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	<title>Umgebung Archives &#8226; Gottscheer Blog</title>
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	<description>Gottscheer Blog: Blog über das kulturelle Erbe von Gottschee (Kočevska)</description>
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	<title>Umgebung Archives &#8226; Gottscheer Blog</title>
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		<title>Luchs, eine geheimnisvolle Katze der slowenischen Wälder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Irena Kavčič]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Dec 2023 15:41:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tiere]]></category>
		<category><![CDATA[Umgebung]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
		<category><![CDATA[Luchs]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wahrscheinlich werden wir den Luchs nie in der freien Wildbahn sehen. Vielleicht sehen wir seine Fußabdrücke im Schlamm oder Schnee. Doch allein der Gedanke, dass eine große Wildkatze uns von einem nahen Felsen aus beobachtet, regt die Fantasie an. Sie macht den Wald mit ihrer Anwesenheit voller, vielfältiger und inspirierender. Wer ist Luchs – der geheimnisvolle Bewohner unserer Wälder? Der Eurasische Luchs (Lynx lynx) ist die größte Wildkatze Europas. Ausgewachsen wird er von 70 bis 130 cm lang und 12 – 35 kg schwer. Er hat einen markanten Katzenkopf, der durch längere Haarbüschel an den Seiten scheinbar vergrößert ist. Die dreieckigen Ohren enden in markanten Büscheln. Das Fell ist braun und weist ein einzigartiges Muster aus Flecken und Tupfen auf. Jeder Luchs hat ein anderes Muster, ähnlich wie Menschen unterschiedliche Fingerabdrücke haben. Der Luchs in Europa lebt in Waldgebieten. Er braucht große, geschlossene Waldgebiete, um zu überleben, und spielt als Spitzenprädator eine wichtige Rolle im Ökosystem. Er jagt vor allem Hirsche, er ernährt sich auch mit Bilchen, Gämsen und Hirschkälbern. Als Raubtier sorgt er für Erhaltung gesunder Populationen wild lebender Paarhufer, indem er deren Häufigkeit und Verhalten beeinflusst und so indirekt das Pflanzenwachstum schützt. In Slowenien ist der Luchs hauptsächlich [&#8230;]</p>
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<p>Wahrscheinlich werden wir den Luchs nie in der freien Wildbahn sehen. Vielleicht sehen wir seine Fußabdrücke im Schlamm oder Schnee. Doch allein der Gedanke, dass eine große Wildkatze uns von einem nahen Felsen aus beobachtet, regt die Fantasie an. Sie macht den Wald mit ihrer Anwesenheit voller, vielfältiger und inspirierender.   </p>

<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wer ist Luchs – der geheimnisvolle Bewohner unserer Wälder?</strong></h2>

<p>Der Eurasische Luchs (<em>Lynx lynx</em>) ist die größte Wildkatze Europas. Ausgewachsen wird er von 70 bis 130 cm lang und 12 – 35 kg schwer. Er hat einen markanten Katzenkopf, der durch längere Haarbüschel an den Seiten scheinbar vergrößert ist. Die dreieckigen Ohren enden in markanten Büscheln. Das Fell ist braun und weist ein einzigartiges Muster aus Flecken und Tupfen auf. Jeder Luchs hat ein anderes Muster, ähnlich wie Menschen unterschiedliche Fingerabdrücke haben.     </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/Matej-Vranic-18-jpg-6-1024x683.jpg" alt="Eurasischer Luchs: Erkennbar an Ohrb&#xFC;scheln, dem kurzen Schwanz und dem braunen Fell mit Flecken. Foto: Matej Vrani&#x10D;, LIFE Lynx  Gottscheer Blog" class="wp-image-2077" style="width:634px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/Matej-Vranic-18-jpg-6-1024x683.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/Matej-Vranic-18-jpg-6-300x200.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/Matej-Vranic-18-jpg-6-768x512.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/Matej-Vranic-18-jpg-6-1536x1024.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/Matej-Vranic-18-jpg-6-2048x1365.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/Matej-Vranic-18-jpg-6-750x500.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/Matej-Vranic-18-jpg-6-1080x720.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eurasischer Luchs: Erkennbar an Ohrbüscheln, dem kurzen Schwanz und dem braunen Fell mit Flecken. Foto: Matej Vranič, LIFE Lynx </figcaption></figure>
</div>
<p>Der Luchs in Europa lebt in Waldgebieten. Er braucht große, geschlossene Waldgebiete, um zu überleben, und spielt als Spitzenprädator eine wichtige Rolle im Ökosystem. Er jagt vor allem Hirsche, er ernährt sich auch mit Bilchen, Gämsen und Hirschkälbern. Als Raubtier sorgt er für Erhaltung gesunder Populationen wild lebender Paarhufer, indem er deren Häufigkeit und Verhalten beeinflusst und so indirekt das Pflanzenwachstum schützt.    </p>

<p>In Slowenien ist der Luchs hauptsächlich in dinarischen Tannen-Buchenwäldern anzutreffen, die relativ dünn besiedelt werden. Der hochgelegene dinarische Karst ist durch Karstlandschaften, wie Mulden, Tümpel, Höhlen, Felsenüberhänge und Klippen gekennzeichnet. Die raue Umgebung kommt dem Luchs sehr entgegen. Felsen dienen ihm als Aussichtspunkte, er läuft gerne auf umgestürzten Baumstämmen, entlang von Kanten der Riffe, Felsvorsprüngen und Verwerfungen.    </p>

<p>Man findet ihn in den Wäldern von Trnovo, Nanos, Menišija, Javornik und Gottschee. Bis vor kurzem waren Luchse in slowenischen Alpen äußerst selten.  </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_5526_Petra-Draskovic-Pelc_Life-Lynx_ARS-1024x683.jpg" alt="Die st&#xE4;ndige Anwesenheit von Luchsen im Wald ist ein Zeichen f&#xFC;r ein gesundes und reiches Wald&#xF6;kosystem. Foto: Petra Dra&#x161;kovi&#x10D; Pelc, LIFE Lynx.  Gottscheer Blog" class="wp-image-2083" style="width:625px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_5526_Petra-Draskovic-Pelc_Life-Lynx_ARS-1024x683.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_5526_Petra-Draskovic-Pelc_Life-Lynx_ARS-300x200.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_5526_Petra-Draskovic-Pelc_Life-Lynx_ARS-768x512.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_5526_Petra-Draskovic-Pelc_Life-Lynx_ARS-1536x1024.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_5526_Petra-Draskovic-Pelc_Life-Lynx_ARS-2048x1366.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_5526_Petra-Draskovic-Pelc_Life-Lynx_ARS-750x500.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_5526_Petra-Draskovic-Pelc_Life-Lynx_ARS-1080x720.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die ständige Anwesenheit von Luchsen im Wald ist ein Zeichen für ein gesundes und reiches Waldökosystem. Foto: <a href="https://petradraskovic.com/sl/petra/">Petra Draškovič Pelc</a>, LIFE Lynx. </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Einmal haben wir den Luchs schon verloren</strong></h2>

<p>Der Luchs war in der Vergangenheit im ganz Slowenien verbreitet, bis er am Beginn des 20. Jahrhunderts aufgrund von Überjagung und Abholzung verschwand. 1973 wurde der Luchs von Jägern und Förstern in Gottschee-Gebiet wieder angesiedelt und er hat sich erfolgreich in weiten Teilen der Dinariden und der Ostalpen ausgebreitet. Zu Beginn des neuen Jahrtausends jedoch wäre der Luchs aufgrund von Inzucht fast wieder von unseren Wäldern verschwunden. Um das Aussterben zu verhindern, wurden im Rahmen des Projekts <a href="https://www.lifelynx.eu/?lang=sl">LIFE Lynx</a> 18 Luchse aus der Slowakei und Rumänien nach Slowenien und Kroatien angesiedelt.     Die Population ist erst gerettet, aber ihr Überleben hängt weitgehend von uns, den Menschen, ab.</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_3188_Petra-Draskovic-Pelc-1024x683.jpg" alt="Der Luchs kann auch ein Kunstmotiv sein. Foto: Petra Dra&#x161;kovi&#x10D; Pelc, LIFE Lynx.  Gottscheer Blog" class="wp-image-2086" style="width:627px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_3188_Petra-Draskovic-Pelc-1024x683.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_3188_Petra-Draskovic-Pelc-300x200.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_3188_Petra-Draskovic-Pelc-768x512.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_3188_Petra-Draskovic-Pelc-1536x1024.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_3188_Petra-Draskovic-Pelc-2048x1366.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_3188_Petra-Draskovic-Pelc-750x500.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/ARS_3188_Petra-Draskovic-Pelc-1080x720.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Luchs kann auch ein Kunstmotiv sein. Foto: <a href="https://petradraskovic.com/sl/petra/">Petra Draškovič Pelc</a>, LIFE Lynx. </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was wir kennen, das schätzen wir mehr</strong></h2>

<p>Bildung ist eine der wichtigsten Maßnahmen zum Schutz eines bestimmten Elements der Natur, da gerade Unwissenheit oft die Ursache für seine Gefährdung ist. Wir müssen den Menschen die Natur näherbringen, damit wir sie schätzen und bewundern können und für den Verlust und die Bedrohung der verschiedenen Arten sensibilisiert werden. Zu diesem Zweck wurde in Gottschee der Lachspfad eingerichtet. Er befindet sich neben der Hütte Koča pri Jelenovem studencu und vermittelt den Besuchern einen verständlichen Einblick ins Leben der Luchse, die Herausforderungen, denen ihre Population gegenübersteht, und die wichtige Rolle, die sie im Ökosystem spielen.    Der Luchs ist eine Schirmspezies. Wenn wir den Luchs schützen, schützen wir auch seinen Lebensraum und damit alle anderen Tier- und Pflanzenarten, die wichtig für das gesunde und funktionierende Ökosystem wichtig sind, von dem wir Menschen abhängen. </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/DSC_1601JPG-683x1024.jpg" alt="Der Luchs-Lehrpfad beginnt auf einer Waldlichtung in der N&#xE4;he der H&#xFC;tte Ko&#x10D;a pri Jelenovem studencu. Foto: Irena Kav&#x10D;i&#x10D;.  Gottscheer Blog" class="wp-image-2080" style="width:431px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/DSC_1601JPG-683x1024.jpg 683w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/DSC_1601JPG-200x300.jpg 200w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/DSC_1601JPG-768x1152.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/DSC_1601JPG-1024x1536.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/DSC_1601JPG-1365x2048.jpg 1365w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/DSC_1601JPG-750x1125.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/11/DSC_1601JPG-scaled.jpg 1707w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Luchs-Lehrpfad beginnt auf einer Waldlichtung in der Nähe der Hütte Koča pri Jelenovem studencu. Foto: Irena Kavčič. </figcaption></figure>
</div>
<p>Den Luchs hatten wir einmal schon verloren – wir hoffen, dass wir dieses Mal mit der veränderten Einstellung zur Natur und einem Bewusstsein für unsere Zusammengehörigkeit schaffen, ihn zu bewahren.</p>

<p class="has-small-font-size">Quellen: Čadež, D., Jankovič, N., Kavčič, I., &amp; Pšeničnik, A. (2023). Didaktična priporočila za risovo pot (1. izd., str. 19). Biotehniška fakulteta Univerze v Ljubljani, Oddelek za biologijo. (Didaktische Empfehlungen für den Luchspfad, 1. Ausgabe, Seite 19; Biotechnische Fakultät der Universität in Ljubljana, Abteilung für Biologie).  </p>

<p>Lesen Sie im vorherigen Beitrag:<a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/franc-volf-bergmann-aus-gottschee-erinnerungen-an-das-bergmannsleben-in-gottschee/">Franc Volf, Bergmann aus Gottschee: Erinnerungen an das Bergmannsleben in Gottschee.</a> </p>
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		<title>Verbeugung vor der Natur: Urwald Krokar</title>
		<link>https://www.kocevskibrlog.com/de/verbeugung-vor-der-natur-urwald-krokar/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Šolar]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Aug 2019 09:27:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Umgebung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Sekunde nachdem mir mein Kollege mit der Hand andeutet, dass ich näher kommen soll, erblicke ich die Gämse. Das ist ein prächtiges Tier, das nicht zögert und im nächsten Moment verschwindet sie von dem steilen Hang über Kolpa. »Vielleicht werden wir noch welche sehen,« sagt mein Gefährte. Sofort danach vergesse ich auf das Hohlhorn, da sich eine fantastische Aussicht eröffnet: eine Menge von kleineren und höheren hellgrünen Bergen, darunter windet sich der Fluß und darüber befinden sich die Reste vom Morgennebelschleier, oben blauer Himmel, der ab und zu von einer weißen Wolke abgebrochen wird. Aber nirgendwo gibt es den schwarzen Streicher, wonach der Urwald benannt wurde! Krokar ist ein jener Gebiete, wo der Mensch die Zügel der Natur überlassen hat. Nicht ganz, würde mich Förster Tomaž Hartman korrigieren, der im Jahre 2014 zusammen mit fünf Fotografen eine zweisprachige Monographie über den Urwald herausgegeben hat. Auch das Naturschutzgebiet kann man vor der verschmutzten Luft, dem sauren Regen u. Ä. nicht schützen. Die menschliche Dummheit ist grenzenlos! Wie Hartman noch gerne betont, ist der Urwald eine Einsicht in unsere ferne Vergangenheit. »Unsere Weltauffassung ist nicht die einzig richtige und wahre,« hat er mir am Anfang letzten Jahres gesagt. Er hat Recht. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Eine Sekunde nachdem mir mein Kollege mit der Hand andeutet, dass ich näher kommen soll, erblicke ich die Gämse. Das ist ein prächtiges Tier, das nicht zögert und im nächsten Moment verschwindet sie von dem steilen Hang über Kolpa. »Vielleicht werden wir noch welche sehen,« sagt mein Gefährte. Sofort danach vergesse ich auf das Hohlhorn, da sich eine fantastische Aussicht eröffnet: eine Menge von kleineren und höheren hellgrünen Bergen, darunter windet sich der Fluß und darüber befinden sich die Reste vom Morgennebelschleier, oben blauer Himmel, der ab und zu von einer weißen Wolke abgebrochen wird. Aber nirgendwo gibt es den schwarzen Streicher, wonach der Urwald benannt wurde!     </p>

<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/krokar_01-1.jpg" alt="Krokar ist Teil von Borov&#x161;ka gora. Urwald Ko&#x10D;evska, Gottschee, Unesco-Weltkulturerbe " class="wp-image-566" width="515" height="342"/><figcaption>Krokar ist Teil von Borovška gora (1122 Meter) und nach diesem Gipfel hat auch der Urwald seinen Namen bekommen. Foto: Petra Šolar. </figcaption></figure></div>

<p>Krokar ist ein jener Gebiete, wo der Mensch die Zügel der Natur überlassen hat. Nicht ganz, würde mich Förster Tomaž Hartman korrigieren, der im Jahre 2014 zusammen mit fünf Fotografen eine zweisprachige Monographie über den Urwald herausgegeben hat. Auch das Naturschutzgebiet kann man vor der verschmutzten Luft, dem sauren Regen u. Ä. nicht schützen. Die menschliche Dummheit ist grenzenlos! Wie Hartman noch gerne betont, ist der Urwald eine Einsicht in unsere ferne Vergangenheit. »Unsere Weltauffassung ist nicht die einzig richtige und wahre,« hat er mir am Anfang letzten Jahres gesagt. Er hat Recht.       </p>

<h3 class="wp-block-heading">Urwald von Kočevska-Region</h3>

<p>Kočevska Region hat sechs Reste vom Urwald und ist deswegen vor allem für die Förster etwas Besonderes. Krokar, Teil von Borovška gora, streckt sich über etwas mehr als 74 Hektar und ist ein Zufluchtsort für Bären, Wölfe, Bergadler, Wanderfalken, schwarze Spechte, Auerhähne, Luchse … sowie einer Menge kleine Tiere, die man bloßen Auges kaum wahrnimmt. Der unhörbare Rummel in zerfallenen Baumstämmen ist nur deswegen dort, weil die Natur die Zügel in ihren Händen hält.    </p>

<p>Was den Naturkatastrophen nicht gewachsen ist, fällt und verfault. Was gewinnt, wächst an und dominiert. Und es herrscht die Buche vor, die – so Fachleute – sich in der Eiszeit hier erhalten und über Jahrtausende ganz bis nach Norden verbreitet hat. Genau deswegen ist der Urwald Krokar seit 2017 auf der <a href="http://www.sloveniatimes.com/slovenian-beech-forests-join-cross-border-world-heritage-site">Unesco-Liste der Naturerben</a> eingetragen.    »Die Eintragung ist das Ergebnis von 120- jährigen Bestrebungen,« meint Mag. Bojan Kocjan aus der Zweigsstelle Kočevje des Forstinstituts. </p>

<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/krokar_03.jpg" alt="Urwald Krokar Ko&#x10D;evska Gottschee, Unesco-Weltkulturerbe" class="wp-image-576" width="537" height="357"/><figcaption>Königreich der Buche. Foto: Petra Šolar. </figcaption></figure></div>

<p>Eine dicke Akte, Materialsammlungen von fünf Jahren, Besichtigungen und Überprüfungen, dass Krokar weltwichtig geworden ist. »Die Buche konnte nur da überleben. Nördlicher gab es damals das Eis. Als das Eis angefangen hat sich zurückzuziehen, hat sich die Buche von da gerade verbreitet« erklärt Kocjan die ausnehmende Entwicklung der Ökosysteme der Buche vor etwa 12.000 Jahren.  Gemeinsam mit der Buche haben sich durch Europa auch andere Pflanzen und Tiere verbreitet. Auf der Liste gibt es 63 Gebiete der altertümlichen und elementaren Buchenwälder aus 10 Ländern. Außer Krokar gibt es auf der Liste auch das slowenische Snežnik-Ždrocle.   </p>

<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/krokar_04.jpg" alt="Naturweg von Borovec Ko&#x10D;evska Gottschee, Unesco-Weltkulturerbe" class="wp-image-578" width="540" height="359"/><figcaption>Sie können bis zum Rand des Hanges kommen, danach müssen Sie sich aber am <a href="https://www.kocevje.info/tour/po-borovski-naravoslovni-poti-mimo-pragozda-krokar/">Naturweg von Borovec</a> halten. Foto: Petra Šolar</figcaption></figure></div>

<p>»Urwälder sind Urwälder geblieben, weil sich jemand entschieden hat, sie in Ruhe zu lassen,« erklärt Mag. Bojan Kocjan. Eine wichtige Rolle dabei spielte Leopold Hufnagel, der mit dem ersten waldwirtschaftlichen Plan die ersten zwei Reste vom Urwald abgesondert hat. »Diese zwei, Abteilung 38 und 39, die er im Jahre 1892 in Anmerkungen erwähnt hat, gibt es nicht mehr, sie wurden nach dem zweiten Weltkrieg gefällt,« ergänzt Kocjan. Notizen in der Literatur beschreiben, dass auf Borovška gora schon längst ein riesiger Urwald existiert hat, der nach dem Krieg abgeholzt wurde. »Krokar ist der Rest eines weiteren Gebietes, das auf Borovška gora unberührbar war.«    </p>

<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/krokar_02.jpg" alt="Urwald Ko&#x10D;evska, Gottschee, Unesco-Weltkulturerbe" class="wp-image-568" width="526" height="350"/><figcaption>Im Urwald ist alles der Natur überlassen, der Mensch hat keinen Eintritt. Foto: Petra Šolar. </figcaption></figure></div>

<h3 class="wp-block-heading">Wir betreten den Urwald nicht!</h3>

<p>Die Eintragung auf die Unesco-Liste als Naturerbe bringt auch Verantwortung und Verpflichtungen mit sich. Auch deswegen darf man auf dem gut abgetretenen Fußweg, der einen Unwissenden irreführt und in den Urwald führt, nicht gehen! Besucher sollten bis zum Rand von Krokar von der Richtung Cerk kommen. Der Eintritt in den Urwald, der mit blauer Farbe markiert ist, ist streng verboten. Darin dürfen alle 10 Jahre nur Förster, die Bäume abmessen, die dicker als 10 cm sind. Wie der Förster aus Kočevje noch zugibt, gehen sie auch nach der Wachsaison hinein, um die Entwicklung des Urwald weniger zu beeinflussen…      </p>

<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen: </strong><br/>&#8211; Tomaž, Hartman. 2014. Pragozd: pranarava Kočevske.<br/>&#8211; Kocjan, Bojan, MSc. 2019. Interview mit Petra Šolar.</p>

<p>Planen Sie einen Besuch von Kočevsko? Lernen Sie den kräftigen Helden <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/peter-klepec-der-maechtige-held-des-kolpa-und-cabranka-tals/">Peter Klepec</a> kennen! </p>
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