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	<description>Gottscheer Blog: Blog über das kulturelle Erbe von Gottschee (Kočevska)</description>
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		<title>Verbeugung vor der Natur: Urwald Krokar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Šolar]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Aug 2019 09:27:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Umgebung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Sekunde nachdem mir mein Kollege mit der Hand andeutet, dass ich näher kommen soll, erblicke ich die Gämse. Das ist ein prächtiges Tier, das nicht zögert und im nächsten Moment verschwindet sie von dem steilen Hang über Kolpa. »Vielleicht werden wir noch welche sehen,« sagt mein Gefährte. Sofort danach vergesse ich auf das Hohlhorn, da sich eine fantastische Aussicht eröffnet: eine Menge von kleineren und höheren hellgrünen Bergen, darunter windet sich der Fluß und darüber befinden sich die Reste vom Morgennebelschleier, oben blauer Himmel, der ab und zu von einer weißen Wolke abgebrochen wird. Aber nirgendwo gibt es den schwarzen Streicher, wonach der Urwald benannt wurde! Krokar ist ein jener Gebiete, wo der Mensch die Zügel der Natur überlassen hat. Nicht ganz, würde mich Förster Tomaž Hartman korrigieren, der im Jahre 2014 zusammen mit fünf Fotografen eine zweisprachige Monographie über den Urwald herausgegeben hat. Auch das Naturschutzgebiet kann man vor der verschmutzten Luft, dem sauren Regen u. Ä. nicht schützen. Die menschliche Dummheit ist grenzenlos! Wie Hartman noch gerne betont, ist der Urwald eine Einsicht in unsere ferne Vergangenheit. »Unsere Weltauffassung ist nicht die einzig richtige und wahre,« hat er mir am Anfang letzten Jahres gesagt. Er hat Recht. [&#8230;]</p>
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<p>Eine Sekunde nachdem mir mein Kollege mit der Hand andeutet, dass ich näher kommen soll, erblicke ich die Gämse. Das ist ein prächtiges Tier, das nicht zögert und im nächsten Moment verschwindet sie von dem steilen Hang über Kolpa. »Vielleicht werden wir noch welche sehen,« sagt mein Gefährte. Sofort danach vergesse ich auf das Hohlhorn, da sich eine fantastische Aussicht eröffnet: eine Menge von kleineren und höheren hellgrünen Bergen, darunter windet sich der Fluß und darüber befinden sich die Reste vom Morgennebelschleier, oben blauer Himmel, der ab und zu von einer weißen Wolke abgebrochen wird. Aber nirgendwo gibt es den schwarzen Streicher, wonach der Urwald benannt wurde!     </p>

<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/krokar_01-1.jpg" alt="Krokar ist Teil von Borov&#x161;ka gora. Urwald Ko&#x10D;evska, Gottschee, Unesco-Weltkulturerbe " class="wp-image-566" width="515" height="342"/><figcaption>Krokar ist Teil von Borovška gora (1122 Meter) und nach diesem Gipfel hat auch der Urwald seinen Namen bekommen. Foto: Petra Šolar. </figcaption></figure></div>

<p>Krokar ist ein jener Gebiete, wo der Mensch die Zügel der Natur überlassen hat. Nicht ganz, würde mich Förster Tomaž Hartman korrigieren, der im Jahre 2014 zusammen mit fünf Fotografen eine zweisprachige Monographie über den Urwald herausgegeben hat. Auch das Naturschutzgebiet kann man vor der verschmutzten Luft, dem sauren Regen u. Ä. nicht schützen. Die menschliche Dummheit ist grenzenlos! Wie Hartman noch gerne betont, ist der Urwald eine Einsicht in unsere ferne Vergangenheit. »Unsere Weltauffassung ist nicht die einzig richtige und wahre,« hat er mir am Anfang letzten Jahres gesagt. Er hat Recht.       </p>

<h3 class="wp-block-heading">Urwald von Kočevska-Region</h3>

<p>Kočevska Region hat sechs Reste vom Urwald und ist deswegen vor allem für die Förster etwas Besonderes. Krokar, Teil von Borovška gora, streckt sich über etwas mehr als 74 Hektar und ist ein Zufluchtsort für Bären, Wölfe, Bergadler, Wanderfalken, schwarze Spechte, Auerhähne, Luchse … sowie einer Menge kleine Tiere, die man bloßen Auges kaum wahrnimmt. Der unhörbare Rummel in zerfallenen Baumstämmen ist nur deswegen dort, weil die Natur die Zügel in ihren Händen hält.    </p>

<p>Was den Naturkatastrophen nicht gewachsen ist, fällt und verfault. Was gewinnt, wächst an und dominiert. Und es herrscht die Buche vor, die – so Fachleute – sich in der Eiszeit hier erhalten und über Jahrtausende ganz bis nach Norden verbreitet hat. Genau deswegen ist der Urwald Krokar seit 2017 auf der <a href="http://www.sloveniatimes.com/slovenian-beech-forests-join-cross-border-world-heritage-site">Unesco-Liste der Naturerben</a> eingetragen.    »Die Eintragung ist das Ergebnis von 120- jährigen Bestrebungen,« meint Mag. Bojan Kocjan aus der Zweigsstelle Kočevje des Forstinstituts. </p>

<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter is-resized"><img decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/krokar_03.jpg" alt="Urwald Krokar Ko&#x10D;evska Gottschee, Unesco-Weltkulturerbe" class="wp-image-576" width="537" height="357"/><figcaption>Königreich der Buche. Foto: Petra Šolar. </figcaption></figure></div>

<p>Eine dicke Akte, Materialsammlungen von fünf Jahren, Besichtigungen und Überprüfungen, dass Krokar weltwichtig geworden ist. »Die Buche konnte nur da überleben. Nördlicher gab es damals das Eis. Als das Eis angefangen hat sich zurückzuziehen, hat sich die Buche von da gerade verbreitet« erklärt Kocjan die ausnehmende Entwicklung der Ökosysteme der Buche vor etwa 12.000 Jahren.  Gemeinsam mit der Buche haben sich durch Europa auch andere Pflanzen und Tiere verbreitet. Auf der Liste gibt es 63 Gebiete der altertümlichen und elementaren Buchenwälder aus 10 Ländern. Außer Krokar gibt es auf der Liste auch das slowenische Snežnik-Ždrocle.   </p>

<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter is-resized"><img decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/krokar_04.jpg" alt="Naturweg von Borovec Ko&#x10D;evska Gottschee, Unesco-Weltkulturerbe" class="wp-image-578" width="540" height="359"/><figcaption>Sie können bis zum Rand des Hanges kommen, danach müssen Sie sich aber am <a href="https://www.kocevje.info/tour/po-borovski-naravoslovni-poti-mimo-pragozda-krokar/">Naturweg von Borovec</a> halten. Foto: Petra Šolar</figcaption></figure></div>

<p>»Urwälder sind Urwälder geblieben, weil sich jemand entschieden hat, sie in Ruhe zu lassen,« erklärt Mag. Bojan Kocjan. Eine wichtige Rolle dabei spielte Leopold Hufnagel, der mit dem ersten waldwirtschaftlichen Plan die ersten zwei Reste vom Urwald abgesondert hat. »Diese zwei, Abteilung 38 und 39, die er im Jahre 1892 in Anmerkungen erwähnt hat, gibt es nicht mehr, sie wurden nach dem zweiten Weltkrieg gefällt,« ergänzt Kocjan. Notizen in der Literatur beschreiben, dass auf Borovška gora schon längst ein riesiger Urwald existiert hat, der nach dem Krieg abgeholzt wurde. »Krokar ist der Rest eines weiteren Gebietes, das auf Borovška gora unberührbar war.«    </p>

<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/08/krokar_02.jpg" alt="Urwald Ko&#x10D;evska, Gottschee, Unesco-Weltkulturerbe" class="wp-image-568" width="526" height="350"/><figcaption>Im Urwald ist alles der Natur überlassen, der Mensch hat keinen Eintritt. Foto: Petra Šolar. </figcaption></figure></div>

<h3 class="wp-block-heading">Wir betreten den Urwald nicht!</h3>

<p>Die Eintragung auf die Unesco-Liste als Naturerbe bringt auch Verantwortung und Verpflichtungen mit sich. Auch deswegen darf man auf dem gut abgetretenen Fußweg, der einen Unwissenden irreführt und in den Urwald führt, nicht gehen! Besucher sollten bis zum Rand von Krokar von der Richtung Cerk kommen. Der Eintritt in den Urwald, der mit blauer Farbe markiert ist, ist streng verboten. Darin dürfen alle 10 Jahre nur Förster, die Bäume abmessen, die dicker als 10 cm sind. Wie der Förster aus Kočevje noch zugibt, gehen sie auch nach der Wachsaison hinein, um die Entwicklung des Urwald weniger zu beeinflussen…      </p>

<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen: </strong><br/>&#8211; Tomaž, Hartman. 2014. Pragozd: pranarava Kočevske.<br/>&#8211; Kocjan, Bojan, MSc. 2019. Interview mit Petra Šolar.</p>

<p>Planen Sie einen Besuch von Kočevsko? Lernen Sie den kräftigen Helden <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/peter-klepec-der-maechtige-held-des-kolpa-und-cabranka-tals/">Peter Klepec</a> kennen! </p>
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		<title>Kočevje (Gottschee) Bombchen (Slow.: kočevske bombice)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Šolar]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Mar 2019 18:21:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Küche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>»Als mein Vater eine Süßigkeit gemacht hat, ist sie auf den Boden gefallen und hat sich zerstreut,« erinnert sich Roman Batis und gibt zu: »deswegen wurde sie Gottschee Bombchen benannt.« Slavko Batis hat in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts in einem länglichen Gebäude im Zentrum von Kočevje die Süßigkeit erfunden, die Ortsansäßige sofort angenommen haben und sie gilt als eins der meist angesehenen kulinarischen Produkte aus Kočevska / Gottschee-Land. Wie das aus drei Schichten zusammengesetzte, mit gemahlenen Kaffee bestreute Kočevje Bombchen gemacht wird, hat er auch Adica, Francka, Marjanca und Angelca beigebracht, die Jahrzehnte lang noch leckere Fallschirmspringerchen, Indianerchen, Cremeschnitten, Punschtörtchen, Schaumrollen, Gottschee Sternchen und Küsschen geschaffen haben. Die Gottscheerische Bäckerei und Konditorei war nach ihren Produkten – Batis hatte auch einen Namen als Hersteller ausgezeichneter Bonbons –weit und breit bekannt. »Geschäftsleute aus Ljubljana wollten das Rezept fürs Gottscheerische Bombchen abkaufen, aber der Vater wollte nicht darin einwilligen,« erzählt noch Roman Batis. Damals haben Bäckerei und Konditorei neben KonditorInnen und VerkäuferInnen noch BäckerInnen beschäftigt, mit der Leitung und dem Büropersonal haben sie so insgesamt einem Dutzend von Leuten Brot gegeben. Das Gottschee Bombchen ist geplant entstanden. Der inzwischen schon verstorbene Slavko Batis hat seiner Familie erzählt, dass nach einer [&#8230;]</p>
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<p>»Als mein Vater eine Süßigkeit gemacht hat, ist sie auf den Boden gefallen und hat sich zerstreut,« erinnert sich Roman Batis und gibt zu: »deswegen wurde sie Gottschee Bombchen benannt.« </p>

<p>Slavko Batis hat in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts in einem länglichen Gebäude im Zentrum von Kočevje die Süßigkeit erfunden, die Ortsansäßige sofort angenommen haben und sie gilt als eins der meist angesehenen kulinarischen Produkte aus Kočevska / Gottschee-Land. Wie das aus drei Schichten zusammengesetzte, mit gemahlenen Kaffee bestreute Kočevje Bombchen gemacht wird, hat er auch Adica, Francka, Marjanca und Angelca beigebracht, die Jahrzehnte lang noch leckere Fallschirmspringerchen, <em>Indianerchen</em><em>,</em> Cremeschnitten, Punschtörtchen, Schaumrollen, Gottschee Sternchen und Küsschen geschaffen haben.   </p>

<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/03/bombica-4-1024x683.jpg" alt="Das Gottschee Bombchen. Foto: Petra &#x160;olar. " class="wp-image-172" width="525" height="349"/><figcaption>Das Gottschee Bombchen. Foto: Petra Šolar. </figcaption></figure></div>

<p>Die Gottscheerische Bäckerei und Konditorei war nach ihren Produkten – Batis hatte auch einen Namen als Hersteller ausgezeichneter Bonbons –weit und breit bekannt. »Geschäftsleute aus Ljubljana wollten das Rezept fürs Gottscheerische Bombchen abkaufen, aber der Vater wollte nicht darin einwilligen,« erzählt noch Roman Batis. Damals haben Bäckerei und Konditorei neben KonditorInnen und VerkäuferInnen noch BäckerInnen beschäftigt, mit der Leitung und dem Büropersonal haben sie so insgesamt einem Dutzend von Leuten Brot gegeben.   </p>

<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/03/Slavko-Batis-avtor-sla&#x161;&#x10D;ice-Ko&#x10D;evska-bombica-Foto-arhiv-druzine-Batis-894x1024.jpg" alt="Slavko Batis, der namhafte Konditor. Foto: Archiv der Familie Batis. " class="wp-image-174" width="382" height="436"/><figcaption>Slavko Batis, der namhafte Konditor. Foto: Archiv der Familie Batis. <br/></figcaption></figure></div>

<p>Das Gottschee Bombchen ist geplant entstanden. Der inzwischen schon verstorbene Slavko Batis hat seiner Familie erzählt, dass nach einer Ausstellung eine Debatte darüber entstand, dass die Stadt an Rinža eine bekannte Süßigkeit braucht, so wie es etwa die Zagreberschnitte und die Sachertorte sind. Diese Aufgabe wurde Slavko Batis zugeteilt, der sich in Ljubljana auf die Zuckerbäckerei spezialisiert hat. Die Kombination von Schichten und Geschmack – dem Süßen und dem Bitteren – hat KäuferInnen überzeugt. »Er hat dann für Verliebte noch Kokosküsschen gemacht,« erinnert sich Roman Batis, aus den Händen seines Vaters sollten aber auch Gottschee Sternchen stammen. Wie eine ehemalige Verkäuferin erzählt, die nicht genannt werden will: »Er war einzigartig, er hat alles Mögliche gemacht.« </p>

<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/03/Prva-razstava-gostinstva-in-sla&#x161;&#x10D;i&#x10D;arstva-v-Ko&#x10D;evju-arhiv-dru&#x17E;ine-BatisJPG-1024x683.jpg" alt="Slavko Batis unter seinen KollegInnen bei der Ausstellung der Zuckerb&#xE4;ckerei und Gastronomie. Foto: Archiv der Familie Batis. " class="wp-image-176" width="521" height="346"/><figcaption>Slavko Batis (erste Reihe in der Mitte) unter seinen KollegInnen bei der Ausstellung der Zuckerbäckerei und Gastronomie. Foto: Archiv der Familie Batis. </figcaption></figure></div>

<p>Konditorinnen haben die Tüten mit der Biskuitmasse gefüllt und auf Tabletts Kreise gepresst. Öfen befanden sich im hinteren Teil des Gebäudes. Falls Gebäck, d. h. gebackene Kreise, nicht etwa gleich waren, wurden sie mit besonderen Modellen beschnitten. Auf den gebackenen, mit Essenz befeuchteten Teig wurde Creme aufgestrichen, die u. A. Zucker, Butter, Rum und Reste vom zerkrümmelten Gebäck enthält, und darauf wird Schlagsahne in Käppchenform gegeben. Der letzte Schliff ist gemahlener Kaffee. Die originelle Rezeptur hat Batis Frauen gegeben, die als Konditorinnen gearbeitet haben. Da nicht alle über die entsprechende Ausbildung verfügten, mussten sie eine Prüfung bestehen; damals mussten sie aber noch eigene Rezepte in die Schule mitbringen. Laut Aussage von Roman Batis hat die Familie keine originelle Rezeptur mehr. Nur die Familien, deren Mütter einst als Konditorinnen gearbeitet haben, haben eigene Rezepturen, die sie als ihr größtes Geheimnis verstecken. In den Jahrzehnten nach der Schließung der Bäckerei – heute gibt es in einem Teil dieses Gebäudes ein Optiker und im anderen Teil das Geschäft Zakladi Kočevske (Schätze aus Kočevska) – sind nämlich mehrere Varianten entstanden, die unter leidenschaftlichen Bäckerinnen die Runde machen.          </p>

<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/03/Nekdanja-pekarna-02-1024x686.jpg" alt="Im Geb&#xE4;ude, in dem einmal B&#xE4;ckerei und Konditorei waren, sind ber&#xFC;hmte Gottschee Bombchen entstanden. Foto: Petra &#x160;olar. " class="wp-image-179" width="526" height="352" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/03/Nekdanja-pekarna-02-1024x686.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/03/Nekdanja-pekarna-02-300x201.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/03/Nekdanja-pekarna-02-768x514.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/03/Nekdanja-pekarna-02-750x502.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/03/Nekdanja-pekarna-02-1080x720.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 526px) 100vw, 526px" /><figcaption>Im Gebäude, in dem einmal Bäckerei und Konditorei waren, sind berühmte Gottschee Bombchen entstanden. Foto: Petra Šolar. </figcaption></figure></div>

<p>Die Bäcker haben schon in der Nacht gearbeitet und die Konditorinnen am frühen Morgen. Noch in frühen 80er Jahren des 20. Jahrhunderts hat man auf das Brot in einer Schlange gewartet, die aus der Bäckerei bis auf den Gehsteig gereicht hat. Im zweiten Teil der Bäckerei und Konditorei befanden sich Stühle und einige Tische, wo KäuferInnen ihre Süßigkeiten essen konnten. Die Bäckerei und Konditorei in Kočevje hatte schon lange davor, trotz der Zutaten- und Ausrüstungsmangel – Modelle für Bonbons hat Batis von lokalen Handwerkern herstellen lassen –auch fünf Eissorten, Pralinen, Schmuck für Weihnachtsbäume und eine Menge Leckerbissen für Feinschmecker. Torten von Batis, die auch Ljubljaner bestellt haben, haben bei Messen der Gastronomie und Zuckerbäckerei gewonnen.    </p>

<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/03/Batisova-torta-v-obliki-krone-683x1024.jpg" alt="Torte in Form einer Krone, die Slavko Batis gemacht hat. Foto: Archiv der Familie Batis. " class="wp-image-181" width="380" height="569" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/03/Batisova-torta-v-obliki-krone-683x1024.jpg 683w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/03/Batisova-torta-v-obliki-krone-200x300.jpg 200w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/03/Batisova-torta-v-obliki-krone-768x1152.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/03/Batisova-torta-v-obliki-krone-750x1125.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 380px) 100vw, 380px" /><figcaption>Torte in Form einer Krone, die Slavko Batis gemacht hat. Foto: Archiv der Familie Batis. </figcaption></figure></div>

<p>Die Gottscheerischen Bombchen können Sie in Kočevje im Stadtskaffeehaus sowie im <a href="https://www.facebook.com/Zakladi-Ko%C4%8Devske-306533453364057/">Geschäft Zakladi Kočevske</a> (Schätze aus Kočevska) kaufen.</p>

<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen</strong>: Roman Batis, Sohn von Slavko Batis / eine der ehemaligen Verkäuferinnen (sie will nicht genannt werden).</p>

<p class="has-medium-font-size"><strong>Gottschee Bombchen – Rezept</strong>:</p>

<p><strong>Biskuit:</strong><br/>4 Eier<br/>4 Löffel kaltes Wasser<br/>150 g Zucker<br/>150 g Mehl<br/>Prise Salz<br/>1/2 Backpulver<br/>2 Löffel Öl</p>

<p><strong>Creme:</strong> <br/>100 g Butter <br/>50 g Staubzucker <br/>3 Löffel Rum <br/>2 Löffel Schokopulver <br/>6–10 Löffel Wasser <br/>Rest vom Biskuit.</p>

<p>Eiweiß mit 4 Löffel kalten Wasser zu festen Schnee schlagen. Langsam Zucker, Dotter, Mehl mit Backpulver, Salz und Öl einmischen. In eine große Backform geben und etwa 20 Minuten auf 180 bis 200 C backen.  <br/>Wenn der Biskuit gebacken ist, Kreise ausschneiden. Den Rest vom Biskuit zerkrümmeln, 100 g Butter, 50 g Staubzucker, 3 Löffel Rum, 2 Löffel Schokopulver und 6 bis 10 Löffel Wasser zugeben. Mixen, um eine glatte Punschcreme zu bekommen.  <br/>Biskuitkreise mit Creme bestreichen, mit Schlagsahne verzieren und darüber mit Kaffee bestreuen.<br/></p>

<p class="has-small-font-size"><strong>Rezept: Jana Primčič</strong></p>
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