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	<title>Gottschee Archives &#8226; Gottscheer Blog</title>
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	<description>Gottscheer Blog: Blog über das kulturelle Erbe von Gottschee (Kočevska)</description>
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	<title>Gottschee Archives &#8226; Gottscheer Blog</title>
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		<title>Die Kirche der Heiligen Drei Könige in Črni Potok</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Moric]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Dec 2025 22:03:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Črni Potok]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Kirche der Heiligen Drei Könige in Črni Potok ist eine der wenigen Kirchen in der Region Kočevje (Gottschee), die den Zweiten Weltkrieg und die darauffolgenden Zerstörungen überstanden haben. Ihre Ursprünge reichen bis in das frühe 16. Jahrhundert zurück, womit sie zu den ältesten Sakralbauten der Region zählt. In ihrem Inneren bewahrt sie einen wertvollen Schatz: das Fresko Der Besuch und die Anbetung der Heiligen Drei Könige, das im Zuge restauratorischer Arbeiten im Jahr 1992 entdeckt wurde. Besonderheit: Der durstige Mann Die Heilige Drei Könige werden von einem Gottscheer Mann begleitet, der, vom Durst geplagt, aus einem kleinen Fässchen – einer sogenannten Putscherle – trinkt. Dieses kleine, aber bemerkenswerte Detail eröffnet den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in den Alltag im Kočevje-Gebiet vor Jahrhunderten. Putscherle wurden von den Gottscheern hergestellt und in benachbarte Regionen und Länder verkauft. Ihre Bedeutung wird zusätzlich dadurch unterstrichen, dass der renommierte Polyhistor Johann Weikhard von Valvasor die Gottscheer mit Putscherle in seinem umfangreichen Werk Die Ehre des Herzogtums Krain (1689) dargestellt hat. Weitere kirchliche Ausstattung Die Kirche der Heiligen Drei Könige steht im Zentrum des Dorfes Črni Potok (Schwarzenbach), das aufgrund seines gut erhaltenen dörflichen Ortskerns als Siedlungsdenkmal im Register des kulturellen Erbes geführt wird. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Kirche der Heiligen Drei Könige in Črni Potok ist eine der wenigen Kirchen in der Region Kočevje (Gottschee), die den Zweiten Weltkrieg und die darauffolgenden Zerstörungen überstanden haben.  Ihre Ursprünge reichen bis in das frühe 16. Jahrhundert zurück, womit sie zu den ältesten Sakralbauten der Region zählt. In ihrem Inneren bewahrt sie einen wertvollen Schatz: das Fresko Der Besuch und die Anbetung der Heiligen Drei Könige, das im Zuge restauratorischer Arbeiten im Jahr 1992 entdeckt wurde.  </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-1024x768.jpg" alt="Das Fresko Der Besuch und die Anbetung der Heiligen Drei K&#xF6;nige. Foto: Anja Moric.  " class="wp-image-2887" style="width:635px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full.jpg 1600w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/pohod-treh-kraljev-web-full-750x563.jpg 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Fresko Der Besuch und die Anbetung der Heiligen Drei Könige. Foto: Anja Moric. Foto: Anja Moric.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Besonderheit: Der durstige Mann</strong></h2>

<p>Die Heilige Drei Könige werden von einem Gottscheer Mann begleitet, der, vom Durst geplagt, aus einem kleinen Fässchen – einer sogenannten <em>Putscherle</em> – trinkt. Dieses kleine, aber bemerkenswerte Detail eröffnet den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in den Alltag im Kočevje-Gebiet vor Jahrhunderten. Putscherle wurden von den Gottscheern hergestellt und in benachbarte Regionen und Länder verkauft. Ihre Bedeutung wird zusätzlich dadurch unterstrichen, dass der renommierte Polyhistor Johann Weikhard von Valvasor die Gottscheer mit Putscherle in seinem umfangreichen Werk Die Ehre des Herzogtums Krain (1689) dargestellt hat.    </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="1017" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/kocevarji-valvasor.jpg" alt="Valvasors Darstellung der Gottscheer mit Putscherle." class="wp-image-2889" style="width:598px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/kocevarji-valvasor.jpg 1017w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/kocevarji-valvasor-300x227.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/kocevarji-valvasor-768x580.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/kocevarji-valvasor-750x566.jpg 750w" sizes="(max-width: 1017px) 100vw, 1017px" /><figcaption class="wp-element-caption">Valvasors Darstellung der Gottscheer mit Putscherle.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Weitere kirchliche Ausstattung</strong></h2>

<p>Die Kirche der Heiligen Drei Könige steht im Zentrum des Dorfes Črni Potok (Schwarzenbach), das aufgrund seines gut erhaltenen dörflichen Ortskerns als Siedlungsdenkmal im Register des kulturellen Erbes geführt wird. Die Kirche erhebt sich auf einer kleinen Anhöhe in der Dorfmitte. An den ehemaligen Dorffriedhof, der 1836 in das nahegelegene Zajčje Polje (deutsch: Hasenfeld, gottscheerisch: Huəshnbold) verlegt wurde, erinnern heute Reste der Friedhofsmauer.   </p>

<p>Neben dem Hauptfresko besitzt die Kirche weitere außergewöhnlich gut erhaltene Ausstattungsstücke. Dazu zählen kleinere Wandmalereien des gekreuzigten Christus sowie des heiligen Michael, der die Seelen auf einer Waage wiegt, ebenso wie ein Altar aus dem späten 17. Jahrhundert, der ebenfalls die Anbetung der Heiligen Drei Könige darstellt.   </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="582" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/freska-sv-mihael-web-e1767563282274-582x1024.jpg" alt="Das Fresko des heiligen Michael. Die Kirche der Heiligen Drei K&#xF6;nige in &#x10C;rni Potok.   " class="wp-image-2888" style="width:455px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Das Fresko des heiligen Michael.  Foto: Anja Moric.</figcaption></figure>
</div>
<p>Über dem Uhrwerk im Glockenturm hängen zwei eiserne Glocken aus dem Jahr 1923; die kleinere ist eine Stiftung der Familie Eisenzopf aus Amerika.</p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gefährdung der Kirche durch Bauschäden</strong></h2>

<p>Heute befindet sich die Kirche leider in einem sehr schlechten Zustand. Bodensetzungen und Erdbebenschäden haben tiefe Risse im Bauwerk verursacht, die sowohl die Bausubstanz als auch die wertvollen Fresken gefährden. Ohne rechtzeitige und angemessene Maßnahmen besteht die ernsthafte Gefahr, einen bedeutenden Teil des historischen und kulturellen Erbes zu verlieren.  </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full-768x1024.jpg" alt="Risse gef&#xE4;hrden die statische Stabilit&#xE4;t des Kirchengeb&#xE4;udes. Die Kirche der Heiligen Drei K&#xF6;nige in &#x10C;rni Potok.  " class="wp-image-2891" style="width:415px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full-768x1024.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full-225x300.jpg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full-1152x1536.jpg 1152w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/razpoke-oltar-web-full-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Risse gefährden die statische Stabilität des Kirchengebäudes. Foto: Anja Moric.</figcaption></figure>
</div>
<p>Seit 2023 setzt sich das Institut Putscherle für den Schutz und die Restaurierung dieses Kulturdenkmals ein. Ein wichtiger Schritt nach vorne wurde Anfang 2025 getan, als die Gemeinde Kočevje erste Mittel für fachliche Analysen bereitstellte. Diese werden die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen genau bestimmen – doch schon jetzt ist klar, dass die Restaurierung umfangreich und finanziell anspruchsvoll sein wird. Daher sind wir für jede <a href="https://putscherle.com/cerkev-v-crnem-potoku-dragocen-spomenik-potrebuje-naso-pomoc/">Spende </a>dankbar.  </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="769" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/cerkev-notranjost-web-full.jpg" alt="Begutachtung der Risse und des Gel&#xE4;ndes gemeinsam mit Fachleuten des Slowenischen Instituts f&#xFC;r Bauwesen. Die Kirche der Heiligen Drei K&#xF6;nige in &#x10C;rni Potok  " class="wp-image-2890" style="width:567px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/cerkev-notranjost-web-full.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/cerkev-notranjost-web-full-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/cerkev-notranjost-web-full-768x577.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2026/01/cerkev-notranjost-web-full-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Begutachtung der Risse und des Geländes gemeinsam mit Fachleuten des Slowenischen Instituts für Bauwesen. Foto: Anja Moric.</figcaption></figure>
</div>
<p>Die Kirche in Črni Potok ist nicht nur ein architektonisches Relikt. Sie ist Trägerin der lokalen Identität, eine stille Erzählerin der Regionalgeschichte und ein Symbol des kulturellen Zusammenlebens in der Region Kočevje. Die Bewahrung solcher Orte bedeutet die Bewahrung von Erinnerung – und eröffnet zugleich Chancen für die Entwicklung des Kulturtourismus in der Region.   </p>

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<iframe loading="lazy" title="Dediščina Kočevarjev - Na lepše  S0E7" width="1080" height="608" src="https://www.youtube.com/embed/i5Dxz0yYz6g?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Ein Beitrag über die Kirche in Črni Potok in der Fernsehsendung Na lepše; der Beitrag ist im letzten Teil der Folge zu sehen.</figcaption></figure>

<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong></p>

<p class="has-small-font-size">Resman, Blaž in Helena Seražin. 2010. Upravna enota Kočevje: umetnostna topografija Kočevske. Ljubljana: Založba ZRC.</p>

<p class="has-small-font-size">Zupan, Gojko, Ferenc, Mitja in France Dolinar. 1993. Cerkve na Kočevskem nekoč in danes. Kočevje: Župnija, Muzej.</p>

<p class="has-medium-font-size">Lesen Sie im vorherigen Beitrag: <a href="https://www.kocevskibrlog.com/turski-vpadi-odsev-v-kocevarskem-izrocilu/">Türkische Einfälle – ihr Spiegel im Gottscheerrischen Überlieferungsgut</a>.</p>
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		<item>
		<title>Topli Vrh (Untertaplwerch) – das ehemalige gottscheerische Dorf unter dem Patronat von heiligen Petrus und Paulus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Blaž Štangelj]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Nov 2024 18:45:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dörfer]]></category>
		<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Dorf Topli Vrh Wenn wir heute die Asphaltstraße von Črmošnjice in Richtung des Skigebiets Gače oder weiter in den ausgedehnten Wald hinauffahren, können wir nur vermuten, dass wir durch eines der größten ehemaligen gottscheerischen Dörfer in dem Teil des Kočevski rog fahren. Es handelt sich um Topli Vrh, das auf der sonnigen Lage des Hügels Topli vrh liegt. Auf diesem Gipfel befand sich bereits in prähistorischer Zeit eine Bergfestung bzw. Hochgebirgssiedlung, die die Straßenverbindung in das Tal kontrollierte. Das Dorf geht auf das 13. Jahrhundert zurück. Im Urbarium von 1574 wird der Name als Tablwerch angegeben. Zu dieser Zeit gab es 6 Halbhöfe mit zwischen 30 und 35 Einwohnern. Im Jahr 1770 hatte das Dorf 15 Häuser, genauso wie im Jahr 1824. Damals verzeichneten die Ersteller des Franziszeischen Katasters, dass das Dorf 114 Einwohner gehabt habe, und zwar 56 Männer und 58 Frauen. Aus dem Kataster geht man auch hervor, dass die Häuser entlang der Straße standen und von Wiesen, Obstgärten, Ackern und Wäldern umgeben waren. Im Jahr 1880 gab es im Dorf 21 Häuser und 123 Einwohner und im Jahr 1900 waren es 129 Einwohner. Im Jahr 1936 hatte das Dorf 24 bewohnte Häuser mit 125 Einwohnern und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Dorf Topli Vrh</strong></h2>

<p>Wenn wir heute die Asphaltstraße von Črmošnjice in Richtung des Skigebiets Gače oder weiter in den ausgedehnten Wald hinauffahren, können wir nur vermuten, dass wir durch eines der größten ehemaligen gottscheerischen Dörfer in dem Teil des Kočevski rog fahren. Es handelt sich um Topli Vrh, das auf der sonnigen Lage des Hügels Topli vrh liegt. Auf diesem Gipfel befand sich bereits in prähistorischer Zeit eine Bergfestung bzw. Hochgebirgssiedlung, die die Straßenverbindung in das Tal kontrollierte.  </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-1024x768.jpg" alt="Ein Blick auf Topli vrh von der Stra&#xDF;e zwischen &#x10C;rmo&#x161;njice und Srednja vas. " class="wp-image-2565" style="width:686px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Blick auf Topli vrh von der Straße zwischen Črmošnjice und Srednja vas. Foto: Blaž Štangelj, 27. 10. 2024.  </figcaption></figure>
</div>
<p>Das Dorf geht auf das 13. Jahrhundert zurück. Im Urbarium von 1574 wird der Name als Tablwerch angegeben. Zu dieser Zeit gab es 6 Halbhöfe mit zwischen 30 und 35 Einwohnern. Im Jahr 1770 hatte das Dorf 15 Häuser, genauso wie im Jahr 1824. Damals verzeichneten die Ersteller des Franziszeischen Katasters, dass das Dorf 114 Einwohner gehabt habe, und zwar 56 Männer und 58 Frauen. Aus dem Kataster geht man auch hervor, dass die Häuser entlang der Straße standen und von Wiesen, Obstgärten, Ackern und Wäldern umgeben waren.       </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="711" height="839" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-2.jpg" alt="Topli vrh in einem Ausschnitt aus dem Franziszeischen Kataster, 1824." class="wp-image-2568" style="width:467px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-2.jpg 711w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-2-254x300.jpg 254w" sizes="auto, (max-width: 711px) 100vw, 711px" /><figcaption class="wp-element-caption">Topli vrh in einem Ausschnitt aus dem Franziszeischen Kataster, 1824. Quelle: Kulturministerium, Register des Kulturerbes, eine Interaktivkarte des Kulturerbes, <a href="https://geohub.gov.si/ghapp/giskd/">https://geohub.gov.si/ghapp/giskd/</a>  </figcaption></figure>
</div>
<p>Im Jahr 1880 gab es im Dorf 21 Häuser und 123 Einwohner und im Jahr 1900 waren es 129 Einwohner. Im Jahr 1936 hatte das Dorf 24 bewohnte Häuser mit 125 Einwohnern und weitere 5 Häuser standen leer. Die Dorfbewohner waren mit der Abholzung des Waldes und dem Verkauf des Holzes beschäftigt und brannten wahrscheinlich auch Kohle. Sie betrieben auch Ackerbau und Viehzucht für den Eigenbedarf. Im Jahr 1834 wurden im Dorf 3 Pferde, 30 Ochsen, 11 Kühe, 10 Kälber und Lämmer, 45 Schafe und 15 Schweine gezählt. Einige Einwohner beschäftigten sich auch mit der Herstellung und dem Verkauf von Holzgeräten. Zwei Bauern bewirtschafteten auch einen Weinberg auf der Semiška gora.       </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-1024x768.jpg" alt="Die beiden Brunnen zum Sammeln von Tropfwasser im ehemaligen Dorf Topli Vrh." class="wp-image-2574" style="width:709px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-a-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Brunnen zum Sammeln von Tropfwasser im ehemaligen Dorf Topli Vrh führen immer noch Wasser. Foto: Blaž Štangelj, 27. 10. 2024.   </figcaption></figure>
</div><div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-4-1024x768.jpg" alt="Unter dem ehemaligen Dorf Topli Vrh befindet sich ein ummauertes Wasserreservoir." class="wp-image-2583" style="width:710px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Unter dem ehemaligen Dorf Topli Vrh befindet sich ein ummauertes Wasserreservoir. Foto: Blaž Štangelj, 27. 10. 2024.   </figcaption></figure>
</div>
<p>Die Kinder aus Topli Vrh besuchten die Schule in Črmošnjice, deren Ursprünge auf das Jahr 1822 zurückgehen. Im Jahr 1929 waren 24 von 108 Einwohnern in Topli Vrh Schulkinder. Hoher Schnee und Schneeverwehungen erschwerten den Schulbesuch im Winder.   </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kirche der heiligen Petrus und Paulus  </strong></h2>

<p>Die Kirche der heiligen Petrus und Paulus (gefeiert am 29. Juni) ist eine Filiale der Pfarre Črmošnjice. Ihre erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 1689, als sie von Valvasor in seinem Werk Die Ehre des Herzogtums Krain erwähnt wurde. Die Kirche ist höchstwahrscheinlich fast 200 Jahre älter. Auf dem geschnitzten Hauptaltar (der am Ende des 17. oder Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet wurde) waren Statuen der heiligen Petrus und Paulus und an den Seiten Statuen des heiligen Antonius und des heiligen Franziskus sowie einiger anderer nicht identifizierten Heiliger. Außerdem gab es zwei Seitenaltare mit Gemälden der heiligen Maria, der Mutter vom guten Rat und der heiligen Cosmas und Damian. Die Kirche hatte ein Holzgewölbe über dem Kirchenschiff, einen hölzernen Chor, eine Kanzel und 27 Kirchenbänke. Im Glockenturm befanden sich drei Glocken.              </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-700x1024.jpg" alt="Glockenturm der Kirche der heiligen Petrus und Paulus in Topli Vrh. " class="wp-image-2610" style="width:407px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-700x1024.jpg 700w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-205x300.jpg 205w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-768x1123.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-1050x1536.jpg 1050w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-1400x2048.jpg 1400w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a-750x1097.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-7-a.jpg 1750w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption class="wp-element-caption">Glockenturm der Kirche der heiligen Petrus und Paulus in Topli Vrh.  Foto: Blaž Štangelj, 20. 3. 2016.  </figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Dorf und die Kirche während des Zweiten Weltkrieges und unmittelbar danach </strong></h2>

<p>Topli Vrh teilte das Schicksal der meisten gottscheerischen Dörfer im Gebiet von Kočevski rog. Nach der Besetzung des Dorfes durch die faschistische italienische Armee verließen alle 118 Einwohner von Topli Vrh am 20. und 21. Dezember 1941 das Dorf und emigrierten über den Bahnhof Semič nach Posavje in Posotelje an der damaligen Grenze des Hitlers nazistischen Dritten Reiches. Am 22. Juli, während der Offensive, wurde das Dorf von der italienischen Armee niedergebrannt. Ein Haus und die Kirche entgingen dem Feuer. Während der Offensive hielten sich dort italienische Soldaten auf und zerstörten Kirchenbänke und Teile der Altäre, indem sie sie in den Brand setzten. An die vom Feuer verbrannte Wand ritzten sie in italienischer Sprache die Worte „zerstörte Partisanen“ (noch 1947 sichtbar). Auch Partisanen hielten sich mindestens einmal in der Kirche auf, im August 1942 wird ein Bataillon der Tomšič-Brigade erwähnt. Das Dorf wurde nie wieder aufgebaut. Zwischen 1943 und 1945 gab es in den nahe gelegenen Wäldern einige versteckte Partisanenlazaretten. Dafür wurden auch Fensterrahmen und ein Teil der Dachziegel von der zerstörten Kirche verwendet. Gemälde und Altarstatuen wurden zerstört oder beschädigt.              </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.muzej-nz.si"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-5-1024x768.jpg" alt="Das niedergebrannte Dorf Topli Vrh, am 6. 9. 1944. Reproduktion des Bildes von France Miheli&#x10D;.   " class="wp-image-2589" style="width:719px;height:auto"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Das niedergebrannte Dorf Topli Vrh, am 6. 9. 1944. Reproduktion des Bildes von France Mihelič.    Die Ansichtskarte wird von Blaž Štangelj aufbewahrt, und die Zeichnung vom Museum der neueren und zeitgenössischen Geschichte Sloweniens (<a href="https://www.muzej-nz.si">Muzej novejše in sodobne zgodovine Slovenije</a>). </figcaption></figure>
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<p>Unmittelbar nach dem Kriegsende wurden die Ruinen der Häuser zertrümmert und als Böschungsmaterial für den Straßenbau zum Dorf Komarna vas verwendet. Die Mauern der Kirche wurden 1964 weiter abgebaut. Der Glockenturm wurde stehen gelassen, da er aufgrund seiner strategischen Lage für die Militärbehörden einen wichtigen Orientierungspunkt darstellte. Das Dorf Topli Vrh wurde 1955 als Siedlung abgelöst, ebenso wie en Drittel der vernichteten ehemaligen Siedlungen im Gebiet Gottschee.   </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>&#8221;Wir gingen nach Topli Vrh&#8221; – eine Hochzeit im Jahr 1945</strong></h2>

<p>Die Maler Alenka Gerlovič und Vito Globočnik waren als Künstler in Partisanenbewegung tätig. In den Jahren 1944 und 1945 besuchten sie auch das verbrannte Dorf Topli Vrh und stellten es dar. Die Liebenden entschlossen zu heiraten. Ihre Vorgesetzten waren zuerst zurückhaltend. Sie wollten eine bescheidene Hochzeit, ohne Pomp, die sie eigenmächtig auf der Spitze des Glockenturms der Kirche in Topli Vrh vollzogen. Die Statuen zweier Heiligen, ohne Hände, die sie von dem beschädigten Altar nahmen, waren Zeugen dieser Zeremonie. Ihre Namen und das Datum wurden in den Balken des Glockenturms eingemeißelt und ihre informelle Ehe wurde vollzogen.       </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Topli Vrh im 21. Jahrhundert </strong></h2>

<p>Heute erinnern bescheidene steinerne Überreste der Grundrisse der Kirche und der Häuser, ihre Wasserreservoire und Obstbäume an das ehemalige Dorf. Das Modell der Kirche im Maßstab 1:50 wurde von Tone Troha angefertigt. Auf den Weiden rasen Rinder und Pferde des Hofes Mihelčič aus der Gemeinde Semič.   </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-6-c-1024x768.jpg" alt="&#xDC;berreste der H&#xE4;user im Dorf Topli Vrh" class="wp-image-2607" style="width:692px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Überreste der Häuser im Dorf Topli Vrh. Foto: Blaž Štangelj, am 27. 10. 2024.   </figcaption></figure>
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<p>Das sichtbarste Überbleibsel des ehemaligen Dorfes ist der Glockenturm der Kirche. Im Jahr 2004 wurden die bescheidenen Überreste der Kirche gereinigt und das Dach der Kirche wurde restauriert und mit Kupfer bedeckt. Im Innern wurde eine Holztreppe eingebaut. Die Restaurierung wurde vom Gottscheer Altsiedlerverein und Freiwilligen mit finanzieller Unterstützung aus Südtirol durchgeführt. Die Gier nach Kupferdächern und wiederholte Diebstahlversuche machten die Restaurierungsarbeiten schließlich zunichte. Beim versuchten Diebstahl der Kupferbedachung am 3. April 2023 verursachte vermutlich ein Funke beim Schneiden vom Metall einen Brand. Der Glockenturm ist also wieder ohne Dach, dem langsamen Verfall überlassen, und schreit lautlos nach einer Restaurierung oder zumindest einem Notschutz. Vielleicht findet sich in der Zukunft wieder der Wille und die Kraft, das Erbe zu erhalten und zu präsentieren.         </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b-819x1024.jpg" alt="Der Brand im Glockenturm der Kirche der heiligen Petrus und Paulus in Topli Vrh. " class="wp-image-2625" style="width:420px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b-819x1024.jpg 819w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b-240x300.jpg 240w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b-768x960.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b-1229x1536.jpg 1229w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b.jpg 1440w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-b-750x938.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 819px) 100vw, 819px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Brand im Glockenturm der Kirche der heiligen Petrus und Paulus in Topli Vrh.  Foto: PGD Semič, 3. 4. 2023.   </figcaption></figure>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="710" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-a-710x1024.jpg" alt="Der Brand im Glockenturm der Kirche der heiligen Petrus und Paulus in Topli Vrh.  " class="wp-image-2622" style="width:398px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-a-710x1024.jpg 710w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-a-208x300.jpg 208w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-a-768x1107.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-a.jpg 960w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-8-a-750x1081.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Brand im Glockenturm der Kirche der heiligen Petrus und Paulus in Topli Vrh.  Foto: PGD Semič, 3. 4. 2023.   </figcaption></figure>
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<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong></p>

<p class="has-small-font-size"><strong>Arhiv Republike Slovenije</strong>, Franciscejski kataster za Kranjsko, k. o. Črmošnjice pri Kočevju, Katastrski cenilni elaborat, <a href="https://vac.sjas.gov.si/vac/search/details?id=375384">https://vac.sjas.gov.si/vac/search/details?id=375384</a> (dostop: november 2024).  <br/><strong>Krajevni leksikon Dravske banovine</strong> (1937), dLib, <a href="https://www.dlib.si/details/URN:NBN:SI:DOC-IHXHRWQE">https://www.dlib.si/details/URN:NBN:SI:DOC-IHXHRWQE</a>, (dostop: november 2024).<br/><strong>Slovenska historična topografija za Kranjsko do leta 1500</strong>, ZRC SAZU, DOI: https://doi.org/10.3986/9789612549749, <a href="https://topografija.zrc-sazu.si/">https://topografija.zrc-sazu.si/</a> (dostop: november 2024).<br/><strong>Slovenski šolski muzej</strong>, Šolski list (1929), Državna mešana šola v Črmošnjicah, Zgodovina Slovenije — SIstory, <a href="https://www.sistory.si/publication/24112">https://www.sistory.si/publication/24112</a> (dostop: november 2024).<br/><strong>Gottscheermatzelle</strong>, <a href="https://gottscheermatzelle.wordpress.com/gottscheer-history/">https://gottscheermatzelle.wordpress.com/gottscheer-history/</a>, (dostop: november 2024).<br/><strong>Ministrstvo za kulturo</strong>, Register kulturne dediščine, Interaktivna karta kulturne dediščine, <a href="https://geohub.gov.si/ghapp/giskd/">https://geohub.gov.si/ghapp/giskd/</a> (dostop: november 2024).<br/><strong>Obrazi slovenskih pokrajin</strong>, Alenka Gerlovič in Vito Globočnik, <a href="https://www.obrazislovenskihpokrajin.si/oseba/gerlovic-alenka/">https://www.obrazislovenskihpokrajin.si/oseba/gerlovic-alenka/</a>, <a href="https://www.obrazislovenskihpokrajin.si/oseba/globocnik-vito/">https://www.obrazislovenskihpokrajin.si/oseba/globocnik-vito/</a> (dostop: november 2024).<br/><strong>Perko Drago.</strong> Kradli baker, zažgali cerkev! Slovenske novice, 5. 4. 2023, <a href="https://www.slovenskenovice.si/novice/slovenija/kradli-baker-zazgali-cerkev-foto/">https://www.slovenskenovice.si/novice/slovenija/kradli-baker-zazgali-cerkev-foto/</a> (dostop: november 2024).   <br/><strong>PGD Semič, Požar na Toplem Vrhu</strong>, 3. 4. 2023, <a href="https://www.facebook.com/profile/100064566140803/search/?q=toplem%20&amp;locale=sl_SI">https://www.facebook.com/profile/100064566140803/search/?q=toplem%20&amp;locale=sl_SI</a> (dostop: november 2024). <br/><strong>Topli Vrh: Zagorel spomeniško zaščiten zvonik</strong>, 4. 4. 2023, <a href="https://moja-dolenjska.si/topli-vrh-zagorel-spomenisko-zasciten-zvonik/#goog_rewarded">https://moja-dolenjska.si/topli-vrh-zagorel-spomenisko-zasciten-zvonik/#goog_rewarded</a> (dostop: november 2024).  <br/><strong>Ferenc Mitja in Zupan Gojko</strong>. <em>Cerkve na Kočevskem nekoč in danes II</em>. Ljubljana: ZRC SAZU, 2006. <br/><strong>Ferenc Mitja in Zupan Gojko</strong>. <em>Izgubljene kočevske vasi: nekoč so z nami živeli kočevski Nemci</em>. 3. del. Ljubljana: Znanstvena založba Filozofske fakultete, 2013.   <br/><strong>Ferenc Mitja in Zupan Gojko</strong>. <em>Po sledeh Kočevarjev v Črmošnjiško-Poljanski dolini / Auf den Spuren der Gottscheer in der Moschnitze</em>. Dolenjske Toplice : Društvo Kočevarjev staroselcev = Gottscheer Altsiedler Verein, 2013. <br/><strong>Gerlovič Alenka</strong>. <em>Okruški mojega življenja</em>. Ljubljana: Forma 7, 2006. <br/><strong>Janežič Zvonka</strong>. <em>Arheološka najdišča Kočevskega roga in Poljanske gore</em>. Diplomsko delo. Oddelek za arheologijo Filozofske fakultete univerze v Ljubljani, 2022.  <br/><strong>Mohar Rozi.</strong> <em>Tu so živeli …</em>Semič: Občina, 2008.<br/><strong>Prelesnik Anton</strong>. <em>Vodni viri na Kočevskem / Wasserquellen im Gottscheerland</em>. Dolenjske Toplice, Ljubljana: Društvo Kočevarjev staroselcev, ZRC SAZU, 2007. <br/><strong>Simonič Binca</strong>, ur. <em>Župnija Črmošnjice 500 let: 1509-2009</em>. Semič: Župnija, 2009. <br/><strong>Strle Franci</strong>. <em>Tomšičeva brigada 1942-1943</em>. Ljubljana: Borec in Partizanska knjiga, 1986. <br/><strong>Troha Anton in Anton Prelesnik</strong>. <em>Makete kočevarskih cerkva in krajev / Maquetten von Gottscheer Kirchen und Ortschaften</em>. Ljubljana: &#8220;Maks Viktor&#8221; in Dolenjske Toplice: Društvo Kočevarjev staroselcev, 2011. </p>

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		<title>Die Höhlen Mala Knežja Jama und Jama nad Dolgim vodnjakom: archäologische Fundstätten im zentralen Teil von Kočevski rog</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Zvonka Janežič]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Nov 2024 21:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anwesenheit der Menschen in Gottschee in der prähistorischen Zeit Es wird allgemein angenommen, dass Kočevski rog bis zum 14. Jahrhundert, als die Gottscheer Deutschen von den Ortenburgern angesiedelt wurden, nicht bewohnt war. Bescheidene archäologische Funde weisen jedoch auf die Anwesenheit von Menschen in prähistorischer Zeit hin. Wie zu erwarten, befinden sich die meisten prähistorischen Fundstellen an den Rändern der Hochebene, während sie im Landesinneren äußerst selten sind. Dies ist nicht unbedingt ein Zeichen dafür, dass die frühere Bevölkerung die wilde und schwer zu durchgehende Waldlandschaft gemieden hat, sondern ist weitgehend auf den Stand der Forschungen zurückzuführen. Die meisten archäologischen Studien haben sich oberflächlich mit den Randgebieten von Kočevski rog befasst, während der gesamte Gebirgszug, wie auch Region Gottschee, nur sehr unzureichend untersucht ist. Archäologische Fundstätte in Höhlen Die geringe Besiedlung und die Bewaldung der Landschaft erschweren die Erkennung von Siedlungen und Grabstätten, wenn sie auf Visualisierung des Laserscannings aus der Luft nicht zu erkennen sind. Etwas einfacher ist es, Stätten in Karsthöhlen zu entdecken. Kočevski rog ist von Karsttrichtern und Höhlen, die dem Menschen seit dem Paläolithikum als Unterschlüpf, Versteck, aber auch als Lagerplatz, Wasserquelle, Begräbnis- oder Ritualplatz und, vor allem in jüngster Zeit, als Müllabladeplatz dienten, durchzogen. Im zentralen [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Anwesenheit der Menschen in Gottschee in der prähistorischen Zeit</strong></h2>

<p>Es wird allgemein angenommen, dass Kočevski rog bis zum 14. Jahrhundert, als die Gottscheer Deutschen von den Ortenburgern angesiedelt wurden, nicht bewohnt war. Bescheidene archäologische Funde weisen jedoch auf die Anwesenheit von Menschen in prähistorischer Zeit hin. Wie zu erwarten, befinden sich die meisten prähistorischen Fundstellen an den Rändern der Hochebene, während sie im Landesinneren äußerst selten sind. Dies ist nicht unbedingt ein Zeichen dafür, dass die frühere Bevölkerung die wilde und schwer zu durchgehende Waldlandschaft gemieden hat, sondern ist weitgehend auf den Stand der Forschungen zurückzuführen. Die meisten archäologischen Studien haben sich oberflächlich mit den Randgebieten von Kočevski rog befasst, während der gesamte Gebirgszug, wie auch Region Gottschee, nur sehr unzureichend untersucht ist.     </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Archäologische Fundstätte in Höhlen</strong></h2>

<p>Die geringe Besiedlung und die Bewaldung der Landschaft erschweren die Erkennung von Siedlungen und Grabstätten, wenn sie auf Visualisierung des Laserscannings aus der Luft nicht zu erkennen sind. Etwas einfacher ist es, Stätten in Karsthöhlen zu entdecken. Kočevski rog ist von Karsttrichtern und Höhlen, die dem Menschen seit dem Paläolithikum als Unterschlüpf, Versteck, aber auch als Lagerplatz, Wasserquelle, Begräbnis- oder Ritualplatz und, vor allem in jüngster Zeit, als Müllabladeplatz dienten, durchzogen. Im zentralen Teil von Kočevski rog, zwischen Cink und Bradačeva frata, wurden zwei prähistorische Höhlen entdeckt, die nur etwas mehr als einen halben Kilometer voneinander entfernt sind, was auf eine mögliche dichtere Besiedlung von Kočevski rog zu dieser Zeit hindeutet.    </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Höhle Mala Knežja jama</strong></h2>

<p>Die Höhle Mala Knežja jama liegt im Norden, gleich oberhalb von Cinkarska cesta. Sie ist den Einheimischen aus Dolenjske Toplice und den umliegenden gottscheerischen Dörfern schon lange bekannt und wurde 1939 in das Höhlenkataster eingetragen. Bereits 1973 wiesen die Höhlenforscher auf ihr archäologisches Potenzial hin. Die horizontale Höhle ist 40 Meter lang und 15 Meter tief und hat einen großen Eingang mit einer mehrere Meter hohen überhängenden Wand.    </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-1-1-1024x768.jpg" alt="Mala kne&#x17E;ja jama, Ko&#x10D;evski Rog" class="wp-image-2650" style="width:710px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Eingang in die Höhle Mala Knežja jama ist dreieckig und öffnet sich unter einer Felswand. Foto: Zvonka Janežič, 2024. </figcaption></figure>
</div>
<p>Der Eingang ist ein steiler Erdsturz, der allmählich abflacht und sich in einen geräumigen Saal öffnet. Der Boden ist mit Erde und eingestürztem Gestein bedeckt, in dem der Höhlenforscher A. Špelič von DZRJ Ribnica drei Fragmente prähistorischer Keramik entdeckt hat.  </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-2-1-1024x768.jpg" alt="Gro&#xDF;er Saal im Innern der H&#xF6;hle Mala Kne&#x17E;ja jama. " class="wp-image-2656" style="width:716px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Großer Saal im Innern der Höhle Mala Knežja jama. Foto: Zvonka Janežič, 2024. </figcaption></figure>
</div>
<p>Bis vor Kurzem war die Höhle verschmutzt; 40 Jahre lang waren dort LKW-Reifen gelagert, die von den Höhlenforschern von JKNM in Zusammenarbeit mit den Förstern des Forstamtes, Zweigstelle Novo mesto, und der Gesellschaft Slowenische Staatswälder entfernt wurden. </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-2-1024x768.jpg" alt="Ein Keramikfragmet, das in pr&#xE4;historische Zeit datiert werden kann. Es sind Reste der Oberfl&#xE4;chenbehandlung des Gef&#xE4;&#xDF;es mit der Technik des Besenstrichs sichtbar. " class="wp-image-2659" style="width:619px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-2-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-2-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-2-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-2-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-2-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-3-2-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Keramikfragmet, das in prähistorische Zeit datiert werden kann. Es sind Reste der Oberflächenbehandlung des Gefäßes mit der Technik des Besenstrichs sichtbar.  Foto von Zvonka Janežič. 2024.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Höhle Jama nad Dolgim vodnjakom</strong></h2>

<p>Südöstlich der Höhle Mala Knežja jama öffnet sich die mächtige Höhle Jama nad Dolgim vodnjakom. Sie befindet sich an einem steilen und felsigen Hang über einem tiefen Tal, das von miteinander verbundenen Karsttrichtern gebildet wird. In der Talsohle befindet sich die Quelle Dolgi studenec, eine der wichtigen und sehr seltenen Wasserquellen der Gegend.   </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-4-2-1024x768.jpg" alt="Quelle Dolgi studenec. " class="wp-image-2662" style="width:654px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Quelle Dolgi studenec. Foto: Zvonka Janežič, 2024. </figcaption></figure>
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<p>Die Höhle ist 30 Meter lang und 25 Meter tief mit einem riesigen Eingang von 20 x 10 Metern, wodurch das ganze Innere gut beleuchtet ist und im Winter den Außentemperaturen ausgesetzt ist, was zu einer starken mechanischen Verwitterung des Gesteins führt. Der Abri entstand durch den Sturz der Decke, was eine schräge Plattform aus ausgestürztem Gestein bildete, die zum ebenen Boden der Höhle hinunterführt.  </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-5-2-1024x768.jpg" alt="Die H&#xF6;hle Jama nad Dolgim vodnjakom hat eine Form des riesigen Abris." class="wp-image-2668" style="width:734px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Die Höhle Jama nad Dolgim vodnjakom hat eine Form des riesigen Abris. Foto: Zvonka Janežič, 2024. </figcaption></figure>
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<p>Bei einer Feldbegehung 2021 fand ich ein kleines Fragment prähistorischer Keramik, einen Tierknochen mit Schnitzspuren und Überreste einer Verbrennung in der Höhle.</p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="651" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/11/slika-6-1024x651.png" alt="Ein Fragment der pr&#xE4;historischen Keramik und ein Knochen mit Schnitzspuren aus der H&#xF6;hle Jama nad Dolgim vodnjakom. " class="wp-image-2671" style="width:711px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Ein Fragment der prähistorischen Keramik und ein Knochen mit Schnitzspuren aus der Höhle Jama nad Dolgim vodnjakom. Foto: Zvonka Janežič, 2024. </figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading">Wovon zeugen die archäologischen Stätten in den Höhlen?</h2>

<p>Die Funde aus beiden Stätten sind zu spärlich, um sie genauer zu datieren, aber sie lassen sich wahrscheinlich in die Bronze- oder Eisenzeit einordnen. Die Höhlen Mala Knežja jama und Jama nad Dolgim vodnjakom sind fast 7 Kilometer von der nächsten bekannten prähistorischen Siedlung in Topli vrh entfernt. Die beiden Höhlen dienten wahrscheinlich als Unterschlüpf, Versteck und Lagerraum und dürften von so weit entfernten Orten aus kaum besucht worden sein. Dies legt die Möglichkeit nahe, dass es irgendwo in der Nähe eine prähistorische Siedlung gab, die bisher noch nicht entdeckt worden ist.    </p>

<p>Da Kočevski rog noch nicht Gegenstand umfassender archäologischer Untersuchungen war, bleiben viele Fragen offen. Die Möglichkeit der dichteren Besiedlung bereits vor dem 14. Jahrhundert bietet daher ein vielversprechendes Forschungspotenzial für das Verständnis der Vergangenheit und der Bedeutung des Gebiets.  </p>

<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong><br/>Arkas: Arheološki kataster Slovenije. Dostopno na: <a href="https://arkas.caspio.com/dp/5b04c00098d89ffc1f54405b9812?cbResetParam=1">https://arkas.caspio.com/dp/5b04c00098d89ffc1f54405b9812?cbResetParam=1</a> (2. 11. 2024).<br/>Ferenc, M. 2005,  <em>Kočevska &#8211; pusta in prazna. Nemško jezikovno območje na Kočevskem po odselitvi Nemcev. </em> – Ljubljana, Modrijan.<br/>Hudoklin, A. 1984, <em>Jama nad Dolgim vodnjakom</em> (Neobjavljen zapisnik terenskih ogledov, Kataster jam JZS).<br/>Jamnik, P. 2011, Arheološka in paleontološka jamska najdišča s širšega območja Ribniške in Struške doline ter Kočevske. – V: Velušček, A. (ur.), <em>Spaha.</em> – Ljubljana, Založba ZRC, str. 48.<br/>Kataster jam JZS: Kataster jam Jamarske zveze Slovenije. Dostopno na: <a href="https://www.katasterjam.si/">https://www.katasterjam.si/</a> (citirano: 3. 11. 2024).<br/>Lajovic, A. 1973, <em>Jama pod cesto v oddelku 26</em> (Neobjavljen zapisnik terenskih ogledov, Kataster jam JZS). – Ljubljana.<br/>RKD: Register kulturne dediščine. Dostopno na: <a href="https://geohub.gov.si/ghapp/giskd/">https://geohub.gov.si/ghapp/giskd/</a> (citirano: 2. 11. 2024).<br/>Splet 1: <a href="https://www.jknm.si/si/?id=595&amp;l=2021">https://www.jknm.si/si/?id=595&amp;l=2021</a>(citirano: 2. 11. 2024).<br/>Splet 1: <a href="https://www.rtvslo.si/lokalne-novice/dolenjska/iz-jame-v-kocevskem-rogu-odstranili-odpadne-pnevmatike-za-tovornjake/599792">https://www.rtvslo.si/lokalne-novice/dolenjska/iz-jame-v-kocevskem-rogu-odstranili-odpadne-pnevmatike-za-tovornjake/599792</a> (citirano: 2. 11. 2024).     </p>

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		<title>Künstlerische Tätigkeit in Kočevska (Gottschee) Region</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Moric]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jan 2024 10:14:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Kočevska hat künstlerische Tätigkeit, sowohl von akademischen als auch von Amateurkünstlern, einen besonderen Charakter. Zum einen ist sie eng mit den natürlichen Gegebenheiten der Region verbunden, zum anderen sucht sie ihren Ausdruck in der Vergangenheit. Kočevska weckt nicht nur Phantasie der Künstler, sondern ist auch ein Ort, in dem sich künstlerische Ideen mit dem kulturellen Kontext verbinden und eine einzigartige Kunstlandschaft schaffen. Sie verbindet Werke der Künstler, die in Kočevska vor dem Weltkrieg arbeiteten, der Gottscheer, die in den USA, Kanada, Österreich und Deutschland tätig sind, wohin sie aufgrund der turbulenten Geschichte ausgewandert sind, und deren, denen Kočevska nach dem Zweiten Weltkrieg ein neues Zuhause bot. Unter den letzteren gibt es auch viele, die aus Hunger nach Brot (oder Inspiration) in andere Orte oder sogar ins Ausland gegangen sind. Ihnen allen ist gemeinsam, dass die Erfahrung von Kočevska ihre Arbeit auf eine oder eine andere Weise geprägt hat. Podobe trpljenja in težkega življenja Maler und Bildhauer, Stane Jarm, der mit seinen Werken die größten künstlerischen Spuren hinterlassen hat, verband oft beides – die Natur von Kočevska und Vergangenheit. Holz war das Grundmaterial für seine Werke. Seine Skulpturen, wie der Kreuzweg bei der Grabstätte Pod Krenom und die Bilder des [&#8230;]</p>
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<p>In Kočevska hat künstlerische Tätigkeit, sowohl von akademischen als auch von Amateurkünstlern, einen besonderen Charakter. Zum einen ist sie eng mit den natürlichen Gegebenheiten der Region verbunden, zum anderen sucht sie ihren Ausdruck in der Vergangenheit. Kočevska weckt nicht nur Phantasie der Künstler, sondern ist auch ein Ort, in dem sich künstlerische Ideen mit dem kulturellen Kontext verbinden und eine einzigartige Kunstlandschaft schaffen. Sie verbindet Werke der Künstler, die in Kočevska vor dem Weltkrieg arbeiteten, der Gottscheer, die in den USA, Kanada, Österreich und Deutschland tätig sind, wohin sie aufgrund der turbulenten Geschichte ausgewandert sind, und deren, denen Kočevska nach dem Zweiten Weltkrieg ein neues Zuhause bot. Unter den letzteren gibt es auch viele, die aus Hunger nach Brot (oder Inspiration) in andere Orte oder sogar ins Ausland gegangen sind. Ihnen allen ist gemeinsam, dass die Erfahrung von Kočevska ihre Arbeit auf eine oder eine andere Weise geprägt hat.     </p>

<h2 class="wp-block-heading">Podobe trpljenja in težkega življenja</h2>

<p>Maler und Bildhauer, Stane Jarm, der mit seinen Werken die größten künstlerischen Spuren hinterlassen hat, verband oft beides – die Natur von Kočevska und Vergangenheit. Holz war das Grundmaterial für seine Werke. Seine Skulpturen, wie der Kreuzweg bei der Grabstätte Pod Krenom und die Bilder des leidenden Jesus, stellen das Leiden dar, das Menschen von Kočevska Region geprägt hat.  </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0239-768x1024.jpeg" alt="Frau, Detail. Stane Jarm. Privatbesitz.  " class="wp-image-2278" style="width:372px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0239-768x1024.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0239-225x300.jpeg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0239-1152x1536.jpeg 1152w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0239-1536x2048.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0239-750x1000.jpeg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0239-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Frau, Detail. Stane Jarm. Privatbesitz.  </figcaption></figure>
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<p>Matija Glad (1912 – 1995), Jarms Schüler und Amateurbildhauer, stellte hauptsächlich Szenen aus dem Alltagsleben dar. Seine Skulpturen erwecken raue Gesichter von Köhlern, Hausierern, Bilchjägern, Schmieden und anderen Gestalten aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. </p>

<p>Bilder aus dem dörflichen Alltag spiegeln sich auch in den Zeichnungen von Martha Hutter aus New York wider. Eine Frau, die einen Kübel auf ihrem Kopf trägt, zwei Gottscheerinnen, die sich an einem Holzofen im gottscheerischen Dialekt unterhalten, oder eine Mutter, die in einem Butterfass Butter herstellt, während Kinder auf etwas Süßes warten, sind nur einige von ihnen. </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0240-768x1024.jpeg" alt="Gottscheerinnen, die sich im gottscheerischen Dialekt unterhalten. Martha Hutter. Privatbesitz.  " class="wp-image-2282" style="width:369px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0240-768x1024.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0240-225x300.jpeg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0240-1152x1536.jpeg 1152w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0240-1536x2048.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0240-750x1000.jpeg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0240-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gottscheerinnen, die sich im gottscheerischen Dialekt unterhalten. Martha Hutter. Privatbesitz.  </figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading">Podobe kočevskih vasi</h2>

<p>Michael Ruppe (1863 – 1951), in Ovčjak (Schaflein) bei Koprivnik (Nesselthal) geborener Maler und Bildhauer, ist in Österreich, wo er die meiste Zeit seines Lebens verbrachte und arbeitete, noch bekannter als in Kočevska. In Salzburg ist sogar eine Straße nach ihm benannt. Im August 1928, als er mit seiner Frau Kočevska besuchte, ließ er sich von der Landschaft und Dörfer inspirieren, die er mehrmals malte. Bilder von Kočevska Region dienten auch Roman Erich Petsche (1907 – 1993) als Inspiration, die er in „Lumigraphien“ darstellte, so nannte er seine Mischtechnik aus Collage und Pastellmalerei. Der Künstler, der dafür bekannt war, seine Werke nicht zu verkaufen, wurde 1982 vom Holocaust-Gedenkzentrum mit dem Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“ ausgezeichnet. Während des Zweiten Weltkriegs rettete er nämlich zwei jüdische Mädchen vor dem Tod in einem Konzentrationslager.    </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="879" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_2574-879x1024.jpg" alt="&#x10C;rmo&#x161;njice (Tschermoschnitz). Lumigraphie bei Roman Erich Petsche. Privatbesitz.  " class="wp-image-2274" style="width:405px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_2574-879x1024.jpg 879w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_2574-257x300.jpg 257w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_2574-768x895.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_2574-1318x1536.jpg 1318w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_2574-1757x2048.jpg 1757w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_2574-750x874.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 879px) 100vw, 879px" /><figcaption class="wp-element-caption">Črmošnjice (Tschermoschnitz). Lumigraphie bei Roman Erich Petsche. Privatbesitz.  </figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading">Fotografije Kočevske </h2>

<p>Auch Fotografen haben Bilder des Kočevska aus der Vorkriegszeit verewigt. Am weitesten verbreitet sind die Fotos von Kočevje vom Einheimischen Josef Dornig Jr. Das Fotomaterial aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg ist im Laufe der Zeit in Museen in Slowenien, Österreich und Deutschland „verloren“ gegangen. Dort werden unter anderem Fotografien von Hugo Groth (1869 – 1954) und Rudolf Hartmann (1903 – 2002), dem Forscher der s. g. „deutschen Minderheiten“, aufbewahrt.   </p>

<p>In den USA war im Bereich Fotografie insbesondere John B. Gladitsch tätig, der viele Bilder aus dem Leben der ausgewanderten Gottscheer und ihrer Vereine einfing. Auch die Fotografen Vito Oražem (Deutschland) und Klavdij Sluban (Frankreich), die sich beide von der Erfahrung des Aufwachsens in Kočevska inspirieren ließen, haben in Kočevska einige Anregungen für ihre Arbeiten gefunden. Insbesondere Oražem hat mit seinem scharfen Blick für Details scheinbar verborgene Fragmente der Realität von Kočevska in seinen Werken festgehalten.   </p>

<p>Ein besonders häufiges Motiv der zeitgenössischen Fotografen des Kočevska, z. B. von Petra und Stane Draškovič Pelc, Marjan Artnak und Mitgliedern des Fotografenvereins Grča, sind Wälder und ihre tierischen Bewohner. Unter der Schirmherrschaft des Vereins wird jedes Jahr eine Ausstellung der Naturfotografien veranstaltet.  </p>

<h2 class="wp-block-heading">Kočevska sodobna umetnost med lokalnostjo in identiteto</h2>

<p>Künstlerische Tätigkeit in Kočevska ist nicht nur ein ästhetischer Ausdruck, sondern auch ein Mittel, um die Identität zu bewahren, die Gemeinschaft zu hinterfragen und den Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu fördern. Dies spiegelt sich in der Arbeit der Schriftstellerin und der bildenden Künstlerin Lela B. Njatin, die unter anderem die Ausstellung <em>Kočevje</em> aus der Reihe <em>Ljubljana se klanja Sloveniji III</em> (dt.: Ljubljana verbeugt sich dem Slowenien III) in der Galerie Vžigalica in Ljubljana organisierte. Sie wählte einige Künstler, die zwischen den Jahren 2000 und 2019 mit ihrer Arbeit oder Aufenthalt mit Kočevska verbunden waren. Sie sind durch die Präsenz des Todes oder des Vergehens, die Kočevskos Vergangenheit und Gegenwart geprägt haben, zu einem thematischen Ganzen verbunden. Jedes der Werke spiegelt auch den Inhalt des lokalen in der Identität des Autors und/oder seines künstlerischen Ausdrucks wider, sei es in Form eines (Ur)Waldes oder einer städtischen Infrastruktur.     </p>

<h2 class="wp-block-heading">KočevArt – Ausstellung der Gottscheer(ischen) Künstler</h2>

<p>Im September 2019 eröffnete die Anstalt Putscherle im Rahmen der <em>5. Tage der gottscheerischen Kulturen</em>, die in Gottschee stattfanden, in der Bibliothek Gottschee eine Ausstellung der Werke von gottscheer(ischen) Künstlern <em>KočevArt</em>. Die Ausstellung ist die erste breitere Darbietung des künstlerischen Schaffens (akademisch oder für Kunstliebhaber) im Gottscheeland seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts bis heute. Besucher konnten sich Gemälde, Skulpturen und Fotografien der 20 akademischen und nicht akademischen Künstlern sehen, die uns Autoren oder ihre Familienangehörigen geliehen haben.    </p>

<p>Die Werke der Künstler, die auf dem Gebiet des breiteren Gottscheelandes oder in den gottscheerischen Ausländergemeinschaften (Österreich, USA und Kanada) schaffen oder geschafft haben, ermöglichen einen Einblick in die Tiefe der menschlichen Wahrnehmung und stellen das Leben und den Alltag im Gottscheeland in verschiedenen Zeitabschnitten dar, weswegen sie auch neben dem künstlerischen auch einen unbezahlbaren ethnologischen Wert haben. Gleichzeitig spiegelt die Ausstellung die soziale Realität in der Region Kočevska über einen langen Zeitraum wider, da die Werke neben der Darstellung des Alltags (z. B. Butterherstellung, Arbeit in einem Bergwerk usw.) auch einen Sinn zeigen von tragischen Zwischenkriegsereignissen (z. B. Internierung in italienischen Lagern), aber auch von der tiefsten und abstraktesten Erfahrung des Menschen mit seiner eigenen inneren Welt.  </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="807" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG-2702-scaled-1-1024x807.jpg" alt="Werke von Sa&#x161;o Koprivec, Andrej Trobentar, Elisabeth Pemberger und Marko Glava&#x10D;. Ausstellung Ko&#x10D;evArt in der Bibliothek von Ko&#x10D;evje, September 2019. Foto: Anja Moric.  " class="wp-image-2285" style="width:545px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG-2702-scaled-1-1024x807.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG-2702-scaled-1-300x236.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG-2702-scaled-1-768x605.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG-2702-scaled-1-1536x1210.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG-2702-scaled-1-2048x1614.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG-2702-scaled-1-750x591.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Werke von Sašo Koprivec, Andrej Trobentar, Elisabeth Pemberger und Marko Glavač. Ausstellung KočevArt in der Bibliothek von Kočevje, September 2019. Foto: Anja Moric.  </figcaption></figure>
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<p>Bei der Vorbereitung der Ausstellung wollte ich, wie auch schon davor bei der Ausstellung <a href="http://putscherle.com/razstave/showcases-of-memory/"><em>Vitrinen des Gedenkens</em></a> ((im Jahren 2016-2018) einem breiteren Kreis der Leute das gottscheerische Kulturerbe vorzustellen und für die Verbindung und Zusammenarbeit mit allen, die in der Vergangenheit und jetzt das Schicksal des breiteren Gottscheelandes geformt haben, also mit Gottscheer Altsiedlern, ausgewanderten Gottscheern (aus den USA, Kanada und Österreich) und Nachkriegszuwanderern, einen Raum zu schaffen. Dabei war der Zweck des Projekts auch Erkennbarkeit und positive Wertung der gottscheerischen Kultur bzw. der künstlerischen Produktion von Akademikern und Kunstliebhabern in Gottscheeland und in Slowenien zu steigern und dabei zur Überwindung der Stereotypen und zur Förderung des interkulturel- len Dialogs auf dem breiteren Gebiet des Gottscheelandes beizutragen.  </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="601" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_1976-scaled-1-1024x601.jpg" alt="Er&#xF6;ffnung der Ko&#x10D;evArt-Ausstellung in der Ko&#x10D;evje-Bibliothek, September 2019. Foto: &#x17D;arko Nanjara. " class="wp-image-2270" style="width:583px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_1976-scaled-1-1024x601.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_1976-scaled-1-300x176.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_1976-scaled-1-768x451.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_1976-scaled-1-1536x901.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_1976-scaled-1-2048x1202.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/01/IMG_1976-scaled-1-750x440.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eröffnung der KočevArt-Ausstellung in der Kočevje-Bibliothek, September 2019. Foto: Žarko Nanjara. </figcaption></figure>
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<p><strong>Ausgestellte Werke:</strong><br/><strong>Fotografien:</strong> Josef Dornig (1904 – 1983, in den USA geboren, bis 1941 war er in Gottschee tätig, gestorben ist er in Graz, Österreich), John B. Gladisch (er lebt in New York, in den USA, Familie stammt aus Dolnja Briga/Niedertiefenbach) und Vito Oražem (er wuchs in Gottschee auf, er lebt jetzt in Deutschland).<br/><strong>Skulpturen:</strong> Matija Glad (1912 – 1995, er wurde in Banja Loka geboren, er war in Gottschee tätig), Marko Glavač (1959, er ist in Gottschee tätig), Tomaž Hartman (1957, er ist in Gottsche tätig), Matija Kobole (er ist in Šalka vas/Schalkendorf tätig), Anton Križ (er wurde in Tršće in Kroatien gebo- ren, er ist in Dolga vas/Grafenfeld tätig) und Matjaž Matko (er wurde 1958 in Novo mesto geboren und ist in Koprivnik/Nesseltal tätig).<br/><strong>Bildschnitzerei:</strong> Heinrich Putre (1928 – 1994, er wurde in Kočevska Reka/Rieg geboren, er war in den USA tätig).<br/><strong>Zeichnung:</strong> Martha Hutter (wurde in Livold/Lienfeld geboren, sie lebt in New York, USA).<br/><strong>Gemälden:</strong> Stane Jarm (1931 – 2011, in Osilnica geboren, in Gottschee tätig), Irena Kapš (aus Občice/ Krapflern), Viktor Kobola (1923, Šalka vas/Schalkendorf), Sašo Koprivec (in Gottsche tätig), Anne Kroisenbrunner (Kitchener, Kanada, Familie stammt aus Polom/Ebental), Elisabeth Pemberger (1948, in Klagenfurt, Österreich tätig), Roman Erich Petsche (1907 – 1998, in Gottschee geboren, in Österreich tätig), Michael Ruppe (1863 – 1951, in Ovčjak/Schäflein geboren, in Österreich tätig) und Andrej Trobentar (1951, in den 70- und 80-er Jahren des 20. Jahrhun- derts war er in Gottschee tätig).</p>

<p>Lesen Sie im vorherigen Artikel <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/luchs-eine-geheimnisvolle-katze-der-slowenischen-waelder/">Luchs, die geheimnisvolle Katze der slowenischen Wälder</a>.</p>
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		<title>Franc Volf, Bergmann aus Gottschee: Erinnerungen an das Bergmannsleben in Gottschee</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Izidor Volf]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Dec 2023 15:17:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Bergbau]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Leider nimmt die Zahl der ehemaligen lebenden Bergleute aus Gottschee von Jahr zu Jahr ab. Einer der wenigen Bergleute im Ruhestand, der sich noch mit großer Freude und Stolz an seine Bergbaujahre erinnert, ist Franc Volf aus Šalka vas. Er kam direkt nach seiner Wehrpflicht im Jahr 1968 zur Arbeit ins Bergwerk Gottschee. Er arbeitete im Bergwerk auch als Grubenretter und blieb dort bis zu seiner Schließung im Jahr 1978. Wie in vielen Familien in Gottschee in seiner Zeit wurde auch seine Liebe zum Bergbau von Generation zu Generation weitergegeben, denn auch sein Vater war Bergmann. Man könnte sagen, dass ihm der Bergbau einfach „im Blut“ lag. Der pensionierte Bergmann aus Gottschee erinnert sich, dass das Kohlebergwerk für die Stadt Gottschee und Region Gottschee in der Zeit, als er dort arbeitete, im Allgemeinen von einer großen Bedeutung gewesen sei. Das Bergwerk habe vielen Familien das tägliche Brot gesichert und der Beruf des Bergmanns sei hochgeschätzt gewesen. „Das Bergwerk war zweifelsohne von zentraler Bedeutung für das ganze Gottschee-Gebiet, nicht nur für die Stadt Gottschee. Um ganz ehrlich zu sein, Gottschee ist praktisch mit dem Bergwerk „gewachsen“. In industrieller und wirtschaftlicher Hinsicht drehte sich alles ums Bergwerk. Damals gab es auch noch [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Leider nimmt die Zahl der ehemaligen lebenden Bergleute aus Gottschee von Jahr zu Jahr ab. Einer der wenigen Bergleute im Ruhestand, der sich noch mit großer Freude und Stolz an seine Bergbaujahre erinnert, ist Franc Volf aus Šalka vas. Er kam direkt nach seiner Wehrpflicht im Jahr 1968 zur Arbeit ins Bergwerk Gottschee. Er arbeitete im Bergwerk auch als Grubenretter und blieb dort bis zu seiner Schließung im Jahr 1978. Wie in vielen Familien in Gottschee in seiner Zeit wurde auch seine Liebe zum Bergbau von Generation zu Generation weitergegeben, denn auch sein Vater war Bergmann. Man könnte sagen, dass ihm der Bergbau einfach „im Blut“ lag.      </p>

<p>Der pensionierte Bergmann aus Gottschee erinnert sich, dass das Kohlebergwerk für die Stadt Gottschee und Region Gottschee in der Zeit, als er dort arbeitete, im Allgemeinen von einer großen Bedeutung gewesen sei. Das Bergwerk habe vielen Familien das tägliche Brot gesichert und der Beruf des Bergmanns sei hochgeschätzt gewesen.  </p>

<p><em>„Das Bergwerk war zweifelsohne von zentraler Bedeutung für das ganze Gottschee-Gebiet, nicht nur für die Stadt Gottschee. Um ganz ehrlich zu sein, Gottschee ist praktisch mit dem Bergwerk „gewachsen“. In industrieller und wirtschaftlicher Hinsicht drehte sich alles ums Bergwerk. Damals gab es auch noch eine große Fabrik Tekstilarna, in der vorwiegend unsere Frauen arbeiteten, und das Unternehmen LIK war ebenfalls stark. Aber es besteht keine Zweifel, dass das Bergwerk in jeder Hinsicht der Hauptmotor für die Entwicklung der Stadt und ihrer weiteren Umgebung war.“    </em> </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160145-768x1024.jpg" alt="Der pensionierte Bergmann aus Gottschee, Franc Volf. Foto vom Interview, Izidor Volf)." class="wp-image-2102" style="width:447px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160145-768x1024.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160145-225x300.jpg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160145-1152x1536.jpg 1152w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160145-1536x2048.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160145-750x1000.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160145-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der pensionierte Bergmann aus Gottschee, Franc Volf. Foto vom Interview, Izidor Volf).</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Liebe zum Bergbau überwiegt die Anstrengung</strong></h2>

<p>Der pensionierte Bergmann aus Gottschee erinnert sich an seine anstrengende und auch gefährliche Arbeit im Bergwerk folgendermaßen: </p>

<p><em>„Ich stand um 5 Uhr auf, denn wir begannen mit der Arbeit um 6 Uhr. Ich hatte Glück, dass ich in der Nähe vom Bergwerk wohnte. Bevor wir das Bergwerk betreten konnten, mussten wir die Bergmannskleidung anziehen. Bergleute waren oft nass, denn die Grube war sehr wasserhaltig. Deshalb mussten wir unsere Kleidung bis zum nächsten Tag trocknen. Es gab wirklich viel Arbeit, aber sie wurde auch gut bezahlt. Weil wir so wenige in den Stollen waren, konnten wir uns nicht „verstecken“. Man musste sehr viel und hart arbeiten. Es war aber auch gefährlich. Es ist bekannt, dass das Bergwerk, das sich schließt, für Bergleute am gefährlichsten ist. Es gab Zeiten, in denen der Druck um uns herum auch so groß war, denn das Erz brach vor unseren Augen zusammen.“           </em></p>

<p>Obwohl die tägliche Arbeit im Bergwerk hart war, liebte er sie: <em>„Wir arbeiteten auch samstags und sonntags, wir kannten praktisch keinen freien Tag. Wir mussten immer hundert Prozent mit Leib und Seele präsent sein. Zum Glück war ich jung und in einer genug guten körperlichen Verfassung, um all den Belastungen standzuhalten. Es half auch, dass ich gesund lebte, keinen Alkohol trank und nicht rauchte, was bei vielen Bergbaukollegen nicht der Fall war. In gewisser Weise war die Arbeit in der Grube wie eine Hochzeit – wir Bergleute waren ein bisschen in unsere Höhle verliebt. Nach der Schließung des Bergwerks ging ich schweren Herzens zur Arbeit bei ITAS. Als das Bergwerk stillgelegt wurde, waren wir Bergleute wohl am meisten betroffen. Wir haben diesen Beruf wirklich ins Herz geschlossen und es fiel uns schwer, uns von dem Bergwerk zu trennen.“       </em></p>

<h2 class="wp-block-heading">Nicht nur Kollegen, sondern auch echte Freunde</h2>

<p>Wie Franc Volf betont, seien Bergleute aus Gottschee nicht nur Kollegen, sondern auch echte Freunde gewesen. Neben den vielen Stunden, die sie in der Grube gearbeitet haben, haben sie auch viele Nachmittage mit gemeinsamen Freizeitaktivitäten verbracht.  </p>

<p><em>„Wir waren gern zusammen. Wir Bergleute waren besondere Menschen, deshalb hielten wir viel zusammen. Damals machten wir noch s. g. Gewerkschaftsreisen oder Exkursionen. Wir Bergleute trafen wir uns mehrmals in ganz Slowenien. Wir aus Gottschee fuhren z. B. nach Trbovlje, Zagorje oder Hrastnik, sie kamen zu uns. Wir besuchten uns gegenseitig, lernten uns kennen und hatten eine gute Zeit. Wir waren miteinander befreundet. Ich weiß nicht, ob sich Leute in irgendeiner anderen Branche so nahestanden. Vor allem in Trbovlje hatten wir ziemlich viele Freunde, denn Trbovlje galt damals als eine Art slowenisches Bergbauzentrum.“           </em></p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160204-768x1024.jpg" alt="Bergbauausweis des Bergmanns Franc Volf aus Gottschee von 1971. Franc Volf, pers&#xF6;nliches Archiv. " class="wp-image-2106" style="width:436px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160204-768x1024.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160204-225x300.jpg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160204-1152x1536.jpg 1152w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160204-1536x2048.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160204-750x1000.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160204-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bergbauausweis des Bergmanns Franc Volf aus Gottschee von 1971. Franc Volf, persönliches Archiv. </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zahlreiche amüsante Anekdoten, aber auch schwere Tragödien</strong></h2>

<p>Trotz der harten Arbeitsbedingungen und der körperlich anstrengenden Arbeitszeiten sind viele interessante Anekdoten zwischen den Bergleuten überliefert. Franc Volf erinnert sich besonders gut an die Anekdote, die die älteren Bergleute gern den jüngeren Kollegen anstellten:  </p>

<p><em>„Wenn ein junger Bergmann in die Grube zu arbeiten kam, schickten ihn die älteren Bergleute zu Ventilatoren, die immer liefen, und sagten, dass es da Strom gäbe. Da die Neulinge das nicht wussten, gingen sie dorthin, und als sie ankamen, fielen sie sofort zurück, woher sie kamen, weil es oben keinen Sauerstoff gab. Wir haben auch über den berühmten Perkmandeljc (den kleinen Berbau-Zwerg) gesprochen und den jungen Bergleuten Angst gemacht, dass er auf uns herabschaue. Diese Scherze konnten mal auch grausam sein und einige meiner Kollegen waren ziemlich erschrocken. In den zehn Jahren, die ich im Bergwerk gearbeitet habe, gab es viele solcher und anderer Vorfälle.“    </em></p>

<p>Leider war die Zeit im Gottschee-Bergwerk auch von zwei Tragödien geprägt, an die er sich noch lebhaft erinnert. </p>

<p><em>„Wir hatten zwei tödliche Unfälle, als zwei unsere Bergleute verschüttet wurden. Vinko Kotar und Jože Lipovec verloren bei Arbeitsunfällen ihr Leben. Da ich auch als Grubenretter arbeitete, erlebte ich persönlich beide Tragödien. Die beiden Kollegen blieben ca. 14 bis 20 Tage im Stollen vom Wasser überflutet, weil wir nicht früher zu ihnen vordringen konnten. Sie wurden dort eingeschlossen, wo es jetzt den Bergwerk-See gibt. Damals befanden sich dort noch zwei andere Seen und es bestand die große Gefahr, dass Seeschlamm, also ein Gemisch aus Wasser, Schlamm und Lehm, eindringt. Wir mussten aus einer völlig anderen Seite zu ihnen gelangen. Wir Bergleute grüßten uns mit „viel Glück“ im wahrsten Sinne des Wortes, denn wir wussten nie, was uns im Bergwerk erwartete. Wir standen immer mit einem Bein im Jenseits“.        </em></p>

<h2 class="wp-block-heading">Bergmann aus Gottschee: Nur <strong>eine Handvoll</strong> Überlebender</h2>

<p>Einmal im Jahr treffen sich Bergleute aus Gottschee an ihrem Tag, dem Tag der Bergleute. Der Tag der Bergleute, am 3. Juli, wird jedes Jahr im <a href="https://www.pmk-kocevje.si">Museum Pokrajinski muzej Kočevje</a> begangen, wo eine Veranstaltung organisiert wird, um die Erinnerungen der Bergleute wachzurufen.   Abgesehen von diesem organisierten Treffen ehemaliger Bergwerkskameraden sehen sich die wenigen noch lebenden Bergleute laut Franc Volf aufgrund ihres Alters und ihrer Krankheit jedoch nur noch selten. </p>

<p><em>„Leider gibt es nur noch sehr sehr wenige von uns. Noch lebende Bergleute aus Gottschee, mit denen ich arbeitete, kann ich an den Fingern einer Hand abzählen. Und selbst diejenigen, die noch bei uns sind, sind in die Jahre gekommen und sind bei der schlechten Gesundheit. Ich selbst war damals einer der jüngsten Bergleute im Bergwerk, aber die meisten Kollegen meiner Generation sind ebenfalls verstorben. Alle Bergleute, die ein weniger gesundes Leben führten, die rauchten, Alkohol tranken usw., sind längst verstorben. Was mich zum Glück am Leben erhalten hat, ist neben der gesunden Lebensweise auch, dass ich als Jäger und Pilzsammler viel im Wald unterwegs bin.“</em></p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/knapi-3-1024x768.jpg" alt="Das Treffen der ehemaligen Bergleute aus Gottschee am Tag der Bergleute 2018 in Pokrajinski muzej Ko&#x10D;evje. Foto: Milan Glavonji&#x10D;, pers&#xF6;nliches Archiv." class="wp-image-2109" style="width:600px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/knapi-3-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/knapi-3-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/knapi-3-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/knapi-3-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/knapi-3-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/knapi-3-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Treffen der ehemaligen Bergleute aus Gottschee am Tag der Bergleute 2018 in Pokrajinski muzej Kočevje. Foto: Milan Glavonjič, persönliches Archiv. </figcaption></figure>
</div>
<p class="has-small-font-size">Quelle: Interview mit dem pensionierten Bergmann Franc Volf aus Kočevje, geführt am 14. 11. 2023.  </p>

<p>Lesen Sie im vorigen Beitrag: <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/studentisches-projekt-die-neugestaltung-der-ethnologischen-sammlung-der-gottscheer-in-obcice/">Studentisches Projekt: Die Neugestaltung der ethnologischen Sammlung der Gottscheer in Občice.</a></p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/franc-volf-bergmann-aus-gottschee-erinnerungen-an-das-bergmannsleben-in-gottschee/">Franc Volf, Bergmann aus Gottschee: Erinnerungen an das Bergmannsleben in Gottschee</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
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		<title>Studentisches Projekt: Die Neugestaltung der ethnologischen Sammlung der Gottscheer in Občice</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kaja Večko Klara Vrabl]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Oct 2023 18:53:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Gottscheergemeinschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Gottscheer Altsiedler-Verein An der Hauptstraße durch Občice (dt. Krapflern, gott. Kropflarn) in der Gemeinde Dolenjske Toplice (Töplitz in Unterkrain) befindet sich ein renoviertes altes Bauernhaus mit blauer Fassade. Seit 1998 ist hier der Sitz des Gottscheer Altsiedler-Vereins. Zu den Hauptaktivitäten des 1992 gegründeten Vereins gehören die rege Aktivität der Folklore- und Gesangsgruppe, die Herausgabe der Zeitung »Bakh – Pot«, Sprachkurse in Deutsch und Gottscheerisch sowie Workshops für Kinder. Der Verein beteiligt sich aktiv an den Tagen der Gottscheer Kultur, die seit 2015 abwechselnd von den Gemeinden Kočevje (Gottschee), Dolenjske Toplice (Töplitz in Unterkrain) und Semič (Semitsch) organisiert werden. Im Obstgarten bzw. in der Genbank werden seit 2014 alte, für die Region Gottschee typische Obstbaumsorten angebaut und erhalten. Entwicklung Die Ethnologische Sammlung der Gottscheer in Občice Beitragende zur Gottscheer-Sammlung Im Rahmen des von der Universität Ljubljana finanzierten studentischen Projekts für nachhaltige Entwicklung Die Ethnologische Sammlung der Gottscheer und der Spazierweg zwischen alten Obstbaumsorten wurden die ethnologische Sammlung der Gottscheer neugeordnet und interpretiert sowie die Geschichte des Obstgartens mit alten Baumarten neu verfasst. Am Projekt haben die Studentinnen Jana Rajh Plohl, Pika Pipan, Gaja Slapnik, Klara Vrabl und Kaja Večko mitgewirkt, die Arbeit wurde von Dr. Anja Moric von der Abteilung [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/studentisches-projekt-die-neugestaltung-der-ethnologischen-sammlung-der-gottscheer-in-obcice/">Studentisches Projekt: Die Neugestaltung der ethnologischen Sammlung der Gottscheer in Občice</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Der Gottscheer Altsiedler-Verein</h2>

<p>An der Hauptstraße durch Občice (dt. Krapflern, gott. Kropflarn) in der Gemeinde Dolenjske Toplice (Töplitz in Unterkrain) befindet sich ein renoviertes altes Bauernhaus mit blauer Fassade. Seit 1998 ist hier der Sitz des Gottscheer Altsiedler-Vereins. Zu den Hauptaktivitäten des 1992 gegründeten Vereins gehören die rege Aktivität der Folklore- und Gesangsgruppe, die Herausgabe der Zeitung »<em>Bakh – Pot</em>«, Sprachkurse in Deutsch und Gottscheerisch sowie Workshops für Kinder. Der Verein beteiligt sich aktiv an den Tagen der Gottscheer Kultur, die seit 2015 abwechselnd von den Gemeinden Kočevje (Gottschee), Dolenjske Toplice (Töplitz in Unterkrain) und Semič (Semitsch) organisiert werden. Im Obstgarten bzw. in der Genbank werden seit 2014 alte, für die Region Gottschee typische Obstbaumsorten angebaut und erhalten.     </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-1024x682.jpeg" alt="Neue Informationstafel im Obstgarten mit alten Baumsorten, Foto: Alenka Peterlin &#10;" class="wp-image-2037" style="aspect-ratio:1.501466275659824;width:628px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-1024x682.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-300x200.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-768x512.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-1536x1023.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-2048x1364.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-750x500.jpeg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-1080x720.jpeg 1080w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Neue Informationstafel im Obstgarten mit alten Baumsorten, Foto: Alenka Peterlin </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading">Entwicklung Die Ethnologische Sammlung der Gottscheer in Občice</h2>

<h3 class="wp-block-heading">Beitragende zur Gottscheer-Sammlung</h3>

<p>Im Rahmen des von der Universität Ljubljana finanzierten studentischen Projekts für nachhaltige <em><a href="https://www.ff.uni-lj.si/novice/studentski-projekt-etnoloska-zbirka-kocevarjev-pespot-med-starimi-sortami-sadnega-drevja">Entwicklung Die Ethnologische Sammlung der Gottscheer und der Spazierweg zwischen alten Obstbaumsorten</a></em> wurden die ethnologische Sammlung der Gottscheer neugeordnet und interpretiert sowie die Geschichte des Obstgartens mit alten Baumarten neu verfasst.<em> </em>Am Projekt haben die Studentinnen Jana Rajh Plohl, Pika Pipan, Gaja Slapnik, Klara Vrabl und Kaja Večko mitgewirkt, die Arbeit wurde von Dr. Anja Moric von der Abteilung für Ethnologie und Kulturanthropologie (Philosophische Fakultät, Universität Ljubljana), Dr. Tanja Žigon von der Abteilung für Übersetzen (Philosophische Fakultät, Universität Ljubljana), und Primož Primec, dem Präsidenten des Gottscheer Altsiedler-Vereins, geleitet. Für die Verwaltung und Koordination des Projekts war Urška Gruden von der Philosophischen Fakultät der Universität Ljubljana zuständig. </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-1024x768.jpeg" alt="Beitragende zur Ethnologische Sammlung der Gottscheer in Ob&#x10D;ice" class="wp-image-2016" style="aspect-ratio:1.3333333333333333;width:592px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Beitragende zur Ethnologische Sammlung der Gottscheer in Občice</figcaption></figure>
</div>
<h3 class="wp-block-heading">Entwicklung die Ethnologische Sammlung der Gottscheer in Občice</h3>

<p>Auf dem Dachboden des Hauses und unter der Heuharfe neben dem Haus wurde eine Sammlung von Gegenständen angelegt, die von den Gottscheern von Mitte des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts bei ihrer Feldarbeit und im Alltag verwendet wurden. Es handelt sich zum Beispiel um Fallen, die man bei der Siebenschläferjagd benutzte, Waagen, verschiedene landwirtschaftliche Geräte, Bienenstöcke u. Ä, während im Nebengebäude außerdem zwei Maketten der Gottscheer-Dörfer ausgestellt sind, die vom Förster Anton Prelesnik angefertigt wurden. </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-1024x768.jpeg" alt="Der Hauptausstellungsraum der ethnologischen Sammlung der Gottscheer. " class="wp-image-2031" style="aspect-ratio:1.3333333333333333;width:574px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Hauptausstellungsraum der ethnologischen Sammlung der Gottscheer. Foto: Anja Moric </figcaption></figure>
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<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/image.jpeg" alt="Maketten der Gottscheer-D&#xF6;rfer. " class="wp-image-2028" style="aspect-ratio:1.3333333333333333;width:567px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/image.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/image-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/image-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/image-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Maketten der Gottscheer-Dörfer. Foto: Anja Moric </figcaption></figure>
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<p>Die Studentinnen führten mehrere Interviews mit den Gottscheern aus Občice und der Umgebung, um, soweit möglich, die gottscheerischen Ausdrücke für die ausgestellten Objekte festzuhalten. Das Gottscheerische wird nämlich heute nur noch von wenigen Leuten gesprochen. In Interviews wurden die Gesprächspartner zu den verschiedenen Gegenständen befragt, sie erzählten über die Bräuche in der Vergangenheit und von ihrem täglichen Leben, von der Bienenzucht, von den Obstbäumen usw. Somit konnte man aus erster Hand hören und erfahren, wie die Menschen in der Gottschee in der Vergangenheit lebten. Manchmal drehte sich das Gespräch auch um die Unterschiede zwischen den Generationen. In einem der Interviews mit Johanes Hans Jaklitsch sprachen wir über die Weide und darüber, dass die jungen Menschen von heute anders aufwachsen und die Spiele, die die Hirten früher auf den Weiden spielten, gar nicht mehr kennen.      </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-1024x768.jpeg" alt="Ein Gespr&#xE4;ch mit Johanes Hans Jaklitsch. " class="wp-image-2022" style="aspect-ratio:1.3333333333333333;width:578px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Gespräch mit Johanes Hans Jaklitsch. Foto: Anja Moric </figcaption></figure>
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<h3 class="wp-block-heading">Übersetzungsarbeit </h3>

<p>Im Rahmen des Projekts übersetzten die Studierenden der Abteilung für Übersetzen auch ein Segment aus dem Buch <em>Abbildung und Beschreibung der südwest- und östlichen Wenden, Illyrer und Slaven</em>, das von Balthasar Hacquet verfasst wurde, aus dem Deutschen ins Slowenische. Hacquet beschrieb darin Handel und Wandel der Gottscheer, deshalb wurden die Texte auch für die Ausstellungstafeln verwendet. Beim Übersetzen haben wir uns zum ersten Mal mit einem deutschen Text aus dem 19. Jahrhundert auseinandergesetzt. Obwohl der Text für den heutigen Leser aktualisiert wurde, haben wir uns bemüht, die Patina der vergangenen Zeiten zu erhalten, denn es ist von Bedeutung dem heutigen Leser auch den Schreibstil des Autors soweit wie möglich zu vermitteln. Schließlich mussten alle Texte für die Ausstellung auch noch ins Deutsche und Englische übersetzt werden. Im Rahmen des Projekts wurde auch eine – ebenfalls dreisprachige – Informationsbroschüre über die ethnologische Sammlung und den Obstgarten geschrieben, die den Besuchern zur Verfügung steht.       </p>

<p>Die Eröffnung der neuinterpretierten ethnologischen Sammlung des Gottscheer Altsiedler-Vereins und des Obstgartens mit alten Baumarten fand am 18. September 2023 statt. Der Besuch lohnt sich für alle, die sich für die historischen und ethnologischen Besonderheiten der Gottschee interessieren, wie z. B. für die Jagd, das Hausieren, die Fuhrmannschaft, den Obstbau und vieles mehr.  </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-1024x682.jpeg" alt="Einweihung der ethnologischen Sammlung des Volkes der Ko&#x10D;evar, 18. September 2023. Johanes Hans Jaklitsch, Anja Moric und Franci Volk  " class="wp-image-2034" style="aspect-ratio:1.5012;width:607px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-1024x682.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-300x200.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-768x512.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-1536x1023.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-2048x1364.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-750x500.jpeg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-1080x720.jpeg 1080w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Einweihung der ethnologischen Sammlung der Gottscheer, 18. September 2023. Johanes Hans Jaklitsch, Anja Moric und Franci Volk. Foto: Alenka Peterlin   </figcaption></figure>
</div>
<p class="has-small-font-size">Die Autorinnen des Artikels, Klara Vrabl und Kaja Večko, sind Studentinnen an der Abteilung für Übersetzen der Philosophischen Fakultät der Universität Ljubljana.</p>

<p>Im September 2023 werden 130 Jahre seit der Ankunft der Eisenbahn in Kočevje vergangen sein. Lesen Sie <a href="">hier</a> mehr. </p>
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		<title>Planina (Stockendorf)</title>
		<link>https://www.kocevskibrlog.com/de/planina-stockendorf/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Peter Kambič]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Oct 2021 18:02:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
		<category><![CDATA[Gottscheer Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Planina]]></category>
		<category><![CDATA[Stockendorf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Ansichtskarte von Planina (Stockendorf), gesendet am 4. März 1918 aus Planina nach Vinica. Aus dem Archiv von Dr. Božidar Flajšman.   Kočevski b(r)log / Gottscheerblog </p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/planina-stockendorf/">Planina (Stockendorf)</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Ein idyllisches verlassenes Gottscheerdorf</h2>

<p>Das idyllische kleine Dorf Planina befindet sich in der Gemeinde Semič am südlichen Fuß vom Berg Mirna gora 773 m über Meeresspiegel auf dem Karstplateau. Wie zahlreiche andere Orte in Slowenien hat dieses kleine Haufendorf seinen Namen nach der hohen Berglage sowie den Almweiden bekommen. Seine ehemaligen BewohnerInnen, GottscheerInnen, haben es Stockendorf genannt und es bezeichnet das Rodeland, den Raum, wo verbrannte Baumstämme (bei den Stocken Dorf) entfernt wurden. Seine Entstehung reicht in die Zeit vor der deutschen Kolonisierung zurück und sein slowenischer Name wird in historischen Quellen aus dem 13. Jahrhundert bestätigt. </p>

<p>Ende des 16. Jahrhunderts hat das Dorf dem unteren gottscheerischen Amt gehört und hatte bis zu 40 EinwohnerInnen.  Unter neun Grundbesitzern gab es einen Slowenen, die Anderen waren deutschsprachig. Im Jahr 1880 gab es im Dorf schon mehr als 30 Häuser, die den zentralen Dorftyp gestaltet haben: sie wurden um den Dorfkern angeordnet, der eine dreieckige Kreuzung mit einem mächtigen Kastanienbaum und einer Kapelle umfasst hat.</p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/1918-PLANINA-SLIKOVNI-DEL-1024x702.jpg" alt="Die Ansichtskarte von Planina (Stockendorf), gesendet am 4. M&#xE4;rz 1918 aus Planina nach Vinica. Aus dem Archiv von Dr. Bo&#x17E;idar Flaj&#x161;man. Ko&#x10D;evski b(r)log / Gottscheerblog    " class="wp-image-1470" width="725" height="496" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/1918-PLANINA-SLIKOVNI-DEL-1024x702.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/1918-PLANINA-SLIKOVNI-DEL-300x206.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/1918-PLANINA-SLIKOVNI-DEL-768x527.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/1918-PLANINA-SLIKOVNI-DEL-1536x1053.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/1918-PLANINA-SLIKOVNI-DEL-2048x1404.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/1918-PLANINA-SLIKOVNI-DEL-750x514.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 725px) 100vw, 725px" /><figcaption>Die Ansichtskarte von Planina (Stockendorf), gesendet am 4. März 1918 aus Planina nach Vinica. Aus dem Archiv von Dr. Božidar Flajšman.   </figcaption></figure></div>

<h2 class="wp-block-heading">Die Bevölkerung war in der Landwirtschaft tätig</h2>

<p>Die Bevölkerung hat sich vorwiegend mit Weideviehhaltung beschäftigt: außer Rind und Kleinvieh wurde vor allem Schweinezucht betrieben. Die bescheidene Erdfläche hat keinen Aufschwung der Landwirtschaft ermöglicht, Gemüse wurde in kleinen Gemüsegärten an Häusern angebaut. Trotzdem wurde der Überschuß vom Kohl zusammen mit Vieh an der Messe in Črnomelj verkauft. </p>

<p>Noch heutzutage kann man Reste einst reicher Obstgärten erkennen. Es wurden vor allem Birnen, Äpfel, Pflaumen, Kirschen und Walnüße gezogen. In kälteren Monaten hat Dörrobst einen wichtigen Teil der Ernährung dargestellt, vor allem an Feiertagen wurde es ins Brot angeteigt. Neben Trockenfleisch wurde an längeren Reisen auch Dörrobst unentbehrlich. Weinberge gab es in Gorenjci und Rodine. </p>

<p>Beim Bau, zum Heizen und für den Binnenverbrauch hat in Planina der Mischwald als Ressource genügt. Eine erfahrene Holzbearbeitung, vor allem sog. trockene Ware, hat auch einen zusätzlichen Verdienst eingebracht. Über Bahnhöfe in Semič und Črnomelj wurde später der Verkauf vom Brenn-, Blockholz sowie Schweller abgewickelt. </p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-4.jpeg" alt="Das heutige Bild von Planina sowie zunehmend zugewachsene Weiden. Foto: Tomislav Urh. Ko&#x10D;evski b(r)log / Gottscheerblog   " class="wp-image-1437" width="-195" height="-115" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-4.jpeg 936w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-4-300x177.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-4-768x453.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-4-750x442.jpeg 750w" sizes="(max-width: 936px) 100vw, 936px" /><figcaption>Das heutige Bild von Planina sowie zunehmend zugewachsene Weiden. Foto: Tomislav Urh.  </figcaption></figure></div>

<h2 class="wp-block-heading">Wasserversorgung</h2>

<p>Neben einer Quelle und zwei Lachen hat es in Planina zwischen beiden Weltkriegen auch eine funktionierende Dorfwasserleitung gegeben. Anton Prelesnik gibt in seinem Buch Vodni viri na Kočevskem (Wasserquellen im Gottscheer Land) an, dass die Dorffassung von Wasser in Planina im Jahr 1849 errichtet wurde, die alte Wasserleitung aber im Jahr 1928. Neben der Dorffassung, worum sich die ganze Dorfgemeinsamkeit gekümmert hat und die gewöhnlich sorgfältig errichtet wurde, weil sie wegen einer größeren Schüttung für die Wasserversorgung wichtig war, gibt es nicht weit vom Dorf noch eine Wasserfassung. Es geht um mit Gestein oder Beton ummauertes Wasser aus der Quelle, wodurch es möglich war, es einfach zu fassen. Im Gottscheer Land überwiegt ein solcher Typ der natürlichen Wasserquelle. </p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-8.jpeg" alt="Blick auf Planina mit Mirna gora im Hintergrund, September 2020. Foto: Peter Kambi&#x10D;. Ko&#x10D;evski b(r)log / Gottscheerblog   " class="wp-image-1467" width="650" height="403" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-8.jpeg 934w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-8-300x186.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-8-768x477.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-8-750x466.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px" /><figcaption>Blick auf Planina mit Mirna gora im Hintergrund, September 2020. Foto: Peter Kambič  </figcaption></figure></div>

<h2 class="wp-block-heading">Auswanderung</h2>

<p>Die Auswanderung hat vor allem nach dem Jahr 1890 begonnen und nach dem ersten Weltkrieg hat der Anteil der slowenischen Bevölkerung angefangen allmählich zuzunehmen.  Die Schule war ab dem Jahr 1836 in Betrieb, zuerst in einem Privathaus und 20 Jahre später wurde ein zweckmäßiges Gebäude gebaut. Im Jahr 1919 wurde Slowenisch als Sonderfach in der Schule eingeführt. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts haben im Dorf mit 30 bewohnten Häusern noch cca. 120 Leute gelebt, unter denen etwa 70 % deutscher, 7 % slowener und ein knappes Viertel gemischter Herkunft waren. </p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/006-1024x768.jpg" alt="Planina (Stockendorf) Friedhof, 2010. Foto: Anja Moric Gottscheer Blog  " class="wp-image-1483" width="595" height="446" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/006-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/006-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/006-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/006-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/006-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/006-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 595px) 100vw, 595px" /><figcaption>Planina (Stockendorf) Friedhof, 2010. Foto: Anja Moric </figcaption></figure></div>

<h2 class="wp-block-heading">Kirche St. Elija </h2>

<p>Seit dem Jahr 1730 steht am Randgebiet des Dorfes die Kirche St. Elija.  Davor stand auf ihrem Platz eine Kapelle, wobei das genaue Jahr des Aufbaus nicht bekannt ist. Sie hat zuerst in der Pfarre Črmošnjice (Tschermoschnitz) den Status einer Filialkirche bekommen, im Jahr 1875 wurde sie aber zu einer selbstständigen Pfarre erhoben. Die Kirche war offiziell eine Filialkirche bis Jahr 1987, als sie nach der Auflösung zahlreicher verlassener Pfarren im Gottscher Land der Pfarre in Semič (Semitsch) angeschlossen wurde. Sie hat in den Jahren zwischen 1854 und 1857 einen größeren Umbau erlebt, während des zweiten Weltkrieges wurde sie verbrannt sowie ausgeraubt und schließlich wurde sie in den Jahren 1965, 1984 und zuletzt im Jahr 2002 renoviert. </p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/015-768x1024.jpg" alt="Kirche St. Elijah mit Friedhof, Planina, 2010. Foto: Anja Moric Gottscheer Blog   " class="wp-image-1479" width="433" height="577" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/015-768x1024.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/015-225x300.jpg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/015-1152x1536.jpg 1152w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/015-1536x2048.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/015-750x1000.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/015-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 433px) 100vw, 433px" /><figcaption>Kirche St. Elijah mit Friedhof, Planina, 2010. Foto: Anja Moric  </figcaption></figure></div>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-2.jpeg" alt="Die ungesendete Fotoansichtskarte Glocken f&#xFC;r die Kirche St. Elija, Planina (Stockendorf), 1926.  Laut Aussage von Rozalija Medic, geboren 1907 mit dem M&#xE4;dchennamen Tessari (sie steht im wei&#xDF;en Kleid in der Mitte &#xFC;ber den Musikanten), ist die Fotographie entstanden, als neue Kirchglocken gebracht wurden. Jo&#x17E;ef Medic hat sie mit dem Wagen gebracht. Alte Glocken wurden n&#xE4;mlich sowie anderswo im Gottscheer Land w&#xE4;hrend des ersten Weltkrieges abtransportiert.  Die Ansichtskarte stammt aus dem Archiv von Dr. Bo&#x17E;idar Flaj&#x161;man. Ko&#x10D;evski b(r)log / Gottscheerblog " class="wp-image-1431" width="680" height="448" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-2.jpeg 948w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-2-300x198.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-2-768x507.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-2-750x495.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /><figcaption>Die ungesendete Fotoansichtskarte Glocken für die Kirche St. Elijah, Planina (Stockendorf), 1926.  Laut Aussage von Rozalija Medic, geboren 1907 mit dem Mädchennamen Tessari (sie steht im weißen Kleid in der Mitte über den Musikanten), ist die Fotographie entstanden, als neue Kirchglocken gebracht wurden. Jožef Medic hat sie mit dem Wagen gebracht. Alte Glocken wurden nämlich sowie anderswo im Gottscheer Land während des ersten Weltkrieges.  Die Ansichtskarte stammt aus dem Archiv von Dr. Božidar Flajšman.</figcaption></figure></div>

<p>Im Dorf waren auch eine Behälfspost, ein Gasthaus, ein Geschäft und eine Pfarei tätig. Die Katastergemeinde Planina hat die Siedlungen Planina, Mirna Gora, Ponikve, Sredgora, Škrilj, Pogorelec und Starološki Grič umfasst, in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde sie der Gemeinde Črnomelj angeschlossen.   </p>

<h2 class="wp-block-heading">Zweiter Weltkrieg</h2>

<p>Zwischen dem 27. November und dem 1. Dezember 1941 sind aus Planina über den Bahnhof in Semič 115 Leute aus 22 Häusern ausgezogen. Im Sommer 1942 hat die italienische Armee das Dorf zweimal niedergebrannt. Im September 1942 sind in Planina Soldaten der Isonzo-Division und Partisanen der Cankars und Tomšičs Brigade in einen Konflikt geraten. </p>

<p>Während des Krieges haben im Dorf arme WeißkrainerInnen und Partisanen eine Unterkunft gefunden, die ein Krankenhaus, eine Tischlerei und eine Zimmerwerkstatt sowie einen Volksbauernhof gegründet haben. Ebenso haben sie unterschiedliche Vereine, einen Behindertengesangschor und eine Theatergruppe gegründet. </p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/PPZ-023-1024x694.jpg" alt="Mitglieder des Behindertengesangschors in Planina 25 Jahre nach seiner Gr&#xFC;ndung. Das Foto wird im Museum von Bela Krajina in Metlika bewahrt. Das Foto wird vom Bela krajina Museum Metlika aufbewahrt. Ko&#x10D;evski b(r)log / Gottscheerblog " class="wp-image-1464" width="675" height="457" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/PPZ-023-1024x694.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/PPZ-023-300x203.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/PPZ-023-768x521.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/PPZ-023-1536x1041.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/PPZ-023-2048x1389.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/PPZ-023-750x509.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 675px) 100vw, 675px" /><figcaption>Mitglieder des Behindertengesangschors in Planina 25 Jahre nach seiner Gründung. Das Foto wird im Museum von Bela Krajina in Metlika bewahrt. Das Foto wird vom <a href="https://belokranjski-muzej.si">Bela krajina Museum Metlika</a> aufbewahrt.</figcaption></figure></div>

<h2 class="wp-block-heading">Planina (Stockendorf) nach dem Zweiten Weltkrieg</h2>

<p>Das Dorf haben nach dem Krieg Bauern und Waldarbeiter besiedelt, die in neugebauten Ställen der Bauergenossenschaft Črnomelj Rind gezüchtet und im Schutz der Waldwirtschaft Novo mesto Waldarbeiten erledigt haben. Ende der 50er Jahre wurde in Planina auf Kosten der Bauergenossenschaft dem Stromnetz angeschlossen. </p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-1.jpeg" alt="Planina (Stockendorf). Bergwiese in Planina mit einem Stall im Hintergrund, August 2021. Foto: Peter Kambi&#x10D;. Ko&#x10D;evski b(r)log / Gottscheerblog " class="wp-image-1428" width="623" height="351" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-1.jpeg 934w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-1-300x169.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-1-768x433.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-1-750x422.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 623px) 100vw, 623px" /><figcaption>Bergwiese in Planina mit einem Stall im Hintergrund, August 2021. Foto: Peter Kambič</figcaption></figure></div>

<p>In letzter Zeit ist Planina eine beliebte Zufluchtstätte der WandererInnen und AusflüglerInnen, ebenso wächst aber auch die Zahl der vorbildlich gepflegten Wochenendshäuser sowie BewohnerInnen mit Hauptwohnsitz. Ein halbstündiger Gang durch einen schön gepflegten Weg führt zur Almhütte auf Mirna Gora, wo man die Aussicht genießen kann, Durst stillt oder man stärkt sich mit sorgfältig vorbereiteten hausgemachten Köstlichkeiten.</p>

<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image.jpeg" alt="Planina (Stockendorf). Infotafel, die der in Planina langj&#xE4;hrige F&#xF6;rster, Naturliebhaber und Kenner dieser Orte Herr Franc Jane&#x17E; gestellt hat, der u. A. auch wegen der Planung und Pflege des Forstlernweges zwischen Planina und Mirna gora bekannt ist, September 2021. Foto: Peter Kambi&#x10D;. Ko&#x10D;evski b(r)log / Gottscheerblog    " class="wp-image-1424" width="623" height="351" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image.jpeg 934w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-300x169.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-768x433.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2021/11/image-750x422.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 623px) 100vw, 623px" /><figcaption>Infotafel, die der in Planina langjährige Förster, Naturliebhaber und Kenner dieser Orte Herr Franc Janež gestellt hat, der u. A. auch wegen der Planung und Pflege des Forstlernweges zwischen Planina und Mirna gora bekannt ist, September 2021. Foto: Peter Kambič </figcaption></figure></div>

<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:&#13;
</strong>Mitja Ferenc in Gojko Zupan. 2006. Cerkve na Kočevskem nekoč in danes. 2. Ljubljana: Založba ZRC SAZU.&#13;
Mitja Ferenc in Gojko Zupan. 2013. Po sledeh Kočevarjev v Črmošnjiško-Poljanski dolini. Dolenjske Toplice: Društvo Kočevarjev staroselcev.&#13;
Anton Prelesnik. 2007. Vodni viri na Kočevskem = Wasserquellen im Gottscheerland. Dolenjske Toplice: Društvo Kočevarjev staroselcev; Ljubljana: distribucija ZRC SAZU.&#13;
Rozalija Mohar. 2008. Tu so živeli&#8230; Semič: Občina.&#13;
Božidar Flajšman, terenski zapiski.</p>

<p>Im vorherigen Artikel lesen Sie mehr über <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/mobel-im-gottschee-im-19-und-20-jahrhundert/">Möbelstile im Gottscheer Land im 19. und 20. Jahrhundert</a>.</p>
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