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	<title>Kunsthandwerk Archives &#8226; Gottscheer Blog</title>
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	<description>Gottscheer Blog: Blog über das kulturelle Erbe von Gottschee (Kočevska)</description>
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	<title>Kunsthandwerk Archives &#8226; Gottscheer Blog</title>
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	<item>
		<title>Eisenhütte in Dvor: Eine Erfolgsgeschichte (und Scheitern) der Auersperger Eisenhütte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Izidor Volf]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Oct 2024 20:05:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbe]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsthandwerk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die erste Idee, in Dvor eine Eisenhütte zu errichten, geht auf das Jahr 1763 zurück, als Fürst Heinrich Auersperg erstmals eine Konzession beantragte. Die Baugenehmigung wurde ihm jedoch nicht erteilt, da die Besitzer anderer Eisenhütten in Krain eine Konkurrenz fürchteten. Erst seinem Sohn, Fürsten Wilhelm Auersperg von Gottschee, gelang es nach langen 31 Jahren, eine Eisenhütte in Dvor zu errichten. Die Gründe dafür waren der Unternehmergeist der Familie Auersperg, die in diesem Gebiet umfangreiche Ländereien besaß, Wasserkraft des Flusses Krka, ausgedehnte Wälder in einer unmittelbaren Nähe von Dvor, Eisenerzvorkommen in Unterkrain und die Verfügbarkeiten von Arbeitskräften. Am 6. Februar 1795 erhielt Fürst Wilhelm Auersperg (endlich) eine genehmigte Konzession aus Wien und die Bauarbeiten begannen. Da die Arbeiten nur langsam vorankamen, floss das erste Roheisen erst ein Jahr später, am 17. April 1796, aus dem Hochofen. Die Produktion übertraf sofort alle Erwartungen. Die Gebäude der Eisenhütte wurden am Ufer des Flusses Krka gebaut, und das Wasser wurde zum Antrieb von Blasebälgen genutzt, um Luft in den Hochofen und die Öfen zu blasen, die Schmiedehämmer anzutreiben, das Erz zu waschen und zu zerkleinern und die Maschinen in den mechanischen Werkstätten, Holzdrehbänke, Schleifmaschinen, Sägen und Pumpen anzutreiben. Die Eisenerzproduktion wurde mit der Einführung [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die erste Idee, in Dvor eine Eisenhütte zu errichten, geht auf das Jahr 1763 zurück, als Fürst Heinrich Auersperg erstmals eine Konzession beantragte. Die Baugenehmigung wurde ihm jedoch nicht erteilt, da die Besitzer anderer Eisenhütten in Krain eine Konkurrenz fürchteten. Erst seinem Sohn, Fürsten Wilhelm Auersperg von Gottschee, gelang es nach langen 31 Jahren, eine Eisenhütte in Dvor zu errichten. Die Gründe dafür waren der Unternehmergeist der Familie Auersperg, die in diesem Gebiet umfangreiche Ländereien besaß, Wasserkraft des Flusses Krka, ausgedehnte Wälder in einer unmittelbaren Nähe von Dvor, Eisenerzvorkommen in Unterkrain und die Verfügbarkeiten von Arbeitskräften.    </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-3-1024x768.jpg" alt="Signatur der Auersperger Eisenh&#xFC;tte HOF IN KRAIN" class="wp-image-2525" style="width:717px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Berühmte Signatur der Auersperger Eisenhütte HOF IN KRAIN auf einem der erhaltenen Öfen im Eisenhüttenmuseum in Dvor. Foto: Izidor Volf.</figcaption></figure>
</div>
<p>Am 6. Februar 1795 erhielt Fürst Wilhelm Auersperg (endlich) eine genehmigte Konzession aus Wien und die Bauarbeiten begannen. Da die Arbeiten nur langsam vorankamen, floss das erste Roheisen erst ein Jahr später, am 17. April 1796, aus dem Hochofen. Die Produktion übertraf sofort alle Erwartungen. Die Gebäude der Eisenhütte wurden am Ufer des Flusses Krka gebaut, und das Wasser wurde zum Antrieb von Blasebälgen genutzt, um Luft in den Hochofen und die Öfen zu blasen, die Schmiedehämmer anzutreiben, das Erz zu waschen und zu zerkleinern und die Maschinen in den mechanischen Werkstätten, Holzdrehbänke, Schleifmaschinen, Sägen und Pumpen anzutreiben.     </p>

<p>Die Eisenerzproduktion wurde mit der Einführung des wassergetriebenen Doppeltrommelgebläses, das in Dvor gebaut wurde, noch schneller. Auch die Qualität und Quantität des produzierten Roheisens nahmen deutlich zu. Dies ermöglichte den Ausbau und die Modernisierung des Eisenhütte. Im Jahr 1804 war die Eisenhütte in Dvor das erste Eisenwerk auf dem gesamten damaligen slowenischen Gebiet, das Gusseisen direkt am Hochofen erschmolz.    </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="821" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1-1024x821.jpg" alt="Eisenh&#xFC;tte in Dvor" class="wp-image-2537" style="width:718px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1-1024x821.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1-300x240.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1-768x616.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1.jpg 1280w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1-750x601.jpg 750w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-1-80x65.jpg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das einzige heutige Überbleibsel der Auersperger Eisenhütte in Dvor. Foto: Izidor Volf.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Eisenhütte in Dvor: ohne Konkurrenz im ganzen Krain</strong></h2>

<p>Nach der Aufhebung der illyrischen Provinzen geriet die Eisenindustrie in Krain in eine schwere Krise. Im März 1817 reduzierte die Verwaltung der Hofeisenhütte die Zahl der Beschäftigten von 216 auf 92 und die gesamte Eisenproduktion sank drastisch von 493 auf 143 Tonnen. Die drastischen Einschnitte waren auf die Konkurrenz des englischen und schwedischen Eisens in Italien und im Nahen Osten, das 20 % billiger war, zurückzuführen. Dennoch hatte die Eisenhütte in Dvor von 1820 bis Mitte des 19. Jahrhunderts keine wirkliche Konkurrenz in Krain, da sie als einziges Eisenwerk den heimischen Markt sowie die Märkte in Italien und Kroatien beherrschte.     </p>

<p>Im Jahr 1822 wurde der baufällige Hochofen umgebaut und um 2,5 Meter erhöht, und zwei Jahre später wurden zwei weitere, über drei Meter hohe Kuppelöfen gebaut. Mit diesen Öfen konnte das Roheisen aus dem Hochofen direkt zu Gusseisen geschmolzen werden. Die beiden Kupolöfen ermöglichten eine wesentlich höhere Produktion von hochwertigem Gusseisen, und die Umwandlung der Eisenhütte in Dvor von einem klassischen Eisenwerk in ein großes Eisenwerk war abgeschlossen. In dieser Zeit wurden auch ein Kalkstein- und Schlackenbrecher, ein Schmiedehammer, ein Kran für den Transport schwerer Produkte und ein neues Gebäude für die Materiallagerung errichtet. In den 1830-er Jahren beschäftigte die Eisenhütte wieder zwischen 220 und 250 Arbeiter und produzierte jährlich zwischen 392 und 448 Tonnen Roheisen, Guss- und andere Produkte. Damit wurde sie die größte und sogar die einzige Gießerei in der gesamten Region südlich der Alpen.        </p>

<p>Daher hatte das Unternehmen Schwierigkeiten, die zahlreichen Aufträge aus dem In- und Ausland zu erfüllen. Im Ausland verkaufte sie ihre Produkte vor allem in Italien und Kroatien. Im Jahr 1835 verfügte das Unternehmen über drei Lager: in Ljubljana (im Auersperger Fürstenhof), in Triest und in Venedig. Für die Qualität der Produkte in Dvor sorgte das gut ausgebildete Personal, das vor allem aus steirischen Ländern stammte. Die Eisenhütte in Dvor beschäftigte auch eine große Anzahl von Bergleuten, Förstern, Köhlern und Fuhrleuten, die ausschließlich aus der Region stammten. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in Krain keine Eisenhütte, die mit der Eisenhütte hinsichtlich der Technologie, der Qualität und Quantität der hergestellten Produkte und der Zahl der Beschäftigten vergleichbar war, weshalb ihr am 13. März 1836 der Status einer landesprivilegierten Hütte verliehen wurde.        </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-1024x768.jpg" alt="Grabkreuze der Auersperger Eisenh&#xFC;tte" class="wp-image-2522" style="width:758px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-2-750x563.jpg 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Grabkreuze der Auersperger Eisenhütte, ausgestellt im Eisenhüttenmuseum in Dvor. Foto: Izidor Volf.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Schlechtes Management und die aufkommende Konkurrenz führten zu einem bitteren Ende</strong></h2>

<p>Am 9. August 1836 wurde die Eisenhütte in Dvor durch den Tod ihres erfolgreichsten Direktors, Ignatz Vitus Engelbert Pantz, schwer betroffen. Der Besitzer Auersperg hatte bei der Wahl des Nachfolgers kein Glück. Die mangelnde Führungserfahrung und die schlechten unternehmerischen Entscheidungen der Nachfolger von Pantz führten in den folgenden Jahren zum Verfall vieler Fabrikgebäude und Anlagen. Da selbst grundlegende Wartungsarbeiten nicht durchgeführt wurden, nahm die Qualität des Roheisens und der Eisenerzeugnisse drastisch ab. Auch der Arbeitseifer und die Produktivität der Arbeiter ließen aufgrund der unregelmäßigen Bezahlung nach.      </p>

<p>In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bekam die Eisenhütte in Dvor außerdem Konkurrenz von Rosthorner Eisenhütte in Prevalje in Kärnten, die hauptsächlich Schienen, Achsen und Eisenbahnräder herstellte. Weitere Gießereien entstanden in Bohinjska Bistrica (Herstellung von Zahnrädern, Wasserturbinen, Ringen und Kolben für Dampfmaschinen, Kanalausrüstungen und Eisenzäunen) und in Gradac in Weißkrain (Herstellung von vor allem eisernen Halbfabrikaten und Munition). Die Eisenhütte in Dvor erlebte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch keine größere technologische Entwicklung mehr.     </p>

<p>Im Jahr 1870, vor der großen Bankenkrise in der Habsburgermonarchie, war sie noch voll funktionsfähig. Sie produzierte noch immer landwirtschaftliche Maschinen und Werkzeuge, Bergbau- und Gießereimaschinen, Mühlengeräte usw. Damals gab es jedoch bereits 27 konkurrierende Eisenhütten im österreichischen Teil der österreichisch-ungarischen Monarchie. Viele andere Eisenhütten in der Monarchie verfügten bereits über Eisenbahnverbindungen zu ihren Märkten, aber in Dvor mussten die Rohstoffe und Produkte noch mit Pferdefuhrwerken transportiert werden. Nach der Gründung der Österreichisch-Alpine Montangesellschaft in Wien im Jahr 1881 verschlechterte sich der Status der Eisenhütte in Dvor jedoch drastisch. In kürzester Zeit übernahm das Unternehmen die Kontrolle über die Eisenindustrie in ganz Innerösterreich und diktierte mit seiner Stärke und der Diversifizierung von Eisenarbeiten die Entwicklungsrichtung dieses Industriezweiges und damit auch das Schicksal der Existenz anderer Eisenhütten.      </p>

<p>Die Eisenhütte in Dvor konnte nur etwa sechs Jahre lang mit der Konkurrenz mithalten, bevor sie endgültig an Kraft verlor. Die modernere Konkurrenz und die veralteten Verkehrsverbindungen verteuerten stark die Produktion, was der Hauptgrund für den endgültigen Niedergang der einst führenden Eisenhütte in Krain war. Am 1. Oktober 1891 stellte das Eisenwerk in Dvor offiziell seinen ganzen Betrieb ein. Für Dvor und die Umgebung war die Schließung ein schwerer wirtschaftlicher Schlag, da viele Menschen ohne Arbeit blieben. In der Folge kam es zu einer Reihe von Auswanderungen aus der Region. Zehn Jahre lang nach der Schließung der Gießerei hofften die Einwohner von Dvor im Stillen, dass die Produktion zumindest in begrenztem Umfang wieder aufgenommen werden würde, doch dazu kam es letztendlich nicht.      </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-1024x768.jpg" alt="Produkte des Auersperger Eisenwerks" class="wp-image-2531" style="width:742px;height:auto" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-1024x768.jpg 1024w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-300x225.jpg 300w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-768x576.jpg 768w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2024/10/zelezarna-na-dvoru-4-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Besteck, Arbeitsgeräte und andere erhaltene Produkte des Auersperger Eisenwerks, ausgestellt im <a href="http://zelezolivarna.com">Eisenhüttenmuseum in Dvor</a>. Foto: Izidor Volf.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Es überwogen künstlerische und Gebrauchsprodukte</strong></h2>

<p>Im Laufe ihrer ganzen Geschichte hat die Eisenhütte in Dvor eine große Vielfalt an Produkten hergestellt, vor allem Kunst- und Gebrauchsprodukte. So wurden 94 verschiedene Arten von Maschinen, Maschinenteilen, Werkzeugen, Küchengeräten, Bügeleisen, Öfen, Dachziegeln, Grabkreuzen, Zäunen und Gewichten sowie 89 verschiedene Arten vom Kunstguss für den persönlichen, häuslichen und kirchlichen Gebrauch (kaiserlich-königliche Wappen, religiöse und antike Reliefs, Schreibgeräte, Uhren- und Bügeleisenständer, Kerzenständer, Schmuck usw.) hergestellt, aber auch eine breite Palette von Produkten für das Kunsthandwerk. Eine Besonderheit der Eisenhütte in Dvor war die Herstellung von kunstvollen Gusserzeugnissen wie Grabsteinen, verzierten Öfen, Zäunen, Fensternetzen, Brunnen usw.   </p>

<p>Ihre Produkte unterschieden sich im Design nicht wesentlich von denen anderer renommierter Gießereien in Europa. 1820 wurden bereits Schiffskanonen nach englischen Vorbildern gegossen. Die Produkte wurden in Dvor auch gekennzeichnet, ihre bekannteste Signatur war HOF IN KRAIN. Die Produkte der Eisengießerei in Dvor wurden auf drei Industrie- und Handwerksausstellungen in den innerösterreichischen Ländern ausgezeichnet und waren unter den Produkten aus Eisen in Slowenien unübertroffen. Im Jahr 1833 wurde in Dvor auch das ein Meter hohe Wappen der Auersperg-Fürsten für die Fassade des Kurhauses in Dolenjske Toplice gegossen.    </p>

<p>Runde und quadratische kohle- und holzbefeuerte Öfen bildeten einen wichtigen Teil der Produktion der Eisenhütte in Dvor. Sie hatten 14 verschiedene Modelle auf Lager. Darüber hinaus wurden auch Kanonen verschiedener Kaliber, Munition, Kessel, Kochtöpfe, Küchen- und andere Schüsseln, Ofenplatten, Gewichte, Küchenmörser, Rahmen, Wasserrohre und Kanaldeckel gegossen. Zwei Drittel der Gesamtproduktion entfielen auf Gusserzeugnisse.   </p>

<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong></p>

<ul class="wp-block-list">
<li class="has-small-font-size">Pungerčar, Majda. 2021. Na Dvoru ulita umetnost. Novo mesto: Dolenjski muzej.   </li>



<li class="has-small-font-size">Šorn, Jože. 1980. Železarna na Dvoru pri Žužemberku: zgodovina, tehnologija, izdelki. Novo mesto: Dolenjski muzej.   </li>



<li class="has-small-font-size">Žargi, Matija. 2000. Železarna na Dvoru ob Krki. Novo mesto: Dolenjska založba.   </li>
</ul>

<p>Prejšnja objava: Ljudska balada o detomorilki: slovenske in kočevarske različice.</p>
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		<title>Der Herbst hat eben alle Männer mitgenommen – gottscheer Hausierer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Moric]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Apr 2019 22:19:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsthandwerk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>»Die Gottscheer waren ein Hausiervolk. Der Herbst hat eben alle Männer mitgenommen. Sie sind in verschiedene Städte gegangen – sogar bis nach Berlin. Sie haben viel verdient und ich muss gestehen, dass es damals in Gottschee-Land – insbesondere in der Stadt selbst – einen wahren Wohlstand gab. In Kneipen konnte man die besten Imbisse bekommen, die auch Ljubljana nicht angeboten hat.« hat im Buch Leta mojega popotovanja (Jahre meiner Reise) Fran Saleški Finžgar niedergeschrieben. Die gottscheer Männer sind wegen des Verdienstes jedes Jahr in andere Ländern des damaligen Österreich-Ungarns sowie nach Deutschland aufgebrochen. In geflochtenen Körben – Rückentragen – haben sie ihre eigene Ware getragen, die sie abends in Gasthäusern verkauften. Sie haben »fix-nix« – den Glückstopf mit den Zahlen von 1 bis 90 bzw. Spiele »hoch-niedrig«, »drei unter hundert « oder »gerade-ungerade Zahl« angeboten. Der Preis für eine richtige Wette bzw. ausgezogene Zahlen war ein Produkt aus dem Angebot des Hausierers. So war es bis zum zweiten Weltkrieg. Als Kaiser Friedrich III. im Jahre 1492 das Recht auf freien Handel mit eigenen Produkten ohne Steuerzahlung verliehen hat, haben Gottscheer, die zu den ersten europäischen Hausierern, d. h. fliegenden Händlern gehört haben, in größeren europäischen Städten Produkte aus dem Hausgewerbe [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>»Die Gottscheer waren ein Hausiervolk. Der Herbst hat eben alle Männer mitgenommen. Sie sind in verschiedene Städte gegangen – sogar bis nach Berlin. Sie haben viel verdient und ich muss gestehen, dass es damals in Gottschee-Land – insbesondere in der Stadt selbst – einen wahren Wohlstand gab. In Kneipen konnte man die besten Imbisse bekommen, die auch Ljubljana nicht angeboten hat.« hat im Buch Leta mojega popotovanja (Jahre meiner Reise) Fran Saleški Finžgar niedergeschrieben. </p>

<p>Die gottscheer Männer sind wegen des Verdienstes jedes Jahr in andere Ländern des damaligen Österreich-Ungarns sowie nach Deutschland aufgebrochen. In geflochtenen Körben – Rückentragen – haben sie ihre eigene Ware getragen, die sie abends in Gasthäusern verkauften. Sie haben »fix-nix« – den Glückstopf mit den Zahlen von 1 bis 90 bzw. Spiele »hoch-niedrig«, »drei unter hundert « oder »gerade-ungerade Zahl« angeboten. Der Preis für eine richtige Wette bzw. ausgezogene Zahlen war ein Produkt aus dem Angebot des Hausierers. So war es bis zum zweiten Weltkrieg.</p>

<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="380" height="600" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/04/01.jpg" alt="Der gottscheer Hausierer in der Stadt Ko&#x10D;evje/Gottschee. Autor des Fotos: Herbert Otterst&#xE4;dt. Published in: Got" class="wp-image-1702" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/04/01.jpg 380w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/04/01-190x300.jpg 190w" sizes="auto, (max-width: 380px) 100vw, 380px" /><figcaption>Der gottscheer Hausierer in der Stadt Kočevje/Gottschee. Autor des Fotos: Herbert Otterstädt. Veröffentlichtin: Gottschee, verlorene Heimat deutscher Waldbauern, 1962; verfügbar auf: www.gottschee.de.</figcaption></figure></div>

<p>Als Kaiser Friedrich III. im Jahre 1492 das Recht auf freien Handel mit eigenen Produkten ohne Steuerzahlung verliehen hat, haben Gottscheer, die zu den ersten europäischen <em>Hausierern</em>, d. h. fliegenden Händlern gehört haben, in größeren europäischen Städten Produkte aus dem Hausgewerbe verkauft: die sog. <em>trockene Ware</em>, Siebenschläferpelze, Leinwand, Vieh usw.   Im 18. <sup>J</sup>ahrhundert haben sie auch die Erlaubnis zum Zwischenhandel von Produkten bekommen, die sie aus den Hafen in Rijeka und Bakar gefrachtet haben: Obst, Reis, Sardinen, Muscheln, Wein usw. Einige, sog. kostajnarji (Maronibrater), haben Kastanien gebraten und verkauft, die andern haben aber mit Süßwaren, Gewinnspielen und Kleingegenständen für den alltäglichen Gebrauch gehandelt.</p>

<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="649" height="450" src="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/04/gottscheer-gedenkstaette.at_.jpg" alt="Ein Hausiererausweis aus dem Jahr 1932. Ver&#xF6;ffentlicht auf: www.gottscheer-gedenkstaette.at. " class="wp-image-1703" srcset="https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/04/gottscheer-gedenkstaette.at_.jpg 649w, https://www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/04/gottscheer-gedenkstaette.at_-300x208.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 649px) 100vw, 649px" /><figcaption>Ein Hausiererausweis aus dem Jahr 1932. Veröffentlicht auf: <a href="http://www.gottscheer-gedenkstaette.at/gottschee_wirtschaft2.htm">www.gottscheer-gedenkstaette.at.</a> </figcaption></figure></div>

<p>Die Benennung Hausierer (Slow. krošnjar) stammt vom geflochtenen Korb (Rückentrage, Slow. krošnja), worin Hausierer ihre Ware getragen haben. Die gottscheer Hausierer haben ihre Rückentrage vorne getragen, wohingegen z. B. Hausierer aus Ribnica (Reifnitz) ihre Rückentrage auf dem Rücken. </p>

<p>Der Hausierhandel war eine Art sozialer Ausgleich, der Gottscheern geholfen hat, in einer unfreundlichen Umwelt zu überleben bzw. er hat ihnen einen zusätzlichen Verdienst ermöglicht. Weil Hausierer mit ihrem Handel den städtischen Händlern das Geschäft weggefressen haben, haben sie ihnen oft widersprochen. In einigen Häusern war Hausierhandel sogar verboten. Die Verordnung aus dem Jahr 1928 hat z. B. Hausierhandel in Ljubljana, Maribor, Celje, Ptuj sowie in anderen slowenischen touristischen Orten verboten, doch hatten die Gottscheer ein Sonderrecht, dass sie sog. gottscheerische Ware –Südfrüchte und Süßware – überall verkaufen konnten. Sie haben auch manches verbotene Gut in einem Doppelboden im Korb geschmuggelt.</p>

<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img decoding="async" src="https://i0.wp.com/www.kocevskibrlog.com/wp-content/uploads/2019/04/Tablica-prepovedano-kro&#x161;njarjenje-Zavod-Putscherle.jpg?fit=1024%2C609&amp;ssl=1" alt="Das Schild von einem Wiener Haus: &#x201C;Betteln und Hausieren sind hier im Hause verboten.&#x201D; Besitz von Ludwig Kren, pr&#xE4;sentiert auf der Ausstellung Vitrinen des Gedenkens " class="wp-image-376"/><figcaption>Das Schild von einem Wiener Haus: “Betteln und Hausieren sind hier im Hause verboten.” Besitz von Ludwig Kren, präsentiert auf der Ausstellung <a href="http://putscherle.com/en/showcases-of-memory/">Vitrinen des Gedenkens</a>, Projektträger <a href="http://putscherle.com/en/">Das Putscherle-Institut</a>. </figcaption></figure></div>

<p>Hausierer waren auch anderswo in Slowenien anwesend. In Prekmurje (Übermurgebiet) waren es <em>Bosniaken</em>, in Obsotelje (das Gebiet dem Fluß Sotla entlang) sind sog. <em>Saharinke</em> aus Kroatien und Dalmatiner <em>Pičkurini</em>gekommen, Reifnitzer haben ihre <em>trockene Ware</em> verkauft, Schirmmacher haben von Haus zu Haus Regenschirme repariert, sog. <em>urmoharji</em>(Uhrmacher) aus Osilnica-Tal haben Uhren repariert usw.     Heutzutage trifft man vor allem vor größeren Einkaufszentren Sloweniens noch immer zeitgenössische Reifnitzer Hausierer. Anstatt ihre Ware in einer Rückentrage zu tragen, fahren sie sie mit kleineren LKWs sowie Transportern herum.</p>

<p class="has-small-font-size"><strong>Quellen:</strong><br/>&#8211; Saleški Finžgar, Fran 1957: Leta mojega popotovanja, Celje: Mohorjeva družba.<br/>&#8211; Fontaine, Laurence 1996: History of Pedlars in Europe. Duke University Press.<br/>&#8211; Drnovšek, Marjan 2005: Kočevarski krošnjarji in nacistična propaganda. V: <a href="http://www.sistory.si/11686/874">Prispevki za novejšo zgodovino.</a><br/>&#8211; Drnovšek, Marjan 2007: Podoba kočevskih in belokranjskih krošnjarjev v očeh javnosti do začetka 20. stoletja. <a href="https://www.dlib.si/details/URN:NBN:SI:DOC-9F5YVHQZ">V: Kronika: časopis za slovensko krajevno zgodovino.</a><br/>&#8211; Počivavšek, Marija 2016: »Krošnjarjenje se je tako razpaslo po deželi, da teh posili trgovcev kar mrgoli«: Krošnjarstvo kot oblika nelojalne konkurence med svetovnima vojnama. V: <a href="http://www.sistory.si/cdn/publikacije/40001-41000/40672/Zgodovina_za_vse_2016-1.pdf#page=49">Zgodovina za vse</a>. </p>

<p>Wollen Sie mehr über die Höhlen in Gottschee wissen? Klicken Sie hier: <a href="https://www.kocevskibrlog.com/koblarska-in-crna-jama/">https://www.kocevskibrlog.com/sl/koblarska-in-crna-jama/</a> </p>
<p>The post <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/der-herbst-hat-eben-alle-maenner-mitgenommen-gottscheer-hausierer/">Der Herbst hat eben alle Männer mitgenommen – gottscheer Hausierer</a> appeared first on <a href="https://www.kocevskibrlog.com/de/">Gottscheer Blog</a>.</p>
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