

<p>Die Maler Alenka Gerlovič und Vito Globočnik waren als Künstler in Partisanenbewegung tätig. In den Jahren 1944 und 1945 besuchten sie auch das verbrannte Dorf Topli Vrh und stellten es dar. Die Liebenden entschlossen zu heiraten. Ihre Vorgesetzten waren zuerst zurückhaltend. Sie wollten eine bescheidene Hochzeit, ohne Pomp, die sie eigenmächtig auf der Spitze des Glockenturms der Kirche in Topli Vrh vollzogen. Die Statuen zweier Heiligen, ohne Hände, die sie von dem beschädigten Altar nahmen, waren Zeugen dieser Zeremonie. Ihre Namen und das Datum wurden in den Balken des Glockenturms eingemeißelt und ihre informelle Ehe wurde vollzogen.       </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Topli Vrh im 21. Jahrhundert </strong></h2>

<p>Heute erinnern bescheidene steinerne Überreste der Grundrisse der Kirche und der Häuser, ihre Wasserreservoire und Obstbäume an das ehemalige Dorf. Das Modell der Kirche im Maßstab 1:50 wurde von Tone Troha angefertigt. Auf den Weiden rasen Rinder und Pferde des Hofes Mihelčič aus der Gemeinde Semič.   </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-6-c-1024x768.jpg" alt="&#xDC;berreste der H&#xE4;user im Dorf Topli Vrh" class="wp-image-2607" style="width:692px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Überreste der Häuser im Dorf Topli Vrh. Foto: Blaž Štangelj, am 27. 10. 2024.   </figcaption></figure>
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<p>Das sichtbarste Überbleibsel des ehemaligen Dorfes ist der Glockenturm der Kirche. Im Jahr 2004 wurden die bescheidenen Überreste der Kirche gereinigt und das Dach der Kirche wurde restauriert und mit Kupfer bedeckt. Im Innern wurde eine Holztreppe eingebaut. Die Restaurierung wurde vom Gottscheer Altsiedlerverein und Freiwilligen mit finanzieller Unterstützung aus Südtirol durchgeführt. Die Gier nach Kupferdächern und wiederholte Diebstahlversuche machten die Restaurierungsarbeiten schließlich zunichte. Beim versuchten Diebstahl der Kupferbedachung am 3. April 2023 verursachte vermutlich ein Funke beim Schneiden vom Metall einen Brand. Der Glockenturm ist also wieder ohne Dach, dem langsamen Verfall überlassen, und schreit lautlos nach einer Restaurierung oder zumindest einem Notschutz. Vielleicht findet sich in der Zukunft wieder der Wille und die Kraft, das Erbe zu erhalten und zu präsentieren.         </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b-819x1024.jpg" alt="Der Brand im Glockenturm der Kirche der heiligen Petrus und Paulus in Topli Vrh. " class="wp-image-2625" style="width:420px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b-819x1024.jpg 819w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b-240x300.jpg 240w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b-768x960.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b-1229x1536.jpg 1229w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b.jpg 1440w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b-750x938.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 819px) 100vw, 819px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Brand im Glockenturm der Kirche der heiligen Petrus und Paulus in Topli Vrh.  Foto: PGD Semič, 3. 4. 2023.   </figcaption></figure>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="710" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-a-710x1024.jpg" alt="Der Brand im Glockenturm der Kirche der heiligen Petrus und Paulus in Topli Vrh.  " class="wp-image-2622" style="width:398px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-a-710x1024.jpg 710w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-a-208x300.jpg 208w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-a-768x1107.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-a.jpg 960w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-a-750x1081.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Brand im Glockenturm der Kirche der heiligen Petrus und Paulus in Topli Vrh.  Foto: PGD Semič, 3. 4. 2023.   </figcaption></figure>
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<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong></p>

<p class="has-small-font-size"><strong>Arhiv Republike Slovenije</strong>, Franciscejski kataster za Kranjsko, k. o. Črmošnjice pri Kočevju, Katastrski cenilni elaborat, <a href="https://vac.sjas.gov.si/vac/search/details?id=375384">https://vac.sjas.gov.si/vac/search/details?id=375384</a> (dostop: november 2024).  <br/><strong>Krajevni leksikon Dravske banovine</strong> (1937), dLib, <a href="https://www.dlib.si/details/URN:NBN:SI:DOC-IHXHRWQE">https://www.dlib.si/details/URN:NBN:SI:DOC-IHXHRWQE</a>, (dostop: november 2024).<br/><strong>Slovenska historična topografija za Kranjsko do leta 1500</strong>, ZRC SAZU, DOI: https://doi.org/10.3986/9789612549749, <a href="https://topografija.zrc-sazu.si/">https://topografija.zrc-sazu.si/</a> (dostop: november 2024).<br/><strong>Slovenski šolski muzej</strong>, Šolski list (1929), Državna mešana šola v Črmošnjicah, Zgodovina Slovenije — SIstory, <a href="https://www.sistory.si/publication/24112">https://www.sistory.si/publication/24112</a> (dostop: november 2024).<br/><strong>Gottscheermatzelle</strong>, <a href="https://gottscheermatzelle.wordpress.com/gottscheer-history/">https://gottscheermatzelle.wordpress.com/gottscheer-history/</a>, (dostop: november 2024).<br/><strong>Ministrstvo za kulturo</strong>, Register kulturne dediščine, Interaktivna karta kulturne dediščine, <a href="https://geohub.gov.si/ghapp/giskd/">https://geohub.gov.si/ghapp/giskd/</a> (dostop: november 2024).<br/><strong>Obrazi slovenskih pokrajin</strong>, Alenka Gerlovič in Vito Globočnik, <a href="https://www.obrazislovenskihpokrajin.si/oseba/gerlovic-alenka/">https://www.obrazislovenskihpokrajin.si/oseba/gerlovic-alenka/</a>, <a href="https://www.obrazislovenskihpokrajin.si/oseba/globocnik-vito/">https://www.obrazislovenskihpokrajin.si/oseba/globocnik-vito/</a> (dostop: november 2024).<br/><strong>Perko Drago.</strong> Kradli baker, zažgali cerkev! Slovenske novice, 5. 4. 2023, <a href="https://www.slovenskenovice.si/novice/slovenija/kradli-baker-zazgali-cerkev-foto/">https://www.slovenskenovice.si/novice/slovenija/kradli-baker-zazgali-cerkev-foto/</a> (dostop: november 2024).   <br/><strong>PGD Semič, Požar na Toplem Vrhu</strong>, 3. 4. 2023, <a href="https://www.facebook.com/profile/100064566140803/search/?q=toplem%20&amp;locale=sl_SI">https://www.facebook.com/profile/100064566140803/search/?q=toplem%20&amp;locale=sl_SI</a> (dostop: november 2024). <br/><strong>Topli Vrh: Zagorel spomeniško zaščiten zvonik</strong>, 4. 4. 2023, <a href="https://moja-dolenjska.si/topli-vrh-zagorel-spomenisko-zasciten-zvonik/#goog_rewarded">https://moja-dolenjska.si/topli-vrh-zagorel-spomenisko-zasciten-zvonik/#goog_rewarded</a> (dostop: november 2024).  <br/><strong>Ferenc Mitja in Zupan Gojko</strong>. <em>Cerkve na Kočevskem nekoč in danes II</em>. Ljubljana: ZRC SAZU, 2006. <br/><strong>Ferenc Mitja in Zupan Gojko</strong>. <em>Izgubljene kočevske vasi: nekoč so z nami živeli kočevski Nemci</em>. 3. del. Ljubljana: Znanstvena založba Filozofske fakultete, 2013.   <br/><strong>Ferenc Mitja in Zupan Gojko</strong>. <em>Po sledeh Kočevarjev v Črmošnjiško-Poljanski dolini / Auf den Spuren der Gottscheer in der Moschnitze</em>. Dolenjske Toplice : Društvo Kočevarjev staroselcev = Gottscheer Altsiedler Verein, 2013. <br/><strong>Gerlovič Alenka</strong>. <em>Okruški mojega življenja</em>. Ljubljana: Forma 7, 2006. <br/><strong>Janežič Zvonka</strong>. <em>Arheološka najdišča Kočevskega roga in Poljanske gore</em>. Diplomsko delo. Oddelek za arheologijo Filozofske fakultete univerze v Ljubljani, 2022.  <br/><strong>Mohar Rozi.</strong> <em>Tu so živeli …</em>Semič: Občina, 2008.<br/><strong>Prelesnik Anton</strong>. <em>Vodni viri na Kočevskem / Wasserquellen im Gottscheerland</em>. Dolenjske Toplice, Ljubljana: Društvo Kočevarjev staroselcev, ZRC SAZU, 2007. <br/><strong>Simonič Binca</strong>, ur. <em>Župnija Črmošnjice 500 let: 1509-2009</em>. Semič: Župnija, 2009. <br/><strong>Strle Franci</strong>. <em>Tomšičeva brigada 1942-1943</em>. Ljubljana: Borec in Partizanska knjiga, 1986. <br/><strong>Troha Anton in Anton Prelesnik</strong>. <em>Makete kočevarskih cerkva in krajev / Maquetten von Gottscheer Kirchen und Ortschaften</em>. Ljubljana: &#8220;Maks Viktor&#8221; in Dolenjske Toplice: Društvo Kočevarjev staroselcev, 2011. </p>

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		<title>Spiegelung der adeligen Welt in der Tradition der gottscheerischen Volkslieder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marija Klobčar]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Oct 2024 19:50:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
		<category><![CDATA[Volkslied]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Gottscheer Ehepaar (Balthasar Hacquet 1778)</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-left">In der gottscheerischen Gedichtstradition, veröffentlicht 1895 in der Sammlung <em>des Autors Adolf Hauffen, Die deutsche Sprachinsel Gottschee. Geschichte und Mundart, Lebensverhältnisse, Sitten und Gebräuche, Sagen, Märchen und Lieder, </em>  (<em>werden erzählende Gedichte, d.h. Gedichte mit einer Geschichte, </em>besonders hervorgehoben. </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="833" height="627" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/hauffen.png" alt="Die deutsche Sprachinsel Gottschee. Adolf Hauffen " class="wp-image-2498" style="width:624px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/hauffen.png 833w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/hauffen-300x226.png 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/hauffen-768x578.png 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/hauffen-750x565.png 750w" sizes="auto, (max-width: 833px) 100vw, 833px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eine Sammlung von Volksliedern aus Gottschee wurde 1895 von Dr. Adolf Hauffen veröffentlicht.</figcaption></figure>
</div>
<p>Sie bringen oft das Geschehen im adligen Umfeld zum Ausdruck, was sich in der sozialen Stellung der Hauptfiguren, ihrem Verhalten, gesellschaftlichen Normen, die bei dem Adel galten, oder aus dem Umfeld, in dem Geschichten spielen, zeigt. So gibt es zum Beispiel Geschichten über Männer, die in den Krieg gehen oder zurückkehren, wobei die Rolle eines Ritters, des Verteidigers des Landes, hervorgehoben wird. Das Gedicht <em>Mogreatizle</em> (dt.: Margarethe), das in der Hauffen-Sammlung unter Nummer 71 veröffentlicht wurde, zeigt dies durch Erwähnung der spitzen bzw. Schnabelschuhen, denn spitze Schuhe waren ein ausgeprägtes mittelalterliches Zeichen für Prestige. Die Erwähnung von spitzen bzw. Schnabelschuhen deutet gleichzeitig auch darauf hin, dass das Gedicht geschrieben wurde, bevor die Siedler nach Gottschee umsiedelten.     </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Spiegelung der adligen Welt im Volkslied Das Mädchen und der Edelmannssohn</strong></h2>

<p>Das Leben der Oberschicht spiegelt sich auch in den Gedichten mit Beschreibungen des Alltagslebens der gesellschaftlichen Gruppen wider, die dem Adel dieses Leben ermöglichten. Im Volkslied <em>Das Mädchen und der Edelmannssohn,</em> das in der Hauffens Sammlung unter Nr. 78 veröffentlicht wurde, sind einige Merkmale direkt herausgearbeitet, die sich stark vom Alltagsleben der Gottscheer in ihrer neuen Umgebung unterscheiden. Der Reichtum der Umgebung, aus der der Junge und das Mädchen stammen, wird in dem Gedicht deutlich: Der Junge ist der Sohn eines Adligen, aber auch der Vater des Mädchens ist reich und er spielt mit dem jungen Adligen. Er hat eine Reihe von Wald- und Feldarbeitern unter sich; die Arbeit wird unter ihnen aufgeteilt, was die Macht des Adels zeigt, aus dem das Mädchen stammt. Das Gedicht drückt nicht nur die Zugehörigkeit der Hauptfiguren zu der oberen Gesellschaftsschicht aus, sondern führt auch eine Aufgabe an, die im slowenischen Raum anders ausgeführt wurde als in einem gottscheerischen Gedicht: In dem Gedicht wird Heu von Männern geharkt, nicht von Frauen, wie es im slowenischen Raum allgemein üblich war. Die slowenische Sprache kennt daher keinen Begriff für einen Mann, der Heu zusammenharkt; sie kennt nur den Begriff für Frauen „grabljice“.       </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Bunte Schuhe</strong></h2>

<p>Güter des ausgeprägten Prestiges enthalten neben den erzählenden auch einige rituelle Gedichte, wie z. B. das Lied <em>Der schöne Andreas</em> (Hauffen, Nr. 119), in dem der Jahrmarkt aus der ursprünglichen Umgebung, die mit einem prestigeträchtigen Angebot verbunden war, durch den Jahrmarkt von Ljubljana ersetzt wurde. Noch expliziter kommt die Zugehörigkeit zur höchsten Gesellschaftsschicht in dem rituellen Lied <em>Abschied der Braut</em> (Hauffen, Nr. 106) zum Ausdruck, in dem sich die Braut von ihren Angehörigen verabschiedet: Das Gedicht enthält u. a. Zweizeiler mit einem Verweis auf ein Teil der der Brautkleidung, die bunten Schuhe. Bunte Schuhe konnten nämlich nur Brokatschuhe sein, was den höchsten gesellschaftlichen Status ausdrückt.   </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Woher kommt das Spiegelbild der adligen Welt?</strong></h2>

<p>Das Thema des Lebens in den höheren Gesellschaftskreisen wäre nicht aufgefallen, wenn es mit den Lebensbedingungen der Gottscheer übereinstimmen würde: Sie lebten in der neuen Umgebung unter bescheidenen Verhältnissen und außer der Burg Friedrichstein und dem Stadtschloss gab es in der Gegend kein einziges adeliges Landgut. Die Burgen Poljanski (Polandl) und Kostelski grad (Grafenwart) lagen außerhalb der gottscheerischen Dörfer. Die Umgebung, in der die gottscheerischen Siedler lebten, bot also keine direkte Möglichkeit, das Leben der Burgherren zu betrachten. Auch die Geschichte der verbotenen Liebe zwischen Veronika von Deschenitz und Friedrich II, die mit der Burg Friedrichstein in Verbindung gebracht wird, hat nicht in das Gottscheer Erbe geschafft.    </p>

<p>Die gottscheerischen Siedler lebten in einer sehr abgeschlossenen Gemeinschaft. Die Frauen verließen in den vergangenen Jahrhunderten ihre armen Bergdörfer nicht und bewahrten ihr Volksvermögen, das ihnen in der Zeit der Trennung von ihren Männern wichtige Trost spendete. Vor allem aber bewahrten sie das Erbe, das die Gottscheer mitgebracht hatten. Auch die Wallfahrten, an denen Gottscheer teilnahmen, wurden von religiösen und Legendenliedern, aber nicht von anderen erzählenden oder rituellen Liedern begleitet.    </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="710" height="458" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/kocevarski-par.jpg" alt="" class="wp-image-2481" style="width:662px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/kocevarski-par.jpg 710w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/kocevarski-par-300x194.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Gottscheer-Paar, abgebildet auf der Flusskarte in Oryctographia Carniolica: Mappa Hydrographica Nationis Slavica (Balthasar Hacquet 1778).</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gedichtserbe als Zeugnis der Einwanderung aus Franken und Thüringen?</strong></h2>

<p>Die Volkslieder der Gottscheer sind somit der Ausdruck des Wohlstandes in der Erinnerung an die vergangene Zeit, die ihnen half, in der neuen Umgebung zu überleben. Diese Erkenntnis eröffnete einen wichtigen Aspekt der Betrachtung des gottscheerischen Erbes, und die Suche nach einer Erklärung dafür führte zu einem erneuten Nachdenken über die ursprüngliche Umgebung der Gottscheer und die Gründe für ihre Einwanderung nach Gottschee. Diese Überlegungen brachten neue historische Verbindungen zu den wirtschaftlich und sozial bedeutenden Regionen Franken und Thüringen ans Licht. Eine erneute Überprüfung der Gültigkeit der Aufzeichnungen von Bischof Hren beleuchtete auch Gründe für die Einwanderung der Gottscheer in ihre neue Umgebung. Diese Gründe betonen die Bedeutung von Ehre und Loyalität und werden zusammen mit einer ausführlichen Analyse und neuen Erkenntnissen in eine der Studien aufgenommen, die in der slowenischen Übersetzung von Hauffens Werk erscheinen werden. Das Buch Pesemsko izročilo Kočevske (dt.: Gedichtstradition von Gottschee) wird im November 2024 im Verlag ZRC, ZRC SAZU erscheinen.    </p>

<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong></p>

<ul class="wp-block-list">
<li class="has-small-font-size">Hauffen, Adolf. 1895.  <em>werden erzählende Gedichte, d.h. Gedichte mit einer Geschichte, </em>. Graz: K. k. Universitäts-Buchdrückerei und Verlags-Buchhandlung &#8216;Styria&#8217;.  </li>



<li class="has-small-font-size">Knific, Bojan. 2020. <em>Obutvena dediščina na Slovenskem</em>:<em> O škornjih, čevljih, coklah, opankah, copatah in drugih obuvalih</em>. Tržič: Tržiški muzej.  </li>



<li class="has-small-font-size">Lackner-Kundegraber, Marija. 1995. Etnografske posebnosti v nekdanjem Kočevskem nemškem jezikovnem otoku. <em>Kronika</em> 43/3: 76–84.  </li>



<li class="has-small-font-size">Marolt, France. 1939. Slovenske prvine v kočevski ljudski pesmi. V: <em>Kočevski zbornik</em>. <em>Razprave o Kočevski in njenih ljudeh</em>. Ljubljana: Vodstvo družbe sv. Cirila in Metoda v Ljubljani, 179–320.     </li>



<li class="has-small-font-size">Stopar, Ivan. 1986. <em>Gradovi na Slovenskem</em>. Ljubljana: Cankarjeva založba.  </li>
</ul>

<p>Der Artikel <em>Spiegelung der adeligen Welt in der Tradition der gottscheerischen Volkslieder </em>wurde im Rahmen des Projekts <em><a href="https://gni.zrc-sazu.si/sl/programi-in-projekti/teza-preteklosti-dediscina-veckulturnega-obmocja-primer-kocevske">Teža preteklosti.
Dediščina večkulturnega območja: primer Kočevske </a></em>wurde von der slowenischen Forschungsagentur finanziell unterstützt.</p>

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		<title>Was macht &#8220;Micika v püngradi&#8221; (Maria im Garten) in Gottschee? &#8211; Lieder aus dem Übermurgebiet in Gottschee</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Serec Hodžar]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2024 20:21:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
		<category><![CDATA[Volkslied]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Multikulturalität des Gebiets der breiteren Region Gottschee könnte als eine einzige miteinander verflochtene &#8220;Kultur&#8221; oder Gemeinschaft betrachtet werden. Denn dort leben Menschen, die aus allen Himmelsrichtungen zugewandert sind, und die kulturelle Vielfalt ist ein fester Bestandteil ihres täglichen Lebens. Ankünfte und Abreisen gehören seit Jahrhunderten zu dieser Region. Das ist zwar in jedem Gebiet der Fall, aber in Gottschee ist es jedoch besonders ausgeprägt. Umso erstaunlicher erscheint es, dass uns ein Fragment der mündlichen Überlieferung, das in diesen Orten aufgezeichnet wurde, immer noch überrascht. Volksliedmaterial im Archiv des Instituts für Ethnomusikologie ZRC SAZU Im Rahmen des Forschungsprojekts Teža preteklosti. Dediščina večkulturnega območja: primer Kočevske (Die Last der Vergangenheit: Das Erbe der multikulturellen Region &#8211; Beispiel aus der Region Gottschee) haben wir uns auch intensiver mit dem Material befasst, das von den Kollegen des Instituts für Ethnomusikologie im Forschungszentrum der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste (abk. ZRC SAZU) während der 90-jährigen Geschichte des Instituts (das in diesem Jahr sein Jubiläum feiert) gesammelt wurde, sowie mit dem noch älteren Material, das das Institut als zentrale Einrichtung für Volksmusik, Gesang und Tanz im slowenischen Raum aufbewahrt. Anfangs schien es, als gäbe es fast kein Material aus der Zeit vor dem Zweiten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Multikulturalität des Gebiets der breiteren Region Gottschee könnte als eine einzige miteinander verflochtene &#8220;Kultur&#8221; oder Gemeinschaft betrachtet werden. Denn dort leben Menschen, die aus allen Himmelsrichtungen zugewandert sind, und die kulturelle Vielfalt ist ein fester Bestandteil ihres täglichen Lebens. Ankünfte und Abreisen gehören seit Jahrhunderten zu dieser Region. Das ist zwar in jedem Gebiet der Fall, aber in Gottschee ist es jedoch besonders ausgeprägt. Umso erstaunlicher erscheint es, dass uns ein Fragment der mündlichen Überlieferung, das in diesen Orten aufgezeichnet wurde, immer noch überrascht.     </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/09/dscn0665-1024x768.jpg" alt="Das Foto des Gartens in Trava bei Draga" class="wp-image-2439" style="width:745px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Das Foto des Gartens in Trava bei Draga, 2023. Foto: Anja Serec Hodžar. Institut für Ethnomusikologie im Forschungszentrum der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste.  </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Volksliedmaterial im Archiv des Instituts für Ethnomusikologie ZRC SAZU</strong></h2>

<p>Im Rahmen des Forschungsprojekts <em><a href="https://gni.zrc-sazu.si/sl/programi-in-projekti/teza-preteklosti-dediscina-veckulturnega-obmocja-primer-kocevske">Teža preteklosti. Dediščina večkulturnega območja: primer Kočevske (Die Last der Vergangenheit: Das Erbe der multikulturellen Region &#8211; Beispiel aus der Region Gottschee) </a></em> haben wir uns auch intensiver mit dem Material befasst, das von den Kollegen des <a href="https://gni.zrc-sazu.si/sl">Instituts für Ethnomusikologie </a>im Forschungszentrum der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste (abk. ZRC SAZU) während der 90-jährigen Geschichte des Instituts (das in diesem Jahr sein Jubiläum feiert) gesammelt wurde, sowie mit dem noch älteren Material, das das Institut als zentrale Einrichtung für Volksmusik, Gesang und Tanz im slowenischen Raum aufbewahrt. Anfangs schien es, als gäbe es fast kein Material aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, aber eine genauere Durchsicht des Archivs zeigte, dass dies nicht der Fall war. Es gibt zwar kein Material, das konkret von den Mitarbeitern des Instituts gesammelt wurde, aber aufgrund der Zusammenarbeit mit verwandten Institutionen in Österreich und Deutschland verfügt das Institut über Kopien des Materials, das sonst in anderen Ländern aufbewahrt wird. Die Volkslieder in Gottschee wurden zu der Zeit aufgenommen, als Slowenien noch ein Teil der österreichisch-ungarischen Monarchie war.   </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="412" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/09/msma-98-19-01-1024x412.jpg" alt="Gottscheer Volkslied, Scanogramm von France Marolt" class="wp-image-2465"/><figcaption class="wp-element-caption">Scanogramm einer Tonaufnahme von France Marolt aus dem Jahr 1937 in Stari Log. Institut für Ethnomusikologie ZRC SAZU. </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Tonaufnahmen in Gottschee</strong></h2>

<p>Aber kehren wir zu den Überraschungen zurück. Nach dem Zweiten Weltkrieg, genauer gesagt nach dem Jahr 1953, begann das Institut mit den Tonaufnahmen. Das heißt, man ging zu den Menschen und nahm ihren Gesang auf. Mehrere solcher Aufnahmen wurden auch in Gottschee gemacht. Mag Igor Cvetko nahm 1992 in Kočevska Reka eine Gruppe der Sänger auf, die für ihn folgende slowenische Volkslieder sangen: <em>Tam dol na ravnem polju, Preozke so stezice, Ko psi zalajajo po celi vas na glas, Fantič pride pod okence stat, Sijaj mi sončece, Duša le pojdi zmanoj, Ênglaš valcer</em> (Akkordeon), <em>Ta stara polka </em>(Akkordeon), <em>Se spominjaš davnih časov </em>(Akkordeon), <em>Moje dekle je še mlado, ja, ja, Sinoči je pela, En hribček bom kupil, Grêmo na Štajersko, Ko so fantje proti vasi šli, Moj očka ima konjička dva,</em> <em>Moj fantič je na t(i)rolsko vandral, Al me boš kaj rada imela, Ko so Adáma pokopal, Soča voda je šumela, Micika v püngradi, Rozamunda</em> (Akkordeon), <em>Ena starinska</em>(Akkordeon).       </p>

<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Micika v püngradi" width="1080" height="608" src="https://www.youtube.com/embed/cnMiadGvPqE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Aufnahme des Liedes Micika v püngradi, Kočevska Reka, 1992, Mag. Igor Cvetko, Archiv des Instituts für Ethnomusikologie ZRC SAZU. </figcaption></figure>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Lied &#8220;Micika v püngradi&#8221; (dt.: Micika in einem Garten)</strong></h2>

<p>Püngrad ist das Wort für Garten im Prekmurje-Dialekt. Im Volkslied pflückt Micika Blumen und spricht mit ihrem Geliebten. </p>

<p>Das Lied <em>Micika v püngradi</em> wird von einer Frau und einem Mann in einem schönen (authentischen) Dialekt aus dem Übermurgebiet (sl. Prekmurje) gesungen. Nach Gottschee zogen sie 1954 aus Prekmurje, aus zwei verschiedenen Orten, um. Die Umsiedlung von Leuten aus dem Gebiet Prekmurje in die während des Zweiten Weltkriegs verlassenen Dörfer in Gottschee ist zwar bekannt und dokumentiert. Es scheint jedoch, dass wir uns ihrer Anwesenheit erst dann bewusstwerden, wenn wir ein Lied im Dialekt vom anderen Ende Sloweniens hören. Ich stellte die Tonaufnahme dieses Liedes auf einer Podiumsdiskussion vor, die im Rahmen des Projekts &#8220;Die Last der Vergangenheit: Das Erbe der multikulturellen Region &#8211; Beispiel aus der Region Gottschee&#8221; im März 2024 in Ljubljana organisiert wurde. Auch zwei einheimische Frauen aus Gottschee, Nachkommen der Gottscheer, nahmen daran teil. Ihre Reaktion, als sie die ersten Strophen des Liedes hörten, war interessant, denn es war ihnen völlig fremd und es war offensichtlich, dass sie den Text nicht verstanden. Obwohl ihnen die Geschichte des Gebiets gut bekannt ist, sie in das lokale Leben eingebunden sind und aktiv an kulturellen Vereinen teilnehmen, dennoch wurden sie vom Lied überrascht. Das Lied ist ein schönes Beispiel dafür, wie fließend die Tradition ist und wie sich ein Volkslied von einem Gebiet in ein anderes überträgt. Ein Beispiel, das auch für Forscher der Erbtheorie, ihrer Entstehung und Wandlung interessant ist.         </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/09/1718943533586-1024x768.jpg" alt="Ein Tonband, aufbewahrt im Archiv des Instituts f&#xFC;r Ethnomusikologie ZRC SAZU" class="wp-image-2453" style="width:696px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Ein Tonband mit Aufnahmen aus Kočevska Reka, aufbewahrt im Archiv des Instituts für Ethnomusikologie ZRC SAZU. Foto: Anja Serec Hodžar. </figcaption></figure>
</div>
<p class="has-small-font-size">Artikel <em>Was macht &#8220;Micika v püngradi&#8221; (Maria im Garten) in Gottschee? &#8211; Lieder aus dem Übermurgebiet in Gottschee </em> ist Teil des Projekts <em><a href="https://gni.zrc-sazu.si/sl/programi-in-projekti/teza-preteklosti-dediscina-veckulturnega-obmocja-primer-kocevske">Teža preteklosti. Dediščina večkulturnega območja: primer Kočevske </a></em>wurde von der slowenischen Forschungsagentur finanziell unterstützt.</p>

<p>Unser vorheriger Beitrag: <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/der-friedhof-in-stari-log-altlag/">Der Friedhof in Stari Log</a>.</p>
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		<title>Luchs, eine geheimnisvolle Katze der slowenischen Wälder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Irena Kavčič]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Dec 2023 15:41:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tiere]]></category>
		<category><![CDATA[Umgebung]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
		<category><![CDATA[Luchs]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wahrscheinlich werden wir den Luchs nie in der freien Wildbahn sehen. Vielleicht sehen wir seine Fußabdrücke im Schlamm oder Schnee. Doch allein der Gedanke, dass eine große Wildkatze uns von einem nahen Felsen aus beobachtet, regt die Fantasie an. Sie macht den Wald mit ihrer Anwesenheit voller, vielfältiger und inspirierender. Wer ist Luchs – der geheimnisvolle Bewohner unserer Wälder? Der Eurasische Luchs (Lynx lynx) ist die größte Wildkatze Europas. Ausgewachsen wird er von 70 bis 130 cm lang und 12 – 35 kg schwer. Er hat einen markanten Katzenkopf, der durch längere Haarbüschel an den Seiten scheinbar vergrößert ist. Die dreieckigen Ohren enden in markanten Büscheln. Das Fell ist braun und weist ein einzigartiges Muster aus Flecken und Tupfen auf. Jeder Luchs hat ein anderes Muster, ähnlich wie Menschen unterschiedliche Fingerabdrücke haben. Der Luchs in Europa lebt in Waldgebieten. Er braucht große, geschlossene Waldgebiete, um zu überleben, und spielt als Spitzenprädator eine wichtige Rolle im Ökosystem. Er jagt vor allem Hirsche, er ernährt sich auch mit Bilchen, Gämsen und Hirschkälbern. Als Raubtier sorgt er für Erhaltung gesunder Populationen wild lebender Paarhufer, indem er deren Häufigkeit und Verhalten beeinflusst und so indirekt das Pflanzenwachstum schützt. In Slowenien ist der Luchs hauptsächlich [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wahrscheinlich werden wir den Luchs nie in der freien Wildbahn sehen. Vielleicht sehen wir seine Fußabdrücke im Schlamm oder Schnee. Doch allein der Gedanke, dass eine große Wildkatze uns von einem nahen Felsen aus beobachtet, regt die Fantasie an. Sie macht den Wald mit ihrer Anwesenheit voller, vielfältiger und inspirierender.   </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wer ist Luchs – der geheimnisvolle Bewohner unserer Wälder?</strong></h2>

<p>Der Eurasische Luchs (<em>Lynx lynx</em>) ist die größte Wildkatze Europas. Ausgewachsen wird er von 70 bis 130 cm lang und 12 – 35 kg schwer. Er hat einen markanten Katzenkopf, der durch längere Haarbüschel an den Seiten scheinbar vergrößert ist. Die dreieckigen Ohren enden in markanten Büscheln. Das Fell ist braun und weist ein einzigartiges Muster aus Flecken und Tupfen auf. Jeder Luchs hat ein anderes Muster, ähnlich wie Menschen unterschiedliche Fingerabdrücke haben.     </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/Matej-Vranic-18-jpg-6-1024x683.jpg" alt="Eurasischer Luchs: Erkennbar an Ohrb&#xFC;scheln, dem kurzen Schwanz und dem braunen Fell mit Flecken. Foto: Matej Vrani&#x10D;, LIFE Lynx  Gottscheer Blog" class="wp-image-2077" style="width:634px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/Matej-Vranic-18-jpg-6-1024x683.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/Matej-Vranic-18-jpg-6-300x200.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/Matej-Vranic-18-jpg-6-768x512.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/Matej-Vranic-18-jpg-6-1536x1024.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/Matej-Vranic-18-jpg-6-2048x1365.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/Matej-Vranic-18-jpg-6-750x500.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/Matej-Vranic-18-jpg-6-1080x720.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eurasischer Luchs: Erkennbar an Ohrbüscheln, dem kurzen Schwanz und dem braunen Fell mit Flecken. Foto: Matej Vranič, LIFE Lynx </figcaption></figure>
</div>
<p>Der Luchs in Europa lebt in Waldgebieten. Er braucht große, geschlossene Waldgebiete, um zu überleben, und spielt als Spitzenprädator eine wichtige Rolle im Ökosystem. Er jagt vor allem Hirsche, er ernährt sich auch mit Bilchen, Gämsen und Hirschkälbern. Als Raubtier sorgt er für Erhaltung gesunder Populationen wild lebender Paarhufer, indem er deren Häufigkeit und Verhalten beeinflusst und so indirekt das Pflanzenwachstum schützt.    </p>

<p>In Slowenien ist der Luchs hauptsächlich in dinarischen Tannen-Buchenwäldern anzutreffen, die relativ dünn besiedelt werden. Der hochgelegene dinarische Karst ist durch Karstlandschaften, wie Mulden, Tümpel, Höhlen, Felsenüberhänge und Klippen gekennzeichnet. Die raue Umgebung kommt dem Luchs sehr entgegen. Felsen dienen ihm als Aussichtspunkte, er läuft gerne auf umgestürzten Baumstämmen, entlang von Kanten der Riffe, Felsvorsprüngen und Verwerfungen.    </p>

<p>Man findet ihn in den Wäldern von Trnovo, Nanos, Menišija, Javornik und Gottschee. Bis vor kurzem waren Luchse in slowenischen Alpen äußerst selten.  </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_5526_Petra-Draskovic-Pelc_Life-Lynx_ARS-1024x683.jpg" alt="Die st&#xE4;ndige Anwesenheit von Luchsen im Wald ist ein Zeichen f&#xFC;r ein gesundes und reiches Wald&#xF6;kosystem. Foto: Petra Dra&#x161;kovi&#x10D; Pelc, LIFE Lynx.  Gottscheer Blog" class="wp-image-2083" style="width:625px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_5526_Petra-Draskovic-Pelc_Life-Lynx_ARS-1024x683.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_5526_Petra-Draskovic-Pelc_Life-Lynx_ARS-300x200.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_5526_Petra-Draskovic-Pelc_Life-Lynx_ARS-768x512.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_5526_Petra-Draskovic-Pelc_Life-Lynx_ARS-1536x1024.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_5526_Petra-Draskovic-Pelc_Life-Lynx_ARS-2048x1366.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_5526_Petra-Draskovic-Pelc_Life-Lynx_ARS-750x500.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_5526_Petra-Draskovic-Pelc_Life-Lynx_ARS-1080x720.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die ständige Anwesenheit von Luchsen im Wald ist ein Zeichen für ein gesundes und reiches Waldökosystem. Foto: <a href="https://petradraskovic.com/sl/petra/">Petra Draškovič Pelc</a>, LIFE Lynx. </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Einmal haben wir den Luchs schon verloren</strong></h2>

<p>Der Luchs war in der Vergangenheit im ganz Slowenien verbreitet, bis er am Beginn des 20. Jahrhunderts aufgrund von Überjagung und Abholzung verschwand. 1973 wurde der Luchs von Jägern und Förstern in Gottschee-Gebiet wieder angesiedelt und er hat sich erfolgreich in weiten Teilen der Dinariden und der Ostalpen ausgebreitet. Zu Beginn des neuen Jahrtausends jedoch wäre der Luchs aufgrund von Inzucht fast wieder von unseren Wäldern verschwunden. Um das Aussterben zu verhindern, wurden im Rahmen des Projekts <a href="https://www.lifelynx.eu/?lang=sl">LIFE Lynx</a> 18 Luchse aus der Slowakei und Rumänien nach Slowenien und Kroatien angesiedelt.     Die Population ist erst gerettet, aber ihr Überleben hängt weitgehend von uns, den Menschen, ab.</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_3188_Petra-Draskovic-Pelc-1024x683.jpg" alt="Der Luchs kann auch ein Kunstmotiv sein. Foto: Petra Dra&#x161;kovi&#x10D; Pelc, LIFE Lynx.  Gottscheer Blog" class="wp-image-2086" style="width:627px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_3188_Petra-Draskovic-Pelc-1024x683.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_3188_Petra-Draskovic-Pelc-300x200.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_3188_Petra-Draskovic-Pelc-768x512.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_3188_Petra-Draskovic-Pelc-1536x1024.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_3188_Petra-Draskovic-Pelc-2048x1366.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_3188_Petra-Draskovic-Pelc-750x500.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_3188_Petra-Draskovic-Pelc-1080x720.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Luchs kann auch ein Kunstmotiv sein. Foto: <a href="https://petradraskovic.com/sl/petra/">Petra Draškovič Pelc</a>, LIFE Lynx. </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was wir kennen, das schätzen wir mehr</strong></h2>

<p>Bildung ist eine der wichtigsten Maßnahmen zum Schutz eines bestimmten Elements der Natur, da gerade Unwissenheit oft die Ursache für seine Gefährdung ist. Wir müssen den Menschen die Natur näherbringen, damit wir sie schätzen und bewundern können und für den Verlust und die Bedrohung der verschiedenen Arten sensibilisiert werden. Zu diesem Zweck wurde in Gottschee der Lachspfad eingerichtet. Er befindet sich neben der Hütte Koča pri Jelenovem studencu und vermittelt den Besuchern einen verständlichen Einblick ins Leben der Luchse, die Herausforderungen, denen ihre Population gegenübersteht, und die wichtige Rolle, die sie im Ökosystem spielen.    Der Luchs ist eine Schirmspezies. Wenn wir den Luchs schützen, schützen wir auch seinen Lebensraum und damit alle anderen Tier- und Pflanzenarten, die wichtig für das gesunde und funktionierende Ökosystem wichtig sind, von dem wir Menschen abhängen. </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/DSC_1601JPG-683x1024.jpg" alt="Der Luchs-Lehrpfad beginnt auf einer Waldlichtung in der N&#xE4;he der H&#xFC;tte Ko&#x10D;a pri Jelenovem studencu. Foto: Irena Kav&#x10D;i&#x10D;.  Gottscheer Blog" class="wp-image-2080" style="width:431px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/DSC_1601JPG-683x1024.jpg 683w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/DSC_1601JPG-200x300.jpg 200w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/DSC_1601JPG-768x1152.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/DSC_1601JPG-1024x1536.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/DSC_1601JPG-1365x2048.jpg 1365w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/DSC_1601JPG-750x1125.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/DSC_1601JPG-scaled.jpg 1707w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Luchs-Lehrpfad beginnt auf einer Waldlichtung in der Nähe der Hütte Koča pri Jelenovem studencu. Foto: Irena Kavčič. </figcaption></figure>
</div>
<p>Den Luchs hatten wir einmal schon verloren – wir hoffen, dass wir dieses Mal mit der veränderten Einstellung zur Natur und einem Bewusstsein für unsere Zusammengehörigkeit schaffen, ihn zu bewahren.</p>

<p class="has-small-font-size">Quellen: Čadež, D., Jankovič, N., Kavčič, I., &amp; Pšeničnik, A. (2023). Didaktična priporočila za risovo pot (1. izd., str. 19). Biotehniška fakulteta Univerze v Ljubljani, Oddelek za biologijo. (Didaktische Empfehlungen für den Luchspfad, 1. Ausgabe, Seite 19; Biotechnische Fakultät der Universität in Ljubljana, Abteilung für Biologie).  </p>

<p>Lesen Sie im vorherigen Beitrag:<a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/franc-volf-bergmann-aus-gottschee-erinnerungen-an-das-bergmannsleben-in-gottschee/">Franc Volf, Bergmann aus Gottschee: Erinnerungen an das Bergmannsleben in Gottschee.</a> </p>
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		<title>Studentisches Projekt: Die Neugestaltung der ethnologischen Sammlung der Gottscheer in Občice</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kaja Večko Klara Vrabl]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Oct 2023 18:53:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Gottscheergemeinschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Gottscheer Altsiedler-Verein An der Hauptstraße durch Občice (dt. Krapflern, gott. Kropflarn) in der Gemeinde Dolenjske Toplice (Töplitz in Unterkrain) befindet sich ein renoviertes altes Bauernhaus mit blauer Fassade. Seit 1998 ist hier der Sitz des Gottscheer Altsiedler-Vereins. Zu den Hauptaktivitäten des 1992 gegründeten Vereins gehören die rege Aktivität der Folklore- und Gesangsgruppe, die Herausgabe der Zeitung »Bakh – Pot«, Sprachkurse in Deutsch und Gottscheerisch sowie Workshops für Kinder. Der Verein beteiligt sich aktiv an den Tagen der Gottscheer Kultur, die seit 2015 abwechselnd von den Gemeinden Kočevje (Gottschee), Dolenjske Toplice (Töplitz in Unterkrain) und Semič (Semitsch) organisiert werden. Im Obstgarten bzw. in der Genbank werden seit 2014 alte, für die Region Gottschee typische Obstbaumsorten angebaut und erhalten. Entwicklung Die Ethnologische Sammlung der Gottscheer in Občice Beitragende zur Gottscheer-Sammlung Im Rahmen des von der Universität Ljubljana finanzierten studentischen Projekts für nachhaltige Entwicklung Die Ethnologische Sammlung der Gottscheer und der Spazierweg zwischen alten Obstbaumsorten wurden die ethnologische Sammlung der Gottscheer neugeordnet und interpretiert sowie die Geschichte des Obstgartens mit alten Baumarten neu verfasst. Am Projekt haben die Studentinnen Jana Rajh Plohl, Pika Pipan, Gaja Slapnik, Klara Vrabl und Kaja Večko mitgewirkt, die Arbeit wurde von Dr. Anja Moric von der Abteilung [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Der Gottscheer Altsiedler-Verein</h2>

<p>An der Hauptstraße durch Občice (dt. Krapflern, gott. Kropflarn) in der Gemeinde Dolenjske Toplice (Töplitz in Unterkrain) befindet sich ein renoviertes altes Bauernhaus mit blauer Fassade. Seit 1998 ist hier der Sitz des Gottscheer Altsiedler-Vereins. Zu den Hauptaktivitäten des 1992 gegründeten Vereins gehören die rege Aktivität der Folklore- und Gesangsgruppe, die Herausgabe der Zeitung »<em>Bakh – Pot</em>«, Sprachkurse in Deutsch und Gottscheerisch sowie Workshops für Kinder. Der Verein beteiligt sich aktiv an den Tagen der Gottscheer Kultur, die seit 2015 abwechselnd von den Gemeinden Kočevje (Gottschee), Dolenjske Toplice (Töplitz in Unterkrain) und Semič (Semitsch) organisiert werden. Im Obstgarten bzw. in der Genbank werden seit 2014 alte, für die Region Gottschee typische Obstbaumsorten angebaut und erhalten.     </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-1024x682.jpeg" alt="Neue Informationstafel im Obstgarten mit alten Baumsorten, Foto: Alenka Peterlin &#10;" class="wp-image-2037" style="aspect-ratio:1.501466275659824;width:628px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-1024x682.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-300x200.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-768x512.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-1536x1023.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-2048x1364.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-750x500.jpeg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-1080x720.jpeg 1080w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Neue Informationstafel im Obstgarten mit alten Baumsorten, Foto: Alenka Peterlin </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading">Entwicklung Die Ethnologische Sammlung der Gottscheer in Občice</h2>

<h3 class="wp-block-heading">Beitragende zur Gottscheer-Sammlung</h3>

<p>Im Rahmen des von der Universität Ljubljana finanzierten studentischen Projekts für nachhaltige <em><a href="https://www.ff.uni-lj.si/novice/studentski-projekt-etnoloska-zbirka-kocevarjev-pespot-med-starimi-sortami-sadnega-drevja">Entwicklung Die Ethnologische Sammlung der Gottscheer und der Spazierweg zwischen alten Obstbaumsorten</a></em> wurden die ethnologische Sammlung der Gottscheer neugeordnet und interpretiert sowie die Geschichte des Obstgartens mit alten Baumarten neu verfasst.<em> </em>Am Projekt haben die Studentinnen Jana Rajh Plohl, Pika Pipan, Gaja Slapnik, Klara Vrabl und Kaja Večko mitgewirkt, die Arbeit wurde von Dr. Anja Moric von der Abteilung für Ethnologie und Kulturanthropologie (Philosophische Fakultät, Universität Ljubljana), Dr. Tanja Žigon von der Abteilung für Übersetzen (Philosophische Fakultät, Universität Ljubljana), und Primož Primec, dem Präsidenten des Gottscheer Altsiedler-Vereins, geleitet. Für die Verwaltung und Koordination des Projekts war Urška Gruden von der Philosophischen Fakultät der Universität Ljubljana zuständig. </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-1024x768.jpeg" alt="Beitragende zur Ethnologische Sammlung der Gottscheer in Ob&#x10D;ice" class="wp-image-2016" style="aspect-ratio:1.3333333333333333;width:592px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Beitragende zur Ethnologische Sammlung der Gottscheer in Občice</figcaption></figure>
</div>
<h3 class="wp-block-heading">Entwicklung die Ethnologische Sammlung der Gottscheer in Občice</h3>

<p>Auf dem Dachboden des Hauses und unter der Heuharfe neben dem Haus wurde eine Sammlung von Gegenständen angelegt, die von den Gottscheern von Mitte des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts bei ihrer Feldarbeit und im Alltag verwendet wurden. Es handelt sich zum Beispiel um Fallen, die man bei der Siebenschläferjagd benutzte, Waagen, verschiedene landwirtschaftliche Geräte, Bienenstöcke u. Ä, während im Nebengebäude außerdem zwei Maketten der Gottscheer-Dörfer ausgestellt sind, die vom Förster Anton Prelesnik angefertigt wurden. </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-1024x768.jpeg" alt="Der Hauptausstellungsraum der ethnologischen Sammlung der Gottscheer. " class="wp-image-2031" style="aspect-ratio:1.3333333333333333;width:574px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Hauptausstellungsraum der ethnologischen Sammlung der Gottscheer. Foto: Anja Moric </figcaption></figure>
</div><div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/image.jpeg" alt="Maketten der Gottscheer-D&#xF6;rfer. " class="wp-image-2028" style="aspect-ratio:1.3333333333333333;width:567px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/image.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/image-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/image-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/image-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Maketten der Gottscheer-Dörfer. Foto: Anja Moric </figcaption></figure>
</div>
<p>Die Studentinnen führten mehrere Interviews mit den Gottscheern aus Občice und der Umgebung, um, soweit möglich, die gottscheerischen Ausdrücke für die ausgestellten Objekte festzuhalten. Das Gottscheerische wird nämlich heute nur noch von wenigen Leuten gesprochen. In Interviews wurden die Gesprächspartner zu den verschiedenen Gegenständen befragt, sie erzählten über die Bräuche in der Vergangenheit und von ihrem täglichen Leben, von der Bienenzucht, von den Obstbäumen usw. Somit konnte man aus erster Hand hören und erfahren, wie die Menschen in der Gottschee in der Vergangenheit lebten. Manchmal drehte sich das Gespräch auch um die Unterschiede zwischen den Generationen. In einem der Interviews mit Johanes Hans Jaklitsch sprachen wir über die Weide und darüber, dass die jungen Menschen von heute anders aufwachsen und die Spiele, die die Hirten früher auf den Weiden spielten, gar nicht mehr kennen.      </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-1024x768.jpeg" alt="Ein Gespr&#xE4;ch mit Johanes Hans Jaklitsch. " class="wp-image-2022" style="aspect-ratio:1.3333333333333333;width:578px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Gespräch mit Johanes Hans Jaklitsch. Foto: Anja Moric </figcaption></figure>
</div>
<h3 class="wp-block-heading">Übersetzungsarbeit </h3>

<p>Im Rahmen des Projekts übersetzten die Studierenden der Abteilung für Übersetzen auch ein Segment aus dem Buch <em>Abbildung und Beschreibung der südwest- und östlichen Wenden, Illyrer und Slaven</em>, das von Balthasar Hacquet verfasst wurde, aus dem Deutschen ins Slowenische. Hacquet beschrieb darin Handel und Wandel der Gottscheer, deshalb wurden die Texte auch für die Ausstellungstafeln verwendet. Beim Übersetzen haben wir uns zum ersten Mal mit einem deutschen Text aus dem 19. Jahrhundert auseinandergesetzt. Obwohl der Text für den heutigen Leser aktualisiert wurde, haben wir uns bemüht, die Patina der vergangenen Zeiten zu erhalten, denn es ist von Bedeutung dem heutigen Leser auch den Schreibstil des Autors soweit wie möglich zu vermitteln. Schließlich mussten alle Texte für die Ausstellung auch noch ins Deutsche und Englische übersetzt werden. Im Rahmen des Projekts wurde auch eine – ebenfalls dreisprachige – Informationsbroschüre über die ethnologische Sammlung und den Obstgarten geschrieben, die den Besuchern zur Verfügung steht.       </p>

<p>Die Eröffnung der neuinterpretierten ethnologischen Sammlung des Gottscheer Altsiedler-Vereins und des Obstgartens mit alten Baumarten fand am 18. September 2023 statt. Der Besuch lohnt sich für alle, die sich für die historischen und ethnologischen Besonderheiten der Gottschee interessieren, wie z. B. für die Jagd, das Hausieren, die Fuhrmannschaft, den Obstbau und vieles mehr.  </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-1024x682.jpeg" alt="Einweihung der ethnologischen Sammlung des Volkes der Ko&#x10D;evar, 18. September 2023. Johanes Hans Jaklitsch, Anja Moric und Franci Volk  " class="wp-image-2034" style="aspect-ratio:1.5012;width:607px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-1024x682.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-300x200.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-768x512.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-1536x1023.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-2048x1364.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-750x500.jpeg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-1080x720.jpeg 1080w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Einweihung der ethnologischen Sammlung der Gottscheer, 18. September 2023. Johanes Hans Jaklitsch, Anja Moric und Franci Volk. Foto: Alenka Peterlin   </figcaption></figure>
</div>
<p class="has-small-font-size">Die Autorinnen des Artikels, Klara Vrabl und Kaja Večko, sind Studentinnen an der Abteilung für Übersetzen der Philosophischen Fakultät der Universität Ljubljana.</p>

<p>Im September 2023 werden 130 Jahre seit der Ankunft der Eisenbahn in Kočevje vergangen sein. Lesen Sie <a href="">hier</a> mehr. </p>
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		<title>Planina (Stockendorf)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Peter Kambič]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Oct 2021 18:02:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
		<category><![CDATA[Gottscheer Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Planina]]></category>
		<category><![CDATA[Stockendorf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Ansichtskarte von Planina (Stockendorf), gesendet am 4. März 1918 aus Planina nach Vinica. Aus dem Archiv von Dr. Božidar Flajšman.   Kočevski b(r)log / Gottscheerblog </p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/planina-stockendorf/">Planina (Stockendorf)</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Ein idyllisches verlassenes Gottscheerdorf</h2>

<p>Das idyllische kleine Dorf Planina befindet sich in der Gemeinde Semič am südlichen Fuß vom Berg Mirna gora 773 m über Meeresspiegel auf dem Karstplateau. Wie zahlreiche andere Orte in Slowenien hat dieses kleine Haufendorf seinen Namen nach der hohen Berglage sowie den Almweiden bekommen. Seine ehemaligen BewohnerInnen, GottscheerInnen, haben es Stockendorf genannt und es bezeichnet das Rodeland, den Raum, wo verbrannte Baumstämme (bei den Stocken Dorf) entfernt wurden. Seine Entstehung reicht in die Zeit vor der deutschen Kolonisierung zurück und sein slowenischer Name wird in historischen Quellen aus dem 13. Jahrhundert bestätigt. </p>

<p>Ende des 16. Jahrhunderts hat das Dorf dem unteren gottscheerischen Amt gehört und hatte bis zu 40 EinwohnerInnen.  Unter neun Grundbesitzern gab es einen Slowenen, die Anderen waren deutschsprachig. Im Jahr 1880 gab es im Dorf schon mehr als 30 Häuser, die den zentralen Dorftyp gestaltet haben: sie wurden um den Dorfkern angeordnet, der eine dreieckige Kreuzung mit einem mächtigen Kastanienbaum und einer Kapelle umfasst hat.</p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/1918-PLANINA-SLIKOVNI-DEL-1024x702.jpg" alt="Die Ansichtskarte von Planina (Stockendorf), gesendet am 4. M&#xE4;rz 1918 aus Planina nach Vinica. Aus dem Archiv von Dr. Bo&#x17E;idar Flaj&#x161;man. Ko&#x10D;evski b(r)log / Gottscheerblog    " class="wp-image-1470" width="725" height="496" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/1918-PLANINA-SLIKOVNI-DEL-1024x702.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/1918-PLANINA-SLIKOVNI-DEL-300x206.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/1918-PLANINA-SLIKOVNI-DEL-768x527.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/1918-PLANINA-SLIKOVNI-DEL-1536x1053.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/1918-PLANINA-SLIKOVNI-DEL-2048x1404.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/1918-PLANINA-SLIKOVNI-DEL-750x514.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 725px) 100vw, 725px" /><figcaption>Die Ansichtskarte von Planina (Stockendorf), gesendet am 4. März 1918 aus Planina nach Vinica. Aus dem Archiv von Dr. Božidar Flajšman.   </figcaption></figure></div>

<h2 class="wp-block-heading">Die Bevölkerung war in der Landwirtschaft tätig</h2>

<p>Die Bevölkerung hat sich vorwiegend mit Weideviehhaltung beschäftigt: außer Rind und Kleinvieh wurde vor allem Schweinezucht betrieben. Die bescheidene Erdfläche hat keinen Aufschwung der Landwirtschaft ermöglicht, Gemüse wurde in kleinen Gemüsegärten an Häusern angebaut. Trotzdem wurde der Überschuß vom Kohl zusammen mit Vieh an der Messe in Črnomelj verkauft. </p>

<p>Noch heutzutage kann man Reste einst reicher Obstgärten erkennen. Es wurden vor allem Birnen, Äpfel, Pflaumen, Kirschen und Walnüße gezogen. In kälteren Monaten hat Dörrobst einen wichtigen Teil der Ernährung dargestellt, vor allem an Feiertagen wurde es ins Brot angeteigt. Neben Trockenfleisch wurde an längeren Reisen auch Dörrobst unentbehrlich. Weinberge gab es in Gorenjci und Rodine. </p>

<p>Beim Bau, zum Heizen und für den Binnenverbrauch hat in Planina der Mischwald als Ressource genügt. Eine erfahrene Holzbearbeitung, vor allem sog. trockene Ware, hat auch einen zusätzlichen Verdienst eingebracht. Über Bahnhöfe in Semič und Črnomelj wurde später der Verkauf vom Brenn-, Blockholz sowie Schweller abgewickelt. </p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-4.jpeg" alt="Das heutige Bild von Planina sowie zunehmend zugewachsene Weiden. Foto: Tomislav Urh. Ko&#x10D;evski b(r)log / Gottscheerblog   " class="wp-image-1437" width="-195" height="-115" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-4.jpeg 936w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-4-300x177.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-4-768x453.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-4-750x442.jpeg 750w" sizes="(max-width: 936px) 100vw, 936px" /><figcaption>Das heutige Bild von Planina sowie zunehmend zugewachsene Weiden. Foto: Tomislav Urh.  </figcaption></figure></div>

<h2 class="wp-block-heading">Wasserversorgung</h2>

<p>Neben einer Quelle und zwei Lachen hat es in Planina zwischen beiden Weltkriegen auch eine funktionierende Dorfwasserleitung gegeben. Anton Prelesnik gibt in seinem Buch Vodni viri na Kočevskem (Wasserquellen im Gottscheer Land) an, dass die Dorffassung von Wasser in Planina im Jahr 1849 errichtet wurde, die alte Wasserleitung aber im Jahr 1928. Neben der Dorffassung, worum sich die ganze Dorfgemeinsamkeit gekümmert hat und die gewöhnlich sorgfältig errichtet wurde, weil sie wegen einer größeren Schüttung für die Wasserversorgung wichtig war, gibt es nicht weit vom Dorf noch eine Wasserfassung. Es geht um mit Gestein oder Beton ummauertes Wasser aus der Quelle, wodurch es möglich war, es einfach zu fassen. Im Gottscheer Land überwiegt ein solcher Typ der natürlichen Wasserquelle. </p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-8.jpeg" alt="Blick auf Planina mit Mirna gora im Hintergrund, September 2020. Foto: Peter Kambi&#x10D;. Ko&#x10D;evski b(r)log / Gottscheerblog   " class="wp-image-1467" width="650" height="403" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-8.jpeg 934w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-8-300x186.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-8-768x477.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-8-750x466.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px" /><figcaption>Blick auf Planina mit Mirna gora im Hintergrund, September 2020. Foto: Peter Kambič  </figcaption></figure></div>

<h2 class="wp-block-heading">Auswanderung</h2>

<p>Die Auswanderung hat vor allem nach dem Jahr 1890 begonnen und nach dem ersten Weltkrieg hat der Anteil der slowenischen Bevölkerung angefangen allmählich zuzunehmen.  Die Schule war ab dem Jahr 1836 in Betrieb, zuerst in einem Privathaus und 20 Jahre später wurde ein zweckmäßiges Gebäude gebaut. Im Jahr 1919 wurde Slowenisch als Sonderfach in der Schule eingeführt. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts haben im Dorf mit 30 bewohnten Häusern noch cca. 120 Leute gelebt, unter denen etwa 70 % deutscher, 7 % slowener und ein knappes Viertel gemischter Herkunft waren. </p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/006-1024x768.jpg" alt="Planina (Stockendorf) Friedhof, 2010. Foto: Anja Moric Gottscheer Blog  " class="wp-image-1483" width="595" height="446" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/006-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/006-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/006-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/006-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/006-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/006-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 595px) 100vw, 595px" /><figcaption>Planina (Stockendorf) Friedhof, 2010. Foto: Anja Moric </figcaption></figure></div>

<h2 class="wp-block-heading">Kirche St. Elija </h2>

<p>Seit dem Jahr 1730 steht am Randgebiet des Dorfes die Kirche St. Elija.  Davor stand auf ihrem Platz eine Kapelle, wobei das genaue Jahr des Aufbaus nicht bekannt ist. Sie hat zuerst in der Pfarre Črmošnjice (Tschermoschnitz) den Status einer Filialkirche bekommen, im Jahr 1875 wurde sie aber zu einer selbstständigen Pfarre erhoben. Die Kirche war offiziell eine Filialkirche bis Jahr 1987, als sie nach der Auflösung zahlreicher verlassener Pfarren im Gottscher Land der Pfarre in Semič (Semitsch) angeschlossen wurde. Sie hat in den Jahren zwischen 1854 und 1857 einen größeren Umbau erlebt, während des zweiten Weltkrieges wurde sie verbrannt sowie ausgeraubt und schließlich wurde sie in den Jahren 1965, 1984 und zuletzt im Jahr 2002 renoviert. </p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/015-768x1024.jpg" alt="Kirche St. Elijah mit Friedhof, Planina, 2010. Foto: Anja Moric Gottscheer Blog   " class="wp-image-1479" width="433" height="577" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/015-768x1024.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/015-225x300.jpg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/015-1152x1536.jpg 1152w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/015-1536x2048.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/015-750x1000.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/015-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 433px) 100vw, 433px" /><figcaption>Kirche St. Elijah mit Friedhof, Planina, 2010. Foto: Anja Moric  </figcaption></figure></div>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-2.jpeg" alt="Die ungesendete Fotoansichtskarte Glocken f&#xFC;r die Kirche St. Elija, Planina (Stockendorf), 1926.  Laut Aussage von Rozalija Medic, geboren 1907 mit dem M&#xE4;dchennamen Tessari (sie steht im wei&#xDF;en Kleid in der Mitte &#xFC;ber den Musikanten), ist die Fotographie entstanden, als neue Kirchglocken gebracht wurden. Jo&#x17E;ef Medic hat sie mit dem Wagen gebracht. Alte Glocken wurden n&#xE4;mlich sowie anderswo im Gottscheer Land w&#xE4;hrend des ersten Weltkrieges abtransportiert.  Die Ansichtskarte stammt aus dem Archiv von Dr. Bo&#x17E;idar Flaj&#x161;man. Ko&#x10D;evski b(r)log / Gottscheerblog " class="wp-image-1431" width="680" height="448" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-2.jpeg 948w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-2-300x198.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-2-768x507.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-2-750x495.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /><figcaption>Die ungesendete Fotoansichtskarte Glocken für die Kirche St. Elijah, Planina (Stockendorf), 1926.  Laut Aussage von Rozalija Medic, geboren 1907 mit dem Mädchennamen Tessari (sie steht im weißen Kleid in der Mitte über den Musikanten), ist die Fotographie entstanden, als neue Kirchglocken gebracht wurden. Jožef Medic hat sie mit dem Wagen gebracht. Alte Glocken wurden nämlich sowie anderswo im Gottscheer Land während des ersten Weltkrieges.  Die Ansichtskarte stammt aus dem Archiv von Dr. Božidar Flajšman.</figcaption></figure></div>

<p>Im Dorf waren auch eine Behälfspost, ein Gasthaus, ein Geschäft und eine Pfarei tätig. Die Katastergemeinde Planina hat die Siedlungen Planina, Mirna Gora, Ponikve, Sredgora, Škrilj, Pogorelec und Starološki Grič umfasst, in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde sie der Gemeinde Črnomelj angeschlossen.   </p>

<h2 class="wp-block-heading">Zweiter Weltkrieg</h2>

<p>Zwischen dem 27. November und dem 1. Dezember 1941 sind aus Planina über den Bahnhof in Semič 115 Leute aus 22 Häusern ausgezogen. Im Sommer 1942 hat die italienische Armee das Dorf zweimal niedergebrannt. Im September 1942 sind in Planina Soldaten der Isonzo-Division und Partisanen der Cankars und Tomšičs Brigade in einen Konflikt geraten. </p>

<p>Während des Krieges haben im Dorf arme WeißkrainerInnen und Partisanen eine Unterkunft gefunden, die ein Krankenhaus, eine Tischlerei und eine Zimmerwerkstatt sowie einen Volksbauernhof gegründet haben. Ebenso haben sie unterschiedliche Vereine, einen Behindertengesangschor und eine Theatergruppe gegründet. </p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/PPZ-023-1024x694.jpg" alt="Mitglieder des Behindertengesangschors in Planina 25 Jahre nach seiner Gr&#xFC;ndung. Das Foto wird im Museum von Bela Krajina in Metlika bewahrt. Das Foto wird vom Bela krajina Museum Metlika aufbewahrt. Ko&#x10D;evski b(r)log / Gottscheerblog " class="wp-image-1464" width="675" height="457" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/PPZ-023-1024x694.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/PPZ-023-300x203.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/PPZ-023-768x521.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/PPZ-023-1536x1041.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/PPZ-023-2048x1389.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/PPZ-023-750x509.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 675px) 100vw, 675px" /><figcaption>Mitglieder des Behindertengesangschors in Planina 25 Jahre nach seiner Gründung. Das Foto wird im Museum von Bela Krajina in Metlika bewahrt. Das Foto wird vom <a href="https://belokranjski-muzej.si">Bela krajina Museum Metlika</a> aufbewahrt.</figcaption></figure></div>

<h2 class="wp-block-heading">Planina (Stockendorf) nach dem Zweiten Weltkrieg</h2>

<p>Das Dorf haben nach dem Krieg Bauern und Waldarbeiter besiedelt, die in neugebauten Ställen der Bauergenossenschaft Črnomelj Rind gezüchtet und im Schutz der Waldwirtschaft Novo mesto Waldarbeiten erledigt haben. Ende der 50er Jahre wurde in Planina auf Kosten der Bauergenossenschaft dem Stromnetz angeschlossen. </p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-1.jpeg" alt="Planina (Stockendorf). Bergwiese in Planina mit einem Stall im Hintergrund, August 2021. Foto: Peter Kambi&#x10D;. Ko&#x10D;evski b(r)log / Gottscheerblog " class="wp-image-1428" width="623" height="351" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-1.jpeg 934w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-1-300x169.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-1-768x433.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-1-750x422.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 623px) 100vw, 623px" /><figcaption>Bergwiese in Planina mit einem Stall im Hintergrund, August 2021. Foto: Peter Kambič</figcaption></figure></div>

<p>In letzter Zeit ist Planina eine beliebte Zufluchtstätte der WandererInnen und AusflüglerInnen, ebenso wächst aber auch die Zahl der vorbildlich gepflegten Wochenendshäuser sowie BewohnerInnen mit Hauptwohnsitz. Ein halbstündiger Gang durch einen schön gepflegten Weg führt zur Almhütte auf Mirna Gora, wo man die Aussicht genießen kann, Durst stillt oder man stärkt sich mit sorgfältig vorbereiteten hausgemachten Köstlichkeiten.</p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image.jpeg" alt="Planina (Stockendorf). Infotafel, die der in Planina langj&#xE4;hrige F&#xF6;rster, Naturliebhaber und Kenner dieser Orte Herr Franc Jane&#x17E; gestellt hat, der u. A. auch wegen der Planung und Pflege des Forstlernweges zwischen Planina und Mirna gora bekannt ist, September 2021. Foto: Peter Kambi&#x10D;. Ko&#x10D;evski b(r)log / Gottscheerblog    " class="wp-image-1424" width="623" height="351" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image.jpeg 934w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-300x169.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-768x433.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-750x422.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 623px) 100vw, 623px" /><figcaption>Infotafel, die der in Planina langjährige Förster, Naturliebhaber und Kenner dieser Orte Herr Franc Janež gestellt hat, der u. A. auch wegen der Planung und Pflege des Forstlernweges zwischen Planina und Mirna gora bekannt ist, September 2021. Foto: Peter Kambič </figcaption></figure></div>

<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:&#13;
</strong>Mitja Ferenc in Gojko Zupan. 2006. Cerkve na Kočevskem nekoč in danes. 2. Ljubljana: Založba ZRC SAZU.&#13;
Mitja Ferenc in Gojko Zupan. 2013. Po sledeh Kočevarjev v Črmošnjiško-Poljanski dolini. Dolenjske Toplice: Društvo Kočevarjev staroselcev.&#13;
Anton Prelesnik. 2007. Vodni viri na Kočevskem = Wasserquellen im Gottscheerland. Dolenjske Toplice: Društvo Kočevarjev staroselcev; Ljubljana: distribucija ZRC SAZU.&#13;
Rozalija Mohar. 2008. Tu so živeli&#8230; Semič: Občina.&#13;
Božidar Flajšman, terenski zapiski.</p>

<p>Im vorherigen Artikel lesen Sie mehr über <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/mobel-im-gottschee-im-19-und-20-jahrhundert/">Möbelstile im Gottscheer Land im 19. und 20. Jahrhundert</a>.</p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/planina-stockendorf/">Planina (Stockendorf)</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
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