<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>, Autor bei</title>
	<atom:link href="https://www.kocevskibrlog.com/de/author/izidor-volf/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.kocevskibrlog.com/de/author/izidor-volf/</link>
	<description>Gottscheer Blog: Blog über das kulturelle Erbe von Gottschee (Kočevska)</description>
	<lastBuildDate>Wed, 20 Nov 2024 21:36:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	

<image>
	<url>https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2020/12/cropped-Gottscheer-blog-Kocevski-brlog-Putscherle-150x150.png</url>
	<title>, Autor bei</title>
	<link>https://www.kocevskibrlog.com/de/author/izidor-volf/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Eisenhütte in Dvor: Eine Erfolgsgeschichte (und Scheitern) der Auersperger Eisenhütte</title>
		<link>https://www.kocevskibrlog.com/de/eisenhuette-in-dvor-eine-erfolgsgeschichte-und-scheitern-der-auersperger-eisenhuette/</link>
					<comments>https://www.kocevskibrlog.com/de/eisenhuette-in-dvor-eine-erfolgsgeschichte-und-scheitern-der-auersperger-eisenhuette/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Izidor Volf]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Oct 2024 20:05:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsthandwerk]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kocevskibrlog.com/?p=2552</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die erste Idee, in Dvor eine Eisenhütte zu errichten, geht auf das Jahr 1763 zurück, als Fürst Heinrich Auersperg erstmals eine Konzession beantragte. Die Baugenehmigung wurde ihm jedoch nicht erteilt, da die Besitzer anderer Eisenhütten in Krain eine Konkurrenz fürchteten. Erst seinem Sohn, Fürsten Wilhelm Auersperg von Gottschee, gelang es nach langen 31 Jahren, eine Eisenhütte in Dvor zu errichten. Die Gründe dafür waren der Unternehmergeist der Familie Auersperg, die in diesem Gebiet umfangreiche Ländereien besaß, Wasserkraft des Flusses Krka, ausgedehnte Wälder in einer unmittelbaren Nähe von Dvor, Eisenerzvorkommen in Unterkrain und die Verfügbarkeiten von Arbeitskräften. Am 6. Februar 1795 erhielt Fürst Wilhelm Auersperg (endlich) eine genehmigte Konzession aus Wien und die Bauarbeiten begannen. Da die Arbeiten nur langsam vorankamen, floss das erste Roheisen erst ein Jahr später, am 17. April 1796, aus dem Hochofen. Die Produktion übertraf sofort alle Erwartungen. Die Gebäude der Eisenhütte wurden am Ufer des Flusses Krka gebaut, und das Wasser wurde zum Antrieb von Blasebälgen genutzt, um Luft in den Hochofen und die Öfen zu blasen, die Schmiedehämmer anzutreiben, das Erz zu waschen und zu zerkleinern und die Maschinen in den mechanischen Werkstätten, Holzdrehbänke, Schleifmaschinen, Sägen und Pumpen anzutreiben. Die Eisenerzproduktion wurde mit der Einführung [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/eisenhuette-in-dvor-eine-erfolgsgeschichte-und-scheitern-der-auersperger-eisenhuette/">Eisenhütte in Dvor: Eine Erfolgsgeschichte (und Scheitern) der Auersperger Eisenhütte</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die erste Idee, in Dvor eine Eisenhütte zu errichten, geht auf das Jahr 1763 zurück, als Fürst Heinrich Auersperg erstmals eine Konzession beantragte. Die Baugenehmigung wurde ihm jedoch nicht erteilt, da die Besitzer anderer Eisenhütten in Krain eine Konkurrenz fürchteten. Erst seinem Sohn, Fürsten Wilhelm Auersperg von Gottschee, gelang es nach langen 31 Jahren, eine Eisenhütte in Dvor zu errichten. Die Gründe dafür waren der Unternehmergeist der Familie Auersperg, die in diesem Gebiet umfangreiche Ländereien besaß, Wasserkraft des Flusses Krka, ausgedehnte Wälder in einer unmittelbaren Nähe von Dvor, Eisenerzvorkommen in Unterkrain und die Verfügbarkeiten von Arbeitskräften.    </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-3-1024x768.jpg" alt="Signatur der Auersperger Eisenh&#xFC;tte HOF IN KRAIN" class="wp-image-2525" style="width:717px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Berühmte Signatur der Auersperger Eisenhütte HOF IN KRAIN auf einem der erhaltenen Öfen im Eisenhüttenmuseum in Dvor. Foto: Izidor Volf.</figcaption></figure>
</div>
<p>Am 6. Februar 1795 erhielt Fürst Wilhelm Auersperg (endlich) eine genehmigte Konzession aus Wien und die Bauarbeiten begannen. Da die Arbeiten nur langsam vorankamen, floss das erste Roheisen erst ein Jahr später, am 17. April 1796, aus dem Hochofen. Die Produktion übertraf sofort alle Erwartungen. Die Gebäude der Eisenhütte wurden am Ufer des Flusses Krka gebaut, und das Wasser wurde zum Antrieb von Blasebälgen genutzt, um Luft in den Hochofen und die Öfen zu blasen, die Schmiedehämmer anzutreiben, das Erz zu waschen und zu zerkleinern und die Maschinen in den mechanischen Werkstätten, Holzdrehbänke, Schleifmaschinen, Sägen und Pumpen anzutreiben.     </p>

<p>Die Eisenerzproduktion wurde mit der Einführung des wassergetriebenen Doppeltrommelgebläses, das in Dvor gebaut wurde, noch schneller. Auch die Qualität und Quantität des produzierten Roheisens nahmen deutlich zu. Dies ermöglichte den Ausbau und die Modernisierung des Eisenhütte. Im Jahr 1804 war die Eisenhütte in Dvor das erste Eisenwerk auf dem gesamten damaligen slowenischen Gebiet, das Gusseisen direkt am Hochofen erschmolz.    </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="821" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1-1024x821.jpg" alt="Eisenh&#xFC;tte in Dvor" class="wp-image-2537" style="width:718px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1-1024x821.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1-300x240.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1-768x616.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1.jpg 1280w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1-750x601.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1-80x65.jpg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das einzige heutige Überbleibsel der Auersperger Eisenhütte in Dvor. Foto: Izidor Volf.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Eisenhütte in Dvor: ohne Konkurrenz im ganzen Krain</strong></h2>

<p>Nach der Aufhebung der illyrischen Provinzen geriet die Eisenindustrie in Krain in eine schwere Krise. Im März 1817 reduzierte die Verwaltung der Hofeisenhütte die Zahl der Beschäftigten von 216 auf 92 und die gesamte Eisenproduktion sank drastisch von 493 auf 143 Tonnen. Die drastischen Einschnitte waren auf die Konkurrenz des englischen und schwedischen Eisens in Italien und im Nahen Osten, das 20 % billiger war, zurückzuführen. Dennoch hatte die Eisenhütte in Dvor von 1820 bis Mitte des 19. Jahrhunderts keine wirkliche Konkurrenz in Krain, da sie als einziges Eisenwerk den heimischen Markt sowie die Märkte in Italien und Kroatien beherrschte.     </p>

<p>Im Jahr 1822 wurde der baufällige Hochofen umgebaut und um 2,5 Meter erhöht, und zwei Jahre später wurden zwei weitere, über drei Meter hohe Kuppelöfen gebaut. Mit diesen Öfen konnte das Roheisen aus dem Hochofen direkt zu Gusseisen geschmolzen werden. Die beiden Kupolöfen ermöglichten eine wesentlich höhere Produktion von hochwertigem Gusseisen, und die Umwandlung der Eisenhütte in Dvor von einem klassischen Eisenwerk in ein großes Eisenwerk war abgeschlossen. In dieser Zeit wurden auch ein Kalkstein- und Schlackenbrecher, ein Schmiedehammer, ein Kran für den Transport schwerer Produkte und ein neues Gebäude für die Materiallagerung errichtet. In den 1830-er Jahren beschäftigte die Eisenhütte wieder zwischen 220 und 250 Arbeiter und produzierte jährlich zwischen 392 und 448 Tonnen Roheisen, Guss- und andere Produkte. Damit wurde sie die größte und sogar die einzige Gießerei in der gesamten Region südlich der Alpen.        </p>

<p>Daher hatte das Unternehmen Schwierigkeiten, die zahlreichen Aufträge aus dem In- und Ausland zu erfüllen. Im Ausland verkaufte sie ihre Produkte vor allem in Italien und Kroatien. Im Jahr 1835 verfügte das Unternehmen über drei Lager: in Ljubljana (im Auersperger Fürstenhof), in Triest und in Venedig. Für die Qualität der Produkte in Dvor sorgte das gut ausgebildete Personal, das vor allem aus steirischen Ländern stammte. Die Eisenhütte in Dvor beschäftigte auch eine große Anzahl von Bergleuten, Förstern, Köhlern und Fuhrleuten, die ausschließlich aus der Region stammten. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in Krain keine Eisenhütte, die mit der Eisenhütte hinsichtlich der Technologie, der Qualität und Quantität der hergestellten Produkte und der Zahl der Beschäftigten vergleichbar war, weshalb ihr am 13. März 1836 der Status einer landesprivilegierten Hütte verliehen wurde.        </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-1024x768.jpg" alt="Grabkreuze der Auersperger Eisenh&#xFC;tte" class="wp-image-2522" style="width:758px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-750x563.jpg 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Grabkreuze der Auersperger Eisenhütte, ausgestellt im Eisenhüttenmuseum in Dvor. Foto: Izidor Volf.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Schlechtes Management und die aufkommende Konkurrenz führten zu einem bitteren Ende</strong></h2>

<p>Am 9. August 1836 wurde die Eisenhütte in Dvor durch den Tod ihres erfolgreichsten Direktors, Ignatz Vitus Engelbert Pantz, schwer betroffen. Der Besitzer Auersperg hatte bei der Wahl des Nachfolgers kein Glück. Die mangelnde Führungserfahrung und die schlechten unternehmerischen Entscheidungen der Nachfolger von Pantz führten in den folgenden Jahren zum Verfall vieler Fabrikgebäude und Anlagen. Da selbst grundlegende Wartungsarbeiten nicht durchgeführt wurden, nahm die Qualität des Roheisens und der Eisenerzeugnisse drastisch ab. Auch der Arbeitseifer und die Produktivität der Arbeiter ließen aufgrund der unregelmäßigen Bezahlung nach.      </p>

<p>In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bekam die Eisenhütte in Dvor außerdem Konkurrenz von Rosthorner Eisenhütte in Prevalje in Kärnten, die hauptsächlich Schienen, Achsen und Eisenbahnräder herstellte. Weitere Gießereien entstanden in Bohinjska Bistrica (Herstellung von Zahnrädern, Wasserturbinen, Ringen und Kolben für Dampfmaschinen, Kanalausrüstungen und Eisenzäunen) und in Gradac in Weißkrain (Herstellung von vor allem eisernen Halbfabrikaten und Munition). Die Eisenhütte in Dvor erlebte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch keine größere technologische Entwicklung mehr.     </p>

<p>Im Jahr 1870, vor der großen Bankenkrise in der Habsburgermonarchie, war sie noch voll funktionsfähig. Sie produzierte noch immer landwirtschaftliche Maschinen und Werkzeuge, Bergbau- und Gießereimaschinen, Mühlengeräte usw. Damals gab es jedoch bereits 27 konkurrierende Eisenhütten im österreichischen Teil der österreichisch-ungarischen Monarchie. Viele andere Eisenhütten in der Monarchie verfügten bereits über Eisenbahnverbindungen zu ihren Märkten, aber in Dvor mussten die Rohstoffe und Produkte noch mit Pferdefuhrwerken transportiert werden. Nach der Gründung der Österreichisch-Alpine Montangesellschaft in Wien im Jahr 1881 verschlechterte sich der Status der Eisenhütte in Dvor jedoch drastisch. In kürzester Zeit übernahm das Unternehmen die Kontrolle über die Eisenindustrie in ganz Innerösterreich und diktierte mit seiner Stärke und der Diversifizierung von Eisenarbeiten die Entwicklungsrichtung dieses Industriezweiges und damit auch das Schicksal der Existenz anderer Eisenhütten.      </p>

<p>Die Eisenhütte in Dvor konnte nur etwa sechs Jahre lang mit der Konkurrenz mithalten, bevor sie endgültig an Kraft verlor. Die modernere Konkurrenz und die veralteten Verkehrsverbindungen verteuerten stark die Produktion, was der Hauptgrund für den endgültigen Niedergang der einst führenden Eisenhütte in Krain war. Am 1. Oktober 1891 stellte das Eisenwerk in Dvor offiziell seinen ganzen Betrieb ein. Für Dvor und die Umgebung war die Schließung ein schwerer wirtschaftlicher Schlag, da viele Menschen ohne Arbeit blieben. In der Folge kam es zu einer Reihe von Auswanderungen aus der Region. Zehn Jahre lang nach der Schließung der Gießerei hofften die Einwohner von Dvor im Stillen, dass die Produktion zumindest in begrenztem Umfang wieder aufgenommen werden würde, doch dazu kam es letztendlich nicht.      </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-1024x768.jpg" alt="Produkte des Auersperger Eisenwerks" class="wp-image-2531" style="width:742px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Besteck, Arbeitsgeräte und andere erhaltene Produkte des Auersperger Eisenwerks, ausgestellt im <a href="http://zelezolivarna.com">Eisenhüttenmuseum in Dvor</a>. Foto: Izidor Volf.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Es überwogen künstlerische und Gebrauchsprodukte</strong></h2>

<p>Im Laufe ihrer ganzen Geschichte hat die Eisenhütte in Dvor eine große Vielfalt an Produkten hergestellt, vor allem Kunst- und Gebrauchsprodukte. So wurden 94 verschiedene Arten von Maschinen, Maschinenteilen, Werkzeugen, Küchengeräten, Bügeleisen, Öfen, Dachziegeln, Grabkreuzen, Zäunen und Gewichten sowie 89 verschiedene Arten vom Kunstguss für den persönlichen, häuslichen und kirchlichen Gebrauch (kaiserlich-königliche Wappen, religiöse und antike Reliefs, Schreibgeräte, Uhren- und Bügeleisenständer, Kerzenständer, Schmuck usw.) hergestellt, aber auch eine breite Palette von Produkten für das Kunsthandwerk. Eine Besonderheit der Eisenhütte in Dvor war die Herstellung von kunstvollen Gusserzeugnissen wie Grabsteinen, verzierten Öfen, Zäunen, Fensternetzen, Brunnen usw.   </p>

<p>Ihre Produkte unterschieden sich im Design nicht wesentlich von denen anderer renommierter Gießereien in Europa. 1820 wurden bereits Schiffskanonen nach englischen Vorbildern gegossen. Die Produkte wurden in Dvor auch gekennzeichnet, ihre bekannteste Signatur war HOF IN KRAIN. Die Produkte der Eisengießerei in Dvor wurden auf drei Industrie- und Handwerksausstellungen in den innerösterreichischen Ländern ausgezeichnet und waren unter den Produkten aus Eisen in Slowenien unübertroffen. Im Jahr 1833 wurde in Dvor auch das ein Meter hohe Wappen der Auersperg-Fürsten für die Fassade des Kurhauses in Dolenjske Toplice gegossen.    </p>

<p>Runde und quadratische kohle- und holzbefeuerte Öfen bildeten einen wichtigen Teil der Produktion der Eisenhütte in Dvor. Sie hatten 14 verschiedene Modelle auf Lager. Darüber hinaus wurden auch Kanonen verschiedener Kaliber, Munition, Kessel, Kochtöpfe, Küchen- und andere Schüsseln, Ofenplatten, Gewichte, Küchenmörser, Rahmen, Wasserrohre und Kanaldeckel gegossen. Zwei Drittel der Gesamtproduktion entfielen auf Gusserzeugnisse.   </p>

<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong></p>

<ul class="wp-block-list">
<li class="has-small-font-size">Pungerčar, Majda. 2021. Na Dvoru ulita umetnost. Novo mesto: Dolenjski muzej.   </li>



<li class="has-small-font-size">Šorn, Jože. 1980. Železarna na Dvoru pri Žužemberku: zgodovina, tehnologija, izdelki. Novo mesto: Dolenjski muzej.   </li>



<li class="has-small-font-size">Žargi, Matija. 2000. Železarna na Dvoru ob Krki. Novo mesto: Dolenjska založba.   </li>
</ul>

<p>Prejšnja objava: Ljudska balada o detomorilki: slovenske in kočevarske različice.</p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/eisenhuette-in-dvor-eine-erfolgsgeschichte-und-scheitern-der-auersperger-eisenhuette/">Eisenhütte in Dvor: Eine Erfolgsgeschichte (und Scheitern) der Auersperger Eisenhütte</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.kocevskibrlog.com/de/eisenhuette-in-dvor-eine-erfolgsgeschichte-und-scheitern-der-auersperger-eisenhuette/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">2552</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Kohlebergwerk Gottschee: Eine turbulente Bergbaugeschichte</title>
		<link>https://www.kocevskibrlog.com/de/kohlebergwerk-gottschee-eine-turbulente-bergbaugeschichte/</link>
					<comments>https://www.kocevskibrlog.com/de/kohlebergwerk-gottschee-eine-turbulente-bergbaugeschichte/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Izidor Volf]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Dec 2023 13:52:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Bergbau]]></category>
		<category><![CDATA[Kočevje]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kocevskibrlog.com/kohlebergwerk-gottschee-eine-turbulente-bergbaugeschichte/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Region Gottschee ist nach ihren natürlichen Ressourcen bekannt, insbesondere für ihre ausgedehnten, unberührten Wälder. In der (gar nicht so weiten) Vergangenheit war das Gebiet jedoch auch reich an einer natürlichen Ressource, die einen bedeutenden Einfluss auf das Leben der Menschen hier hatte – Braunkohle. Gottschee ist eine von den slowenischen Städten, die auf eine reiche Bergbautradition zurückblicken können. Obwohl das Bergwerk Gottschee 1978 seine Pforten schloss, ist die Erinnerung an die Geschichte von Gottschee noch nicht verblasst. Die Zahl der pensionierten Bergleute nimmt von Jahr zu Jahr ab, aber es sind viele Geschichten erhalten geblieben, die von der großen Bedeutung des Bergwerks für die Stadt und die Region im Allgemeinen zeugen. Die Anfänge des Bergbaus in Gottschee Die Anfänge des Bergbaus in Gottschee reichen in die ersten Jahre des 19. Jahrhunderts zurück. Im September 1803 erwarb Fürst Karl Wilhelm von Auersperg als Erster eine Bergbaulizenz für Braunkohle im Gebiet des heutigen Trata und eröffnete den „Wilhelms Bau“ Fürst hielt sich nicht lange mit dem Abbau auf, denn die Förderung war bescheiden und das Mineral erwies sich nicht als nützlich für die Eisenindustrie, die er als Besitzer der Eisenhütte in Dvor bei Žužemberk pflegte. Nach einer langen Zeit ohne Bergbautätigkeit in [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/kohlebergwerk-gottschee-eine-turbulente-bergbaugeschichte/">Kohlebergwerk Gottschee: Eine turbulente Bergbaugeschichte</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Region Gottschee ist nach ihren natürlichen Ressourcen bekannt, insbesondere für ihre ausgedehnten, unberührten Wälder. In der (gar nicht so weiten) Vergangenheit war das Gebiet jedoch auch reich an einer natürlichen Ressource, die einen bedeutenden Einfluss auf das Leben der Menschen hier hatte – Braunkohle. Gottschee ist eine von den slowenischen Städten, die auf eine reiche Bergbautradition zurückblicken können. Obwohl das Bergwerk Gottschee 1978 seine Pforten schloss, ist die Erinnerung an die Geschichte von Gottschee noch nicht verblasst. Die Zahl der pensionierten Bergleute nimmt von Jahr zu Jahr ab, aber es sind viele Geschichten erhalten geblieben, die von der großen Bedeutung des Bergwerks für die Stadt und die Region im Allgemeinen zeugen.     </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Anfänge des Bergbaus in Gottschee</strong></h2>

<p>Die Anfänge des Bergbaus in Gottschee reichen in die ersten Jahre des 19. Jahrhunderts zurück. Im September 1803 erwarb Fürst Karl Wilhelm von Auersperg als Erster eine Bergbaulizenz für Braunkohle im Gebiet des heutigen Trata und eröffnete den „Wilhelms Bau“ Fürst hielt sich nicht lange mit dem Abbau auf, denn die Förderung war bescheiden und das Mineral erwies sich nicht als nützlich für die Eisenindustrie, die er als Besitzer der Eisenhütte in Dvor bei Žužemberk pflegte. Nach einer langen Zeit ohne Bergbautätigkeit in diesem Gebiet wurden die Schürfrechte 1820 an Ivan Röthel, Bürger aus Gottschee, vergeben, der die Grube „St. Johann“ eröffnete. Obwohl die Kohle nicht reichlich vorhanden war, nutzte er sie für industrielle Zwecke, für seine Ziegelei. Dies war das erste Werk in Gottschee, das Braunkohle in den Produktionsprozess einführte.      </p>

<p>Später wurde Kohle in Gottschee auch von einigen wohlhabenden Bürgern abgebaut, allen voran von der Wiener Familie Razinger, die in der Glasherstellung tätig war. Brüder Anton, Nikolai und Franz zogen nach Gottschee 1849 um und erhielten zwei Jahre später die Schürfrechte. Die Glashütte war erfolgreich und es wurde immer mehr Kohle für die Produktion abgebaut. 1859 erhielten sie zusätzliche sieben damalige Höhlenmaß und beschäftigten 150 Arbeiter in der Mine. Da der intensive Bergbau immer höhere Investitionen erforderte, waren die Razinger überschuldet und gingen nach und nach in Konkurs.    </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Bergwerk Gottschee: Der Aufschwung unter der Herrschaft aus Trbovlje</strong></h2>

<p>Ende des 19. Jahrhunderts ging das Bergwerk in den Besitz der Kohlebergbaugesellschaft aus Trbovlje über, die begann, in das Bergwerk zu investieren. Sie errichtete eine Ziegelei, einen Kalkofen, eine Separationsanlage, einen Heizraum, einen Maschinenraum, eine Zentralwerkstatt, ein Sägewerk und eine Dampfmaschine mit einem elektrischen Generator. Im September 1893 wurde Gottschee offiziell für den Transport von Braunkohle mit der Eisenbahn nach Ljubljana eröffnet und bereits zwei Monate zuvor hatte der erste Zug die Strecke befahren. Eine „Eisenstraße“ ermöglichte dem Bergwerk von Gottschee den Durchbruch auf den internationalen Markt und der Stadt Gottschee eine industrielle Entwicklung. Das Bergwerk wurde der größte Industriebetrieb in der Region Gottschee und sein Betrieb brachte auch die erste Elektrifizierung der Stadt mit sich. Im Jahr 1919 wurde eine Wasserleitung vom Fluss Rinža zum Bergwerk gebaut, die mit einer elektrisch betriebenen Pumpe ausgestattet war.      </p>

<p>Während des Ersten Weltkrieges wurde der Bergbau ununterbrochen fortgesetzt, nach dem Zusammenbruch der Österreichisch-ungarischen Monarchie ging der Betrieb im Bergwerk Gottschee zurück. Die Eisenbahn wurde verstaatlicht, was die Kohlenlieferungen erheblich reduzierte. Die Bergbaugesellschaft von Trbovlje reduzierte ihre Investitionen und es folgten Massenentlassungen. Im Jahr 1919 arbeiteten sogar rund 1200 Bergleute, im Jahr 1930 waren es nur noch etwa 100.    </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_124449-1024x768.jpg" alt="Ein Gem&#xE4;lde der Fassade des k&#xFC;rzlich abgerissenen Bergbauhauses Gottschee, das den Aufstand der Bergleute in Gottschee darstellt, Kunstler: Stane Jarm. Foto: Izidor Volf. Foto: Izidor Volf. " class="wp-image-2142" style="width:593px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_124449-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_124449-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_124449-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_124449-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_124449-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_124449-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Gemälde der Fassade des kürzlich abgerissenen Bergbauhauses Gottschee, das den Aufstand der Bergleute in Gottschee darstellt, Kunstler: <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/stane-jarm/">Stane Jarm</a>. Foto: Izidor Volf.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Aufstand der Bergleute aus Gottschee</strong></h2>

<p>Während des Zweiten Weltkrieges wurde im Bergwerk Gottschee ein Feldkomitee der Osvobodilna fronta (Befreiungsfront) organisiert. Die Bergleute von Gottschee gingen in großer Zahl zu Partisanen und führten auch verschiedene Sabotageakte durch, indem sie über das Bergwerk Material und Lebensmittel an die Partisanen lieferten. Der Weggang der Bergleute in die Armee führte zu einem Rückgang der Bergbautätigkeit. Italiener verhafteten eine Reihe von Bergleuten von Gottschee, einige von ihnen wurden in ein Lager in Padua transportiert. Die Verwaltung der Bergleute schickte den Internierten Lebensmittelpakete. Während der italienischen Besatzung war das Bergwerk mit einem Drahtzaun umgeben. Im Dezember 1943 vernichteten Partisanen den größten Teil der Bergwerksanlagen. Da es keinen Strom für Pumpen gab, wurde die Grube mit Wasser geflutet, was es den Besatzern unmöglich machte, die Kohle abzubauen.        </p>

<p>Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegen wurde die Kohlenbergbaugesellschaft aus Trbovlje in Staatbesitz überführt. Das Bergwerk wurde zunächst in Premogovnik Kočevje (Bergwerk Gottschee) und dann später in Rudnik rjavega premoga Kočevje (Das Braunkohlebergwerk Gottschee) umbenannt. Die Renovierungsarbeiten begannen, aber zerstörte Anlagen und ungelernte Bergleute behinderten die Wiederaufnahme der Produktion. Der Betrieb des Bergwerks war für die Wirtschaft von Gottschee von wesentlicher Bedeutung, und die Bergleute waren von der Wehrpflicht befreit. Wegen des Mangels an einheimischen Arbeitskräften wurden Leute aus den Regionen Suha krajina, Zasavje, Primorska und Prekmurje angeworben. Im August 1950 wurde die Leitung des Bergwerks vom Betriebsrat übernommen, der die Produktion auf dem Steinbruch einstellte und nur noch den Grubenbetrieb aufrechterhielt. Im Jahr 1961 wurde eine neue Trennanlage in Betrieb genommen, die die Qualität der Kohle verbesserte, so dass die Produktion in den folgenden Jahren begann, stark anzusteigen.       </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/knapi-7-1024x768.jpg" alt="Boris Finc, der ehemalige Bergmann aus Gottschee, in der Bergmannsuniform. Foto: Milan Glavonji&#x10D;, pers&#xF6;nliches Archiv. " class="wp-image-2139" style="width:594px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/knapi-7-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/knapi-7-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/knapi-7-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/knapi-7-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/knapi-7-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/knapi-7-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Boris Finc, der ehemalige Bergmann aus Gottschee, in der Bergmannsuniform. Foto: Milan Glavonjič, persönliches Archiv. </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zusammenschluss mit ITAS und Schließung des Bergwerks</strong></h2>

<p>Im Jahr 1970 überstieg die Braunkohleproduktion 200 Tausend Tonnen. Bergleute waren für ihre erfolgreiche Arbeit gut bezahlt, ihr Einkommen war eines der höchsten in der Gemeinde. Obwohl das Bergwerk Gottschee in dieser Zeit an die Spitze der jugoslawischen Kohlbergwerke aufstieg, gingen Kohlevorräte allmählich zur Neige. Die Unternehmensleitung beschloss, die Produktion umzustellen, um die Bergleute umzuschulen. Das Produktionsprogramm des rasch entwickelnden Unternehmens ITAS ermöglichte eine relativ einfache und schnelle Umschulung und im Mai 1971 wurde ein Referendum über die Fusion vom Unternehmen und Bergwerk durchgeführt. Nach der Zustimmung beider Betriebsräte wurde das Bergwerk im März 1972 offiziell in ITAS eingegliedert. Obwohl das Bergwerk bereits vier Jahre zuvor kurz vor der Schließung stand, wurde die Produktion aufgrund der Energiekrise bis zum 28. Februar 1978 fortgesetzt. Dies war schließlich der letzte Tag der turbulenten Geschichte des Kohlebergwerks Gottschee.         </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Bergwerk Gottschee heute</strong></h2>

<p>An die Bergbauvergangenheit von Gottschee erinnert heute vor allem die Infrastruktur aus dieser Zeit. Das bekannteste Überbleibsel ist sicherlich der immer beliebtere <a href="https://vnaravi.si/ribnisko-kocevska/kocevsko-jezero">See Rudniško jezero.</a>  Aber auch die verlassenen Gebäude der Grubentrennungsanlage und die ehemalige Bergarbeiterkolonie erinnern an die Geschichte der Bergleute. Einige der Namen der örtlichen Siedlungen, wie Rudarsko naselje (Bergmannssiedlung) und Rudnik (Bergwerk), sind ebenfalls markante Erinnerungszeichen. Die Bereiche der Trate sind mit römischen Ziffern von I an gekennzeichnet, entsprechend den 1849 vermessenen und abgesteckten Höhlen. Erwähnenswert ist auch die Eisenbahnlinie in die Hauptstadt, die im Januar 2021 nach vielen Jahrzehnten wieder als reguläre Strecke in Betrieb genommen worden ist.    </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_121638-1024x768.jpg" alt="Das ber&#xFC;hmteste Relikt der Bergbaugeschichte von Gottschee &#x2013; der See Rudni&#x161;ko jezero. Foto: Izidor Volf. " class="wp-image-2136" style="width:620px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_121638-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_121638-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_121638-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_121638-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_121638-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/IMG_20231128_121638-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das berühmteste Relikt der Bergbaugeschichte von Gottschee – der See Rudniško jezero. Foto: Izidor Volf. </figcaption></figure>
</div>
<p class="has-small-font-size">Quellen:<br/>Jerbič Perko, Vesna. 2005. Rudnik rjavega premoga Kočevje. Kočevje: <a href="https://www.youtube.com/watch?app=desktop&amp;v=XHkw8Mp-vTc">Pokrajinski muzej</a>. (Das Braunkohlebergwerk Gottschee, Gottschee, Museum Pokrajinski muzej).   <br/>Rustja, Karel. 2015. 120 let kočevske železnice. Kočevje: Pokrajinski muzej. (120 Jahre der Gottscheer Eisenbahn, Gottschee, Museum Pokrajinski muzej).    <br/>Zupan, Janko. 1963. Rudarji ob 20-letnici kočevskega zbora. Kočevje: Kočevski tisk. (Bergleute zum 20. Jahrestag der Gottscheer Versammlung. Gottschee: Kočevski tisk).    </p>

<p>Lesen Sie <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/franc-volf-bergmann-aus-gottschee-erinnerungen-an-das-bergmannsleben-in-gottschee/">hier,</a> wie sich der pensionierte Bergmann Franc Volf an das Leben im Bergbau in Kočevje erinnert.</p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/kohlebergwerk-gottschee-eine-turbulente-bergbaugeschichte/">Kohlebergwerk Gottschee: Eine turbulente Bergbaugeschichte</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.kocevskibrlog.com/de/kohlebergwerk-gottschee-eine-turbulente-bergbaugeschichte/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">2153</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Franc Volf, Bergmann aus Gottschee: Erinnerungen an das Bergmannsleben in Gottschee</title>
		<link>https://www.kocevskibrlog.com/de/franc-volf-bergmann-aus-gottschee-erinnerungen-an-das-bergmannsleben-in-gottschee/</link>
					<comments>https://www.kocevskibrlog.com/de/franc-volf-bergmann-aus-gottschee-erinnerungen-an-das-bergmannsleben-in-gottschee/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Izidor Volf]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Dec 2023 15:17:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Bergbau]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kocevskibrlog.com/?p=2116</guid>

					<description><![CDATA[<p>Leider nimmt die Zahl der ehemaligen lebenden Bergleute aus Gottschee von Jahr zu Jahr ab. Einer der wenigen Bergleute im Ruhestand, der sich noch mit großer Freude und Stolz an seine Bergbaujahre erinnert, ist Franc Volf aus Šalka vas. Er kam direkt nach seiner Wehrpflicht im Jahr 1968 zur Arbeit ins Bergwerk Gottschee. Er arbeitete im Bergwerk auch als Grubenretter und blieb dort bis zu seiner Schließung im Jahr 1978. Wie in vielen Familien in Gottschee in seiner Zeit wurde auch seine Liebe zum Bergbau von Generation zu Generation weitergegeben, denn auch sein Vater war Bergmann. Man könnte sagen, dass ihm der Bergbau einfach „im Blut“ lag. Der pensionierte Bergmann aus Gottschee erinnert sich, dass das Kohlebergwerk für die Stadt Gottschee und Region Gottschee in der Zeit, als er dort arbeitete, im Allgemeinen von einer großen Bedeutung gewesen sei. Das Bergwerk habe vielen Familien das tägliche Brot gesichert und der Beruf des Bergmanns sei hochgeschätzt gewesen. „Das Bergwerk war zweifelsohne von zentraler Bedeutung für das ganze Gottschee-Gebiet, nicht nur für die Stadt Gottschee. Um ganz ehrlich zu sein, Gottschee ist praktisch mit dem Bergwerk „gewachsen“. In industrieller und wirtschaftlicher Hinsicht drehte sich alles ums Bergwerk. Damals gab es auch noch [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/franc-volf-bergmann-aus-gottschee-erinnerungen-an-das-bergmannsleben-in-gottschee/">Franc Volf, Bergmann aus Gottschee: Erinnerungen an das Bergmannsleben in Gottschee</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Leider nimmt die Zahl der ehemaligen lebenden Bergleute aus Gottschee von Jahr zu Jahr ab. Einer der wenigen Bergleute im Ruhestand, der sich noch mit großer Freude und Stolz an seine Bergbaujahre erinnert, ist Franc Volf aus Šalka vas. Er kam direkt nach seiner Wehrpflicht im Jahr 1968 zur Arbeit ins Bergwerk Gottschee. Er arbeitete im Bergwerk auch als Grubenretter und blieb dort bis zu seiner Schließung im Jahr 1978. Wie in vielen Familien in Gottschee in seiner Zeit wurde auch seine Liebe zum Bergbau von Generation zu Generation weitergegeben, denn auch sein Vater war Bergmann. Man könnte sagen, dass ihm der Bergbau einfach „im Blut“ lag.      </p>

<p>Der pensionierte Bergmann aus Gottschee erinnert sich, dass das Kohlebergwerk für die Stadt Gottschee und Region Gottschee in der Zeit, als er dort arbeitete, im Allgemeinen von einer großen Bedeutung gewesen sei. Das Bergwerk habe vielen Familien das tägliche Brot gesichert und der Beruf des Bergmanns sei hochgeschätzt gewesen.  </p>

<p><em>„Das Bergwerk war zweifelsohne von zentraler Bedeutung für das ganze Gottschee-Gebiet, nicht nur für die Stadt Gottschee. Um ganz ehrlich zu sein, Gottschee ist praktisch mit dem Bergwerk „gewachsen“. In industrieller und wirtschaftlicher Hinsicht drehte sich alles ums Bergwerk. Damals gab es auch noch eine große Fabrik Tekstilarna, in der vorwiegend unsere Frauen arbeiteten, und das Unternehmen LIK war ebenfalls stark. Aber es besteht keine Zweifel, dass das Bergwerk in jeder Hinsicht der Hauptmotor für die Entwicklung der Stadt und ihrer weiteren Umgebung war.“    </em> </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160145-768x1024.jpg" alt="Der pensionierte Bergmann aus Gottschee, Franc Volf. Foto vom Interview, Izidor Volf)." class="wp-image-2102" style="width:447px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160145-768x1024.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160145-225x300.jpg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160145-1152x1536.jpg 1152w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160145-1536x2048.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160145-750x1000.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160145-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der pensionierte Bergmann aus Gottschee, Franc Volf. Foto vom Interview, Izidor Volf).</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Liebe zum Bergbau überwiegt die Anstrengung</strong></h2>

<p>Der pensionierte Bergmann aus Gottschee erinnert sich an seine anstrengende und auch gefährliche Arbeit im Bergwerk folgendermaßen: </p>

<p><em>„Ich stand um 5 Uhr auf, denn wir begannen mit der Arbeit um 6 Uhr. Ich hatte Glück, dass ich in der Nähe vom Bergwerk wohnte. Bevor wir das Bergwerk betreten konnten, mussten wir die Bergmannskleidung anziehen. Bergleute waren oft nass, denn die Grube war sehr wasserhaltig. Deshalb mussten wir unsere Kleidung bis zum nächsten Tag trocknen. Es gab wirklich viel Arbeit, aber sie wurde auch gut bezahlt. Weil wir so wenige in den Stollen waren, konnten wir uns nicht „verstecken“. Man musste sehr viel und hart arbeiten. Es war aber auch gefährlich. Es ist bekannt, dass das Bergwerk, das sich schließt, für Bergleute am gefährlichsten ist. Es gab Zeiten, in denen der Druck um uns herum auch so groß war, denn das Erz brach vor unseren Augen zusammen.“           </em></p>

<p>Obwohl die tägliche Arbeit im Bergwerk hart war, liebte er sie: <em>„Wir arbeiteten auch samstags und sonntags, wir kannten praktisch keinen freien Tag. Wir mussten immer hundert Prozent mit Leib und Seele präsent sein. Zum Glück war ich jung und in einer genug guten körperlichen Verfassung, um all den Belastungen standzuhalten. Es half auch, dass ich gesund lebte, keinen Alkohol trank und nicht rauchte, was bei vielen Bergbaukollegen nicht der Fall war. In gewisser Weise war die Arbeit in der Grube wie eine Hochzeit – wir Bergleute waren ein bisschen in unsere Höhle verliebt. Nach der Schließung des Bergwerks ging ich schweren Herzens zur Arbeit bei ITAS. Als das Bergwerk stillgelegt wurde, waren wir Bergleute wohl am meisten betroffen. Wir haben diesen Beruf wirklich ins Herz geschlossen und es fiel uns schwer, uns von dem Bergwerk zu trennen.“       </em></p>

<h2 class="wp-block-heading">Nicht nur Kollegen, sondern auch echte Freunde</h2>

<p>Wie Franc Volf betont, seien Bergleute aus Gottschee nicht nur Kollegen, sondern auch echte Freunde gewesen. Neben den vielen Stunden, die sie in der Grube gearbeitet haben, haben sie auch viele Nachmittage mit gemeinsamen Freizeitaktivitäten verbracht.  </p>

<p><em>„Wir waren gern zusammen. Wir Bergleute waren besondere Menschen, deshalb hielten wir viel zusammen. Damals machten wir noch s. g. Gewerkschaftsreisen oder Exkursionen. Wir Bergleute trafen wir uns mehrmals in ganz Slowenien. Wir aus Gottschee fuhren z. B. nach Trbovlje, Zagorje oder Hrastnik, sie kamen zu uns. Wir besuchten uns gegenseitig, lernten uns kennen und hatten eine gute Zeit. Wir waren miteinander befreundet. Ich weiß nicht, ob sich Leute in irgendeiner anderen Branche so nahestanden. Vor allem in Trbovlje hatten wir ziemlich viele Freunde, denn Trbovlje galt damals als eine Art slowenisches Bergbauzentrum.“           </em></p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160204-768x1024.jpg" alt="Bergbauausweis des Bergmanns Franc Volf aus Gottschee von 1971. Franc Volf, pers&#xF6;nliches Archiv. " class="wp-image-2106" style="width:436px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160204-768x1024.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160204-225x300.jpg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160204-1152x1536.jpg 1152w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160204-1536x2048.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160204-750x1000.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/IMG_20231114_160204-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bergbauausweis des Bergmanns Franc Volf aus Gottschee von 1971. Franc Volf, persönliches Archiv. </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zahlreiche amüsante Anekdoten, aber auch schwere Tragödien</strong></h2>

<p>Trotz der harten Arbeitsbedingungen und der körperlich anstrengenden Arbeitszeiten sind viele interessante Anekdoten zwischen den Bergleuten überliefert. Franc Volf erinnert sich besonders gut an die Anekdote, die die älteren Bergleute gern den jüngeren Kollegen anstellten:  </p>

<p><em>„Wenn ein junger Bergmann in die Grube zu arbeiten kam, schickten ihn die älteren Bergleute zu Ventilatoren, die immer liefen, und sagten, dass es da Strom gäbe. Da die Neulinge das nicht wussten, gingen sie dorthin, und als sie ankamen, fielen sie sofort zurück, woher sie kamen, weil es oben keinen Sauerstoff gab. Wir haben auch über den berühmten Perkmandeljc (den kleinen Berbau-Zwerg) gesprochen und den jungen Bergleuten Angst gemacht, dass er auf uns herabschaue. Diese Scherze konnten mal auch grausam sein und einige meiner Kollegen waren ziemlich erschrocken. In den zehn Jahren, die ich im Bergwerk gearbeitet habe, gab es viele solcher und anderer Vorfälle.“    </em></p>

<p>Leider war die Zeit im Gottschee-Bergwerk auch von zwei Tragödien geprägt, an die er sich noch lebhaft erinnert. </p>

<p><em>„Wir hatten zwei tödliche Unfälle, als zwei unsere Bergleute verschüttet wurden. Vinko Kotar und Jože Lipovec verloren bei Arbeitsunfällen ihr Leben. Da ich auch als Grubenretter arbeitete, erlebte ich persönlich beide Tragödien. Die beiden Kollegen blieben ca. 14 bis 20 Tage im Stollen vom Wasser überflutet, weil wir nicht früher zu ihnen vordringen konnten. Sie wurden dort eingeschlossen, wo es jetzt den Bergwerk-See gibt. Damals befanden sich dort noch zwei andere Seen und es bestand die große Gefahr, dass Seeschlamm, also ein Gemisch aus Wasser, Schlamm und Lehm, eindringt. Wir mussten aus einer völlig anderen Seite zu ihnen gelangen. Wir Bergleute grüßten uns mit „viel Glück“ im wahrsten Sinne des Wortes, denn wir wussten nie, was uns im Bergwerk erwartete. Wir standen immer mit einem Bein im Jenseits“.        </em></p>

<h2 class="wp-block-heading">Bergmann aus Gottschee: Nur <strong>eine Handvoll</strong> Überlebender</h2>

<p>Einmal im Jahr treffen sich Bergleute aus Gottschee an ihrem Tag, dem Tag der Bergleute. Der Tag der Bergleute, am 3. Juli, wird jedes Jahr im <a href="https://www.pmk-kocevje.si">Museum Pokrajinski muzej Kočevje</a> begangen, wo eine Veranstaltung organisiert wird, um die Erinnerungen der Bergleute wachzurufen.   Abgesehen von diesem organisierten Treffen ehemaliger Bergwerkskameraden sehen sich die wenigen noch lebenden Bergleute laut Franc Volf aufgrund ihres Alters und ihrer Krankheit jedoch nur noch selten. </p>

<p><em>„Leider gibt es nur noch sehr sehr wenige von uns. Noch lebende Bergleute aus Gottschee, mit denen ich arbeitete, kann ich an den Fingern einer Hand abzählen. Und selbst diejenigen, die noch bei uns sind, sind in die Jahre gekommen und sind bei der schlechten Gesundheit. Ich selbst war damals einer der jüngsten Bergleute im Bergwerk, aber die meisten Kollegen meiner Generation sind ebenfalls verstorben. Alle Bergleute, die ein weniger gesundes Leben führten, die rauchten, Alkohol tranken usw., sind längst verstorben. Was mich zum Glück am Leben erhalten hat, ist neben der gesunden Lebensweise auch, dass ich als Jäger und Pilzsammler viel im Wald unterwegs bin.“</em></p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/knapi-3-1024x768.jpg" alt="Das Treffen der ehemaligen Bergleute aus Gottschee am Tag der Bergleute 2018 in Pokrajinski muzej Ko&#x10D;evje. Foto: Milan Glavonji&#x10D;, pers&#xF6;nliches Archiv." class="wp-image-2109" style="width:600px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/knapi-3-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/knapi-3-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/knapi-3-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/knapi-3-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/knapi-3-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/knapi-3-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Treffen der ehemaligen Bergleute aus Gottschee am Tag der Bergleute 2018 in Pokrajinski muzej Kočevje. Foto: Milan Glavonjič, persönliches Archiv. </figcaption></figure>
</div>
<p class="has-small-font-size">Quelle: Interview mit dem pensionierten Bergmann Franc Volf aus Kočevje, geführt am 14. 11. 2023.  </p>

<p>Lesen Sie im vorigen Beitrag: <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/studentisches-projekt-die-neugestaltung-der-ethnologischen-sammlung-der-gottscheer-in-obcice/">Studentisches Projekt: Die Neugestaltung der ethnologischen Sammlung der Gottscheer in Občice.</a></p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/franc-volf-bergmann-aus-gottschee-erinnerungen-an-das-bergmannsleben-in-gottschee/">Franc Volf, Bergmann aus Gottschee: Erinnerungen an das Bergmannsleben in Gottschee</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.kocevskibrlog.com/de/franc-volf-bergmann-aus-gottschee-erinnerungen-an-das-bergmannsleben-in-gottschee/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">2116</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Der »gottscheerische« Star unter den Helden der Weltmeisterschaft: Gottscheerische Fußballspieler</title>
		<link>https://www.kocevskibrlog.com/de/der-gottscheerische-star-unter-den-helden-der-weltmeisterschaft-gottscheerische-fussballspieler/</link>
					<comments>https://www.kocevskibrlog.com/de/der-gottscheerische-star-unter-den-helden-der-weltmeisterschaft-gottscheerische-fussballspieler/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Izidor Volf]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Dec 2022 15:32:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gottscheergemeinschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kocevskibrlog.com/der-gottscheerische-star-unter-den-helden-der-weltmeisterschaft-gottscheerische-fussballspieler/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zweifellos war das beachteste Sportereignis des Jahres 2022 die vor kurzem abgeschlossene Fußballweltmeisterschaft in Katar. Die wichtigste Nebensache der Welt war länger als ein Monat das Hauptthema der Gespräche, nicht nur in den Sportkreisen, sondern auch allgemein. Das Fußballmundial lässt nur Wenige gleichgültig und das letzte Tournier der Fußballweltelite war ganz besonders interessant, auch für Freunde des Fußballs aus Kočevje. Der Grund dafür findet sich in einem ganz besonderen Fußballspieler eines ganz besonderen Klubs. Wer könnte sich vorstellen, dass bei Fußballfreunden aus Kočevje ein von auf dem Papier am wenigsten attraktiven Treffen dieser Meisterschaft die Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde, und zwar zwischen Gegenspielern, die nicht zur Fußballweltspitze gehören. In der 36. Minute des Spiels zwischen den USA und Wales hat der junge amerikanische Stürmer Timothy Weah geschickt den Pass seines Mitspielers am Rand des Strafplatzes angenommen und mit dem Außenrand seines Fußes meisterhaft den Torwart aus Wales für die Führung der Amerikaner mit 1 zu 0 besiegt. Sie würden sagen, dass es nichts Besonderes ist, und Sie hätten Recht, wenn es nicht um den Sohn des liberianischen Präsidenten George Weah gehen würde, der auch als der weit beste Fußballspieler in der Geschichte Liberias gilt. Der 20-jährige Timothy hat so [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/der-gottscheerische-star-unter-den-helden-der-weltmeisterschaft-gottscheerische-fussballspieler/">Der »gottscheerische« Star unter den Helden der Weltmeisterschaft: Gottscheerische Fußballspieler</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Zweifellos war das beachteste Sportereignis des Jahres 2022 die vor kurzem abgeschlossene Fußballweltmeisterschaft in Katar. Die wichtigste Nebensache der Welt war länger als ein Monat das Hauptthema der Gespräche, nicht nur in den Sportkreisen, sondern auch allgemein. Das Fußballmundial lässt nur Wenige gleichgültig und das letzte Tournier der Fußballweltelite war ganz besonders interessant, auch für Freunde des Fußballs aus Kočevje. Der Grund dafür findet sich in einem ganz besonderen Fußballspieler eines ganz besonderen Klubs.    </p>

<p>Wer könnte sich vorstellen, dass bei Fußballfreunden aus Kočevje ein von auf dem Papier am wenigsten attraktiven Treffen dieser Meisterschaft die Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde, und zwar zwischen Gegenspielern, die nicht zur Fußballweltspitze gehören. In der 36. Minute des Spiels zwischen den USA und Wales hat der junge amerikanische Stürmer Timothy Weah geschickt den Pass seines Mitspielers am Rand des Strafplatzes angenommen und mit dem Außenrand seines Fußes meisterhaft den Torwart aus Wales für die Führung der Amerikaner mit 1 zu 0 besiegt. Sie würden sagen, dass es nichts Besonderes ist, und Sie hätten Recht, wenn es nicht um den Sohn des liberianischen Präsidenten George Weah gehen würde, der auch als der weit beste Fußballspieler in der Geschichte Liberias gilt. Der 20-jährige Timothy hat so an die goldenen Zeiten seines legendären Vaters erinnert, der im Jahre 1995 den prestigeträchtigsten Einzelpreis in der Fußballwelt erhalten hat, den goldenen Ball für den besten Fußballspieler der Welt.     </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/16691601849874-1024x683.jpg" alt="Der amerikanische Representant Timothy Weah feiert das Tor beim WM-Fu&#xDF;ballspiel in Katar gegen Wales. (Quelle: Webseite der Sportzeitschrift Marec.) " class="wp-image-1762" width="728" height="485" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/16691601849874-1024x683.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/16691601849874-300x200.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/16691601849874-768x512.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/16691601849874-750x500.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/16691601849874-1080x720.jpg 1080w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/16691601849874.jpg 1320w" sizes="auto, (max-width: 728px) 100vw, 728px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der amerikanische Representant Timothy Weah feiert das Tor beim WM-Fußballspiel in Katar gegen Wales. (Quelle: Webseite der Sportzeitschrift Marec.) </figcaption></figure>
</div>
<p>Und warum ist der erwähnte Fußballspieler für Kočevsko so wichtig bzw. ist irgendwie damit verbunden? Die Antwort ist sehr einfach: es geht um den ersten (ehemaligen) Fußballspieler des gottscheerischen Klubs <a href="">Blau-Weiss Gottschee</a> aus New York, der beim größten Fußballereignis der Welt das Tor geschossen hat!  Timothy war nämlich in Jahren 2010 bis 2013 Mitglied der Jugendmannschaft dieses Klubs aus New York und dort wurde ihm die erste Fußballkunst beigebracht. Obwohl er sich beim erwähnten Klub nur in den Jugendkategorien gestählt und nie unter seinem Namen auf dem Seniorenniveau gespielt hat, handelt es sich um eine große Anerkennung der erfolgreichen Arbeit dieser amerikanischen Mannschaft mit der gottscheerischen Tradition. </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der gottscheerische Fußballklub in New York</strong></h2>

<p>Der Fußballklub Blau-Weiss Gottschee wurde im Jahre 1951 in New York von einer Gruppe gottscheerischer Einwanderer gegründet. Die Gründer haben ihn mit dem Zweck der »Seelenerweckung eigener Heimat« auf die Beine gestellt. Schon in den ersten Jahren hat sich der Klub in Wettkämpfen deutscher Klubs in den USA erfolgreich präsentiert, deswegen hat er sich bald auch das Recht für Teilnahmen an amerikanischen Staatswettkämpfen errungen. Seit Beginn hat er aber das größte Augenmerk auf die geplante Entwicklung von jungen Fußballspielern gelegt, die in ihren weiteren Karrieren in größeren Klubs einen beneidenswerten Erfolg erreicht haben.    </p>

<p>In den ersten Jahrzehnten haben im Klub die Fußballspieler überwogen, die Nachkommen von GottscheerInnen waren oder mindestens ferne gottscheerische Wurzel hatten. Diese Praxis wurde später geändert und heutzutage bilden den Großteil der Spielmannschaft amerikanische Fußballspieler. Zur Zeit hat Blau-Weiss Gottschee sogar 26 aktive Teams in unterschiedlichen Alterskategorien, davon 20 in der männlichen und 6 in der weiblichen Konkurrenz. Als Zweigsstelle ist der Klub mit einem der berühmtesten amerikanischen Fußballklubs, Mitglied der elite amerikanische Liga MLS, New York Red Bulls eng verbunden, dem er als Nistkasten von Talenten dient.    </p>

<p>Wie schon gesagt, ist der größte Edelstein der Jugendschule vom gottscheerischen Klub Timothy Weah, zu ihren sichtbarsten »Produkte« gehören aber noch einige andere Fußballspieler, die im amerikanischen, sowie im internationalen Maßstab einen starken Stempel hinterlassen haben. Insbesondere ist es notwendig, Mike Windischmann zu erwähnen, der im Jahre 1990 sogar Kapitän der amerikanischen Repräsentanz bei der Weltmeisterschaft in Italien war, Matteo Ritacci, der zur Zeit für die Jugendmannschaft des britischen Riesen Liverpool auftritt und Joey Fink, der Mitte der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts Mitspieler vom berühmten Pelé war.  </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/34525423845024-1024x890.jpg" alt="Timothy Weah mit jungen Fu&#xDF;ballspielern des gottscheerischen Klubs aus New York. (Quelle: Facebook Seite von Blau-Weiss Gottschee.) " class="wp-image-1765" width="714" height="621" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/34525423845024-1024x890.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/34525423845024-300x261.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/34525423845024-768x668.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/34525423845024-750x652.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/34525423845024.jpg 1102w" sizes="auto, (max-width: 714px) 100vw, 714px" /><figcaption class="wp-element-caption">Timothy Weah mit jungen Fußballspielern des gottscheerischen Klubs aus New York. (Quelle: Facebook Seite von Blau-Weiss Gottschee.) </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Joey Fink – Gottscheer, der mit Pelé gespielt hat</strong></h2>

<p>Vor kurzem hat uns laut der Meinung Vieler der größte Fußballspieler aller Zeiten verlassen, der legendäre Pelé. Aufgrund der Tatsache, dass der berühmte brasilianische Virtuose in seiner ganzen Fußballkarierre nur für zwei Fußballklubs gespielt hat (sein Stammklub Santos und New York Cosmos), können sich nur wenige noch lebende ehemalige Fußballspieler loben, dass sie seine Mitspieler waren. Einer jener Glückspilze ist der Amerikaner mit gottscheerischen Wurzeln Joseph »Joey« Fink, der sich mit dem König, wie der Spitzname des Brasilianers gelautet hat, einige Monate beim erwähnten Klub aus New York den Umkleideraum geteilt hat.  </p>

<p>Der heute 71-jährige Fink wurde im Jahre 1951 in New York geboren, schon sein Nachname deutet aber an, dass die Wurzeln seiner Vorfahren aus Kočevsko stammen. Seine Eltern sind im Jahre 1950 aus dem Ort Smuka in Kočevsko in die USA umgesiedelt, deswegen wurde Joey ein Jahr später schon in einer der größten Städte der Welt geboren. Mit 8 Jahren hat er als gottscheerischer Nachkomme angefangen, beim gottscheerischen Klub Blau-Weiss Gottschee Fußball zu trainieren, wo er bis seinem 20. Jahr geblieben ist. Danach hat er mit seinem Studium an der Universität in New York begonnen, wo er weiter Fußball gespielt hat, bis ihm im Jahre 1973 die Mannschaft New York Cosmos den ersten professionellen Vertrag im Wert von 2100 Dollar pro Saison angeboten hat.     </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="418" height="612" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/296824550_1240269320070634_7094769318669926991_n.jpg" alt="Joey Fink mit der Nummer 12 beim Training der Mannschaft New York Cosmos vor dem ber&#xFC;hmten Pel&#xE9; mit der Nummer 10. (Quelle: Privatarchiv von Joey Fink.) " class="wp-image-1768" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/296824550_1240269320070634_7094769318669926991_n.jpg 418w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/296824550_1240269320070634_7094769318669926991_n-205x300.jpg 205w" sizes="auto, (max-width: 418px) 100vw, 418px" /><figcaption class="wp-element-caption">Joey Fink mit der Nummer 12 beim Training der Mannschaft New York Cosmos vor dem berühmten Pelé mit der Nummer 10. (Quelle: Privatarchiv von Joey Fink.) </figcaption></figure>
</div>
<p>Als Stürmer hat Fink für Cosmos in Jahren 1973 bis 1975 gespielt und in der letzten Saison schloss sich damals der berühmteste Fußballspieler der Welt, Pelé, dem Klub an. Joey hat in der stärksten amerikanischen Liga 20 Tore geschossen, was ihm auch sechs Auftritte für die amerikanische Seniorenrepräsentanz gebracht hat. Mit Pelé hat er 12 Spiele gespielt. Als die New Yorker noch den bekannten italienischen Stürmer Giorgio Chinaglia in die Mannschaft gebracht haben, hat Fink in die Mammschaft Tampa Bay Rowdies gewechselt. Trotzdem ist die Ehre, mit dem ersten richtigen Weltsuperstar zu spielen, etwas, worum den amerikanischen Gottscheer auch wesentlich bekanntere Fußballspieler beneiden.     </p>

<p>So erinnert sich Joey Fink an den großen Pelé: »Er war gesellig, lässig und charismatisch. Er konnte dafür sorgen, dass wir uns alle in seiner Gesellschaft wohl gefühlt haben. Er lächelte immer, ein richtiger volkstümlicher Mensch mit der Qualität eines Weltstars. Obwohl er schon in einem reifen Fußballeralter war, als er zu uns gekommen ist, war er auch mit seinen 35 Jahren noch immer ein einnehmender Fußballspieler, der unglaubliche Züge herbeizaubern konnte.«   </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/324628943_1290618944819451_8426772665654202561_n-768x1024.jpg" alt="Die Fu&#xDF;ballrequisite von Joey Fink aus der Saison 1978, als er f&#xFC;r die Mannschaft Tampa Bay Rowdies gespielt hat. (Quelle: Privatarchiv von Joey Fink.) " class="wp-image-1771" width="519" height="692" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/324628943_1290618944819451_8426772665654202561_n-768x1024.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/324628943_1290618944819451_8426772665654202561_n-225x300.jpg 225w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/324628943_1290618944819451_8426772665654202561_n-1152x1536.jpg 1152w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/324628943_1290618944819451_8426772665654202561_n-750x1000.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/324628943_1290618944819451_8426772665654202561_n.jpg 1224w" sizes="auto, (max-width: 519px) 100vw, 519px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Fußballrequisite von Joey Fink aus der Saison 1978, als er für die Mannschaft Tampa Bay Rowdies gespielt hat. (Quelle: Privatarchiv von Joey Fink.) </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Gottscheer haben auch in Cleveland gekickt</strong></h2>

<p>Zur etwa gleicher Zeit wie in New York haben die gottscheerischen Nachkommen auch einen eigenen Fußballklub in Cleveland gegründet. Der Klub mit dem Namen Gottscheer Soccer Club wurde im Jahre 1953 gegründet und sein erster Vorsitzender ist Arnold Mausser geworden. Anfangs haben dafür nur vier gottscheerische Nachkommen gespielt und über die Jahre seiner Tätigkeit hat der Klub in seine Reihen Fußballspieler mit unterschiedlichen etnischen Hintergründen aufgenommen.   </p>

<p>Ideell wurde der Klub nach dem Vorbild vom österreichischen Riesen Austrie aus Wien entworfen, deshalb haben seine Fußballspieler zunächst nach dem Vorbild dieser berühmten Mannschaft violette Trikots getragen. Das gottscheerische Team aus Cleveland hat schon in den ersten Jahren seines Existierens gute Ergebnisse erzielt. Im Jahre 1956 hat es beispielsweise die Meisterschaft des Staates Ohio gewonnen. Es sind noch zahlreiche andere Erfolge und gewonnene Titel gefolgt, was dem Klub auch das Recht auf Wettbewerbe auf amerikanischen Staatsniveau gesichert hat.   </p>

<p>Inzwischen hat der Klub wegen der Sponsoren seinen Namen in German-American Sport Club geändert. Im Jahre 1985 ist er nach Novelty im vereinigten Staat Ohio umgezogen, wo er seitdem trainiert und seine heimischen Spiele spielt. Zur Zeit spielen im Rahmen dieses Klubs eine männliche und eine weibliche Seniorenmannschaft, eine männliche Reservemannschaft und eine Veteranenmannschaft.   </p>

<p><strong>Quellen:</strong></p>

<ul class="wp-block-list">
<li>&#8211; Facebook Seite des Fußballklubs Blau-Weiss Gottschee, erreichbar unter<a href="https://www.facebook.com/BlauWeissGottschee/">https://www.facebook.com/BlauWeissGottschee/</a></li>



<li>&#8211; Webseite des Fußballklubs Blau-Weiss Gottschee, erreichbar unter <a href="https://bwgottschee.org/">https://bwgottschee.org/</a></li>



<li>&#8211; Webseite des Fußballklubs New York Red Bulls, erreichbar unter <a href="https://www.newyorkredbulls.com/">https://www.newyorkredbulls.com/</a></li>



<li>&#8211; Webseite Wikipedia, erreichbar unter <a href="https://www.wikipedia.org/">https://www.wikipedia.org/</a></li>



<li>Sieder, Joseph at al. 1989. 1889-1989 E.O.U.V. </li>



<li>&#8211; Online Chat mit Joey Fink.</li>
</ul>

<p>Lesen Sie <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/fussball-in-kocevska-gottschee-von-den-anfaengen-bis-zum-zweiten-weltkrieg/">hier</a> mehr über Fußball in Kočevska (Gottschee) vor dem Zweiten Weltkrieg.</p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/der-gottscheerische-star-unter-den-helden-der-weltmeisterschaft-gottscheerische-fussballspieler/">Der »gottscheerische« Star unter den Helden der Weltmeisterschaft: Gottscheerische Fußballspieler</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.kocevskibrlog.com/de/der-gottscheerische-star-unter-den-helden-der-weltmeisterschaft-gottscheerische-fussballspieler/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">1775</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Fußball in Kočevska (Gottschee) von den Anfängen bis zum Zweiten Weltkrieg</title>
		<link>https://www.kocevskibrlog.com/de/fussball-in-kocevska-gottschee-von-den-anfaengen-bis-zum-zweiten-weltkrieg/</link>
					<comments>https://www.kocevskibrlog.com/de/fussball-in-kocevska-gottschee-von-den-anfaengen-bis-zum-zweiten-weltkrieg/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Izidor Volf]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Dec 2022 21:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kocevskibrlog.com/fussball-in-kocevska-gottschee-von-den-anfaengen-bis-zum-zweiten-weltkrieg/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im globalen Sinne ist Fußball der beliebteste und weitverbreitetste Sport der Welt. Man könnte sogar sagen, dass es der einzige Sport ist, der beruflich oder als Hobby gerade auf allen Kontinenten unseres Planeten massenhaft gespielt wird. Praktisch gibt es keine Stadt, die nicht mindestens einen Fußballklub hat, und auch Kočevje ist dabei natürlich keine Ausnahme. Die Fußballgeschichte und Tradition sind in Kočevska außerordentlich reich, da die Anfänge dieser hiesig organisierten Betätigung in der erwähnten Sportart in die Zeit nach dem Ende des ersten Weltkrieges reichen. Obwohl der gottscheerische Seniorenfußball am staatlichen oder sogar internationalen Niveau nie einen größeren Erfolg erreicht hat, mit Ausnahme einiger kurzer Zeitabschnitte von Ergebnisüberschüssen, standen auf diesem Gebiet Liebe und Leidenschaft dieser Sportart gegenüber nie in Frage. Nun hat Fußball in Kočevska eine große historische Bedeutung, weil er in der Vorkriegszeit eine feste Bindung zwischen der hiesigen slowenischen und deutschen Bevölkerung erzeugt hat. Fußball wurde in Kočevska schon im Ende des 19. Jahrhunderts aktiv gespielt. Die Anfänger auf diesem Gebiet waren deutsche Turner, denen gottscheerische Gymnasiasten gefolgt sind. Trotzdem gilt als Anfang des organisierten Fußballs in Kočevsko die Zeit nach dem ersten Weltkrieg. Im Jahre 1920 hat nämlich der Kultur- und Bildungsverein Svoboda Kočevje mit seiner [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/fussball-in-kocevska-gottschee-von-den-anfaengen-bis-zum-zweiten-weltkrieg/">Fußball in Kočevska (Gottschee) von den Anfängen bis zum Zweiten Weltkrieg</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im globalen Sinne ist Fußball der beliebteste und weitverbreitetste Sport der Welt. Man könnte sogar sagen, dass es der einzige Sport ist, der beruflich oder als Hobby gerade auf allen Kontinenten unseres Planeten massenhaft gespielt wird. Praktisch gibt es keine Stadt, die nicht mindestens einen Fußballklub hat, und auch Kočevje ist dabei natürlich keine Ausnahme. Die Fußballgeschichte und Tradition sind in Kočevska außerordentlich reich, da die Anfänge dieser hiesig organisierten Betätigung in der erwähnten Sportart in die Zeit nach dem Ende des ersten Weltkrieges reichen. Obwohl der gottscheerische Seniorenfußball am staatlichen oder sogar internationalen Niveau nie einen größeren Erfolg erreicht hat, mit Ausnahme einiger kurzer Zeitabschnitte von Ergebnisüberschüssen, standen auf diesem Gebiet Liebe und Leidenschaft dieser Sportart gegenüber nie in Frage. Nun hat Fußball in Kočevska eine große historische Bedeutung, weil er in der Vorkriegszeit eine feste Bindung zwischen der hiesigen slowenischen und deutschen Bevölkerung erzeugt hat.     </p>

<p>Fußball wurde in Kočevska schon im Ende des 19. Jahrhunderts aktiv gespielt. Die Anfänger auf diesem Gebiet waren deutsche Turner, denen gottscheerische Gymnasiasten gefolgt sind. Trotzdem gilt als Anfang des organisierten Fußballs in Kočevsko die Zeit nach dem ersten Weltkrieg. Im Jahre 1920 hat nämlich der Kultur- und Bildungsverein Svoboda Kočevje mit seiner Tätigkeit angefangen, dem vor allem Bergwerk- und andere Arbeiter angehört haben. Im Rahmen dieses Vereins haben sich SportlerInnen in drei Sportarten betätigt – Athletik, Leichtathletik und Fußball. Trotz zahlreicher Änderungen des Namens sieht der heutige Fußballklub Kočevje als Jahr seiner Gründung genau das erwähnte Jahr an.      </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/2-DSC07704-1-1024x683.jpg" alt="Skizze des urspr&#xFC;nglichen Wappens des Fu&#xDF;ballklub Svoboda Ko&#x10D;evje aus dem Jahr 1920. (Quelle: Privatarchiv von Jo&#x17E;e Gor&#x161;e). Ko&#x10D;evski b(r)log/Gottscheer blog.  " class="wp-image-1741" width="737" height="491" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/2-DSC07704-1-1024x683.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/2-DSC07704-1-300x200.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/2-DSC07704-1-768x512.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/2-DSC07704-1-1536x1024.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/2-DSC07704-1-2048x1365.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/2-DSC07704-1-750x500.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/2-DSC07704-1-1080x720.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 737px) 100vw, 737px" /><figcaption class="wp-element-caption">Skizze des ursprünglichen Wappens des Fußballklub Svoboda Kočevje aus dem Jahr 1920. (Quelle: Privatarchiv von Jože Gorše). </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="has-medium-font-size wp-block-heading"><strong>Starker deutscher Einfluß</strong></h2>

<p>Dass der erste Fußballklub in Kočevje einen starken deutschen Hauch hatte, bezeugt die Form des damaligen Wappens von Svoboda. Es handelte sich um einen Kreis, der mit vier spiegelnden Buchstaben F in Vierteln aufgeteilt wurde. Diese Buchstaben haben die deutschen Adjektive <em>frisch, fromm, fröhlich</em> und <em>frei</em> symbolisiert. Das erste »richtige« organisierte Fußballspiel hat Kočevje am 6. August 1922 erlebt, als die einheimische Svoboda die gleichnamige Mannschaft Svoboda aus Moste pri Ljubljani zu Gast hatte.   </p>

<p>In dieser Zeit wurde Fußball in Kočevska auch in umliegenden Ortschaften von Kočevje aktiv gespielt. Der damals bekannteste und erfolgreichste Klub war der deutsche Sportklub Rapid Mitterdorf aus Stara Cerkev (Mitterdorf). Das erwähnte Dorf hatte eine ganze Fußballmannschaft und sie besiegten beim ersten Fußballspiel Svoboda aus Kočevje sogar mit 8 zu 1. Die Fußballkenntnisse hat Gesundheitsarbeiter Alfred Erker, der in Graz studiert hat, nach Stara Cerkev gebracht und der einheimische Händler Greisch kaufte der Mannschaft schwarz-weiße Trikots mit Streifen, nach dem Vorbild des österreichischen Fußballriesen Rapid aus Wien.    </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/5-007-1-1024x683.jpg" alt="Fu&#xDF;ballspieler des slowenischen Klubs SK Ko&#x10D;evje kommen auf den Fu&#xDF;ballplatz vor dem Spiel in Gaj, am 6. September 1936. (Quelle: Privatarchiv von Jo&#x17E;e Gor&#x161;e.)  " class="wp-image-1744" width="754" height="503" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/5-007-1-1024x683.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/5-007-1-300x200.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/5-007-1-768x512.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/5-007-1-1536x1024.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/5-007-1-2048x1365.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/5-007-1-750x500.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/5-007-1-1080x720.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 754px) 100vw, 754px" /><figcaption class="wp-element-caption">Fußballspieler des slowenischen Klubs SK Kočevje kommen auf den Fußballplatz vor dem Spiel in Gaj, am 6. September 1936. (Quelle: Privatarchiv von Jože Gorše.)  </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Slowenisch-deutsche Derbys in Kočevje</strong></h2>

<p>Im Jahre 1926 hat sich der Fußballklub aus Kočevje von Svoboda in Sportski klub Jadran umgenannt. Seine Spiele haben auf dem Fußballplatz stattgefunden, an dem auch das heutige Stadion in Gaj steht. Für den Klub haben vorwiegend Gymnasiasten aus Kočevje gespielt, dem haben sich aber auch Fußballer aus Stara Cerkev angeschlossen, die ihm ihre schon erwähnten schwarz-weißen Trikots zum Gebrauch gestellt haben. Praktisch gleichzeitig ist auch der zweite Klub jener Zeit in Kočevje entstanden, Sportklub Herold, wofür insbesondere deutsche Handwerkshelfer eingetreten sind. Sein Vorsitzender war Glaser Walter Engele und dieser Klub hat die einheimischen Spiele auf derselben Wiese wie Jadran gespielt. Der dritte Fußballklub in Kočevje aus der Nachkriegszeit war Sportski klub Dijaški dom, den Gymnasiasten aus dem dortigen Schülerheim gegründet haben, wie schon sein Name verrät.      </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/6-SK-Kocervje-SK-Rapid-Kocevje-Gotsche9-2-1024x683.jpg" alt="Der Moment vor Beginn des Derbys in Ko&#x10D;evje zwischen dem slowenischen SK Ko&#x10D;evje und dem deutschen SK Rapid Gottschee auf dem Fu&#xDF;ballplatz in Gaj im Jahre 1936. (Quelle: Privatarchiv von Jo&#x17E;e Gor&#x161;e.) " class="wp-image-1747" width="771" height="514" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/6-SK-Kocervje-SK-Rapid-Kocevje-Gotsche9-2-1024x683.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/6-SK-Kocervje-SK-Rapid-Kocevje-Gotsche9-2-300x200.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/6-SK-Kocervje-SK-Rapid-Kocevje-Gotsche9-2-768x512.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/6-SK-Kocervje-SK-Rapid-Kocevje-Gotsche9-2-1536x1024.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/6-SK-Kocervje-SK-Rapid-Kocevje-Gotsche9-2-2048x1365.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/6-SK-Kocervje-SK-Rapid-Kocevje-Gotsche9-2-750x500.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/6-SK-Kocervje-SK-Rapid-Kocevje-Gotsche9-2-1080x720.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 771px) 100vw, 771px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Moment vor Beginn des Derbys in Kočevje zwischen dem slowenischen SK Kočevje und dem deutschen SK Rapid Gottschee auf dem Fußballplatz in Gaj im Jahre 1936. (Quelle: Privatarchiv von Jože Gorše.) </figcaption></figure>
</div>
<p>Im Jahre 1935 wurde in Kočevje ein neuer Fußballklub der Deutschen aus Gottschee gegründet, Sportklub Rapid Gottschee. Er war im Rahmen des sog. <em>Kulturbunds</em> (schwäbisch-deutscher Kulturbund) tätig. Dabei begannen sich nationale Gegensätze sowie Reibereien zwischen SlowenInnen und Deutschen in Kočevsko auch beim Fußball zu zeigen. Im Juni des selben Jahres haben sich slowenische Fußballer aus Kočevje das erste Mal in einen einzigen, einheitlichen Klub vereinigt, der den Namen Sportski klub Kočevje getragen hat.     </p>

<p>Es ging um den ersten selbstständigen Fußballverein in Kočevje, der nicht nur eine Untersektion eines breiteren Sportklubs war. Derzeit waren die interessantesten, spannendsten und meist besuchten genau die Treffen zwischen den beiden Stadtsrivalen, die live auch bis zu 2.000 ZuschauerInnen verfolgt haben. Obwohl die Vorkriegsatmosphäre in Kočevsko sehr angespannt war, ist es laut Aussagen aus jener Zeit bei keinem Fußballspiel zu größeren, weder seitens der Fans noch politischen, Ausschreitungen gekommen.   </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/10-IMG_2290-1-732x1024.jpg" alt="Das F&#xE4;hnchen vom Stadtsderby in Ko&#x10D;evje zwischen dem slowenischen SK Ko&#x10D;evje und dem deutschen SK Rapid Gottschee, am 6. September 1936. (Quelle: Privatarcihv von Jo&#x17E;e Gor&#x161;e.) Ko&#x10D;evski b(r)log/Gottscheer blog.   " class="wp-image-1750" width="500" height="699" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/10-IMG_2290-1-732x1024.jpg 732w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/10-IMG_2290-1-214x300.jpg 214w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/10-IMG_2290-1-768x1075.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/10-IMG_2290-1-1097x1536.jpg 1097w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/10-IMG_2290-1-1463x2048.jpg 1463w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/10-IMG_2290-1-750x1050.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/01/10-IMG_2290-1.jpg 1744w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Fähnchen vom Stadtsderby in Kočevje zwischen dem slowenischen SK Kočevje und dem deutschen SK Rapid Gottschee, am 6. September 1936. (Quelle: Privatarcihv von Jože Gorše.)  </figcaption></figure>
</div>
<p>Während des zweiten Weltkrieges sind in Kočevska alle sportliche Aktivitäten praktisch zum Erliegen gekommen. Ein Großteil der Fußballspieler von SK Kočevje hat sich den Kämpfern des Nationalfreiheitskampfs angeschlossen und zahlreiche wurden auch in die deutschen Konzentrationslager verschleppt. Nach dem Kriegsende wurde der Großteil der deutschen Bevölkerung aus Kočevsko ausgesiedelt, was das Ende vom deutschen Fußball in Kočevsko bedeutete. Natürlich führte das auch zum Ende des Aufeinandertreffens zwischen den slowenischen und deutschen Mannschaften in Kočevje.   </p>

<p></p>

<p><strong>Quellen:</strong></p>

<ul class="wp-block-list">
<li>Gorše, Jože. 2020. Kočevski nogomet: Že stoletje. Kočevje: Pokrajinski muzej.    </li>



<li>Kordiš, Ivan, Jerbič Perko, Vesna in Pavlin, Tomaž. 2019. Telovadba in šport na Kočevskem. Kočevje: Pokrajinski muzej.   </li>



<li>&#8211; Webseite von NK Kočevje: <a href="http://www.nkkocevje.si/">http://www.nkkocevje.si/</a>.</li>
</ul>

<p>Haben Sie schon vom Pilichmandle gehört &#8211; dem Wächter der Siebenschläfer? Weitere Informationen zu diesem typischen Helden der Gottscheer-Wäldern finden Sie <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/pilichmandle-beschuetzer-des-siebenschlaefers/">hier.</a> </p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/fussball-in-kocevska-gottschee-von-den-anfaengen-bis-zum-zweiten-weltkrieg/">Fußball in Kočevska (Gottschee) von den Anfängen bis zum Zweiten Weltkrieg</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.kocevskibrlog.com/de/fussball-in-kocevska-gottschee-von-den-anfaengen-bis-zum-zweiten-weltkrieg/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">1759</post-id>	</item>
	</channel>
</rss>

<!--
Performance optimized by W3 Total Cache. Learn more: https://www.boldgrid.com/w3-total-cache/?utm_source=w3tc&utm_medium=footer_comment&utm_campaign=free_plugin

Page Caching using Disk: Enhanced 
Content Delivery Network via N/A
Database Caching 9/224 queries in 0.066 seconds using Disk (Request-wide modification query)

Served from: www.kocevskibrlog.com @ 2026-02-18 16:10:33 by W3 Total Cache
-->