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	<title>Tourismus Archives &#8226; Gottscheer Blog</title>
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	<description>Gottscheer Blog: Blog über das kulturelle Erbe von Gottschee (Kočevska)</description>
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	<title>Tourismus Archives &#8226; Gottscheer Blog</title>
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		<title>Ein Spaziergang durch das Dorf Občice (Gott.: Khrapflern)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jana Rajh Plohl]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Dec 2023 19:29:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>»Ist nicht auch das bescheidenste Behausung schön, wenn man sie aus der Nähe betrachtet?« Mit ähnlichen Gedanken wie französischer Philosoph Gaston Bachelard (1884 – 1962), der sein Werk Poetik des Raumes der Einstellung zum Gefühl der Häuser und Räume gewidmet hat, machte ich einen Spaziergang durch das Dorf Krapflern. Diese Haufensiedlung an der s. g. Partisanenstraße, sieben Kilometer von Dolenjske Toplice entfernt, bietet dem Besucher trotz ihrer geringen Größe den Einblick in eine reiche „Sammlung“ selten erhaltener Baudenkmäler. Občice im Wandel der Zeit Der slowenische Name des Dorfes Krapflern, Občice, leitet sich vermutlich von der Bezeichnung des gemeinsamen Gemeindegrundstücks ab und verweist auf die ursprüngliche slawische Ansiedlung. Nach der Beschreibung von Mitja Ferenc und Gojko Zupan war das Dorf vor dem Zweiten Weltkrieg vom bescheidenen Ackerbau, Viehzucht und Obstbau (hauptsächlich Apfelplantagen) geprägt. Zu den Nebentätigkeiten gehörten Bienenzucht, Weinbau, Forstwirtschaft und Vorspannen. Krapflern wurde erstmals 1564 im s. g. urbarialen Steuerregister erwähnt. Die meisten Einwohner wohnten dort im Jahr 1869, und zwar 129 Personen in 24 Häusern. In Občice, gottscheerisch Khrapflern, wurde bis zum Zweiten Weltkrieg wie auch anderswo in Gottschee vorwiegend gottscheerischer Dialekt gesprochen. Nach dem Zeugnis der Dorfbewohnerin Justina Rezelj im Werk von Marija Makarovič Črmošnjiško-Poljanska dolina in njeni [&#8230;]</p>
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<p>»Ist nicht auch das bescheidenste Behausung schön, wenn man sie aus der Nähe betrachtet?« Mit ähnlichen Gedanken wie französischer Philosoph Gaston Bachelard (1884 – 1962), der sein Werk <em>Poetik des Raumes</em> der Einstellung zum Gefühl der Häuser und Räume gewidmet hat, machte ich einen Spaziergang durch das Dorf Krapflern. Diese Haufensiedlung an der s. g. Partisanenstraße, sieben Kilometer von Dolenjske Toplice entfernt, bietet dem Besucher trotz ihrer geringen Größe den Einblick in eine reiche „Sammlung“ selten erhaltener Baudenkmäler.    </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="256" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-16-1024x256.jpg" alt="Ein Blick auf Občice (Krapflern), August 2023. Foto: Jana Rajh Plohl.   " class="wp-image-2201" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-16-1024x256.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-16-300x75.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-16-768x192.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-16-1536x384.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-16-2048x512.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-16-750x187.jpg 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Blick auf Občice (Krapflern), August 2023. Foto: Jana Rajh Plohl.   </figcaption></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading">Občice im Wandel der Zeit</h2>



<p>Der slowenische Name des Dorfes Krapflern, Občice, leitet sich vermutlich von der Bezeichnung des gemeinsamen Gemeindegrundstücks ab und verweist auf die ursprüngliche slawische Ansiedlung. Nach der Beschreibung von Mitja Ferenc und Gojko Zupan war das Dorf vor dem Zweiten Weltkrieg vom bescheidenen Ackerbau, Viehzucht und Obstbau (hauptsächlich Apfelplantagen) geprägt. Zu den Nebentätigkeiten gehörten Bienenzucht, Weinbau, Forstwirtschaft und Vorspannen. Krapflern wurde erstmals 1564 im s. g. urbarialen Steuerregister erwähnt. Die meisten Einwohner wohnten dort im Jahr 1869, und zwar 129 Personen in 24 Häusern. In Občice, gottscheerisch <em>Khrapflern</em>, wurde bis zum Zweiten Weltkrieg wie auch anderswo in Gottschee vorwiegend gottscheerischer Dialekt gesprochen.       </p>



<p>Nach dem Zeugnis der Dorfbewohnerin Justina Rezelj im Werk von Marija Makarovič <em>Črmošnjiško-Poljanska dolina in njeni ljudje</em> (Die Moschnitze und ihre Leute) beschlossen viele Dorfbewohner aus Občice während des Zweiten Weltkrieges angesichts der starken deutschen Propaganda ins Reich zu ziehen. „Am Nikolausabend 1941 war Krapflern leer. Bis auf unsere sind alle anderen gottscheerischen Familien ausgezogen. Nur unsere Familie blieb in dem verlassenen Dorf zurück. /…/ Mein Vater sagte nur, dass die Dorfbewohner gekommen seien, um sich zu verabschieden, bevor sie gegangen seien.“ (Marija Makarovič: 2005, 484)  </p>



<p>In Občice, wo gottscheerische Sprache sechs Jahrhunderte lang ein Teil des Alltaglebens war, verschwand sie nach dem Krieg fast völlig. Frau Justina und andere Kinder, z. B. ihr Bruder Albin Samida, lernten in der Schule von da an Slowenisch statt Deutsch.  </p>



<h2 class="wp-block-heading">Geschütztes bauliches Erbe </h2>



<p>Justina und Albin Samida wurden auf dem Bauernhof Kulparš geboren, der dann von ihrer Schwester mit ihrem Neffen und dessen Familie übernommen wurde. Das Haus (gott. <em>hauš</em>), das ursprünglich Nummer 5 hatte, und jetzt hat es Nummer 1, sehen wir auf dem nächsten Foto (das erste von rechts).   </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" width="1024" height="256" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-11-1024x256.jpg" alt="Ein Teil von Krapflern, wo wir einige der Häuser sehen können, die ein Teil des geschützten baulichen Erbes sind. August 2023. Foto: Jana Rajh Plohl.  " class="wp-image-2195" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-11-1024x256.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-11-300x75.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-11-768x192.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-11-1536x384.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-11-2048x512.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-11-750x187.jpg 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Teil von Občice, wo wir einige der Häuser sehen können, die ein Teil des geschützten baulichen Erbes sind. August 2023. Foto: Jana Rajh Plohl.  </figcaption></figure>
</div>


<p>Das Register des unbeweglichen Kulturerbes der Republik Slowenien enthält kurze Beschreibungen von drei Häusern in Krapflern, und zwar von den Häusern mit Nummern 4, 6 und 7. Das Haus mit Nummer 4 ist ein Haus aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Es ist teilweise in eine Böschung hineingebaut und hat eine umgebaute schwarze Küche. Das Haus Nummer 6 ist ein Typ des Hauses aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dort war zwischen 1944 und 1945 der Sitz des Kommandos der Relaisstation TV-15, von dem aus Partisanenkurierverbindungen in ganz Slowenien hergestellt wurden (am Haus befinden sich auch zwei Gedenktafeln). Das Haus Nummer 7 ist ebenfalls ein ebenerdiges Haus eines kleinen Bauers, gebaut am Beginn des 19. Jahrhunderts. Die Jahreszahl 1891 ist noch an der westlichen Giebelseite der Fassade zu sehen.           </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="683" height="1024" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-8-683x1024.jpg" alt="Das Haus mit der Nummer 7 mit der Jahreszahl 1891, Občice. August 2023. Foto: Jana Rajh Plohl    " class="wp-image-2204" style="width:407px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-8-683x1024.jpg 683w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-8-200x300.jpg 200w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-8-768x1152.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-8-1024x1536.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-8-1365x2048.jpg 1365w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-8-750x1125.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-8-scaled.jpg 1707w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Haus mit der Nummer 7 mit der Jahreszahl 1891, Občice. August 2023. Foto: Jana Rajh Plohl    </figcaption></figure>
</div>


<p>Erwähnenswert ist auch das renovierte Gehöft an der Adresse Občice 9, in dem Gottscheer Altsiedlerverein seinen Sitz und einen Museumsraum hat. Der Verein wurde 1992 in Pöllandl gegründet und befasst sich in erster Linie mit der Förderung der gottscheerischen Kultur durch folkloristische Aktivitäten und vereinigt so die Gottscheer, die in der Heimat geblieben sind, wie auch ihre Sympathisanten.  </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-1-1024x683.jpg" alt="Der Sitz des Gottscheer Altsiedlervereins, wo sich seine Räume und eine Museumssammlung befinden. August 2023. Foto: Jana Rajh Plohl.  " class="wp-image-2198" style="width:591px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-1-1024x683.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-1-300x200.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-1-768x512.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-1-1536x1024.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-1-2048x1365.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-1-750x500.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-1-1080x720.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Sitz des Gottscheer Altsiedlervereins, wo sich seine Räume und eine Museumssammlung befinden. August 2023. Foto: Jana Rajh Plohl.  </figcaption></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading">Möglichkeiten für die Entwicklung des Tourismus im Dorf Občice</h2>



<p>Als ich zum ersten Mal durch Občice ging, konzentrierte ich mich auf meine Gefühle oder meinen ersten Eindruck. Die Holzfenster, die blaue Platte mit der Jahreszahl 1891 und mit gemalten Verzierungen, die romantisch mit der blauen duftenden Wiese übereinstimmen … Gezierte Fassade vom Haus mit der Nummer 2, die Gedenktafel am Haus mit der Nummer 6… Das Dorf, das – um noch einmal auf Bachelards Idee zu verweisen – von einer durch Bewährungsproben gestärkten Häusergruppe zeugt.      </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/12/JanaRajhPlohl_Obcice_Avgust2023-13-1024x683.jpg" alt="Fensterläden an einem der Häuser in Občice. Foto: Jana Rajh Plohl.  " class="wp-image-2207" style="width:561px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Fensterläden an einem der Häuser in Občice. Foto: Jana Rajh Plohl.  </figcaption></figure>
</div>


<p>Das bauliche Erbe in der weiten Region Gottschee, das in einem so großen Teil erhalten ist, ist eine echte Seltenheit. Daher ist es besonders wichtig, es richtig zu bewerten und seine Vision mit angemessener fachlicher Anleitung zu definieren. Die Zusammenarbeit mit dem lokalen Umfeld und den Bewohnern ist bei der Renovierung von Häusern und ihrer Wiederwendung besonders wichtig. Die renovierten Häuser können die Bemühungen des Gottscheer Altsiedlervereins um die Wiederbelebung des gottscheerischen Erbes in der Moschnitze bereichern. Zum Beispiel durch das Angebot neuer touristischen Unterkünfte, die Besuchern, vor allem den Gottscheern aus Ausland, in der Atmosphäre des Lebens ihrer Vorfahren bieten können. Eine solche persönliche Erfahrung ist nur eine der Möglichkeiten für die Entwicklung der Gemeinde und ihrer Umgebung. In dieser Weise können sie zu neuem Leben erweckt werden und das Gefühl vermeiden, dass auch sie, wie die meisten Vorkriegsdörfer, dem letzten Zug der stillen Bewunderung entgegengehen.       </p>



<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen: </strong><br>-Bachelard, Gaston. 2001. Poetika prostora. / Die Poetik des Raumes / 2001. Ljubljana: Študentska založba.    <br>-Društvo Kočevarjev staroselcev / Gottscheer Altsiedlerverein /: https://www.dolenjske-toplice.si/objava/73894.<br>&#8211; Ferenc, Mitja in Gojko Zupan. 2013. Po sledeh Kočevarjev v Črmošnjiško-Poljanski dolini / Auf den Spuren der Gottscheer in der Moschnitze. Dolenjske Toplice: Društvo Kočevarjev staroselcev.    <br>&#8211; Makarovič, Marija. 2005. Črmošnjiško-Poljanska dolina in njeni ljudje. Ljubljana: Založba ZRC, ZRC SAZU.   <br>&#8211; Das Register des Kulturerbes der Republik Slowenien: <a href="https://geohub.gov.si/portal/apps/webappviewer/index.html?id=d6641ae60c0c47e9b027319f4f0f73">https://geohub.gov.si/portal/apps/webappviewer/index.html?id=d6641ae60c0c47e9b027319f4f0f73</a></p>



<p>Mehr über die neue ethnologische Sammlung des Gottscheer Altsiedlervereins in Krapflern können Sie <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/studentisches-projekt-die-neugestaltung-der-ethnologischen-sammlung-der-gottscheer-in-obcice/">hier</a> lesen:</p>
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		<title>Studentisches Projekt: Die Neugestaltung der ethnologischen Sammlung der Gottscheer in Občice</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kaja Večko Klara Vrabl]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Oct 2023 18:53:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Gottscheergemeinschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gottschee]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Gottscheer Altsiedler-Verein An der Hauptstraße durch Občice (dt. Krapflern, gott. Kropflarn) in der Gemeinde Dolenjske Toplice (Töplitz in Unterkrain) befindet sich ein renoviertes altes Bauernhaus mit blauer Fassade. Seit 1998 ist hier der Sitz des Gottscheer Altsiedler-Vereins. Zu den Hauptaktivitäten des 1992 gegründeten Vereins gehören die rege Aktivität der Folklore- und Gesangsgruppe, die Herausgabe der Zeitung »Bakh – Pot«, Sprachkurse in Deutsch und Gottscheerisch sowie Workshops für Kinder. Der Verein beteiligt sich aktiv an den Tagen der Gottscheer Kultur, die seit 2015 abwechselnd von den Gemeinden Kočevje (Gottschee), Dolenjske Toplice (Töplitz in Unterkrain) und Semič (Semitsch) organisiert werden. Im Obstgarten bzw. in der Genbank werden seit 2014 alte, für die Region Gottschee typische Obstbaumsorten angebaut und erhalten. Entwicklung Die Ethnologische Sammlung der Gottscheer in Občice Beitragende zur Gottscheer-Sammlung Im Rahmen des von der Universität Ljubljana finanzierten studentischen Projekts für nachhaltige Entwicklung Die Ethnologische Sammlung der Gottscheer und der Spazierweg zwischen alten Obstbaumsorten wurden die ethnologische Sammlung der Gottscheer neugeordnet und interpretiert sowie die Geschichte des Obstgartens mit alten Baumarten neu verfasst. Am Projekt haben die Studentinnen Jana Rajh Plohl, Pika Pipan, Gaja Slapnik, Klara Vrabl und Kaja Večko mitgewirkt, die Arbeit wurde von Dr. Anja Moric von der Abteilung [&#8230;]</p>
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]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Der Gottscheer Altsiedler-Verein</h2>

<p>An der Hauptstraße durch Občice (dt. Krapflern, gott. Kropflarn) in der Gemeinde Dolenjske Toplice (Töplitz in Unterkrain) befindet sich ein renoviertes altes Bauernhaus mit blauer Fassade. Seit 1998 ist hier der Sitz des Gottscheer Altsiedler-Vereins. Zu den Hauptaktivitäten des 1992 gegründeten Vereins gehören die rege Aktivität der Folklore- und Gesangsgruppe, die Herausgabe der Zeitung »<em>Bakh – Pot</em>«, Sprachkurse in Deutsch und Gottscheerisch sowie Workshops für Kinder. Der Verein beteiligt sich aktiv an den Tagen der Gottscheer Kultur, die seit 2015 abwechselnd von den Gemeinden Kočevje (Gottschee), Dolenjske Toplice (Töplitz in Unterkrain) und Semič (Semitsch) organisiert werden. Im Obstgarten bzw. in der Genbank werden seit 2014 alte, für die Region Gottschee typische Obstbaumsorten angebaut und erhalten.     </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-1024x682.jpeg" alt="Neue Informationstafel im Obstgarten mit alten Baumsorten, Foto: Alenka Peterlin &#10;" class="wp-image-2037" style="aspect-ratio:1.501466275659824;width:628px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-1024x682.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-300x200.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-768x512.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-1536x1023.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-2048x1364.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-750x500.jpeg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32708-1080x720.jpeg 1080w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Neue Informationstafel im Obstgarten mit alten Baumsorten, Foto: Alenka Peterlin </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading">Entwicklung Die Ethnologische Sammlung der Gottscheer in Občice</h2>

<h3 class="wp-block-heading">Beitragende zur Gottscheer-Sammlung</h3>

<p>Im Rahmen des von der Universität Ljubljana finanzierten studentischen Projekts für nachhaltige <em><a href="https://www.ff.uni-lj.si/novice/studentski-projekt-etnoloska-zbirka-kocevarjev-pespot-med-starimi-sortami-sadnega-drevja">Entwicklung Die Ethnologische Sammlung der Gottscheer und der Spazierweg zwischen alten Obstbaumsorten</a></em> wurden die ethnologische Sammlung der Gottscheer neugeordnet und interpretiert sowie die Geschichte des Obstgartens mit alten Baumarten neu verfasst.<em> </em>Am Projekt haben die Studentinnen Jana Rajh Plohl, Pika Pipan, Gaja Slapnik, Klara Vrabl und Kaja Večko mitgewirkt, die Arbeit wurde von Dr. Anja Moric von der Abteilung für Ethnologie und Kulturanthropologie (Philosophische Fakultät, Universität Ljubljana), Dr. Tanja Žigon von der Abteilung für Übersetzen (Philosophische Fakultät, Universität Ljubljana), und Primož Primec, dem Präsidenten des Gottscheer Altsiedler-Vereins, geleitet. Für die Verwaltung und Koordination des Projekts war Urška Gruden von der Philosophischen Fakultät der Universität Ljubljana zuständig. </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-1024x768.jpeg" alt="Beitragende zur Ethnologische Sammlung der Gottscheer in Ob&#x10D;ice" class="wp-image-2016" style="aspect-ratio:1.3333333333333333;width:592px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8498-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Beitragende zur Ethnologische Sammlung der Gottscheer in Občice</figcaption></figure>
</div>
<h3 class="wp-block-heading">Entwicklung die Ethnologische Sammlung der Gottscheer in Občice</h3>

<p>Auf dem Dachboden des Hauses und unter der Heuharfe neben dem Haus wurde eine Sammlung von Gegenständen angelegt, die von den Gottscheern von Mitte des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts bei ihrer Feldarbeit und im Alltag verwendet wurden. Es handelt sich zum Beispiel um Fallen, die man bei der Siebenschläferjagd benutzte, Waagen, verschiedene landwirtschaftliche Geräte, Bienenstöcke u. Ä, während im Nebengebäude außerdem zwei Maketten der Gottscheer-Dörfer ausgestellt sind, die vom Förster Anton Prelesnik angefertigt wurden. </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-1024x768.jpeg" alt="Der Hauptausstellungsraum der ethnologischen Sammlung der Gottscheer. " class="wp-image-2031" style="aspect-ratio:1.3333333333333333;width:574px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_9247-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Hauptausstellungsraum der ethnologischen Sammlung der Gottscheer. Foto: Anja Moric </figcaption></figure>
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<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/image.jpeg" alt="Maketten der Gottscheer-D&#xF6;rfer. " class="wp-image-2028" style="aspect-ratio:1.3333333333333333;width:567px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/image.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/image-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/image-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/image-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Maketten der Gottscheer-Dörfer. Foto: Anja Moric </figcaption></figure>
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<p>Die Studentinnen führten mehrere Interviews mit den Gottscheern aus Občice und der Umgebung, um, soweit möglich, die gottscheerischen Ausdrücke für die ausgestellten Objekte festzuhalten. Das Gottscheerische wird nämlich heute nur noch von wenigen Leuten gesprochen. In Interviews wurden die Gesprächspartner zu den verschiedenen Gegenständen befragt, sie erzählten über die Bräuche in der Vergangenheit und von ihrem täglichen Leben, von der Bienenzucht, von den Obstbäumen usw. Somit konnte man aus erster Hand hören und erfahren, wie die Menschen in der Gottschee in der Vergangenheit lebten. Manchmal drehte sich das Gespräch auch um die Unterschiede zwischen den Generationen. In einem der Interviews mit Johanes Hans Jaklitsch sprachen wir über die Weide und darüber, dass die jungen Menschen von heute anders aufwachsen und die Spiele, die die Hirten früher auf den Weiden spielten, gar nicht mehr kennen.      </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-1024x768.jpeg" alt="Ein Gespr&#xE4;ch mit Johanes Hans Jaklitsch. " class="wp-image-2022" style="aspect-ratio:1.3333333333333333;width:578px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-1024x768.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-300x225.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-768x576.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/IMG_8502-750x563.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Gespräch mit Johanes Hans Jaklitsch. Foto: Anja Moric </figcaption></figure>
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<h3 class="wp-block-heading">Übersetzungsarbeit </h3>

<p>Im Rahmen des Projekts übersetzten die Studierenden der Abteilung für Übersetzen auch ein Segment aus dem Buch <em>Abbildung und Beschreibung der südwest- und östlichen Wenden, Illyrer und Slaven</em>, das von Balthasar Hacquet verfasst wurde, aus dem Deutschen ins Slowenische. Hacquet beschrieb darin Handel und Wandel der Gottscheer, deshalb wurden die Texte auch für die Ausstellungstafeln verwendet. Beim Übersetzen haben wir uns zum ersten Mal mit einem deutschen Text aus dem 19. Jahrhundert auseinandergesetzt. Obwohl der Text für den heutigen Leser aktualisiert wurde, haben wir uns bemüht, die Patina der vergangenen Zeiten zu erhalten, denn es ist von Bedeutung dem heutigen Leser auch den Schreibstil des Autors soweit wie möglich zu vermitteln. Schließlich mussten alle Texte für die Ausstellung auch noch ins Deutsche und Englische übersetzt werden. Im Rahmen des Projekts wurde auch eine – ebenfalls dreisprachige – Informationsbroschüre über die ethnologische Sammlung und den Obstgarten geschrieben, die den Besuchern zur Verfügung steht.       </p>

<p>Die Eröffnung der neuinterpretierten ethnologischen Sammlung des Gottscheer Altsiedler-Vereins und des Obstgartens mit alten Baumarten fand am 18. September 2023 statt. Der Besuch lohnt sich für alle, die sich für die historischen und ethnologischen Besonderheiten der Gottschee interessieren, wie z. B. für die Jagd, das Hausieren, die Fuhrmannschaft, den Obstbau und vieles mehr.  </p>
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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-1024x682.jpeg" alt="Einweihung der ethnologischen Sammlung des Volkes der Ko&#x10D;evar, 18. September 2023. Johanes Hans Jaklitsch, Anja Moric und Franci Volk  " class="wp-image-2034" style="aspect-ratio:1.5012;width:607px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-1024x682.jpeg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-300x200.jpeg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-768x512.jpeg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-1536x1023.jpeg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-2048x1364.jpeg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-750x500.jpeg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2023/10/20230918_32992-3-1080x720.jpeg 1080w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Einweihung der ethnologischen Sammlung der Gottscheer, 18. September 2023. Johanes Hans Jaklitsch, Anja Moric und Franci Volk. Foto: Alenka Peterlin   </figcaption></figure>
</div>
<p class="has-small-font-size">Die Autorinnen des Artikels, Klara Vrabl und Kaja Večko, sind Studentinnen an der Abteilung für Übersetzen der Philosophischen Fakultät der Universität Ljubljana.</p>

<p>Im September 2023 werden 130 Jahre seit der Ankunft der Eisenbahn in Kočevje vergangen sein. Lesen Sie <a href="">hier</a> mehr. </p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/studentisches-projekt-die-neugestaltung-der-ethnologischen-sammlung-der-gottscheer-in-obcice/">Studentisches Projekt: Die Neugestaltung der ethnologischen Sammlung der Gottscheer in Občice</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
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		<title>Peter Klepec – der mächtige Held des Kolpa- und Čabranka-Tals</title>
		<link>https://www.kocevskibrlog.com/de/peter-klepec-der-maechtige-held-des-kolpa-und-cabranka-tals/</link>
					<comments>https://www.kocevskibrlog.com/de/peter-klepec-der-maechtige-held-des-kolpa-und-cabranka-tals/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anja Moric]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jul 2019 20:31:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mythologie]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kocevskibrlog.com/peter-klepec-der-maechtige-held-des-kolpa-und-cabranka-tals/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein schwaches Kind wird ein Held Klein und schwach, barfuß und in geflickter Kleidung. Er hat Schafe oder Ochsen auf die Weide auf die steilen Berghänge geführt, die sich über den Fluß Kolpa heben. Um seiner armen Mutter zu helfen, hat er, so wie die meisten ärmlichen Kinder im Kolpa- und Čabranka-Fluß, als Dorfhirt gedient. Wegen seiner Schwäche haben ihn andere Hirten geschlagen und sich über ihn lustig gemacht, bis das Wunder passiert ist. Die meist verbreitete Variante dieser Erzählung beesagt, dass er einst wärend der Weide auf der Lichtung ein schlafendes Mädchen erblickt hat. Er hat die Äste abgeknickt und ihm damit Schatten gemacht, damit die pralle Sonne es nicht verbrennt. Das Mädchen, das in Wahrheit eine Fee war, hat ihm zum Dank seinen Wunsch erfüllt, stark zu werden. Seitdem hat er seine neu gewonnene Kraft gebraucht um seinen Landsleuten zu helfen und die Heimatortschaften vor Feinden (vor allem Otomanen bzw. sog. Türken) zu schützen. Das Symbol des Überlebens Peter Klepec (Slowenisch) bzw. Petar Klepac (Kroatisch) ist der Held des Kolpa- und Čabranka-Tals bzw. des Grenzgebietes zwischen Slowenien und Kroatien geworden. Er ist über die Grenzen der Erzählfigur hinausgewachsen, da er auch das Symbol des Überlebens in weit abgelegenen, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Ein schwaches Kind wird ein Held</h3>

<p>Klein und schwach, barfuß und in geflickter Kleidung. Er hat Schafe oder Ochsen auf die Weide auf die steilen Berghänge geführt, die sich über den Fluß Kolpa heben. Um seiner armen Mutter zu helfen, hat er, so wie die meisten ärmlichen Kinder im Kolpa- und Čabranka-Fluß, als Dorfhirt gedient. Wegen seiner Schwäche haben ihn andere Hirten geschlagen und sich über ihn lustig gemacht, bis das Wunder passiert ist.    Die meist verbreitete Variante dieser Erzählung beesagt, dass er einst wärend der Weide auf der Lichtung ein schlafendes Mädchen erblickt hat. Er hat die Äste abgeknickt und ihm damit Schatten gemacht, damit die pralle Sonne es nicht verbrennt. Das Mädchen, das in Wahrheit eine Fee war, hat ihm zum Dank seinen Wunsch erfüllt, stark zu werden. Seitdem hat er seine neu gewonnene Kraft gebraucht um seinen Landsleuten zu helfen und die Heimatortschaften vor Feinden (vor allem Otomanen bzw. sog. Türken) zu schützen.   </p>

<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://i1.wp.com/www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2092.jpg?fit=1024%2C768&amp;ssl=1" alt="Osilnica Kirche" class="wp-image-475" width="461" height="345" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2092.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2092-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2092-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2092-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2092-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 461px) 100vw, 461px" /><figcaption>Laut einer der Geschichten sollten einst die Türken bis Osilnica gekommen sein und ihren Pferden Hafer unmittelbar vor dem Altar der dortigen Kirche gefüttert haben. Klepec hat einen Baum gerodet und damit die Türken weggejagt. Foto: Dr. Anja Moric.  </figcaption></figure></div>

<h3 class="wp-block-heading">Das Symbol des Überlebens</h3>

<p>Peter Klepec (Slowenisch) bzw. Petar Klepac (Kroatisch) ist der Held des Kolpa- und Čabranka-Tals bzw. des Grenzgebietes zwischen Slowenien und Kroatien geworden. Er ist über die Grenzen der Erzählfigur hinausgewachsen, da er auch das Symbol des Überlebens in weit abgelegenen, wirtschaftlich und infrastrukturell vernachlässigten Orten geworden ist, die zusätzlich noch im zweiten Weltkrieg von Internierungen in italienische Konzentrationslager sowie vom Dezimieren der Bevölkerung betroffen waren. Leute konnten sich mit dem starken Klepec identifizieren und in seiner Kraft haben sie ihre Kraft für die Überwindung von Barrieren sowie für das Verharren in der ungastlichen Umgebung gesucht. Slowenische Schriftsteller, die ihren Stoff für das Schreiben aus den Erzählungen geschöpft haben, insbesondere France Bevk, haben dazu beigetragen, dass die Geschichte über Klepec in ganz Slowenien verbreitet wurde und dass es heute praktisch kein Kind gibt, das diesen kräftigen Held im Kindergarten oder Schule nicht trifft.    </p>

<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://i0.wp.com/www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG_2102.jpg?fit=1024%2C768&amp;ssl=1" alt="Kolpa- und &#x10C;abranka-Tal" class="wp-image-483" width="468" height="351" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG_2102.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG_2102-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG_2102-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG_2102-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG_2102-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 468px) 100vw, 468px" /><figcaption> Kolpa- und Čabranka-Tal. Die Aussicht von Šajbnik. Foto: Dr. Anja Moric.  </figcaption></figure></div>

<h3 class="wp-block-heading">Denkmäler von Peter Klepec</h3>

<p>Erzählungen über Peter Klepec kursieren an beiden Seiten der Grenze – in Slowenien und Kroatien. Laut einer von diesen sollte in Mali Log in Kroatien schon seit dem 12<sup>.</sup> Jahrhundert ein Haus stehen, das Klepec gebaut hat. Er hat in die Dachkonstruktion einen riesigen Balken eingebaut, den er vom heiligen Berg gebracht hat. Als wärend des zweiten Weltkrieges im Jahre 1942 Italiener das Dorf niedergebrannt haben, wurde auch das Haus von Klepec verbrannt. Heutzutage sind dort noch immer seine Ruinen zu finden.     In den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts hat sich die <a href="http://www.osilnica.si/dezela-petra-klepca/">Gemeinde Osilnica</a> entschieden, die Figur von Peter Klepec in touristischen Promotionszwecken zu verwenden und angefangen, sich als »Land von Peter Klepec« vorzustellen. Auf die Initiative von Stanko Nikolić hat Bildhauer Marjan Leš zwei riesige Holzstatuen gemacht, die an die Grenzen der Gemeinde Osilnica gestellt wurden. </p>

<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://i0.wp.com/www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2086.jpg?fit=683%2C1024&amp;ssl=1" alt="Statue von Peter Klepec in Osilnica" class="wp-image-471" width="335" height="501" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2086-200x300.jpg 200w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2086-683x1024.jpg 683w" sizes="auto, (max-width: 335px) 100vw, 335px" /><figcaption>Statue von Peter Klepec am Grenzübergang Osilnica – Zamost. Foto: Dr. Anja Moric. </figcaption></figure></div>

<p>Das hat einige BewohnerInnen von Mali Log gestört und über mehrere Jahre dauernde Polemiken darüber angeregt, wem Peter Klepec gehört – SlowenInnen oder KroatInnen. Ein Jahrzehnt nach Osilnica wurde das Denkmal von Peter Klepec auch bei den Ruinen des Peter-Klepec-Hauses in Mali Log aufgestellt.  </p>

<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://i0.wp.com/www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2088-2.jpg?fit=1024%2C683&amp;ssl=1" alt="Statue von Peter Klepec in Mali Log" class="wp-image-469" width="478" height="318" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2088-2.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2088-2-300x200.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2088-2-768x512.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2088-2-1024x683.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2088-2-750x500.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2088-2-1080x720.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 478px) 100vw, 478px" /><figcaption>Statue von Peter Klepec in Mali Log (Kroatien) bei den Ruinen des Peter-Klepec-Hauses. Foto: Dr. Anja Moric. </figcaption></figure></div>

<h3 class="wp-block-heading">Wessen Held ist Peter Klepec?</h3>

<p>Üblicherweise werden die Grenzen zwischen den Staaten als undurchlässige und von sich aus gegebene Trennungslinien gesehen. Gerade die Überlieferung über den Held Klepec, die keine Grenzen kennt, ermahnt uns, dass die letzteren in Wirklichkeit konstruiert und noch sehr durchlässig sind. In der Erzählung erscheinen nämlich mehrere Orte, wo Peter Klepec geboren wäre und leben sollte. Meistens sind das Osilnica und Mali Log, aber auch Čabar. Dies ist unabhängig davon, wer die Geschichte erzählt. Hinsichtlich der Tatsache, dass die erwähnten Orte bloß einige Kilometer voneinander entfernt sind, zeigt die Sinnlosigkeit von Polemiken darüber, wessen Held Peter Klepec sei, auf. Am zutreffendsten wäre es, wenn Peter Klepec als der gemeinsame Held aller BewohnerInnen des Tales – sowohl SlowenInnen als KroatInnen – verstanden werden würde. Vielleicht wird er einmal stark genug sein, um unter der einheitlichen touristischen Marke die durch die Grenze getrennten BewohnerInnen auf beiden Ufern von Kolpa (bzw. Gebieten von den Gemeinden Osilnica und Čabar) zu verbinden.        </p>

<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://i0.wp.com/www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2091.jpg?fit=1024%2C768&amp;ssl=1" alt="Die Statue von Peter Klepec auf Strma Reber &#xFC;ber Osilnica" class="wp-image-473" width="477" height="358" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2091.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2091-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2091-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2091-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2091-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 477px) 100vw, 477px" /><figcaption>Eröffnung der Statue von Peter Klepec auf Strma Reber über Osilnica. Foto: Dr. Anja Moric. </figcaption></figure></div>

<h3 class="wp-block-heading">Die Jagd nach Statuen von Peter Klepec</h3>

<p>Ausflugshinweis: Statuen von Peter Klepec laden Sie ein, um sie zu besuchen. Die Letzte wurde im Oktober 2018 auf Strma Reber über Osilnica errichtet. Dazu können Sie durch Kočevska Reka (Deutsch: Rieg) und Borovec fahren. Den Weg können Sie in Richtung Čabar fortsetzen. An der Grenze wird noch eine Holzstatue von Peter Klepec auf Sie warten. In Mali Log bei den Ruinen des Peter-Klepec-Haus klingeln Sie mit dem Glöcklein an seiner Schnur, um ein bisschen von seiner Kraft zu gewinnen und danach kehren Sie in Richtung Osilnica zurück. Im Hotel Kovač können Sie sich die Statue von Peter Klepec anschauen, die der akademische Maler und Bildhauer Stane Jarm gemacht hat, und Sie fahren durch pitoreske Dörfer nach Mirtoviči und Petrina. Sie verabschieden sich vom letzten Peter Klepec auf der Erhebung unter der Kirche St. Ana.       </p>

<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://i0.wp.com/www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2090.jpg?fit=1024%2C768&amp;ssl=1" alt="Das Gemeinde Osilnica Land von Peter Klepec" class="wp-image-478" width="434" height="325" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2090.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2090-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2090-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2090-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/IMG-2090-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 434px) 100vw, 434px" /><figcaption>Das Gemeinde Osilnica verwendet Peter Klepec für touristische und Promotionszwecke. Es stellt sich als “Land von Peter Klepec” vor. Foto: Dr. Anja Moric.  </figcaption></figure></div>

<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong><br/>&#8211; Moric, Anja. 2015. Peter Klepec: od (lokalnega) junaka do (nacionalne) prispodobe šibkosti. Ars&amp;Humanitas. Available here: <a href="https://revije.ff.uni-lj.si/arshumanitas/article/view/3427/4124%20">Slovenian</a> or <a href="https://revije.ff.uni-lj.si/arshumanitas/article/view/3427/3132">English</a>.<br/>&#8211; Moric, Anja in Perinić Lewis Ana. 2018. Petar Klepac/Peter Klepec/Pitr Kljepc: A Borderland Hero and the Manifestations of his Strength. Narodna umjetnost: hrvatski časopis za etnologiju i folkloristiku. Available <a href="https://hrcak.srce.hr/203053">here</a>.<br/>&#8211; Bevk, France. 1963 [1956]. Otroci samote. Ljubljana: Mladinska knjiga.<br/>&#8211; Kunaver, Dušica. 1988. Peter Klepec. Ljubljana: Državna založba Slovenije.<br/>&#8211; Makarovič, Marija et al. 2002. Dva bregova eno srce. Življenjske pripovedi iz doline Kolpe in Čabranke. Kočevje: Pokrajinski muzej Kočevje.<br/>&#8211; Primc, Jože. 1991. Peter Klepec in njegova dežela. Koč evje: Koordinacijski odbor za razvoj Zgornje Kolpske doline.</p>

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